Her mit dem Geld! – Bloggerganoven überall

Als Blogger muss man sich ab und zu blöde Sprüche anhören. Schließlich haben alle Blogger nur die Dollarzeichen in den Augen. Finanzielle Freiheit? „Kauf doch einfach kurz mein Buch, dann zeige ich dir, wie ich mit Büchern über die finanzielle Freiheit reich geworden bin..“ In meinem heutigen Artikel antworte ich auf die Frage: „Dürfen Blogger Geld verdienen?“ im Rahmen der Blogparade von Dominik (finanziell-frei-mit-30.de).

Verdiene ich Geld mit meinem Blog?

Durch zahlreiche Tipps lerne ich, meine privaten Finanzen zu optimieren. Indirekt bringt mir mein Blog also Geld. Aktiv habe ich durch den Blog keine Einnahmen. Werbebanner, Affiliate-Links, Gastartikel und Co. gibt es bei mir derzeit nicht, obwohl man als Blogger häufig Anfragen bekommt. Immerhin bekomme ich ab und zu ein Buch geschenkt. Wer keinen Adblocker nutzt, bekommt bei mir Werbung angezeigt, da ich eine kostenlose wordpress-Seite nutze. Die Werbung ist also nicht von mir. Der Aufwand für einen Umzug zu einem kostenpflichtigen Hoster war mir aber bisher zu hoch und riskant, weil ich meine Seite wesentlich mehr selbst pflegen müsste, Backups erstellen etc. Da Zeit bekanntlich kostbar ist, scheue ich bisher diesen Mehraufwand.

Wie viel verdient man mit einem Blog?

Als Blogger hat man wie oben angesprochen, viele Möglichkeiten, Geld zu verdienen. Für das aktive Werben eines Produkts in einem Artikel kann man ab 50€ aufwärts erhalten. Affiliate-Links sorgen dafür, dass man eine prozentuale Vergütung erhält, wenn jemand auf den Link klickt und das Produkt kauft (wenige Euro je nach Einkaufswert). Wenn man seine Seite sehr gezielt auf sowas optimiert, kann man durchaus seinen Lebensunterhalt verdienen. Man muss trotzdem entsprechende Zeit in den Blog investieren, dass genug Leute auf die richtigen Stellen klicken und etwas kaufen. Ein paar Beispiele für mögliche Blog-Einnahmen findet ihr hier:

  • Blogkosten gedeckt – Tanja von finanzmixerin.de
  • 227€ im Jahr 2017 – Ingo von mission-cashflow.de
  • 550€ im Jahr 2017 – Dominik von finanziell-frei-mit-30.de
  • 2468€ im März 2016 – Marco von passives-einkommen-verdienen.de
  • 4.500€ im Jahr 2017 – Vincent von freakyfinance.net

Lars von finanziell-umdenken.blogspot.de hat dazu 2014 einen Artikel geschrieben. Er weist darauf hin, dass englischsprachige Blogs aufgrund ihrer Reichweite natürlich bessere Einnahmemöglichkeiten haben. Man erkennt an den Zahlen, dass ein Blog durchaus eine gute Nebeneinnahmequelle sein kann. Zusätzlich zum Schalten von Fremdwerbung, kann man Online-Seminare oder eigene Bücher vermarkten. Aber auch hier gilt:

Die Einnahmen davon variieren stark und sorgen nun nicht unbedingt dafür, dass man seinen Hauptjob an den Nagel hängen kann.

Marco von passives-einkommen-verdienen hat z.B. viel geringere Einnahmen, wenn er mal eine Weile keine Beiträge schreibt. Ich habe mir sein bestes Beispiel herausgesucht.

Wer von 750€ im Monat leben kann, hat es beim Erreichen der Finanziellen Freiheit durch passive Einnahmen natürlich leichter als eine 5-köpfige Familie.

Bloggen kostet Zeit und Geld

Auf der Bloggerkonferenz in Kassel haben wir uns über unsere Blogger-Tätigkeit ausgetauscht. Das Wochenende alleine hat rund 200€ gekostet, da wir Fahrt, Unterkunft, Konferenzräume etc. selbst getragen haben. Ich war überrascht, wie viele Zusatztools man nutzen kann (die natürlich auch alle Geld kosten) und wie viel Arbeit dahinter steckt, wenn man die Reichweite des eigenen Blogs positiv beeinflussen will. Ich dachte eigentlich, dass ich schon viel Zeit für meine Seite aufbringen würde (Recherchen, stundenlanges Tippen und Kommentare beantworten).. Aber andere hatten da ganze Terminpläne präsentiert, wann sie was machen, einschließlich Stichwort-Recherche und Lektorat durch die Partner.

Für mich macht z.B. Natascha von MadameMoneyPenny alles richtig: Sie liest selbst viele Bücher und stellt diese in ihrem Blog vor. Dadurch lerne ich immer wieder interessante neue Bücher kennen. Zusätzlich tummel ich mich gerne in ihrer Facebook-Gruppe, die mittlerweile über 5.600 weibliche Mitglieder hat und in der sie selbst aktiv ist.

Ich gehöre stattdessen zur Kategorie: „Ich schreib dann mal was und klicke auf Veröffentlichen, wenn es fertig ist.“

Geldverdienen mit einem Hobby moralisch in Ordnung?

Kurze Antwort: Selbstverständlich! Von Luft und Liebe kann keiner leben. Wenn Leute für eine Leistung nicht zahlen wollen, wird das Geld über andere Kanäle verdient. Vor allem Medien wie Zeitungen, Radio, Internetseiten und das Fernsehen sind gespickt mit Werbung. Es ist zwar lobenswert, wenn es werbefreie Seiten wie wikipedia gibt, aber zuverlässige Arbeit kostet nun mal Geld. Selbst wikipedia muss sich deswegen durch Spenden finanzieren. Ein Hobbyfotograf wird für Hochzeitfotos trotzdem Geld verlangen und selbst eine Band aus Leidenschaft wird sich einen Auftritt entlohnen lassen. Die Ausrüstung kostet nun mal auch Geld. Wenn der Nachbarsjunge den Rasen mäht, darf er dabei Spaß haben und sollte trotzdem einen Schein in die Hand gedrückt bekommen. Selbst die Omi, die stets die Enkel hütet, sollte dass nicht ohne Gegenleistung tun und z.B. dafür Hilfe im Haushalt oder finanzielle Unterstützung bekommen.

Die Gratismentalität unserer Gesellschaft sorgt dafür, dass wir denken, wir hätten auf alles einen Anspruch.

Würdet ihr 40h pro Monat arbeiten, ohne dafür Geld zu verlangen? Sicherlich gibt es z.B Leute, die ehrenamtlich aushelfen oder die viel Zeit für einen Verein opfern. Da man dadurch einen Ausgleich zum Berufsleben hat, ist das nicht in Geld aufzuwiegen. Aber auch hier gilt: Wenn ihr nun als Fußballer Werbung auf dem Trikot platizert und euch damit eure Tshirts, Sportausrüstung und ein paar Feiern finanzieren könntet:

Was spricht dagegen?

Nur eine Bezahlung schafft eine gewisse Verbindlichkeit. Wenn ich jemanden Geld gebe, verlasse ich mich auf die Gegenleistung. Wenn ich etwas hingegen nur als „Freundschaftsdienst“ erhalte, habe ich keinerlei Anspruch darauf. So sehe ich das aktuell auch bei meinem Blog: Ich schreibe sehr gern, aber wenn ich beruflich viel zu tun habe, hat mein Job immer Vorrang und ich schreibe dann eben ein paar Wochen lang nichts. Andere Blogger wiederum veröffentlichen mehrere Beiträge pro Woche und stecken mehr Zeit in ihre Seite. Einige haben sogar die Stunden in ihrem Hauptjob reduziert.

Blogger verlieren nicht ihre eigene Meinung.

Bei einem seriösen Blogger entsteht zuerst der Artikel und dann wird geschaut, welche Produkte mit einem Affiliate-Link versehen werden können, nicht umgekehrt. Da ich mein Emailpostfach kenne, weiß ich, dass nur ein Bruchteil von dem, für das man als Blogger Werbung machen könnte, auf den Seiten der Finanzcommunity landet. Ein Blogger möchte seine Glaubwürdigkeit nicht verlieren. Die einzelnen Einnahme-Möglichkeiten sind sehr überschaubar, erst die Summe sorgt für 3-stellige Einnahmen im Jahr.

Für 5.000€ pro Artikel würde auch ich Werbung für Waschmittel machen.

Aber so lukrativ ist es dann leider doch nicht. (Gerne her mit solchen Angeboten!)

Mein Fazit

Sicherlich kann eine Seite überladen mit Werbung sein, sodass ein Blog irgendwann keinen Mehrwert mehr bietet. Aber wenn jemand ein Depot oder ein Buch anpreist, wird er davon nicht reich. Es ist eine Form der Wertschätzung und gut fürs Ego, wenn man für die aufgebrachte Zeit belohnt wird. Im Vergleich zu Youtubern haben Blogger eine geringe Reichweite, sodass die Einnahmen selten den Lebensunterhalt finanzieren können, sondern eher ein nettes Taschengeld sind. Wenn jemand vorwurfsvoll kommentiert: „Du schreibst den Artikel doch nur, weil du dafür Geld bekommst!“, sehe ich das in zweierlei Sicht:

a) Der Blogger hat blöderweise die richtige Balance zwischen Werbung und eigener Meinung nicht gefunden. Aber dann kann man diesem das auch netter mitteilen: „Hey, du schreibst sonst immer super Artikel, aber in dem Artikel erkenne ich dich kaum wieder.“ Beim nächsten Mal wird derjenige wieder darauf achten, weil man als Blogger immer wieder dazu lernt und experimentiert. Kein Blogger will seine Leser verlieren.

b) Es spricht ggf. der Neid aus den Kommentaren. Ich wäre auch gerne so erfolgreich wie Bibis Beautypalace. Neid bedeutet, dass man die guten Seiten der Medaille haben möchte, ohne die negativen in Kauf zu nehmen. Jeder der will, kann so erfolgreich sein, er müsste sich dafür aber hinsetzen und selbst viel Arbeit investieren.

Was ist eure Meinung dazu: Dürfen Blogger Geld verdienen?

57 Gedanken zu „Her mit dem Geld! – Bloggerganoven überall

  1. Hallo Jennifer,

    super Artikel. Muss ich wohl auch noch an der Blogparade teilnehmen.

    1) Das mit dem eigenen Blog und der eigenen Domain ist gar nicht so schlimm wie es immer klingt, ich würde mich da einen „Coach“ holen, der mir das einmal zeigt und der für mich da ist wenn ich Schwierigkeiten habe. Natürlich muss am Anfang etwas Zeit investiert werden, dann läuft es aber ohne grossen Zeitaufwand (meine Erfahrung).
    2) Stimme Dir zwar zu, dass englischsprachige Blogs eine grössere Zielgruppe haben, aber es ist auch daran zu denken, dass die Konkurrenz um Einiges grösser ist. Schlussendlich muss Bloggen Spass machen, sonst bleibt irgendwann eh die Lust auf der Strasse liegen. Ich würde keinen englischsprachigen Blog starten, nur weil es da mehr Geld zu verdienen gibt. Und davon Leben können englischsprachige wie auch deutschsprachige. Wichtig ist dranbleiben.

    Grüsse,
    Minimalist

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    • Hi Minimalist,
      ich bin ein Rechtschreib-Nazi, weswegen für mich Deutsch auch Wahl Nr. 1 ist. Das Aufsetzen und den Umzug würde ich vermutlich sogar hinbekommen bzw. mein Freund hat da auch Ahnung von. Hatte das mit dem Umzug mal getestet. Aber wenn man sich nicht regelmäßig damit beschäftigt, verlernt man vieles wieder. Den offiziellen Umzug schiebe ich nun schon recht lange vor mir her, weil ich eigentlich ganz froh bin, dass ich mich so um nichts kümmern muss bzw. weil es an sich ja egal ist, ob meine Seite http://www.exstudentin.de heißt oder ob hinten noch ein wordpress dran ist. Der Umzug lohnt sich erst, wenn ich in dem Zuge auch ein paar Umgestaltungen vornehme.

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  2. Hallo Jenny,

    ich finde es absolut ok, wenn Blogger ihren Blog monetarisieren. Ich lese viel von amerikanischen Finanzbloggern und dort gibt es einige, die es damit übertreiben (aber deren Artikel muss man dann halt nicht mehr lesen) und kaum welche, die es gar nicht tun. Ich finde, man sollte als Leser in der Lage sein, zu erkennen, ob man gerade einen Werbeartikel liest oder ob tatsächlich die Meinung des Bloggers wiedergegeben wird. Außerdem neigen Blogger mit viel Werbung auf den Blogs zum schreiben von vielen Artikeln mit wenig Inhalt, nur damit Klicks generiert werden und schaden so ihrem eigenen Ruf.

    Insbesondere finde ich es normal, dass man die Betriebskosten des Blogs (Kosten für Server, Domain, usw.) mit Werbung finanziert. Wie weit man das Thema SEO treiben will, muss man selbst wissen, eine hohe Reichweite und viele Leser zu haben hat nicht nur Vorteile, insbesondere, was die Community (siehe regelmäßige Kommentatoren) angeht.

    So ein bisschen gehört das monetarisieren von Blogs (in sinnvollem Maße!) auch zu einem konsequenten Ansatz des Managements der eigenen Finanzen dazu. Wenn man es nicht tut, lässt man Einnahmen liegen, den Aufwand für Artikel schreiben und Seite betreiben hat man aber sowieso.

    Gruß

    ETiTho

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    • Hi Thomas,
      da hast du absolut Recht. Den Aufwand hat man eh. SEO ist an sich eine gute Sache, aber wenn es am Ende nur google-Suchanfragen sind und die Leser nicht auf der Seite bleiben, hat man nichts gewonnen. Mein Spamfilter hat auch so genug zu tun.

      Mir ist es wichtig, dass ich meine freie Meinung kundtue und mich nicht kaufen lasse. ..und so lange ich meine Wäsche mit dem neuen HierWirdDeineWäscheSauber von http://www.wishiwashi.de wasche, kann gar nichts schief gehen.

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  3. Interessantes Thema und ich hatte meine Meinung dazu ja schon in meinem Artikel (Danke für die Erwähnung) auf meinem Blog dargelegt.

    Ich kann nur 110% zustimmen, dass die richtige Balance wichtig ist. Ist sie das, dann schafft man eine Win-Win-Situation im klassischen Sinne und alle sind glücklich. Als Blogger hat man ein paar kleine Einnahmen, die sich hoffentlich zum großen Ganzen zusammenfügen, und als Leser hat man etwas gelernt, oder wurde gut unterhalten, und hat gleichzeitig alle Ressourcen im direkten Zugriff. Idealerweise haben die Empfehlungslinks sogar noch einen Bonus oder Rabatt inklusive.

    Ich bin deswegen auch kein Fan von generischer Werbung ala Werbebanner, sondern ich mag das Prinzip des Affiliate Marketings. Da passt das am besten zusammen in meinen Augen. Wie gesagt, wenn die Balance stimmt.

    CU Ingo.

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  4. Moin Ex-Studentin,
    ich freue mich immer, wenn´s mal ´nen neuen Artikel von Dir gibt. Ob jetzt Werbung unten am Blog hängt, stört da nicht wirklich. Ich selbst würde auch keine großen Investitionen in Bloghosting etc. tätigen, solange man das nicht „hauptberuflich“ betreibt.
    Viel Spaß weiterhin
    Mr. Wolf

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  5. „Ich schreib dann mal was und klicke auf Veröffentlichen, wenn es fertig ist.“
    Genau so ist es bei mir! Für mich ist mein Blog auch ein klassisches Online-Tagebuch und meine Inhalte sind – wenn es nicht das übliche „Diese Aktie habe ich heute gekauft“-Posting ist nicht sooo wertig, dass ich da Geld verlangen könnte und wollte.
    Abgesehen davon, dass die Einnahmen natürlich zu versteuern sind, will ich auch nicht in einen Bereich kommen, wo ich was schreiben MUSS, damit da Klicks und Geld reinkommen.
    Lieber alles ganz entspannt…

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    • Ich empfehle stattdessen den TANGLE TEEZER AQUA SPLASH, den mir eine Youtuberin empfohlen hat. 😀 Das Ding ist gut für die Haare und sieht schick aus..
      … Aber absoluter Fehlkauf, da ich das Ding mit meinen kleinen Händen nicht richtig halten kann. Keine Ahnung, wie das dann die 12-Jährigen Teenies schaffen sollen.

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      • In deinem Fall würde ich eher auf die manuelle und „weiche Wildschweinborsten Haarbürste ‚Ultraleicht Vented‘ mit gebogenem Detangler“* zurückgreifen! Besonders für kleine Hände gut bedienbar! Hiermit pflege ich übrigens auch mein eigenes Winterfell. Ich schweife ab und möchte, nachdem ich mich etwas beruhigt habe, auch ein Lob aussprechen: Klasse Artikel!

        Grüße,

        Ted!

        *Affiliate-Link

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  6. Schöner Beitrag und gut differenziert.
    Vor allem die konkreten Beispiele von „kostendeckend“ bis fast 2500 € in einem Monat fand ich sehr gut.
    Ich beglückwünsche jeden, der von seinem Blog leben kann. Der Normalfall ist das wohl nicht. Reich werden jetzt erst einmal die Berater, die entsprechende Seminare anbieten – für Menschen die vom großen Geld träumen. 😉

    Die Gratismentalität (nicht nur im digitalen Netz) ist dabei das größte Problem unserer Zeit. Viele Leistungen sind inzwischen nur deshalb für die Nutzer kostenlos, weil sie quersubventioniert werden – meist durch Werbung und die Weitergabe persönlicher Daten.

    Wohin das führt, weiß ich noch nicht. Es wird auf jeden Fall nicht mehr endlos so weiter gehen. Da bin ich mir sicher.

    Deshalb freue ich mich über jeden Blogbeitrag, der sich um Transparenz bemüht.
    Danke ExStudentin.

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    • Gerne! 🙂 Bei Finanzberatern sollte man auf mündliche Empfehlungen setzen. Als Bloggerin bin ich da nicht ganz objektiv und halte Natascha oder aus Christoph von der Finanzküche für empfehlenswert, wie mir Leser bestätigen konnten. Aber trotzdem hat alles mit Finanzberatung erst mal einen faden Beigeschmack. Ich würde vermutlich nie im Leben 300€ für irgendein Seminar ausgeben, weil ich mir immer denke „Das bekomme ich auch selbst hin.“ Das fand ich z.B. bei zendepot sehr störend, als Holger vor allem seinen ZenInvestor-Kurs bewarb. Dadurch war ich erst mal eine Weile nicht mehr auf seinem Blog, weil die PopUps und Emails genervt haben. Wobei seine Artikel nach wie vor gut und lesenswert sind. Manche übertreiben leider, aber das muss nicht zwingend negativen Einfluss auf die Leserzahlen haben. Leute reagieren unterschiedlich auf solche Werbungen und nehmen die Angebote gerne wahr. Es gibt ja unterschiedliche Zielgruppen. Die einen brauchen mehr Hilfe als andere.

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      • Genau so ging es mir auch bei Holger. Aber das Gejammer mancher deiner Blogger Kollegen finde ich nervig, jedes Hobby kostet Zeit oder Geld oft auch beides. Viele Musiker kaufen ihre Instrumente selbst und spielen gratis in Kapellen oder Chören, das ist nicht viel anders.

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  7. Moin Jenny,
    danke für deine Meinung zu dem Thema. Interessiert mich generell, wie die Leute darüber denken.

    Zu meinen Einnahmen möchte ich hinzufügen, dass die Zahl erstmal toll aussieht – ABER:
    Ich habe den Blog quasi neben meiner 3 Tage-Woche im Hamsterrad an den anderen 4 Tagen in der Woche rund um die Uhr betrieben. Wenn ich behaupte, dass ich den Blog vom Aufwand her als Full-Time-Job betrieben habe ist das nicht übertrieben. Die kommunizierten Einnahmen sind Bruttobeträge. Wie sich Brutto zu Netto verhält wissen die meisten aus eigener Erfahrung.
    Am Ende bleibt die Frage: Wer würde für (wahrscheinlich) weniger als 3.000€ (Netto) ein ganzes Jahr in einem Vollzeitjob arbeiten wollen? Ich wollte nur mal die Zahl ins richtige Verhältnis setzen, damit die die nicht so oft bei mir mitlesen Bescheid wissen 😉

    Ich habe getestet, was man als Anfänger ohne Reichweite bezüglich der Einnahmen erreichen kann. Nun habe ich mir ein Bild davon gemacht und lasse es hoffentlich auch bald wieder ruhiger angehen.

    Also, ein Blog ist definitiv mehr Arbeit als es nach außen hin den Anschein macht. Wenn man für seine ehrliche Meinung und Tipps ein paar Kröten dazu verdient ist das doch wohl akzeptabel. Aber einige haben nicht mal dafür Verständnis… Das ist schade!

    Beste Grüße
    Vincent

    PS: Du hast meinen Artikel in den Kommentarbereich verlinkt. Nur falls du das ändern möchtest. Vielleicht war das auch so beabsichtigt, weil da die werbefreie Zone anfängt? ;)))

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    • Wollte auf die hochwertigen Kommentare ebenfalls hinweisen! 😀
      Hab’s korrigiert. Danke für deine Erläuterung zum Zeitaufwand. Da sieht man, dass man es selbst als Fulltime-Blogger nicht so leicht hat. Wir müssen wohl alle zu Youtube wechseln oder doch was „Richtiges“ arbeiten. 🙂

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      • Achso 🙂

        YouTube ist ja eigentlich nicht so mein Ding. Zumindest nicht vor der Kamera. Trotzdem bin ich nächste Woche in einer 6-teiligen Video-Serie mit dem Hobbyinvestor auf YT vertreten… Die Idee hatte allerdings keine finanziellen Gründe 😛

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  8. Ich will da mal meine Sicht als reiner Leser von Blogs gegenüberstellen:

    Grundsätzlich kenne ich die Blogger alle nicht. Kann also deren Absichten nicht sicher beurteilen und muss mir mein Bild durch den Blog bzw. aus dem Artikel ableiten. Gut, einige Blogs kenne ich inzwischen und schätze die von vorne herein positiv oder negativ ein, aber bei vielen Artikeln auf die ich über Finanzblognews stoße fehlt mir diese Vorab-Meinung.

    Ein hilfreiches Kriterium um den Artikel einzustufen ist für mich da tatsächlich auch die Monetarisierung.

    Wenn Blogger ohne eigenen Vorteil einfach nur ihre Meinung kund tun oder Wissen teilen steigert das die Glaubwürdigkeit nun mal eher.

    Wenn dagegen die Artikel von vorne bis hinten so wirkt als sei er um möglichst viele Affiliate-Links herum gestrickt worden, dann ist das nun mal durchaus wahrscheinlich, dass der auch genau so entstanden ist und beim Lesen schwingt zumindest immer eine gehörige Portion Misstrauen mit.

    Klar mag es Blogger geben die Inhalt und Monetarisierung wirklich streikt trennen – und das nicht nur behaupten.
    Ein Interessenkonflikt ist aber wohl nicht zu leugnen wenn mit den angepriesenen Produkten Profit gemacht wird (egal ob viel oder wenig – „Kleinvieh macht auch Mist“).
    Ironischerweise wird genau dieser Konflikt auch von Bloggern gerne ins Feld geführt wenn es um Versicherungsvertreter oder Bankberater geht, Herr/Frau Blogger steht da aber natürlich drüber und lässt sich von sowas gar nicht beeinflussen – so eine Behauptung muss man jetzt nicht unbedingt für besonders glaubwürdig halten… 😉

    Wenn ich so drüber nachdenke auf welchen Blogs ich interessante Artikel (ja, das ist subjektiv) finde, dann sind das tatsächlich vorrangig die nicht/wenig monetarisierten. Bei den Vertretern der Fraktion „für hochwertigen Content muss auch was raus springen“ ist eben dieser hochwertige Content dann öfters auch mal in der Minderheit (falls überhaupt vorhanden) und im schlimmsten Fall zwischen belanglosen Füll-Artikeln oder Affiliate-Listen kaum zu finden.

    Manchmal frage ich mich sogar ob ich den Adblocker auf Finanzblogs nicht abschalten soll. Aber nicht aus Großzügigkeit, sondern um die Absichten des Autors leichter einstufen zu können. 😉

    Natürlich hat jeder Blogger das Recht seinen Blog mit Monetarisierungszeug vollzustopfen.
    Genau so wie jeder Leser das Recht hat das Ergebnis dann beschissen zu finden und den Blog in Zukunft zu meiden. 🙂

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    • Hi Martin,
      da stimme ich dir tatsächlich zu. Ich bin ja auch 80% meiner Zeit auch Leserin. Ich nutze in erster Linie den Finanzblogroll von Felix, sodass dadurch schon mal eine gewisse Auslese statt findet. Als nächstens achte ich dann auf den Titel der Artikel und wenn es mich anspricht, klicke ich es an, egal, wer den Artikel geschrieben hat. Entweder überfliege ich den Artikel dann kurz und klick aufs Kreuz oder lese mir alles durch. Ein paar Blogs verfolge ich eigenständig, wie frugalisten.de, Tim Schäfer oder achtsame-lebenskunst.de oder auch die Blogs von meinen Kommentatoren. Dadurch habe ich dann schon mal eine guter Treffer-Quote lesenswerter Blogs. Die meisten „Abboniere meine Newsletter, kaufe mein Ebook und eröffne 5 Depots“-Seiten gehen dadurch an mir vorbei.

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  9. Hallo Jenny,
    Bezüglich dem Domainumzug… Ich würde nicht zu WordPress.org umziehen. Deine Befürchtungen sind begründet. Ich habe kleinere Projekte mit WordPress.org gemacht und man ist nur dabei die Seite zu verwalten. Außerdem kosten alle sinnvollen Plugins Geld. Ich war mehr mit der technischen Wartung als mit Inhalt beschäftigt. Habe dann WordPress.com ausprobiert, was ok war. Bin nun bei Jimdo und insgesamt sehr zufrieden.

    Gruß Thomas

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  10. Hallo Jenny,

    klasse Beitrag zur Blogparade von Dominik. Ich werde da ja auch noch einen Beitrag zu erstellen. Meine Hauptintention ist vor allem die eigene Disziplin beim Vermögensaufbau hoch zu halten, weniger das Geldverdienen mit dem bloggen.
    Dennoch finde ich es spannend, dass der eine oder andere Euro als „Aufwandsentschädigung“ möglich ist. Auch ich habe daher begonnen dezent etwas Werbung zu machen. Mal sehen was dabei am Jahresende herauskommt.
    Und wie du schon geschrieben hast, man merkt beim Lesen der Artikel schnell, ob es um Mehrwert-Inhalte für die Leser geht oder einfach nur um die Webseite für z.B. Affiliate-Werbung zu optimieren.
    Ich selbst schreibe meine Artikel und poste oben und unten Werbung dazu. Auf jeden Fall soll der Lesefluss nicht durch die Werbung unterbrochen werden. Schließlich bin ich auch der Meinung, dass gerade die Finanzblogger einen Beitrag dafür leisten können, dass die Finanzbildung in Deutschland und Österreich steigt.

    Grüße Thomas

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    • Ich sags mal so: Als Finanzblogger predigt man, seine Einnahmen zu erhöhen und passive Einkommensquellen zu schaffen. Also darf man kein schlechtes Gewissen haben, wenn man das entsprechend austestet. Die deutschsprachige Bloggercommunity steht trotzdem kostenlos jedem zur Seite. Gibt ja kaum eine Leserfrage, die unbeantwortet bleibt.

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  11. Hey Jenny,

    schöner Beitrag. Ich habe selbst schon mal überlegt einen Blog anzulegen, meine Erfahrungen zu teilen und darüber eine gewisse Reputation zu erlangen, die z.B. zum Aufbau eines Investmentclubs etc, dient. Geld damit nebenher zu verdienen hatte ich auch im Kopf. Ich habe lange recherchiert und eine Art Wettbewerbsanalyse erstellt ;). Es dauert, bis man monetär wirklich was erreicht. Diese Zeit könnte ich anderweitig deutlich besser nutzen bezogen auf die Karriere als abhängig Beschäftigter. Ebenso gibt es andere und einfachere Möglichkeiten um z.B. die richtigen Leute für einen Investmentclub zu finden-
    Bei Finanzblogroll und durch Kommentatoren auf einschlägigen Seiten ist mir aufgefallen, dass es immer mehr Finanzblogs gibt. Vor allem auch von relativ jungen Leuten. Teilweise habe ich schon stark das Gefühl, dass es nur darum geht, Geld damit zu verdienen (Newsletter, Werbung überall, käuflich zu erwerbende E-Books, Schulungen) etc. Das hast du ja oben auch schon geschrieben. Solche Seiten lese ich dann nicht. Ebenfalls wird meiner Meinung nach auf den meisten Finanzblogs nur das gleiche geschieben ohne wirklichen Mehrwert. Wenn sich dann Neunmalklug mit einem Alter des Bloginhabers von 25 Jahren und 2 Jahren Börsenerfahrung mischt, lese ich den Blog auch nicht. Ein Beispiel dafür sind Artikel wie „Wie erkenne ich einen bevorstehenden Börsencrash“).

    Ich denke, dass es spätestens nach der nächsten Baisse viele Blogs nicht mehr geben wird oder die entsprechenden Autoren deutlich entmutigter schreiben werden .

    Besten Gruß und weiter so, Matthias

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    • Ich habe das Eigentliche vergessen:

      Wenn der Blog einen Mehrwert bietet und alles was Geld bringt nicht unaufdringlich ist, habe ich kein Problem damit, dass der Autor damit Geld verdient. Eher im Gegenteil. Wenn das ein Anreiz darstellt, er/sie damit Geld verdient und dadurch immer weitere, gute Artikel schreibt, dann ist das super.

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    • Hi Matthias, ich erkenne Crashs auch. Leider 1 Jahr zu spät. 😀 An sich verstehe ich eh nicht, wieso man über einen Crash so viel philosophiert. Wichtig ist, ob ich einen Job habe oder nicht. Der eigene Job muss z.B. vom Crash nicht betroffen sein, z.B. bei Lehrern oder als Krankenschwester. Alternativ kann die Wirtschaft blühen und mein AG geht insolvent. Keine von beiden Fällen ist einzeln betrachtet schlimm, nur wenn beides gemeinsam auftritt. Ich gehe mit Crash-Vorhersagen um wie mit Gewitter: Ich lese ich keine Vorhersagen und habe immer einen Schirm dabei. Wenn es nicht regnet, ists gut. Wenn doch, werde ich bei starkem Wind trotzdem oft nass. Wenn es sehr stark gewittert, stelle ich mich bei Gelegenheit irgendwo unter und warte. Bin bisher immer trocken geworden.

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  12. Hallo Jenny!
    mit einem Blog Geld zu verdienen finde ich solange OK bis das was/worüber man schreibt nicht vom Einnahmen beinflusst wird.
    zBsp Google (AdSense) Werbung (selbst wenn wir das nicht machen) oder hin und wieder ein Affiliate Link von einem Buch was man gerne gelesen hat finde ich absolut in Ordnung und ich klicke oft auf sowas nur um den Blogger zu unterstützen.
    Wenn ich aber sehe dass der Blogger zum wiederholten mal irgendwelche Finanzprodukte oder sonstiges „pusht“ dann wirkt das eher unglaubwürdig.
    Wenn jemand hauptsächlich vom bloggen lebt, dann kann das auch ein wenig komisch sein…
    Übrigens, lass mich mal wissen wenn ihr Wieder ein Bloggertreffen habt, vielleicht schaffen wir’s.
    Robert (whatlifecouldbe.eu)

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  13. Natürlich hat jeder für seinen Aufwand eine entsprechende Entlohnung verdient. In welchem Umfang, entscheidet jeder selber, bzw. die Nachfrage. Auch, welche Prioritäten und Moral er dabei verfolgt. Ich, als Konsument, kann ja auch entscheiden, welche Angebote ich wahrnehme.

    Ich muss gestehen, die meisten Finanzblogs sind nur für eine oberflächliche, bzw. einseitige Sicht, für einen ersten Eindruck gut. Es gibt nur eine Handvoll, die sich auf etwas spezialisiert und/oder entsprechenden Tiefgang haben. Die Mehrzahl teilt sich die allgemeinen Themen auf und behandelt sie in unterschiedlicher Art und Weise recht oberflächlich.

    Mit steigendem Wissen und eigenen Erfahrungen, hat die Anzahl der Blogs in meinem Reader abgenommen. Ich verfolge eigentlich nur noch zwei und in einem davon schreibe ich gerade einen Kommentar 😉

    Ansonsten habe ich erkannt, dass die wesentlichen und wertvolleren Informationen oft hinter einer bezahlbaren Schranke liegen. Vor allem sind diese objektiv! Und dieser Mehrwert wiegt die Kosten schnell auf.

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    • Hi lubo,
      vielen Dank. Schön, wieder von dir zu lesen. 🙂

      Es stimmt wohl, dass sich durch Angebot und Nachfrage ohnehin alles einpendelt. Aber ich finde es wichtig, dass man verschiedene Sichtweisen durchleuchtet. Manchmal wird etwas falsch wahrgenommen. Wenn man z.B. einen Link empfiehlt (ohne jegliche Gewinnabsicht), malt sich manch ein Leser aus, dass ein Blogger sicherlich 100.000€ dafür bekommen hat und ist zu unrecht empört.

      Ich setze bei Blogs eher auf persönliche Noten. Mich interessieren z.B. Bitcoins nicht, aber ich finde es interessant, wenn jemand seine Erfolge / Misserfolge teilt. So lernt man aus der Erfahrung anderer. Ein paar Themen darf man auch alleine falsch machen. In die Tiefe gehen ist dann für mich wichtig, wenn die Gesetzeslagen undurchsichtig sind. Viele wissen gar nicht, welche Rechte / Pflichten sie haben. Z.B. kann man finanziell frei sein – auf die Kante genäht – und plötzlich flattern Unterhaltsforderungen in den Briefkasten.

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    • Hallo Lubo

      Das mit den Oberflächlichen sich ständig wiederholenden Allgemeingut propagierenden Finanziell-Frei-sein- mit-VL-ab-30.de Blogs kann ich gut nachvollziehen 😉

      Welche Portale sind das deiner Meinung nach die hinter Bezahlschranken liegen und entsprechenden Mehrwert bieten?

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      • Hallo Thomas,

        zunächst die Zusatzbeiträge diverser Medien. Ich halte mich durch SZ Expresso auf dem Laufenden, zahle dann aber gerne für SZ plus Beiträge die mich interessieren. Da merkt man schon einen enormen Unterschied. Galore bietet meines Erachtens auch einen guten Mehrwert.

        Beim Thema Finanzen wird es schwieriger. Du behandelst P2P, auf dem Gebiet ist Lars Wrobbel unausweichlich, wie Du sicherlich weißt, auch wenn es dort keine Bezahlschranke gibt. Aber sein Buch ist nicht verkehrt.

        Wer bereits Erfahrungen mit Aktien gesammelt hat, sich fürs Traden und Invenstieren (Chartanalyse, Mustererkennung – jaja, ich weiß, kann ja alles nicht funktionieren und bla und blubb) interessiert und das entsprechend auf- und ausbauen möchte, wird über den gebotenen Inhalt auf http://www.mr-market.de um einiges nach vorne gepusht.

        Prinzipiell ist nach einer gewissen Grundinformation zu einem Thema (wozu zahlreiche Blogs sehr gut sind) durchaus ratsam, sich einen Fachmann zu suchen und durch entsprechende Bezahlung (Workshop, Seminar, Coching, Bücher, Kurse) schneller, besser und einfacher auf ein höheres Level zu gelangen. Wer und wo das ist, muss man leider selber heraus finden.

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      • Hallo Lubo

        Danke für den Einblick – wenn du das so weit aufziehst dann klar dann bezahl ich auch für mehr und fundiertes Wissen – im Finanzbereich z.B. die Kommer Bücher (seine Gedankenwelt passt gut zu mir – besser als Markettiming ;))
        Und klar außerhalb der Finanzthemen gibt es noch viel hochwertiges abseits der Internetblogs 😉 [ich als nicht Hipster steh total auf Deutschlandfunk ;)]

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      • Ich konnte es nur allgemein beantworten, weil ich zum einen selber nicht alles kenne, sondern mich nur in meinem Rahmen bewege und auf der anderen Seite Deine Interessen ebensowenig.

        Im Grunde muss sich jeder sein System zusammensuchen, eigene Parameter festlegen und dann stumpf durchziehen.. Egal, ob Aktien, Sparplan, ETF, P2P, Crowdinvestment oder Cryptowährung, ohne sich im Vorfeld damit auseinander gesetzt und eine Strategie erarbeitet zu haben, wird Erfolg reine Glückssache und Zufall sein.

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  14. Hi Jenny,

    ich gönne Dir und vielen Kollegen, die hier auch erwähnt sind und kommentieren, die Einnahmen aus den blogs. Reich wird man damit selten und wenn, ist es auch ok.
    Es gibt aber vilee schlechte blogs, bei denen man vor lauter blinke-blinke total abgelenkt wird. Da ich auch auf Sicherheit großen Wert lege, habe ich immer einen Skriptscanner mitlaufen und schalte nur Skripte zu, die ich auch wirklich brauche. Es sind auch schon etliche Malware über Werbebanner auf Seiten verbreitet worden, die eigentlich diesen Zweck nicht haben. Aber das add-on entfernt auch das lästige blinke-blinke. Affiliate links finde ich ok, wenn sie nur für was genutzt werden, von dem der Blogger überzeugt ist und mir auch einen Mehrwert geboten hat, indem er mich mit reichhaltiger, ausgewogener Informationen versorgt hat. Dann ordere ich auch bewusst über dessen Link (habe ich z.B. bei P2P Erstinvestments so gemacht).
    Es gibt aber auch viele gute blogs, bei denen man sofort merkt, dass Geldverdienen nicht die Hauptintention war und dass der Blogger (oder Bloggerin) gerne Wissen teilen möchte und seine Freude auch daraus zieht, dass es eine reichhaltige Diskussion in Kommentaren gibt. Inhaltsreiche, wertschätzend und fair formulierte Kommentare sind dann die Gegenleistung. Ich habe den Eindruck, dass Du, Jenny, diese Währung auch gerne nimmst und gibst. Es muss ja auch nicht alles im Internet kommerzialisiert sein. Ich machs zwar nur selten, aber wenn ich bei Wikipedia einen Artikel verbessere, dann bekomme ich auch kein Geld dafür. Aber ich nutze gerne die Millionen Artikel der Mitmacher.

    Ein Schmunzelbeispiel, wenn Geld oder materielle Gegenleistung einen Blog dominiert, fand ich hier (aus der Nicht-Finanzwelt): https://www.heise.de/tp/features/Social-Media-Korruptionswirtschaft-3948424.html.

    Viele Grüße

    Julian

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    • Ich bin tatsächlich recht dankbar für die vielen Kommentare. Ich habe zudem viele Leute durch das Bloggen kennen gelernt, was mein Leben positiv beeinflusst hat. Bei den Affiliate-Links sehe ich das ähnlich: Ich klick absichtlich drauf, wenn es sich ergibt. Und bin schnell weg, wenn es mehr Blinke-blinke als Inhalt gibt.

      Ich bin ein großer Fan von Wikipedia. Spende jedes Jahr ein paar Euro, weil die Idee überragend ist. Ein großer Meilenstein in der Geschichte der Menschheit zum Nutzen der Schwarmintelligenz. Viel zu oft gibt es sonst Schwarmdummheit.

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      • Dueck ist ein sehr guter Tipp! In seinem Newsletter bekommt man zahlreiche Texte zu geschickt und auf seiner Webseite werden die Texte auch vorgelesen, wenn man mag. Die Videos sind aber mit am besten, wenn er irgendwelchen Vorständen und hochdotierten Leuten den Spiegel ihres „stumpfen“ handelns vorhält… der müsste Bundeskanzler werden!

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  15. Hallo Jenny,

    für mich ist Bloggen kein Hobby, sondern mein Beruf: Ich bin Finanzblogger, Autor und Internetunternehmer.

    Und mittlerweile kann ich von meinen Einnahmen leben. Diese beziehe ich durch

    Affiliate Marketing
    Advertorials
    Digitale Produkte wie E-Books und Online-Kurse.
    Verfassen von Blogartikel für Auftraggeber.

    Zwar war es von Anfang an mein Ziel, mit meinem Blog auch Geld zu verdienen, doch wusst ich zunächst nicht, wie das geht.

    Aber Schritt für Schritt habe ich mir das erforderliche Know how angeeignet.

    Meine ersten Einnahmen hatte ich nach 7 Monaten aus Affiliate Marketing (60 Euro). Im ersten vollen Jahr waren es dann knapp 5.000 EUR und im zweiten vollen Jahr waren es dann schon knapp 1.000 Euro pro Monat.

    Da ich keine hohen Kosten habe, kann ich davon leben.

    Da ich meinen Lesern guten Content liefere, habe ich – aus meiner Sicht – nicht nur das Recht, sondern auch die Pflicht, von meinem Blog leben zu können.

    Denn um neben einem vollen Job einen Blog zu betreiben, wäre mir das einfach zu viel Arbeit.

    Denn ich wende für meinen Blog (ETF-Blog.com) und meine Tätigkeit als Internetunternehmer etwa 30 bis 40 Stunden Arbeit pro Woche auf.

    Aber ich liebe diesen Job und habe mir einen Traum erfüllt:

    Vom Schreiben leben zu können.

    Herzliche Grüße

    Jürgen

    Gefällt 1 Person

    • Hi Jürgen,

      dein Beitrag war leider im Spam gelandet. WordPress hat leider oft Probleme mit Emails, die nicht auf gmx, gmail etc enden.

      Ich denke auch, dass man eine Seite durchaus als Vollzeitjob führen kann. Man wird allerdings im deutschsprachigen Raum selten davon reich wie manch ein Youtuber. Und man muss trotzdem am Ball bleiben. Ohne neue Beiträge, versiegen sonst auch die Einnahmen irgendwann.

      Ob ich mit meinem Blog mal Geld verdiene: Mal sehen. Aber ich hätte nichts gegen Nebeneinnahmen (wer hat das schon?). Allerdings sammle ich als Bloggerin definitiv viele tolle Erfahrungen und vielleicht ergibt sich daraus mal was.

      Gefällt 1 Person

  16. Hi Jenny,
    Als Blogger finde ich, dass es total legitim ist ein bisschen was zu verdienen. Was viele aber unterschätzen, ist die Zeit, die man aufwenden muss, um einen Artikel zu schreiben bzw. zu recherchieren. Genau genommen ist der Return on time invested (zumindest bei mir) nicht sehr hoch. Mein Ziel ist es auch nicht großartig Einnahmen über den Blog zu generieren. Bloggen macht auch Spass, deshalb machen wir das auch 😉
    Schöne Grüße aus Wien
    Servus Finanzpolster

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  17. Ach alles nur Neider. Jeder hat die gleichen Möglichkeiten ein Blog aufzumachen und damit Geld verdienen, wie er will, mit was er will und wie viel er will. Ich finde die Neidgesellschaft einfach nur schrecklich. Keiner gönnt einem was, keiner will unterstützen. Ich habe bei dieser Blogparade ebenfalls mit gemacht und will hier nicht die Dose nochmal öffnen 😀 bei solchen Themen platzt mir nämlich meine rechte Ader

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  18. Hi erstmal, ich finde es absolut legitim Geld mein einem Blog zu verdienen, nur sollte man nicht seine Seele verkaufen. Daher ist der Weg über ein eigenes Produkt oder einen eigenen Service noch der charmanteste, bevor ich für eine Versicherung Werbung machen muss. Ok, Waschmittel für 5K wäre auch ok😂 Am Ende ist es aber so, dass man eine Menge Leidenschaft für den eigenen Blog braucht, etwas was einen antreibt. Bei mir und meinen Mitbloggern von Blackwater.live sind es die Erfahrungen mit Banken und was wir dort als Banker erlebt haben. Für Geld alleine macht man das nicht. Liebe Grüsse

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