Soll ich mir das Ziel der finanziellen Freiheit setzen?

Kann ich finanziell frei werden? Diese Frage stelle ich mir in letzter Zeit öfter. Die meisten Finanzblogger stecken sich sportliche Ziele: Sie wollen z.B. bis zu ihrem 40. Lebensjahr frei sein oder zumindest die Wochenstunden reduzieren. Vor allem letzteres klingt schon verlockend, obwohl ich gerne arbeite. Ich habe durch meinen Beruf Abwechslung, viele soziale Kontakte und fühle mich nützlich für die Gesellschaft. Mit dem Ziel der finanziellen Freiheit müsste ich gezielter Vermögen bilden; eigentlich könnte ich durch einen Berufswechsel mehr verdienen als jetzt. Deswegen stelle ich mir aktuell die Frage:

Will ich überhaupt finanziell frei sein?

Steht aktuell nicht wirklich auf meiner To-Do-Liste. Vielleicht möchte ich das ja irgendwann mal? Letzte Woche wurde mein Gastartikel bei finanzkueche.de veröffentlicht. Dort schrieb ich, dass man nicht nur an die aktuellen Bedürfnisse denken soll, sondern vorausschauend handeln sollte.

Was könnte mein zukünftiges Ich wollen?

In letzter Zeit mache ich viele Überstunden. Meine Mutter machte mich darauf aufmerksam, dass sie stressbedingt mit 20 Jahren ihren ersten Bandscheibenvorfall hatte und kein Arbeitgeber es einem dankt. Ganz im Gegenteil.

Vorteile der finanziellen Freiheit
Mein Papa und auch der Vater meines Freundes haben mit Anfang 60 eine Kündigung erhalten. Man ist quasi unvermittelbar und bekommt zum Dank auch noch starke Abzüge bei der Frührente. Mein Vater hat sich aus der Not heraus selbstständig machen müssen. Auch das persönliche Gespräch mit seinem Chef wenige Jahr zuvor, ob sein Job wirklich sicher sei (zwecks Hauskaufs im fortgeschrittenen Alter), war vergessen. Dass man Jahrzehnte seines Lebens in einer Firma verbracht hat, kümmert den Arbeitgeber nicht, wenn die Zahlen nicht mehr stimmen oder er sich anderen Geschäftsfeldern widmen möchte. Oder wenn ein neuer Geschäftsführer aus Prinzip alles umkrempeln möchte. Ältere Personen sind da ein besonderes Dorn im Auge. Wenn ich aktuell sage „Ich möchte am liebsten für immer arbeiten!“ heißt das nicht, dass

a) ich das in ein paar Jahren immer noch möchte.
b) ich gesundheitlich dazu in der Lage bin.
c) mein Arbeitgeber das unterstützt.

Dadurch wird man vielleicht gezwungen, frühzeitig aus dem Berufsleben auszusteigen. Ich bin mir sicher: Die meisten Arbeitgeber würden befürworten, dass man pünktlich zum 60. Geburtstag freiwillig die Firma verlässt. Dadurch gibt es weniger Kosten durch krankheitsbedingte Ausfälle und das freiwerdende Budget lässt mehr Spielraum für Neueinstellungen. Sofern man den Nachrücker ausreichend einlernt, ist der Erfahrungsverlust für die Firma nur halb so tragisch.

Das Renteneintrittsalter wird aufgrund der alternden Bevölkerung vermutlich weiter erhöht werden, obwohl die Leistungsfähigkeit im Alter abnimmt. Während sich nun also viele Riester und Co. schön rechnen“Zum Renteneintrittsalter mit 67 habe ich dann Summe XXX zur Verfügung…“, kann es genau so gut sein, dass das Renteneintrittsalter auf 70 erhöht oder einfach komplett abgeschafft wird. Mir wird langsam bewusst, dass ich gar nicht drumrum komme, mir einen Ausstieg aus dem Arbeitsleben zu ermöglichen.

Altersvorsorge ist mittlerweile dem Ziel der finanziellen Freiheit gleich zu setzen. 

Der Staat macht keinen Hehl daraus, dass er für meine Generation im Alter nicht sorgen kann. Private Vorsorge heißt also nicht, nur eine kleine Rentenlücke zu schließen. Es kann sein, dass ich meinen Lebensunterhalt nahezu komplett alleine bestreiten muss.

Kurzer Rückblick: Wie funktioniert unser Rentensystem?
Wie ich bereits in einem vergangenen Artikel beschrieb, haben wir ein Umlageverfahren. Die Rentenbeiträge der aktuellen Arbeitnehmer wandern zu den aktuellen Rentnern.  Hier sieht man eine schöne Grafik, wie sich das Verhältnis von Arbeitnehmern zu Rentnern die letzten Jahrzehnte entwickelt hat. Während im Jahr 1962 6 Arbeitnehmer einen Rentner finanzierten, sind es nun nur noch 2 Personen. Die nächsten Jahrzehnte werden es nur noch 1,5 Personen sein oder gar noch weniger. Wer mit 27 nach seinem Studium ins Berufsleben einsteigt, zahlt mit Glück 40 Jahre Rentenbeiträge bis zu seinem 67. Lebensjahr. Anschließend möchte er aber auch noch rund 20 Jahre Rente bekommen. Man bezieht also halb so lang Rente, wie man selbst eingezahlt hat. Selbst, wenn jeder seine eigene Rente zahlen würde, ergäbe das ein Verhältnis von 1 zu 2.

Nun kommt das Dilemma:

Das Verhältnis zwischen Arbeitnehmer und Rentner bleibt nicht konstant.

Die Geburten gehen zurück und die Babyboomer gehen in Rente. 700.000 Geburten und jedes Jahr mindestens so viele Neu-Rentner. Also ein Verhältnis von 1 zu 1. Von den Neuankömmlingen wird nicht jeder im Erwachsenenalter arbeiten, sodass das Verhältnis noch dramatischer wird.

Das gilt nur vor allem für meine Generation: Schaut euch eure aktuelle Einkommensbescheinigung an und rechnet eure und die vom Arbeitgeber gezahlten Rentenbeiträge zusammen. Bei einem theoretischem Arbeitnehmer-Rentner-Verhältnis von 1 zu 1 ist das der Beitrag, von dem ein Rentner leben müsste.

Für einen Durchschnittsverdiener mit 35.000€ im Jahr sind das 272,71€ (Arbeitnehmeranteil), mit Arbeitgeberanteil also rund 550€. Brutto versteht sich. Krankenkassenbeiträge gehen natürlich auch noch ab.

Nun mag manch einer sagen: „Aber ich verdiene ja auch weit über Durchschnitt und sammele jedes Jahr die maximale Anzahl an Rentenpunkten!“. Das erhöht vielleicht die Chancen auf eine erträgliche gesetzliche Rente, aber als Sozialstaat geht es auch ums Allgemeinwohl: Z.B. kann die gleiche Grundrente für alle eingeführt werden, die zum Leben und zum Sterben nicht reicht. Wer viel verdient hat, hatte als Arbeitnehmer genug Gelegenheit, um selbst vorzusorgen; da muss man nicht noch eine höhere Rente als andere bekommen.

Mein Ziel: Finanzielle Freiheit
Mir wird immer mehr klar, dass das Thema finanzielle Freiheit keine Frage mehr des Wollens oder Könnens ist:

Ich muss finanziell frei werden.

Die Frage ist nur, wie und bis wann man das schafft. Pünktlich mit 60 klingt für mich erst mal als ein guter Anfang. Denn sich auf Grundsicherung alleine zu verlassen wird nicht reichen. Wenn immer weniger Leute arbeiten, wird auch die nicht hoch ausfallen. Die Alternative ist natürlich viele Kinder zu bekommen, für immer zu arbeiten und früh zu sterben, um den Teufelskreis zu durchbrechen. Vor allem letzteres habe ich nicht vor. (Ich frage mich, wieso man sich über niedrige Geburtenraten wundert, wenn man selbst 45 Jahre lang Vollbeschäftigten schon eine niedrige Rente prognostiziert.)

In meinem Blog wird es nun ungeplant wohl auch ein wenig um das Thema finanzielle Freiheit gehen, obwohl das für mich persönlich bisher ein Tabuthema war.

Bis wann wollt ihr finanziell frei sein?

 

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72 Gedanken zu “Soll ich mir das Ziel der finanziellen Freiheit setzen?

  1. Die jetzt junge Generation wird so viel erben wie keine davor. Bislang wurden Kriegszerstörung und Reparationszahlungen von den Alten geleistet, die alles verloren und nicht mal im Traum an So etwas wie finanzielle Freiheit gedacht haben. Sie haben angepackt und alles wieder aufgebaut, Kinder groß großgezogen und wohlhabend geworden.
    Alles hängt davon ab wie gut die Wirtschaft läuft.

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    • Den jungen Generationen gehts im Schnitt wirklich ganz gut. Aber dem einzelnen nicht zwangsläufig. Bei mir in der Familie gibt es nicht viel zu erben (darauf will ich auch gar nicht erst spekulieren). Die einzige mit ein bisschen Vermögen ist eine Tante ohne Kinder, die aber mal in ein gehobenes Seniorenheim möchte. Bei 4-5.000€ im Monat gehen für sowas schnell 60.000 im Jahr drauf. Meine Eltern haben ein altes Haus auf dem Land mit Schulden. Zum einen will ich gar nicht dran denken, dass meine Eltern nicht für immer leben und zum anderen ist es bis dahin nichts mehr wert. Ich bete jetzt schon, dass dort nichts Größeres in nächster Zeit kaputt geht. Die Renoverung alter Häuser auf dem Land lohnt sich kaum, weil dort grade keiner mehr wohnen will.

      Zudem ist mir aufgefallen: Beim Erben hört oft Freundschaft und Familie auf. Vor allem, wenn es nicht so viel zu erben gibt, wie die Angehörigen eingeplant haben. Schon zu Lebzeiten werden Senioren als Gelddruckmaschine ausgenutzt; das erleb ich beim Geschäft von meinem Papa. Senioren kaufen sich etwas und Wochen später tauchen Kinder und Enkel auf und geben es wieder zurück: „Für die Oma lohnt sich das doch gar nicht mehr..“

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  2. Im ersten Teil Deines Artikels scheinst Du finanzielle Freiheit mit NichtmehrArbeiten gleichzusetzen. Das ist aber nicht notwendigerweise der Fall, da aus meiner Sicht finanzielle Freiheit davon unabhängig ist. Finanzielle Freiheit bedeutet einfach nur, dass Deine finanzielle Situation es Dir prinzipiell erlaubt, unabhängig von irgendwelchen Zwängen (-> ich muss abhängig arbeiten, um am Monatsanfang meine Miete zahlen zu können) zu leben. Trotzdem kannst Du Dich selbstverständlich entscheiden, Deinem bisherigen oder einen anderen Job weiter nachzugehen. Gegebenenfalls kannst Du damit Deine finanzielle Situation weiter verbessern, und z.B. Deine laufenden Erträge nutzen um Deine bereits vorhandene finanzielle Freiheit weiter vergrößern. Schnellballprinzip. Also für mich bedeutet finanzielle Freiheit nicht Eintritt ins Rentnerleben, sondern die Möglichkeit jederzeit selbst entscheiden zu können, wie und wo man leben möchte.

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    • Ich hab den Beginn meines Artikels nun etwas ergänzt. Mir geht es eher darum, dass mir dieses Ziel auch ein bisschen Angst macht und mein jetziges Leben beeinflussen könnte. Durch einen Arbeitgeberwechsel könnte ich jeden Monat gute 1000€ mehr verdienen. Wäre sicherlich eine gute Voraussetzung auf dem Weg zur finanziellen Freiheit. Dennoch verzichte ich aktuell lieber auf das große Geld, weil ich mich durch soziale Kontakte an mein jetziges Unternehmen gebunden fühle. Wenn ich mir nun aber das Ziel setze, in einem bestimmten Zeitraum finanziell frei zu werden, müsste ich in dieser Zeit vielleicht ein paar Entscheidungen treffen, wo mein Wohlfühlfaktor Einspruch erhebt.

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  3. Der Artikel gibt direkt mehrere Diskussionspunkte her – schön. Ich fange einfach mal frei Schnauze an.

    Überstunden schön und gut, lassen sich halt nicht immer vermeiden. Wenn daraus aber ein Dauerzustand wird, stimmt etwas nicht. Entweder arbeitest du zu langsam oder die Struktur im Betrieb stimmt nicht. Ich persönlich habe ich kein Problem da mit, mal Überstunden zu machen. Die Betonung liegt aber auf „mal“. Hör auf deine Mutter ;-)

    Finanzielle Freiheit ist für mich, dass soviel Geld reinkommt ohne dass ich dafür arbeiten muss, dass es zu einem auskömmlichen Leben reicht. Ich gehe aktuell nicht davon aus, dass ich das erreiche bevor ich 65 Jahre alt werde. Mir persönlich würde es schon reichen mit 50 kürzer treten zu können. 4 Tage Woche klingt doch auch schön. Darüberhinaus sorge ich halt vor, damit die Lücke von Erwerbseinkommen zu Renteneinkommen abgefedert wird.

    Die menschliche Gier könnte dem einen Strich durch die Rechnung machen. Wenn man sich so auf der Welt umschaut, könnte man zu dem Schluss kommen: „Wer viel hat, will meist noch mehr.“
    Ob mir das auch so gehen wird? Keine Ahnung, ich hoffe nicht.

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    • In meiner Branche ist das mit den Überstunden leider Standard. Wie bei Hornbach: Es gibt immer was zu tun. Da ich ein paar Sonderfunktionen im Team habe, häuft sich die Arbeit bei mir leider ein wenig.

      Ja, die Gier. ;) Geld ist schon faszinierend. Wenn man zu hohe Zahlen sieht, verliert man den Bezug.

      Altersteilzeit klingt auch nicht verkehrt. :) Von heute auf morgen mit dem Arbeiten aufzuhören, stelle ich mir nicht so erstrebenswert vor.

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  4. Es gibt nicht das „Alles oder Nichts“. Das heißt, wenn Du tatsächlich beschließt, konsequent zu sparen, wirst Du vorher erleben, wie finanzielle Dinge ständig einfacher werden. Recht schnell ist die monatliche Internet/Telefongebühr und der Strom mit passiven Einkommen abgedeckt. Dann irgendwann sind es deine Fahrtkosten zur Arbeit (die Du zusätzlich absetzen kannst) oder das Auto (wenns mans braucht). Später bist Du mietfrei und so weiter und so fort. Das heißt, auf dem Weg zur finanziellen Freiheit machst Du dich schon von immer mehr Dingen frei. Auch wenn Du es dann eines Tages geschafft hast, musst Du dich nicht 365 Tage im Jahr am Strand liegen. Du kannst weiter machen, wie Du willst. Das ist dein Unterschied. Genauso können dir Rentendebatten dann komplett egal sein. Du kannst im Alter wohnen wo Du willst, ohne irgendwelche Riester-Gelder zurückzahlen zu müssen, weil dir mit 65 Thailand besser gefällt. Das ist der ganze Witz dabei: Du bist frei, das zu tun, was genau Du willst, ohne das dir finanziell irgendjemand reinreden kann. Das ist meines Erachtens nicht aufzuwiegen.

    Ich bin jetzt im zarten Alter von 49 und ich kann dir versichern, dass die Altersdiskriminierung in großen Unternehmen schon viel früher als mit 60 anfängt. Ich spare relativ lange mit vielen Umwegen und wenn ich mir es richtig ausgerechnet habe, bracuhe ich etwas mehr als drei Jahre, bis ich meine jetzigen Kosten abdecken kann. Ich habe viele Freunde in meinem Alter mit noch mehr Verpflichtungen wie Haus abbezahlen oder Auto neu finanzieren oder Ausbildung der Kinder und was weiß ich noch alles. Da darf nichts schiefgehen und wenn der Arbeitgeber sagt: Mein Freund, das war zwar schön mit dir, aber wir orientieren uns um und Du bist leider nicht mehr dabei – dann haben viele von heute auf morgen ein massives Geldproblem. Es gibt sicher ganz wenige, die so konsequent sparen, dass sie mit 40 sagen können, Geld ist nicht mehr das Thema. Aber wenn Du in deinem Alter anfängst, regelmäßig was zurückzulegen und das Geld als nicht existent ansiehst, solange Du damit noch keine nennenswerten Einnahmen hast, dann machst Du alles richtig und kommst mit der Zeit automatisch immer weiter. Selbst wenn es dir nicht gelingt, finanziell frei zu werden und Du aber trotzdem passive Einnahmen von sagen wir mal 500 €/Monat bekommst, wird dir das später bei einer Mickerrente immer noch massiv helfen. Nichts zu tun ist im Grunde das falscheste, was man machen kann. Man kann die Sache durchaus auch entspannt angehen und etwa 10% seines Einkommens sparen sowie niemals Konsumschulden oder Dispo aufnehmen. Die Zeit wird total unterschätzt. Aber heute in einen S&P ETF oder in Blue Chip Werte (mein Favorit) invstiert wird über die Jahre bei entsprechender Diversifikation wachsen. Ich bin heute bei Beträgen, wo ich vor zehn Jahren nicht mal im Traum daran gedacht habe. Trotz der 2008er .- Krise und so einiges davor.Ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen: Fange einfach an und mache dir jetzt noch gar nicht so viel Gedanken wg. der finanziellen Freiheit. Du wirst früher oder später merken, dass die Erfolge bei Regelmäßigkeit kommen. Und trotz der sozialen Kontakte bei deiner alten Firma: Nimm die 1000 €/Monat mit. Neue Firmen haben häufig auch nette Kontakte. Und die alten musst Du deswegen nicht abbrechen.

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    • Hi, danke für den Einblick in deine Situation. Heutzutage muss man nicht nur fachlich mithalten, sondern auch den neusten Stand der Technik mitmachen.

      Selbst die 500€ im Monat klingen für mich jetzt nach sooo viel. Das habe ich aktuell nicht mal im Jahr. Und doch klingt es immer so einfach, wenn ich nun deine Erfolgsstory lese.

      Andere Firmen haben sicherlich auch nette Mitarbeiter, weswegen ich vor einem Jobverlust keine Angst habe. Freiwillig wechseln ist wieder eine größere Hürde.

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  5. Ein interessanter Artikel, jedoch fehlt mir bei Deinen Berechnungen etwas entscheidendes:

    Das Verhältnis von Arbeitnehmern und Rentner ist nicht so relevant wie Du es beschreibst. Ich hatte es in Deinem ersten Artikel schon mal genannt…
    Was ist denn zum Beispiel im vergangenen Jahrhundert passiert? Wir sind um dreißig Jahre gealtert im Schnitt, der Kinderanteil hat sich halbiert, der Rentneranteil hat sich mehr als verdreifacht.
    Also aus heutiger Sicht, aus der Demografie-Angst heraus, müsste das letzte Jahrhundert eine wirtschaftlich-soziale Katastrophe gewesen sein, bei dieser Alterung, weniger Kinder, mehr Rentner. Und stattdessen ist der Sozialstaat explodiert, ist der Wohlstand für alle explodiert. Das heißt, diese Faktoren mit Alterung, weniger Kinder, führen überhaupt nicht AUTOMATISCH zu weniger Wohlstand und weniger Sozialstaat.
    Durch den massiven technischen Fortschritt und der Produktivitätssteigerung wären auch heute noch komfortable Renten möglich. Von ’unbezahlbar‘ kann also gar keine Rede sein. Vorausgesetzt ist allerdings, dass der Kuchen verteilt wird, dass die erhöhte Produktivität auch anteilig ausgezahlt wird an die Arbeitnehmer. Auch bei der Finanzierung der Rente ist das Hauptproblem also nicht die demografische Entwicklung, sondern die Umverteilung zulasten der Arbeitnehmer.
    Das finde ich so unfassbar. Allerdings habe ich die Hoffnung auf eine politische Umkehr dieses Wahnsinns aufgegeben und muss mich demnach zwangsläufig ebenso mit finanzieller Unabhängigkeit beschäftigen.

    Hans

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    • Genau diese nicht stattfindende Umverteilung treibt auch mich an. Vielleicht entwickelt sich unsere Gesellschaft weiter, vielleicht wird das Leid aber auf die verteilt, die sich nicht wehren können. Die mittlerweile fitten 60-Jährigen machen das vielleicht noch, 20 Jahre später schon nicht mehr.

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  6. Ich halte es auch eher für eine Frage des Müssens als des Wollens. Ich habe keine Lust den Rest meines Lebens mehr oder weniger finanziell vom Wohlwollen des Staates abhängig zu sein, besonders dann nicht, wenn ich mal älter bin.

    Denn wer mich finanziell kontrolliert, kontrolliert auch mein Denken. Ich will hier keine Verschwörungstheorien oder so auspacken aber manchmal fragt man sich schon ob es nicht irgendwo gewollt ist, dass solche Dinge einem nicht in der Schule/Uni/Ausbildung beigebracht werden.

    Am besten sollte man das große Ziel (finanzielle Unabhängigkeit) in kleine Teilziele zerlegen, damit man von Zeit zu Zeit ein Erfolgserlebnis hat und motiviert bei der Sache bleibt.

    Viele Grüße
    Alex

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    • Die auch von anderen angesprochenen Teilziele halte ich durchaus für sinnvoll. Vor allem diese „Teilfreiheit“ ist nicht zu unterschätzen. Ich möchte auf Dauer die Freiheit haben, das zu machen, was ich für gut halte und nicht das, was ich aus finanziellen Gründen machen muss.

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    • Das Lustige dabei ist, dass sich die vermeintlich links-orientierten Parteien dagegen wehren, dass in der Schule z.B. ein Fach Wirtschaft eingeführt wird. Man fürchtet sich vor einer Einflussnahme der Wirtschaft und der Arbeitgeber auf die Schüler.
      Dass durch so ein Unterrichtsfach vielleicht auch die finanzielle Bildung verbessert kann wird dabei nicht berücksichtigt.
      Natürlich kommt es sehr darauf an, was der Bildungsplan für so ein Fach vorgesehen hat. Aber guttun würde es jungen Leuten allemal, wenn Sie z.B. einen Effektivzins ausrechnen können.

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      • Abgesehen davon, dass das Unterrichtsfach Wirtschaftskunde längst existiert (https://de.m.wikipedia.org/wiki/Wirtschaftskunde), frage ich mich, warum Schüler einen Effektivzins berechnen können sollten. Ich habe die Schule vor mehr als 20 Jahren verlassen und noch nie auf die Feinheiten der Effektivzinsberechnung (https://de.m.wikipedia.org/wiki/Effektiver_Jahreszins) achten müssen. Da hätte mir auch kein Fach Wirtschaftskunde genützt. Im Matheunterricht lernt man Prozent- und Zinsrechnung. Das sollte eigentlich reichen. Die Rechendefizite sind kein Problem des fehlenden Wirtschaftskundeunterrichts, sondern ein Matheproblem. Ich denke, es ist kein Zufall, dass die meisten Finanzblogger aus dem MINT-Bereich stammen. Wer rechnen kann, braucht „nur noch“ ein Verständnis für gesamtwirtschaftliche Zusammenhänge. Das wird im genannten Fach vermittelt. Einfach mal ins Inhaltsverzeichnis eines Lehrwerks schauen:
        https://www.klett.de/web/uploads/assets/5d/5d3244/882701_882702_IHV_2015.pdf

        Zum Thema gab’s neulich übrigens einen schönen Artikel vom Finanzkoch:
        http://www.finanzkueche.de/aufgaben-der-schule/

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      • Der Punkt ist eher der, dass man als Schüler die Notwendigkeit der Thematik kaum versteht. Als Kind lebt man im besten Falle relativ unbeschwert und geht davon aus, dass durch die Berufswahl der Schritt zum Erwachsenwerden bereits getan ist.. Aber da gehts erst los.

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      • Ja das Unterrichtsfach Wirtschaftskunde besteht in der Theorie seit langem. Allerdings meistens eingebettet in Erdkunde und Gemeinschaftskunde, was ja auch ok ist. Aber die Wirtschaftskunde wird von den anderen Beiden ziemlich eingeengt.

        Das Beispiel der Effektivzerzsinung war schlecht. Ich wollte mehr auf die Grundlagen finanzieller Bildung raus. Da gehören mathematische Kenntnisse natürlich dazu. Die reichen vermutlich sogar aus.

        „Entscheidend ist es, die Neugier und den Forschertrieb der Schüler zu wecken.“ Zitat aus Finanzkochs Artikel.

        Das ist m.M.n. das Entscheidende. Jenny schreibt ja in etwas das Gleiche. Das geht den meisten unserer Schulen aber gehörig ab. Ist natürlich auch keine einfache Aufgabe und darüber kann man auch wunderschön stundenlang diskutieren.

        Die ganzen Blogger und Blogleser machen es vor. Sie interessieren sich für ein Thema und bilden sich selbstständig weiter.

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      • „Ja das Unterrichtsfach Wirtschaftskunde besteht in der Theorie seit langem. Allerdings meistens eingebettet in Erdkunde und Gemeinschaftskunde, was ja auch ok ist. Aber die Wirtschaftskunde wird von den anderen Beiden ziemlich eingeengt.“

        Hast Du da persönliche Erfahrungen gemacht? Ich habe in meinem Bekanntenkreis einen Wirtschaftskundelehrer, der dieses Fach Berufsschülern vermittelt. Es ist ein eigenes Fach und hat in Erdkunde bzw. Gemeinschaftskunde keine Konkurrenz. Aber das kann natürlich von Bundesland zu Bundesland ganz anders aussehen.

        Ich habe Jennys Kommentar eher so aufgefasst, dass die Erkenntnis, wie wichtig diese Themen für das Leben sind, bei den Schülern noch gar nicht vorhanden ist. Sie brauchen sich während ihrer Ausbildung/Schulzeit noch gar nicht (oder nur wenig) um bestimmte Themen kümmern und sind daher auch wenig an Abgeltungssteuer, Privathaftpflichtversicherung oder Anlagestrategien interessiert. Ohne eigenes Geld (und damit ohne unmittelbaren Nutzen) ist vieles einfach nur geistiger Ballast, der nach Priorität gelernt wird. Alles „Unwichtige“ wird notiert aber wenig später auch vergessen. Wer will es den Schülern beim täglichen Dauerbeschuss mit etlichen Lerninhalten verübeln?

        (Es ist natürlich trotzdem wichtig, ein *grundlegendes Verständnis* für wirtschaftliche Zusammenhänge zu haben.)

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      • Bei uns (Baden-Württemberg) war es so, dass es das Fach „Wirtschaft“ oder „Wirtschaftskunde“ als einzelnes Fach nicht gab bzw. „Wirtschaft“ als Wahlfach ab der Oberstufe. Laut Lehrplan hätten „Erdkunde“ und „Gemeinschaftskunde“ den Bereich Wirtschaft mit abdecken sollen. Es gab auch übergeordnete Themen, bei denen es dann beispielsweise darum ging, wie das Erdöl an die Tankstelle kommt oder, wie Container die Welt verändert haben :D. Hatte mit Wirtschaft also nur bedingt etwas zu tun.
        Das ist natürlich nur ein Eindruck von einer Schule aus einem Bundesland. Möglich, dass es in anderen Bundesländern komplett anders aussieht.
        Aber die Bildungshoheit ist wieder ein anderes Thema.

        Dass Schüler sich nicht für Themen, wie Steuern und Versicherungen interessieren ist klar. Blöd ist nur, dass sich auch viele Berufstätige nicht dafür interessieren und einfach irgendwas abschliessen, weil sie keine Lust haben sich mit dem Thema zu beschäftigen, weil sie sowieso keine Ahnung davon haben. Und genau an diesem Punkt könnte man ansetzen. Man könnte ja zum Beispiel in einem Projekt die Schüler an einem Börsenspiel teilnehmen lassen. Dadurch könnte man zumindest einem Teil mit Spaß ein gewisses Grundwissen/Grundinteresse vermitteln.
        Ich fand es zum Beispiel extrem erschreckend, als ich vor ein paar Wochen vor Zwölftklässlern stand und gefragt habe, was sie meinen, was vom Umsatz eines Unternehmens am Ende als Gewinn übrig bleibt.
        Anworten waren dann: „ja mindestens die Hälfte“, „was die Hälfte, das ist viel zu wenig, 2/3 sollten es schon sein“.

        Ich merke bei mir selbst oft, dass ein Interesse an einem Thema oft erst so richtig aufkommt, wenn ich ein bisschen was zum besagten Thema was. Und das könnte man in Schulen bestimmt vermitteln.

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      • Hallo Jonas,
        na, da sitzen wir im gleichen Bundesland ;-) ! Die mir bekannten Erfahrungen beziehen sich allerdings auf Berufschüler und bei denen finde ich eine Bildung in Wirtschaftskunde auch deutlich wichtiger als in der Oberstufe. Auf die Oberstufe folgt ja oftmals noch eine Ausbildung in der Berufschule oder ein Studium – und spätestens in dieser Phase der Vorbereitung auf den Berufseinstieg finde ich es auch wichtig, dass man mehr über die Wirtschaft lernt.
        Hättest Du mich nach typischen Umsatzrenditen gefragt, hätte ich aber auch dumm aus der Wäsche geschaut. Das hängt ja schließlich stark von der Branche ab und kann im einstelligen Bereich liegen – ich habe beim Quergoogeln aber auch Werte bis zu 70% gefunden. Sicher untypisch. Ich bin mir nicht sicher, ob die anderen hier mitlesenden Finanzcracks da ad hoc eine passende Antwort aus dem Stegreif gehabt hätten.

        „Blöd ist nur, dass sich auch viele Berufstätige nicht dafür interessieren und einfach irgendwas abschliessen, weil sie keine Lust haben sich mit dem Thema zu beschäftigen, weil sie sowieso keine Ahnung davon haben.“
        Ich fürchte, die fehlende Ahnung ist nicht das wahre Problem. Die fehlende Lust, sich mit einem Thema zu beschäftigen sehe ich eher als Ursache. Es ist wirklich ein leichtes, sich ein Buch über Geldanlagen von der Verbraucherzentrale oder Stiftung Warentest zu holen und damit zumindest die grundlegenden Produktarten mit ihren Vor- und Nachteilen mal kennen zu lernen. Das Buch zu lesen dauert maximal eine Woche und dann sollte die ganz große Planlosigkeit schon weg sein. Alles andere findet man mittlerweile im Netz. Ich habe auch nicht anders angefangen und das zu einer Zeit, als es noch keine Foren oder Blogs gab. Wer wollte, fand trotzdem Gleichgesinnte im Netz, mit denen er in Kontakt treten konnte.
        Man lernt viele elementare Dinge des Lebens nicht in der Schule (Partnerwahl, „richtige“ Ernährung, …), dafür aber das Rüstzeug, mit dem man sich nahe zu alle Dinge selbst aneignen kann – angefangen bei der Fähigkeit zu lesen bis hin zur richtigen Informationsrecherche. Wer das Rüstzeug dann nicht auspackt und sich auf seiner Faulheit ausruht bzw. sich auf den Rat eines Verkäufers verlässt, darf nicht nur auf das böse System schimpfen. Klingt jetzt hart, aber ich sehe die Aufgabe der Schule eher darin, diese elementaren Fähigkeiten und weniger Spezialkenntnisse, deren Halbwertszeit ständig abnimmt, zu vermitteln.

        Liebe Grüße
        Dummerchen

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      • Solche „Börsenspiele“ gab es in Kooperation mit lokalen Banken. Man bekam ein Onilne-Konto mit virutellem Geld und konnte dann Aktien kaufen und verkaufen. Orientierend am realen Börsenkurs. Wer nach ein paar Wochen die mseitsen Gewinne hatte, wurde belohnt.
        Mit Buy&Hold plus solide Werte habe ich es damals (vermutlich intuitiv) versucht, aber es hat auf die Dauer von 4-6 Wochen nicht geklappt. Rückblickend betrachtet hat man in der Kürze der Zeit nur mit Spekulationen gewonnen. Also durch Glück und tägliches Traden kurzfristig zur rirchtigen Zeit einen Gewinn eingefahren.
        Macht man das mit echtem Geld, wird sich da meinst nur die Bank freuen und Gebühren verdienen.
        Zu einem Börsenspiel das solide aufgezogen sein sollte, gehört somit meiner Meinung nach noch viel mehr.
        Ebenso zum Thema Finanz und Wirtschaftsunterricht, der manche (später wichtige) Dinge nur als Randthema scheindet. So bleibt vielen trotz guter Grundlagen nur Learning by Doing / Try&Error im Berufsalltag nach der Schule. Leider.

        Bzgl. der Finanziellen Freiheit sehe ich es auch nicht als Frührente, aber sehr wohl als fiannzielle Unabhängigkeit von manchen Systemen. Also eine eigene Säule mehr. Sei es im Sinne der Zusatzrente, als Arbeitslosenpuffer wenn der Arbeitgeber plötzlich anders tickt als man denkt oder auch als Teilzeit.
        Gerade der letzte Punkt ist für mich ein „Mittelfristiges Ziel“: Die Arbeitsbelatung steigt, aber der Arbeitgeber tut nichts dagegen. Er will zwar auch mehr Personal schiebt aber die Verantwortung auf die Politik. Und wenn dann mehr Personal um noch mehr zu arbeiten anstelle die bisherige Mehrarbeit erstmal auf mehrere Schultern zu verteilen. Auf Dauer wird dies zu mehr und mehr Krankenständen und Teilzeiten führen. Oder Berufswechselnoder gar -ausfällen.
        Ginge es nach meinem Wunsch, so wäre das mittelfristge Zeil ein Nahziel, obwohl ich erst ca. 10 Jahre im Berufsleben stehe (nach zeitlich regulären Schulabschlüssen und einem Job der mir eigentlich Spass macht). Das „eigentlich“ zeigt schon einen Knackpunkt auf.

        Sonderaufgaben klingen immer toll und man fühlt sich gebauchpinselt. Letzenendes sind es aber oft Zusatztätigkeiten bei gleicher Bezahlung. Engagement das oft nicht vergütet wird. Außer einem mündlichen Danke. Warum soll ich mein Know-How einbringen wenn andere es nicht tun, aber das selebe Geld verdienen. Die Illusion das sich dies später „bezahlt“ macht, habe ich zu 80% abgeschrieben.
        Und welbst wenn man sich hier zusätzlich in Sonderaufgaben engagiert, beommt man oft nur eien Burchteil der dafür nötigen Zeit. Begründung: Mehr kann man nicht geben / rechtfertigen. Wohl wissend, das für diese Aufgaben bspw. zwei Suntden nicht ausreichen. Oder es werden keine Stundenkontigente dafür vergeben aber die allgemeinen Überstunden einfach sehr knapp gedeckelt.

        Kommt man dann später in „Leitungspositionen“, so wird einem oft schleichend und „erstmal übegangsweise“ oder komissarisch mehr Arbeit übertragen. Evtl. weil eine Stelle aktuell nicht besetzt werden kann oder oder oder. Plötzlich sind Jahre rum und die Stelle wird einfach weiter nicht besetzt. Der Laden läuft ja auch so, obwohl eine Person plötzlich die Arbeit erledigt, die vor ein paar Jahren noch drei Personen in Vollzeit geleistet haben. Das geht auf Dauer nicht gut. Entweder man zieht selbst die Reißleine (Arbeit liegen lassen oder Stelle/AG wechseln) oder der Körper tut es irgendwann sehr massiv für einen. Das dankt einem der AG aber leider nicht.
        Problem: Selbst wenn 5 Leute sagen: Mache ich zu den Konditionen nicht.
        Es gitb immer eien der es dann doch macht , weil er sich dann wichtig fühlt oder Anereknnung bekommt oder so sozial ist (irgendwer muss es doch tun, also macht man es halt).

        Gegen das „macht man es halt“ ist ist mal(!) auch nichts einzuwenden. Wenn das „mal“ aber zur Regel wird oder sehr oft stattfindet dann muss man es halt auch einfach „mal“ liegen lassen. Erst wenn das viele machen ändert sich was. Bis dahin kann es aber für viele Einzelne zu spät sein. Also beeinflusst man als Einzelner das was man beeinflussen kann und zieht für sich und zu seinen (langfristig gesundheitlichen und ggf. auch finanziellen Gunsten) die Konsequenzen. Auf diese Denkweise muss man aber erstmal selbst kommen. Manche kommen dort eher und manche dort erst später drauf. Manche leider erst zu spät. Und selbst einige die dies früh erkannten leiden heute trotzdem unter den Folgen, wie man auch sehr „beeindruckend“ gesundheitlich sieht und sogar nachvollziehen kann.

        Es heißt ja nicht umsonst, man solle sich nicht unter Wert verkaufen
        Das bedeutet nicht das ich alle halbe Jahre „für Geld“ meine Arbeitsstelle wechsel bloß weil ein anderer AG mehr bietet. Aber auch die Rahmenbedingungen spielen hier mit rein. In der Theorie haben das manche AG auch verstanden aber in der Praxis hapert es an der Umsetzung und der Durchsetzung dieser Gedanken und somit der Personalkultur, der Personalbindung, der Attraktivitätssteigerung des AG, Vereinbarkeit von Beruf und Familie usw… Da helfen auch viele tolle Ausagen des AG und auch Arbeitsgruppen dazu nichts, wenn nichts realisiert wird. Also muss es anscheinend erst noch schlimmer werden ehe man nicht nur umdneknt odnern auch entsprechend handelt als AG. Aber dann bis dahin nicht auf meinem Rücken. Hier steht „Selbstschutz“ an erster Stelle.

        Und jetzt lese ich mal die zweite Hälfte der ganzen interessanten Kommentare. Der Beitrag scheint einen wichtigen Punkt zu treffen. :-)

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      • @K. Dein Beitrag stimmt mich nachdenklich und spiegelt leider die Realität wieder. Das Gewissen und die Gutmütigkeit der Leute wird ausgenutzt. Man übernimmt Aufgaben für das Allgemeinwohl und erhofft sich dafür aber auch eine gewisse Dankbarkeit. Sei es, dass man im Falle einer Krise den Arbeitsplatz behält oder bei der nächsten Aufstiegsmöglichkeit berücksichtigt wird. Wenn man diese Mehrarbeit schafft, bekommt man noch mehr auf den Tisch. Wenn man diese Bereitschaft nicht mehr zeigt oder aus privaten Gründen kürzer treten muss, wird einem das negativ und als Schwäche ausgelegt. Letzter Punkt ist bei meinem Arbeitgeber zum Glück nicht der Fall. Wer krank ist, ist krank. Wenn etwas mit der Familie ist, schickt mein Chef uns nach Hause. Wenn man aber nur noch als moderner Sklave gehalten wird, bleibt einem nichts anderen übrig, als den Arbeitgeber zu wechseln.

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      • Ich hatte in der Schule (Bayern) zwar ein eigenes Fach für Wirtschaft aber fand das Alles damals so furchtbar und irrelevant für mich, dass es mir niemals in den Sinn gekommen wäre mich damit zu weiter beschäftigen.
        Erst während der Zeit nach der Schule habe ich für michlangsam gemerkt, dass es mir ganz im Gegenteil sogar sehr viel Spaß macht und habe es schließlich sogar studiert.
        Und warum? Weil es maximal relevant für jeden Lebenslauf und praxisnah ist. All das was ich immer von einem Fach wollte! Etwas Lernen, dass sofort im Alltag anwendbar ist!
        Nur war der Lehrplan in der Schule so ein Müll, dass er mich dafür nicht entzünden konnte, es lag nicht einmal an den Lehrern selber. Und nein, es lag auch nicht nur an meinem Alter und meinen Flausen im Kopf ;)
        Klar ist Wirtschaft auch mal dröge aber das Thema kann man auch spannend(er) verpacken. Das wäre die Aufgabe der Kultusminister und Pädagogen. Aber meiner Meinung nach wird das (absichtlichst?) sträflichst vernachlässigt.

        Viele Grüße
        Alex

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      • Hast du eher getrauert, dass der Vfb abgestiegen ist oder, dass der SC aufgestiegen ist? :D

        Ich stimme dir zu 100% zu, dass es die Aufgabe der Schulen sein sollte, den Schülern das Rüstzeug mitzugeben. An den Unis sollte diese Fähigkeit dann weiter ausgebaut werden.
        Inwieweit beide Institutionen das wirklich vermitteln sei mal dahingestellt.

        Die fehlende Lust sich mit Finanzen zu beschäftigen ist sicherlich ein Riesenproblem. Aber hier kommt es stark darauf an, wie das Wissen vermittelt wird. Ich glaube durch Blogs und Podcasts kann hier wirklich einiges bewegt werden. Und wer mal einen Artikel vom Wesir oder einen Podcast vom Finanzrocker gelesen bzw. gehört hat, der merkt relativ schnell, wie spaßig das trockene Thema doch sein kann.
        Irgendwann muss man nur mal davon wegkommen sich 2 Wochen mit dem Autokauf zu beschäftigen aber nur 2 Stunden mit den eigenen Finanzen.

        70% Umsatzrendite? Wo war das denn?
        Aber ok, vielleicht weiß man die Zahlen generell wirklich nicht so genau. Hat mich trotzdem erstaunt. Ich dachte man hat da eventuell ein Gefühl und sollte das zumindest halbwegs realistisch einschätzen können…

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      • @Ex-Studentin

        Es ist nicht alles so schwarz. Auch bei uns gilt: Wer krank ist, ist krank. Das kann aber je nach Abteilung varieren. Und auch ich erfahre Unterstützung von meinen direkten Vorgesetzen bei Familienangelenheiten. Aber halt nur durch die direkten Vorgesetzten. Die große Marschrichtung sieht anderes aus und auch direkte Vorgesetzte sind ggf. nicht (für) immer da.
        Aus diesem Grund mein Teil der Vorsorge, wenn dieser Teil der Unterstützung bzw. der direkten Vorgesetzten nicht mehr da ist. Sei es weil sie weg müssen oder weil ich wg. „besseren Dienstzeiten“ oder aus anderen Gründen die Abteilung wechseln will/muss.
        Sehr gute direkte Vorgesetzte sind gut und wichtig aber sie können einem leider manchen direkten Arbeitsdruck nicht abnehmen, selbst wenn sie wollen, da auch sie nur die Rahmenbedingungen nur sehr bedingt beeinflussen können.
        In der anderen Abteilung gibt es ggf. andere Vorgesetzte aber „bessere“ Rahmenbedingungen. Was besser oder schlechter ist, ist schwierig zu sagen. Den wenn die Vorgesetzten wollen, können sie einem das Leben auch arbeitstechnisch unangenehm gestalten. Teils ganz legal.
        Ein Grund mehr für ein zweites Standbein und weiteren Optionen die sich noch finden werden.

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      • @K. Mit dem Vorgesetzten kann tatsächlich alles stehen und fallen und ist neben der allgemeinen Rahmenbedingungen (Gehalt, Arbeitszeiten, Arbeitsinhalt) ein wichtiger Faktor, bei dem ich aktuell großes Glück habe. Aktuell habe ich noch ein wenig die Leichtigkeit des Jungseins: Ich bin 23 und kann es mir aktuell „leisten“, einem Job nachzugehen, in dem ich mir für meine Persönlichkeitsentwicklung am meisten Mehrwert erhoffe. Sollte man jemals das Gefühl haben, verheizt zu werden oder einen Vorgesetzten haben, der einen bald loswerden will, muss man zuerst das Weite suchen. Da hilft es natürlich, wenn man finanziell nicht auf den Job angewiesen ist und genügend alternative Arbeitsmöglichkeiten hat. Diese beiden Aspekte verhalten sich im besten Fall antiproportional zueinander: Im Alter nehmen die Arbeitsmöglichkeiten zwar ab, dafür wird die finanzielle Unabhängigkeit größer.

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  7. Für mich ist das Thema Finanzielle Freiheit auch nicht gleichbedeutend mit „Aufhören zu arbeiten“. Vielmehr möchte ich eine Altersvorsorge für meine Familie aufbauen.

    Beim Verhältnis Rentner vs. Arbeitnehmer haben wir Möglichkeiten. Zuwanderung ist eine davon. Das diese Chance von Vielen im Land nicht erkannt wird, ist traurig. Aber in den nächsten 20-30 Jahren werden weitere Flüchtlingsströme auf Europa zurollen. Und wir haben die Chance, junge Familien aufzunehmen, auszubilden und dem Arbeitsmarkt, der teilweise händeringend Arbeitskräfte sucht, zur Verfügung zu stellen.
    So – ich hoffe das war nicht zuviel Politik-Geschwafel :)

    Kurzum: ich bin guter Hoffnung, dass wir am Ende doch mehr bekommen, als wir aktuell glauben.
    Trotzdem sichere ich mich natürlich auch selbstverantwortlich und eigenständig ab (ETFs).

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  8. Das „umlagefinanzierte Rentensystem“, also dieses staatlich erlaubte Schneeballsystem, das ständig nach immer mehr Einzahlern lechzt, finde ich ganz schrecklich. Schon jetzt bricht es nur deshalb nicht in sich zusammen, weil 1/3 des Bundeshaushaltes als Zuschuss reingebuttert wird.

    Jeder zusätzlich in dieses Zwangssystem gedrängte Einzahler, ob aus dem Ausland oder von sonstwo, hat später – zumindest theoretisch – auch Ansprüche, die dann wieder von neuen, zusätzlichen Einzahler-Gruppen gedeckt werden müssten.

    Ich hoffe, dass ich mich früher oder später durch meinen Kapitalaufbau diesem System entziehen kann. Ob ich aus der „gesetzlichen Rente“ dann im Alter tatsächlich in 30 Jahren was gezahlt bekomme oder nicht, ist mir dann egal. Aber es ist schade, in dieses System so viel Geld versenkt zu haben.

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    • An sich denke ich mir: Wenn es mal in einem Land eine erträgliche Rente gibt, dann in Deutschland. Aber wer weiß, welche Entscheidungen bis dahin in der Politik getroffen werden oder welche Ereignisse das Leben beeinflussen. Alles ist so ungewiss, dass ich nicht mal sicher sagen kann, ob es das Geld in der heutigen Form noch geben wird.. Ich wünsche gutes Gelingen!

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  9. Hallo Jenny,
    welche Rolle spielt es für Dein Leben, ob Du Dir das Ziel der FF setzt oder nicht? Würdest Du etwas grundlegend anders machen? Würdest Du mehr Sparen? Aggressiver Investieren? Einen Job ausüben, der Dir weniger Spaß macht aber mehr Kohle bringt? Der Deine Lebensqualität absenkt?

    Ich finde, Du machst Dir hier viel zu sehr einen Kopf. Lege regelmäßig Geld zur Seite und investiere es so, dass Du gut schlafen kannst. Alles andere kommt von alleine. Ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, wie DU es schaffen willst, NICHT irgendwann FF zu sein. Du wirst niemals das Geld mit beiden Händen aus dem Fenster schmeißen und immer sparen. Dafür „kenne“ ich Dich nun gut genug. Außerdem bist Du noch so jung – Du hast noch über 25 Jahre vor Dir bevor da mal eine 5 an der vorderen Stelle auftaucht und bis dahin würde ich mir keine großen Sorgen um das Interesse eines Arbeitgebers an Deiner Arbeitskraft machen. Das Durchschnittsalter am Arbeitsplatz wird mit alternder Gesellschaft zunehmen. In diesen 25 Jahren wird Dein Vermögen langsam aber sicher anwachsen. Dank des Zinseszinses bei Deiner Anlagedauer auch irgendwann ziemlich deutlich. Man glaubt das als junger Mensch nicht – irgendwann ist man von den Größenordnungen der jährlichen Zuwächse und täglichen Schwankungen wirklich überrascht (s. auch Oliver oben). Rechne Dir doch mal aus Spaß aus, wo Du vermutlich in 10 Jahren stehen wirst – sofern Du das Geld nicht schon in Beton „versenkt“ hast. (Hast Du bestimmt schon in Calc gemacht, gell?) Ich habe das gemacht, als ich mit 29(!) ins Arbeitsleben gestartet bin und stehe aktuell beim 4-5fachen Wert des für heute geplanten – ich habe meine Sparmöglichkeiten gnadenlos unterschätzt. Du (-> ähnlich gestrickter Typ Mensch) wirst vermutlich auch zu konservativ schätzen.

    Deine „1000€-Mehr“-Offerte kann ich nicht einschätzen. Im Gegensatz zu meinem Vorredner würde ich nicht pauschal 1000€ als Kriterium für einen Berufswechsel ansehen – es gibt auch weiche Faktoren, die ich nicht beurteilen kann. Es kann durchaus auch ganz sinnvoll sein, eine Zeit lang weniger zu verdienen, sich dafür aber in Positionen beweisen zu können, die man in der anderen Firma nicht so leicht erreichen kann. Das kann auf lange Sicht der bessere Weg sein. Auch ein gutes Arbeitsklima kann dazu führen, dass man einen Job lieber ausübt als in einer anderen Firma. Lebensqualität hat einen nicht in Zahlen messbaren Wert.
    Wie sicher bist Du Dir denn, dass es die 1000€-Möglichkeit konkret für Dich gibt? Gibt es nicht auch in Deiner Firma eine Möglichkeit, mehr zu verdienen? Hast Du Dich darum aktiv schon mal gekümmert? Falls Du so bescheiden wie ich tickst, wartest Du vielleicht viel zu sehr – man sagt Frauen im Allgemeinen ja diese Einstellung nach.

    Sorry für die vielen Fragen, aber ich finde (ganz ähnlich wie Oliver), dass es noch mehr gibt als „Volldampf in Richtung FF“! Das mittlerweile inflationäre Aufkommen dieses Ziels mag es noch so erstrebenswert machen – ich würde dazu raten, das Leben im Hier und Jetzt nicht dafür zu opfern. Ich denke, es geht bei Dir beides: Heute „gut“ zu leben und trotzdem dem Zukunfts-Ich einen großen Gefallen zu tun.

    Liebe Grüße
    Dummerchen

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    • Ich würde mit dem Ziel der finanziellen Freiheit aktiver werden. Einnahmen kann man optimieren: Jobwechsel, aggressiver investieren, Geld mit meinem Blog verdienen. Aktuell gehe ich stattdessen alles recht entspannt an und mache mein eigenes Ding. Obwohl ich ja eigentlich gut verdiene, bin ich zeitgleich auch ein wenig frustriert, wie „langsam“ es bei der Vermögensbildung voran geht. Da hat es jemand in einem DAX-Unternehmen sicherlich einfacher.

      Gleichzeitig denke ich mir, dass ja nicht jeder in einem großen Unternehmen oder als Führungskraft arbeiten kann. Man verbringt so viel Zeit auf der Arbeit, dass mir ein freundschaftliches Verhältnis zu Kollegen sehr wichtig ist.

      Und weiteres Problem von mir: Mit festen Zielen habe ich es nicht so. Ich mach immer das, was mir am sinnvollsten erscheint und bisher klappt das so ganz gut.

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      • „Aktuell gehe ich stattdessen alles recht entspannt an und mache mein eigenes Ding.“
        Klingt für mich nach einem guten Leben. Das würde ich an Deiner Stelle nicht ändern.

        „frustriert, wie „langsam“ es bei der Vermögensbildung voran geht“
        Völlig normal. Die Vermögenszuwächse stammen ja größtenteils aus Deinen Sparanstregungen.
        Hast Du erst mal das 10-fache Deiner monatlichen/jährlichen Sparleistung angelegt, führt ein 10%-Gewinn dazu, dass Dein Vermögen um eine Monats-/Jahressparrate anwächst. Sowas geht halt nicht von heute auf morgen, sondern braucht seine Zeit. Wie bereits geschrieben – nach rund zehn Jahren wirst du den Effekt zu spüren bekommen und danach „weißt“ Du, dass Du auf dem richtigen Weg bist. Hast Du diesen Moment erreicht, ist der Rest viel leichter und Du wirst nicht mehr frustriert sein.
        Geduld, Durchhaltevermögen, Beharrlichkeit – nenn‘ es wie Du willst – das braucht man in den ersten Jahren. Das wird später mit den ersten „Erfolgen“ alles leichter. So lange heißt es: „Nicht so viel grübeln – sondern einfach TUN“.

        „Da hat es jemand in einem DAX-Unternehmen sicherlich einfacher.“
        Ich habe in einem DAX-Unternehmen für eine kurze Zeitspanne angefangen, mich dann in die entwicklungsnahe Forschung bewegt, um mit dem bescheidenen Gehalt aus dem öffentlichen Dienst auszukommen, mich aber beruflich enorm zu entwicklen. Dann kam ein mittelständiges Unternehmen, in dem das Gehalt über viele Jahre gestiegen ist und aktuell ist mein Gehalt wieder um 25% wegen des letzten Jobwechsels gesunken. Das ist jetzt nicht gerade die Musterentwicklung für aggressives Sparen. Zumal in den ersten Jahren meine Frau noch studiert hat und ich somit die Kosten alleine getragen habe. Trotzdem hat sich über die Jahre einiges angesammelt.
        Natürlich erlaubt ein höheres Gehalt eine höhere Sparquote, das ist aber nicht der einzige Schlüssel zum Glück – es geht auch mit Beharrlichkeit (Stichwort: Zinseszins).

        „Man verbringt so viel Zeit auf der Arbeit, dass mir ein freundschaftliches Verhältnis zu Kollegen sehr wichtig ist.“
        Das war (und ist) mir auch immer sehr wichtig gewesen. Ich habe jetzt den vierten Arbeitgeber und bei jedem habe ich Kollegen angetroffen, mit denen ich auch außerhalb der Arbeit immer gerne Zeit verbracht habe: Gemeinsame Geburtstagsfeiern, Events (Klettergarten, Stadionbesuch, Ballonfahrt, …), gegenseitige Einladungen zum Abendessen. Nette Menschen lernt man meiner Erfahrung nach in jedem Unternehmen kennen. Das alleine sollte Dich nicht an ein Unternehmen binden – wer offen und freundlich (wie Du und ich) auf neue Kollegen zugeht, wird genauso empfangen. Stinkstiefel gibt es natürlich überall – aber sicher auch bei Deinem jetzigen Arbeitgeber.

        „Und weiteres Problem von mir: Mit festen Zielen habe ich es nicht so. Ich mach immer das, was mir am sinnvollsten erscheint und bisher klappt das so ganz gut.“
        Merkst Du was? Das ist kein Problem. Das funktioniert und ist in meinen Augen eine gute Strategie an die Herausforderung „Leben“ heranzutreten. Eine Exfreundin von mir „wusste“ schon in jungen Jahren, wie ihr Leben verlaufen sollte – alles genau geplant: Beamtenjob, Anzahl der Kinder, Haus, vermutlich sogar die Farbe der Gardinen. Ich kann dieser Vorstellung vom Leben wenig abgewinnen – für mich ist das keine Partie Solitär (https://de.wikipedia.org/wiki/Solit%C3%A4r_(Brettspiel)), bei der ich nur einen Plan haben muss, um zu gewinnen, sondern eher eine Partie Schach, bei der abwechselnd ich und dann wieder „das Leben“ am Zug sind. Es gilt immer das beste aus der aktuellen Lage zu machen – es darf gerne langfristige Ziele geben, aber wenn das Leben ein Ziel verbaut, muss ich flexibel mit der neuen Situation umgehen können.

        (Ich habe manchmal das Gefühl, wie ein Vater zu klingen, wenn ich Dir hier so schreibe, daher wird das jetzt das letzte Mal sein, dass ich das folgende jetzt so schreibe. Ich könnte zwar Dein Vater sein, fühle mich allerdings gar nicht so viel älter.)
        Jenny, Du gehst schon so viel bewusster mit Deinen Finanzen um als die meisten der im Vergleich zu Dir älteren Mitschreiber hier. Oliver, Alexander, Nico, der Finanzrocker, der Finanzwesir oder auch meine Wenigkeit- wir alle sind in Deinem Alter entweder noch nicht in der Lage gewesen überhaupt schon derart zu sparen oder aber haben erstmal einen klassischen „Fehlstart“ mit irgendwelchen dummen Produkten hingelegt. Manche haben sogar beides „geschafft“. Und trotzdem lese ich aus allen ihren Beiträgen (nicht nur zu diesem Beitrag) ein hohes Maß an Zuversicht, auf einem guten Weg zu sein. Und das hat bei allen nichts mit der erwarteten „sicheren“ Rente aufgrund des höheren Alters zu tun.

        Geh doch etwas entspannter an die Zukunft heran. Alles wird gut – versprochen. Deinen Pessimismus (zum Zwecke des Optimismus) würde ich mal in die Ecke verbannen – mein Vater tickt leider auch so ähnlich und erwartet auch immer das schlechte, um sich dann über das gute zu freuen. Geh doch etwas optimistischer ans Leben heran. Ich bin fest davon überzeugt, dass es das Leben gut mit mir meint und denke, dass diese Grundeinstellung einen positiven Einfluss auf mein Leben hat. Klingt jetzt irgendwie esoterisch, ich weiß. Wir nehmen das Leben halt auch immer durch eine eigene Brille war und nehmen vor allem das wahr, was unsere Einstellungen bestätigt. Ich habe mich für das Modell „Rosarot“ entschieden, auch wenn es in meinem Leben leider Dinge gibt, die mir das Modell „Pechschwarz“ nahelegen.

        Zieh Dein Ding durch und grübel nicht so viel. Alles wird gut.

        Liebe Grüße
        Dummerchen

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      • Danke für die Motivation! Es stimmt, dass ich bisher einen guten Start in die Finanzwelt hatte. Kein Geld versenkt. Ich habe nur ein bisschen Angst, dass die Jahre ins Land ziehen und mir bewusst wird, dass ich ein paar Sachen hätte besser machen können. So Erkenntnisse kommen für gewöhnlich ja immer später. ;)

        Wegen des Planens des kompletten Lebens von deiner Ex-Freundin: So bin ich fast auch, dachte ich zumindest immer. Aber man kann sein Leben gar nicht so genau planen. Mein Leben hat sich die letzten Jahre ganz anders entwickelt als erwartet. Die Vorstellungskraft von Menschen reicht gar nicht aus, um zu „planen“, was alles unerwartet passieren kann.

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  10. Hallo Jenny,
    ich kann mich nur Oliver und Dummerchen anschließen. Verbissen auf DIE finanzielle Freiheit zuarbeiten, bringt gar nichts, außer das du dich zusätzlich unter Druck setzt. Ich schaffe die FF eh nicht mehr, da ich ein Jahr älter als Oliver bin.

    Über Haushaltsbuchführung hast du ja schon geschrieben. Nimm einfach deine Fixkosten und schau, welche bereits heute durch passives Einkommen gedeckt sind. Ich habe die aufsteigend sortiert und mir fehlt nur noch die Position Auto. Dann, kommen die eigentlichen Lebenshaltungskosten dran.
    Meine kleinste Position ist mein Handy 2.99 €/Monat. Die schafft man problemlos, 36 € Dividende im Jahr, sind mit einer Aktienposition schon möglich. D. h. ich/du muss nie mehr für die Handyrechnung arbeiten und schon hat man ein Stück FF. Dann einfach die nächste Position in Angriff nehmen.

    Über meine Rente mache ich mir keine großen Gedanken, das wird mir langen.

    Also vergiss FF und schau einfach, dass du jedes mal ein Stückchen unabhängiger wirst. Das ist ausgesprochen anspornend. Sollte es doch mit 50, 55 oder 60 klappen, um so besser.

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    • Meine Handyrechnung habe ich immerhin auch schon mal drin. ;) Bei dir mache ich mir eigentlich keine Sorgen, dass du dich in absehbarer Zeit auf deinen bisherigen Erfolgen ausruhen kannst. Was du an der ein oder anderen Stelle mal erwähnt hast, lässt erahnen, dass du sehr breit aufgestellt bist.

      Das mit den Fixkosten ist wirklich eine gute Idee. Vor allem profitiert man doppelt, wenn man trotzdem weiter arbeitet. Aufgrund der Krankenversicherung hat man als Privatier höhere Lebenserhaltungskosten als noch zu Arbeitnehmerzeiten. Wenn man also passive Einnahmen hat kann, kann man schneller seine aktuellen Kosten decken oder gar das komplette Gehalt sparen als wenn man den Beruf an den Nagel hängt.

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      • Hallo!
        „Meine Handyrechnung habe ich immerhin auch schon mal drin. ;) “ Na, das klingt ja schon mal nach nem guten Start! :) Wie kannst du das eigentlich so genau sagen? Hast du Wertpapiere oder ein passives Einkommen, von wo du einen Fixbetrag beziehst? Ich befasse mich zurzeit auch recht viel damit, wie ich meine Finanzen ordnen und optimieren kann und würde mir gerne zumidest ein Stück finanzielle Freiheit erwirtschaften. Allerdings ist es, vor allem bei thesaurierenden Fonds schwierig abzuschätzen, wo man steht, da da ja kein Einkommen generiert wird.
        Danke und LG

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      • Huhu, meine Thesaurierer lasse ich ungeachtet vor sich hindümpeln. Aktuell gucke ich noch viel auf die Zinsen von Fest- und Tagesgeld. Auf Dauer werden da aber vielleicht auch Dividenden von Aktien dazukommen.

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  11. Meine finanzielle Freiheit möchte ich auch mit 55 – 60 Jahren erreichen. Ich denke auch wie du das dies schon ein sehr ehrgeiziges Ziel ist. Sich im Alter aussuchen zu können wann man selbst in Rente gehen möchte empfinde ich als sehr schöner Luxus. Mal sehen ob ich das erreiche ;)

    Beim Lesen deines Artikels ist mir auch der Gedanke gekommen, dass ich mir in jüngeren Jahren sehr wenig Gedanken um die finanzielle Freiheit und geschweige denn über die Rente gemacht habe. Das hat sich in den letzten Jahren geändert und ich versuche meine Finanzen in geregelten Bahnen zu lenken. Finde es immer wieder erstaunlich das viele junge Finanzblogger die ich mittlerweile kenne sich schon sehr früh kritisch mit dem Thema finanzieller Freiheit und Altersvorsorge auseinander setzen.

    Viele Grüße Klaus-Dieter

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  12. Hallöchen Jenny,
    da gebe ich doch auch mal meinen Senf dazu! Ich zähle fast 37 Lenze und liege damit irgendwo zwischen Dir und den werten Herren oben.
    Bei mir fängt der Zinseszinseffekt gerade an vernünftig anzurollen. Das geht wirklich fixer als gedacht. Macht ja auch Sinn, wenn Du die exponentielle Natur dieses Bürschchens bedenkst. Von daher bin ich guter Dinge, dass es bei Deinem Vermögen auch bald munter nach oben gehen wird. Dann siehst Du bei Kursbereinigungen Dein Vermögen fünfstellig hopsen. Scary!
    Zwischen jetzt und Deinem vermeintlichen Rentenalter fließt noch viel Wasser die Weser runter. Da wird, je nach Regierung, das Rentenalter munter hoch oder runtergeschraubt. Vielleicht wird die ganze Rentenkiste auch komplett neu aufgerollt. Wer weiß? Das soll Dich auch nicht stören. Mach Einfach weiter Dein eigenes Ding.
    Arbeite in dem Job der Dir Spaß macht (auch hier wird es sicherlich noch einige positive Gehaltsüberraschungen geben). Schmeiß Dein Geld nicht für unnötigen Konsum raus und lass Dein Erspartes hart für Dich arbeiten. Da mache ich mir bei Dir nur um den letzten Punkt sorgen. Du gehörst, soweit ich das einschätzen kann, in die vorsichtige Fraktion. Brauchst Du nicht. Gehe jetzt die Risiken ein, die Du irgendwann als Hauptverdienerin Deiner sechsköpfigen Familie nicht mehr eingehen kannst :)
    Ob und wann Du irgendwann die finanzielle Freiheit erlangen wirst, kannst Du jetzt eh noch nicht berechnen. Bei Dir stehen die ganzen „game changer“ noch bevor – Heirat, Kinder, Haus, Dackel. Die magischen Vier halt. Je nachdem wo Du da landest, klappt es eher oder später mit der Freiheit.
    Alles Gute schon mal auf dem Weg!
    LG, Nico

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    • Danke Nico! Und ja, du schätzt mich richtig ein. Die Börse und ich sind grade noch nicht unbedingt beste Freunde, eher flüchtige Bekannte. Bisher hat mir mein Depot noch nicht bewiesen, dass es mir ein Leben lang, auch in schlechten Zeiten, beisteht. Aber immerhin zahle ich dort regelmäßig Geld ein und lass mich die nächsten Jahre gerne eines besseren belehren.

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  13. Interessanter Artikel. Die Auswirkungen der Reformen im Pensionssystem sehe ich gerade beim Lernen des Sozialsrechts. Das ist ein zusätzlicher Ansporn für das Ziel der finanziellen Freiheit. Wann genau ich das Ziel erreichen will habe ich mir ehrlich gesagt noch nicht genau angesehen.

    Ich freue mich auf weitere Artikel über das Thema.

    LG
    Johannes

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  14. Hi Ex-Studentin,

    ich schließe mich, allerdings mit viel geringerem Erfahrungswert, Oliver (den ich sehr schätze), Dummerchen und Nico an.

    Solange du unter deinen Verhältnissen lebst, hast du die Möglichkeit zu sparen. Und sofern du dein Erspartes anlegst oder investierst, wirst du früher oder später ganz automatisch die finanzielle Freiheit erreichen.

    Viel wichtiger als die finanzielle Freiheit ist in meinen Augen Zufriedenheit mit seiner gegenwärtigen Situation. Wenn ich rundum zufrieden bin, brauche ich nicht mehr. Ansonsten sollte ich erst da ansetzen.

    Im Moment sieht es so aus, als könnte ich es mir in 3 bis 4 Jahren erlauben, bereits einige Stunden in der Woche zu reduzieren. Allein das Wissen, diese Möglichkeit zu haben, lässt mich bereits heute viel entspannter und zufriedener zur Arbeit gehen. Das hat auch meiner Leistung dort nicht unbedingt schlecht getan.

    Es ist ja nicht so, dass ich tatsächlich weniger arbeiten möchte. Tendenziell sogar mehr, weil ich ab Dezember voraussichtlich keine nebenberufliche Weiterbildung mehr mache und diese Zeit für einen Nebenjob oder andere Ideen aufbringen kann.

    Mein Ziel ist es aber, dass ich Stunden reduzieren kann, wenn ich diese an anderer Stelle gewinnbringender einsetzen kann. Ob mir dann Freizeit mehr wert ist, eine Selbstständigkeit in Teilzeit oder eine Dozententätigkeit (was mich sehr reizt) kann ich zu gegebener Zeit entscheiden und gegebenenfalls umsetzen.

    Ich wünsche dir auf deinem Weg jedenfalls alles Gute und viel Erfolg und werde, solange du hier schreibst, regelmäßig lesen, wie du vorankommst.

    Liebe Grüße,
    Marco

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    • Danke, Marco! Das ist lieb von dir. Da habe ich die nächsten Jahre hoffentlich ein wenig zu berichten. Ich drücke dir die Daumen, dass sich deine Weiterbildung schnell bezahlt macht. Eine Dozententätigkeit reizt mich auch – wenn ich mal srlbst nicht mehr so grün hinter den Ohren bin.

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    • Die „freie Zeit“ für anderere selbstbestimmte, auch interessante Dinge im nebenberuflichen Bereich einzusetzen, das ist auch eines meiner Ziele. Auch im Sine von aktuell zufrieden sein. Das bin ich aber momentan nicht zu 100%. Also ein Ansporn dies damit zu erreichen. Da ist (wie bei Dir, wenn ich es richtig verstanden habe), die Teilzeit / „finanzielle Unabhängigkeit“ ein Mittel dafür. Quasi ein Werkzeug und Wegbereiter.

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  15. Endlich mal wieder vernünftiges Internet. Jetzt kann ich auch mal was schreiben.

    Ich hatte vor kurzem mal genau die andere Idee als Artikel. Nach ein paar Tagen Sonne muss ich den anderen zustimmen. Glaube wir machen uns aktuell viel zu viele Gedanken zu dem Thema. Du hast ja eh schon ein Lebensstil, welcher dir gut ermöglicht zu sparen. Glaube daran wird sich jetzt auch in den nächsten Jahren und wahrscheinlich Jahrzehnten nichts ändern. Und selbst wenn dann ist es halt so. Man lebt nur einmal und das sollte man so gut es geht nach seinen Vorstellungen leben.

    Aktuell gehe ich z.B. nicht so oft ins Hotel, weil ich es mir nicht leisten könnte. Ab und zu liebe ich es einfach in der Natur zu verweilen mit dem Zelt. An Plätzen, wo sonst niemand ist. Der Rest ist ein netter Nebeneffekt.

    Vielleicht stirbt man mit 30 oder mit 100. Keiner kann das vorher sagen. Was bringt mir dann der gut bezahlte Job, welcher ein ständig Stresst, wenn ich das Alter nicht mal erreiche.

    Von daher kann ich nur sagen. Mach dein Ding weiter, wie du es denkst. Aber versuche nie etwas zu erzwingen, was du nicht von Herzen willst. Den nur dafür lohnt es sich viel Stress und Probleme auf sich zu nehmen.

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    • Huhu Max, wo warst du unterwegs? Bei Hotels denke ich mir: Klar, kann man 100€ pro Nacht ausgeben. Dafür, dass ich ein Bett und ein wenig Privatsphäre will, tut es auch was für weniger. Das mit dem 30 oder 100 macht mir oft ein wenig Angst. Meine Uroma wurde 98, meine beiden Schulkameraden leider nur 19 und 24. Viele meiner Freunde und Bekannte haben viel zu früh einen Elternteil verloren.

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      • Im Harz dazu bald mal mehr.

        Genau wegen solchen Gedanken mit dem Hotel glaube ich machst du alles Richtig. Da brauchst du das Ziel der finanziellen Freiheit gar nicht. Das kommt durch die Gewohnheiten ganz von selbst. Du legst zur Seite, womit du dich wohl fühlst und damit passt es dann. Ist doch egal, ob die Freiheit mit 40,45 oder 50 ist. Solange du das Geld mit etwas verdienst, woran du Spaß hast.

        Solange sich daran nichts ändert sollte man normal weiter machen. Geld kann man immer verdienen. Die Zeit kriegt man nicht zurück.

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      • 100€ pro Nacht? Das muss überhaupt nicht viel sein…
        …Ich habe gerade meine Urlaubsplanung mit meiner holden Maid gemacht und in diesem Sommer wollen wir erstmalig nach Mallorca – fern ab von Ballermann und Sangriaeimern im Osten der Insel die Seele baumeln lassen, ein paar Ausflüge über die Insel unternehmen.
        Irgendeine Entwicklung der Menschheit scheine ich aber verpasst zu haben, denn die Preise, die für die Sommerferien (ich kann diesen Zeitraum leider in diesem Sommer nicht vermeiden) dort genommen werden, haben mich erschaudern lassen: 200€ pro Nacht in einem (mitunter heruntergekommenen) 3-4 Sterne-Hotel mit halbwegs ordentlicher Bewertung sind Normalität. Ich habe mich am Anfang gefragt, was da noch alles mit im Angebot ist, ob mir da jemand die ganze Nacht über die Füße massiert oder Vollpension inbegriffen ist. Aber nein. Ein (mitunter liebloses Massen-) Frühstück darf ich mit hunderten Urlaubern gemeinsam einnehmen. Ich bin fast vom Stuhl gekippt und konnte es nicht glauben. Wer zahlt denn das? Augenscheinlich viele, sonst würde man die Preise ja nicht nehmen können. Ich bin ja durchaus auch mal bereit etwas mehr zu bezahlen, aber diese Beträge gehen mir echt zu weit.
        Fündig geworden sind wir dann in Form einer schönen Ferienwohnung. Rund 50qm mit Küche und einem kleinen, feinen Pool, den wir uns mit den Vermietern teilen. Und dafür zahlen wir jetzt 100€ pro Nacht. Hätte ich nicht die Hotelpreise gekannt, hätte ich vielleicht von teuer gesprochen, aber im Vergleich geradezu ein Schnäppchen. Ja, ja. Der preisliche Bezugsrahmen lässt grüßen.

        LG
        Dummerchen

        PS: Ich fürchte die politische Großwetterlage im Mittelmeerraum macht Malle in diesem Jahr so attraktiv. Oder war das schon immer so teuer?

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    • tja Dummerchen, dass liegt wohl an der Türkei.
      Da trauen sich viele zur Zeit nicht hin und deshalb steigen die preise für Hotels und auch Immobilien auf den Kanaren. :/
      Aber Mallorca ist fernab vom Ballermann absolut zu empfehlen! :)

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      • Wie es auf den Kanaren aussieht, habe ich mir nicht angeschaut. Wird aber vermutlich aus den genannten Gründen ähnlich wie auf Mallorca sein. Ich freu mich auf jeden Fall schon sehr, auch mal die Lieblingsinsel der Deutschen kennen zu lernen.

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  16. Hallo,
    ein schöner Beitrag, danke dafür.
    Mein Ziel ist die 35. Also noch 7,5 Jahre. Wobei ich immer betone, dass finanzielle Freiheit (für mich) nicht mit der Hängematte gleichzusetzen ist. Es geht mir einfach darum, zu arbeiten wann ich will, was ich will, wo ich will und für wie viel ich will. Wenn das Wetter schön ist, mache ich nichts, ist das Wetter am Sonntag schlecht wird halt da gearbeitet. Macht mir das Projekt keinen Spaß lasse ich es.
    Es geht einfach darum freier in den eigenen Entscheidungen zu sein. Ich bin fest davon überzeugt, dass es für jeden einen Job/Jobs/Berufe/Selbständigkeiten gibt, die ihn so sehr erfüllen, dass es eigentlich nicht als „Arbeit“ bezeichnet werden kann.

    VG
    jan

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  17. Um Deine Frage zu beantworten, mit 55 Jahren…wenn wir denn möchten !
    Zugegeben, wir sind auf einen guten Weg, aber wir haben auch noch einen wichtigen anderen Punkt zu berücksichtigen. Wir sind kinderlos und müssen uns schon jetzt im Vorfeld ( achso, wir sind 50 und 48 Jahren ) die Karten bezüglich Pflege im Alter legen.
    Seit nunmehr 2 Jahren war eins unser Ziel das Zeitmanagement, was ja auch zu einen gewissen Grad zu einer Freiheit führt, zu verbessern. Dies ist ein anhaltener Prozess und wird von uns kontinuierlich fortgeführt. Mit den Ergebnissen sind wir zum jetztigen Zeitpunkt schon mehr als zufrieden.
    Zur finanziellen Freiheit. Es ist bestimmt ein gutes Gefühl , den finanziellen Druck nicht mehr zu spüren. Aber viel wichtiger ist doch der Lernprozess auf dem Weg dahin. Fast alle Finanzblogger setzten sich Ziele…und erreichen diese auch oft. Es geht um Selbstdiziplin und so wie wir das sehen, sind die Finanzblogger da etwas erfolgreicher als andere ( uii, das führt bestimmt zu Diskussionen ). Auch eine kleinere Sparrate führt zu einen großen Erfolg und es ist ein großer Erfolg, wenn man im Laufe der Zeit die Sparrate ( nicht unbedigt das Vermögen ) steigern kann.

    Zum Jobwechsel: Ich kann Dir nur sagen, wenn die neue Tätigkeit interessant ist, dann tue es. Die größten Gehaltssteigerungern habe ich nach einen Jobwechsel erreicht und…da Du Dich dafür interessierst, zeigt mir als alten Hasen eigentlich , das Du für neue Gespräche empfänglich geworden bist. Ich habe bei einem früheren Jobwechsel ( Gruß an Timothy Ferris, Buchtipp: die 4 Stunden Woche ) einen Homeofficetag mit ausgehandelt. Das war für uns persönlich ein Durchbruch in einem Bereich der Freizeit Freiheit und ist mit Geld nicht zu bezahlen.
    Und folge der Empfelung von Dummerchen, den wir sehr schätzen gelernt haben, :Tue es und fang an.( Egal was es ist, möchten wir zufügen )

    mfg
    Plutusandme

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    • Huhu, dankeschön! :) Dein Homeoffice-Tag ist ein gutes Beispiel dafür, dass man auch schon durch Optimierung der Rahmenbedingungen an Lebensqualität gewinnen kann. Von heute auf morgen mit dem Arbeiten aufzuhören, stelle ich mir sehr schwer vor. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und Arbeiten gehört zum geregelten Lebensablauf gewissermaßen dazu. Oder eine andere erfüllende Tätigkeit. Aktuell kann ich mir gut vorstellen, dem Schreiben mal mehr Zeit zu widmen, als Dozentin ein paar Stunden zu unterrichten oder mich in Teilzeit arbeitend um Enkel, Eltern und Gemüsebeet zu kümmern. Aber wer weiß, was noch so kommt. Dass irgendwann mal berufliche Veränderungen anstehen, kann man heutzutage nie ausschließen. Ich neige meist leider/zum Glück dazu, den Weg des größten Widerstandes zu gehen und es mir schwerer zu machen als es sein müsste. ;) Andererseits gibt es auch Genugtuung, Jahre später die Lorbeeren zu ernten. Wünsche euch weiterhin gutes Gelingen! :)

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  18. Um mal den Advocatus Diaboli zu spielen und einen anderen Ansatz ins Spiel zu bringen:

    Beides zusammen geht nicht, ein lustiger Job „mit netten Kollegen die man mag“ und FF ganz früh, möglichst unter vierzig. Entweder man entscheidet sich irgendwann, setzt sich ein Ziel und arbeitet darauf hin, oder man schreibt lustige Blogkommentare und ist sich in der Bloggergemeinschaft einig, dass man es ja eigentlich gar nicht wollte, nicht nötig hat oder es auf der Arbeit auch ganz schön ist. Vielleicht finden ja tatsächlich Leute Erfüllung im Job aber das dürften die Wenigsten sein.

    Eine Möglichkeit (erprobt) wäre diese: Der einzig wirkliche Job den man hat ist sich nach einem besseren Job umzuschauen aber das immer und ständig! Der Job wird immer (!) gewechselt wenn man 20% mehr als im alten verdient oder ein signifikanter Aufstieg erreicht werden kann. Woanders ist’s auch scheiße.

    Den Kommentaren und Büchern von Heiko Mell ist hinsichtlich Karriereplanung eigentlich nichts hinzuzufügen außer das ich häufigere Wechsel propagiere die man mit Beförderungen glaubhaft machen muss.

    Zu Anfang, in Sachbearbeiterposition muss man tatsächlich performen, gute Arbeit leisten und freudig Überstunden machen. Spätestens wenn man disziplinarisch Personal führt wird man dafür bezahlt das man andere zum Arbeiten bringt und so viel wie möglich aus ihnen herausholt. Danach wird man beurteilt und damit schreibt man Erfolge. Alles, aber wirklich alles delegieren. Das hilft den eigenen Leuten, sie erweitern ihr Wissen und sammeln Erfahrungen und selbst kann man sich auf die Schwachpunkte im Team konzentrieren, netzwerken und Büropolitik treiben. Führen ist langweilig!

    Freunde hat man anderswo, nicht auf der Arbeit. Dabei muss man kein Ekel sein, im Gegenteil beliebt sein und Interesse zeigen (heucheln) hilft ungemein aber man muss sich darüber im Klaren sein das (fast) niemand dort wäre wenn er dafür nicht bezahlt würde.

    Obige Strategie hat beim Autor (noch keine vierzig) zu einem Jahresgehalt derzeit etwa 150k p.a. geführt und seit der letzten Gehaltszahlung zur Mitgliedschaft im Doppelpunktclub, offensichtlich nur ganz knapp, der nächste Börsentag mag das auch wieder ändern.

    Der Umstand das man nicht mehr müsste lässt einen ganz anders mit vielen Sachen auf der Arbeit umgehen. Die Gelassenheit jedermann den Götz von Berlichingen zitieren zu können ist ungemein befreiend.

    Gruß Mathias

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    • Man kann durchaus bei der Berufswahl effizient vorgehen und das finanzielle Maximum rauskitzeln. Die Frage ist, ob man einen geeigneten Charakter dafür hat und wie viel Lebenszeit man dafür opfert. Man muss sich auf der Arbeit keine Freunde machen; als Führungskraft ist es sogar fast nicht möglich. Dennoch gibt es viele Jobs auf der Welt, die nun mal gemacht werden müssen und mit jedem Job sollte es möglich sein, ein lebenswertes Dasein zu führen.

      Dass man in wenigen Jahren eine Menge Geld machen kann, glaube ich. Nur bin ich vorsichtig, was größere Karriere-Schritte betrifft: Ehe man sich versieht, scheffelt man im Ausland eine Menge Geld (in meiner Branche ganz gefährlich), verpasst aber mehrere Jahre das Leben von Freunde und Familie. Lediglich die vielen Überstunden sind mir grade ein Dorn im Auge. Ich kann den Wunsch der finanziellen Freiheit bis 40 gut verstehen, dennoch ist man nie wieder so fit wie in jungen Jahren. Einerseits will ich im Alter noch viel erleben, andererseits möchte ich auf mein Leben zurückblicken können und sagen: „Ich habe bereits viel erlebt.“

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  19. Herzlich Willkommen im Club.
    Ich habe mich schon gefragt, wielange es bei dir dauern wird, bis dieser Gedanke Besitz ergreift. ;)
    Ich verstehe dich vollkommen. Auch bei uns in Österreich sieht es mit der gesetzlichen Rente nicht besser aus. Für mich ist das Ziel das gleiche, nur zu einem viel früheren Zeitpunkt.
    Auf meinem Blog schreibe ich immer vom 40sten Geburtstag, aber momentan bin ich so motiviert, dass ich es früher schaffen möchte.

    mfG Christopher

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    • Ja.. nun bin auch ich auf der dunklen Seite der Macht.. Hatte mich anfangs dagegen ja irgendwie gesträubt, aber ich kann nicht leugnen, dass das Ziel der sinnvoll ist. Bei guten Sachen lohnt es sich, Mitläufer zu sein. Wir sind im gleichen Alter und werden hoffentlich beide erleben, wie unsere Rechnungen aufgehen. :) Ich setze mir mal als vorsichtiges Ziel die 60, weil bis dahin vielleicht noch ein paar „Lifestyle-Entscheidungen“ dazwischen kommen.

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  20. Pingback: Alternde Gesellschaft – notwendige Optimierungen unseres Sozialsystems | Lifestyle, Finanzen und Lebensfreude

  21. Ex-Studentin: ,,Mir wird immer mehr klar, dass das Thema finanzielle Freiheit keine Frage mehr des Wollens oder Könnens ist:

    Ich muss finanziell frei werden.“

    Jau, am besten rechnet man gleich mit einer Rentenlücke von 100% mit oder ohne Kapitalverzehr anhand der öffentlichen Sterbetafel, dann kann man später wenigstens nicht enttäuscht werden. Meine Oma bekommt eine sehr gute Rente, meine Eltern werden noch eine gute Rente bekommen, aber wer weiß schon, was in 30-40 Jahren sein wird? Ich versuche das Ganze mit etwas Humor zu nehmen und mich bestmöglich darauf vorzubereiten. Ansonsten das Hier und Jetzt zu genießen. Mehr kann ich nicht machen. ;-)

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    • Die jetzigen Renten für Personen, die durchgängig gearbeitet haben, halte ich auch für ok. Man kann von 1200-1300€ netto auch zu zweit gut leben. In meiner Familie sehe ich aber, dass es vor allem daran hängt, ob man mietfrei wohnt oder nicht.

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  22. Viele interessante Kommentare, jedoch:
    Die meisten übersehen ein paar wichtige Faktoren, meiner Meinung nach.

    a) Automatisierung:
    Sehr viele Jobs werden wegfallen, insb. im Logistik- und Transportwesen; diese Branchen sind sehr personalintensiv und beschäftigen Millionen an Leuten, insb. in nicht „so reichen Ländern“.

    b) Europa als „reicher Kontinent“:
    Wird das immer so bleiben?
    Wer hier mit >ja< antwortet, sollte mal nur 200 – 300 Jahre zurückblättern.

    Zuguterletzt:
    Alle, die glauben, hier einen "universellen Plan" beschreiben zu können, der für alle funktioniert – dem sei folgendes Video empfohlen:
    Numbers USA "Migration and Poverty": https://www.youtube.com/watch?v=LPjzfGChGlE
    Auf den Finanzblogs wird immer impliziert, wenn "jeder es so macht, wie hier beschrieben, werden wir alle finanziell frei sein" – FALSCH:
    Jeder kann Millionär werden, aber wir können niemals ALLE Millionäre werden.
    (Zumindest nicht in dieser Systemarchitektur)

    Keiner, auch hier auf diesem Blog, stellt sich die Frage, ob nicht etwas grundlegen falsch läuft.

    Fakt ist:
    Das System wie bisher, egal ob mit staatlicher Rente (wie in DE) oder reine Selbstversorgung (bspw. USA), *kann* so wie bisher nicht weiter funktionieren. Das ist auch unabhängig von der Frage, wie die Rente finanziert wird.
    Es ist mathematisch ausgeschlossen. Das hat auch gar nichts mit dem oft zitierten Zins-System/Schuld-Geldsystem zu tun (auch wenn dies eine Komponente des Deadlocks ist, in dem wir uns befinden)

    Nehmen wir ein Beispiel:
    Wir bilden alle 3.x Milliarden Personen auf der Südhalbkugel schlagartig zu promovierten Ingenieuren, Chemikern, Physikern etc. aus. Nehmen wir dies für eine Sekunde bitte an.
    So:
    *WO*, bitte schön, sollen die alle arbeiten?
    Es gibt in *diesem System* nicht genügend Jobs. Punkt. Schluss. Aus. Ende.
    (Arbeit gibt es genug, ich rede von Jobs, die Einkommen verschaffen)

    Vielleicht sollte die Menschheit mal überlegen, ob ein System, das auf Konkurrenz basiert, nichtirgendwo *hochgradig*ineffizient* ist. Wäre Kooperation nicht mittlerweile angebracht?
    Klar:
    Das Konkurrenz-Prinzip an sich hat es weit geschafft – JEDER einzelne, der hier, heute, diese Zeilen lesen kann, lebt hier gerade, weil die vorherigen "Konkurrenz-KO-Runden" zu seinen Gunsten verliefen.
    Das wird heute ja immer schön unter dem Mantel der "Wettbewerbsfähigkeit!!11elf" verkauft –

    Aber insb. wenn es um die Frage der Wichenstellung für die näcshten, sagen wir, 5000 Jahre geht, muss man sich die Frage stellen, ob Kooperation nicht besser wäre.

    Und NEIN:
    – wir können uns nicht alle gegenseitig die Haare schneiden oder davon leben, dass jeder von uns "der Coach von einem anderen ist"
    – wir können auch nicht alle Finanzblogger sein ;-)
    – und wir können auch nicht alle Rechtsanwälte, Beamte, Investmentbanker etc. sein
    – wo ist der "universelle Ansatz", der langfristig bewiesenermaßen nachhaltig funktioniert?
    Darauf warte ich, jeder MINT-Spezialist setzt ein System so auf, dass dieses möglichst lange ohne weiteres "herumdoktern" läuft – das ist die "Ingenieursehre".
    Jedoch versagt die komplette Menschheit an dieser Stelle bisher maximal.

    Weitere Quellen:
    Jeremy Rifkin, "das Ende der Arbeit"
    Jeremy Rifkin, "die Nullgrenzkosten Gesellschaft"
    David Graeber, "Schulden – die ersten 5000 Jahre"

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    • „Keiner, auch hier auf diesem Blog, stellt sich die Frage, ob nicht etwas grundlegen falsch läuft“

      So macht man sich Freunde. Woher willst Du wissen, welche Fragen sich die Leser und Schreiber dieses Blogs so stellen? (Ich schreibe nicht jeden Quark, über den ich mir so den lieben langen Tag Gedanken mache in jeden Blog.) Und so ganz ernst kannst Du diese Aussage ja auch nicht meinen können, gell? Keiner? Mir scheint es muss mindestens einen geben oder zählst Du Dich selbst nicht? Und Herrn Rifkin.

      So spannend die Themen sind, die Du da ansprichst, so wenig hilfreich sind sie für Jenny, ihre individuelle Frage nach der zukünftigen Sicherstellung ihrer Grundbedürfnisse zu klären.
      Wenn Europa den Bach runter geht (oder was willst Du sonst suggerieren), dann wird das passieren. Jenny wird das nicht ändern können.
      Wenn Jennys Job wegfällt (glaubst Du das wirklich??), wird sie schauen müssen, wie sie ihr Überleben auf andere Weise sicherstellt.
      Die hier vorrangig diskutierten Gedanken sind innerhalb des bestehenden Systems gedacht. Natürlich kann man auch über mögliche Alternativsysteme spekulieren oder sie gar anstreben, aber was hilft das Jenny konkret, wenn diese Systemwechsel nicht eintreten? Ich würde zunächst mal schauen, wie die Lösung eines Problems innerhalb der mir bekannten Grenzen gefunden werden kann. Wenn sich die Randparameter ändern, muss eine neue Lösung gefunden werden.

      Ansonsten kann ich (vermutlich aufgrund meiner intellektuellen Unfähigkeit) deinen Gedankensprüngen kaum folgen:
      Das System könne so nicht weiter funktionieren. Mathematisch sei dies so. Belegt durch Hypothese, dass für alle Menschen auf Südhalbkugel nicht ausreichend hochbezahlteJobs da seien. (Hier steigt mein kleines Hirn schon aus – ich verstehe ein klitzekleines bisschen was von Mathematik, aber Deine Beweisführung ist zu hoch für mich.)
      Nächste Behauptung: Konkurrenz-Systeme seien ineffizient (hochgradig!!11elf). Kooperative Systeme hingegen nicht. Klingt für mich ein wenig nach sozialistischem Gedankengut. Richtig? Erklär doch mal, was genau so vorteilhaft bzw. nachteilhaft dabei ist. Ohne jeden Hinweis, wie Du auf diese Gedanken kommst, wirkt das etwas lieblos in den Raum geworfen.

      „wo ist der „universelle Ansatz“, der langfristig bewiesenermaßen nachhaltig funktioniert?“

      Sag es uns. Lass uns nicht dumm sterben. Möchtest Du auf bedingungsloses Grundeinkommen hinaus? Dann lassen wir uns mal von den Schweizer, Finnen und/oder Utrechtern überraschen (SPON-Link: http://bit.ly/1NFjXop). Oder was genau schwebt Dir vor?

      Liebe Grüße
      Dummerchen

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    • Es muss nicht jeder promovieren. ;) Ich habe diesem Privileg freiwillig entsagt und mit dem Bachelor aufgehört. Wir haben eine Welt mit Arbeitsteilung: Jeder macht das, was er gut kann. Und so blöd es klingt: Wenn jemand nichts findet, muss man auch mal einen Job machen, der nicht erste Wahl ist. Zudem gibt es nicht nur den EINEN Job, sondern wenn die Arbeitsbedingungen stimmen, kann man sehr vieles machen. Ich hätte auch Kindergärtnerin, Steuerfachangestellte oder Immobilien-Maklerin werden können. Berufe, an denen ich spontan sicherlich auch Spaß gefunden hätte und die mir sicherlich auch gelegen hätten. Aber am Ende muss man die Möglichkeiten nutzen, die einem geboten werden. Es ist bereits jetzt so, dass gut ausgebildete Handwerker besser verdienen als ich als Ingenieurin. Als ich meinem Zimmernachbarn im Wohnheim erzählte, dass ich als Einstiegsgehalt mit rund 3000 brutto im Monat rechne, hat er mich ausgelacht und meinte, dass er als Aushilfsarbeiter am Band beim Daimler mehr verdient. Schreiner, KFZ-Mechaniker, Feinwerkzeugbauer, Elektriker.. Ich mache mir um Leute, die etwas können, keine Sorgen.

      Ziel sollte es sein, dass nicht jeder Millionär wird und nicht mehr arbeiten muss, sondern dass sich der allgemeine Lebensstand und die Rahmenbedingungen für Arbeitnehmer durch die steigende Produktivität erhöht.

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