Meine ETF-Sparpläne kosten bald etwas – was nun? – Teil 1

Ein Leser fragte mich vor wenigen Wochen um Rat: Seine beiden Comstage – ETFs bei der Comdirect sind bald nicht mehr kostenlos besparbar. Er sei sich nicht sicher, was er nun tun solle. Kurz darauf verkündete auch mein Depotanbieter, die consorsbank, dass meine ETF-Sparpläne mich ab nächsten Jahr Geld kosten werden. Nun sitze ich also im selben Boot:

Was mache nun? Trotzdem weitersparen? Alles verkaufen und das Depot wechseln?

Im heutigen Artikel geht es um Kosten von ETFs.

Wie erziele ich bei ETFs die bestmögliche Rendite?

ETFs sind diese komischen Konstrukte, die einen Index nachbilden, z.B. den Dax. Um zu wissen, wie ich das Maximum aus meinem investierten Geld raushole, ist für mich vor allem wichtig:

Wo verschwindet unbeobachtet Geld?

Investiere ich 1.000€ in den DAX und steigt dieser um 10%, erwarte ich 1.100€ in meinem Depot. Dem ist leider nicht so, da an vielen Stellen Geld „verloren“ geht.

1. Ordergebühren beim Kauf
Je nach Anbieter müssen beim Wertpapier-Kauf einmalige Gebühren gezahlt werden. Dies kann ein fester Betrag sein (z.B. 5€) oder prozentual von der Anlagesumme abhängen.
Beispiel: Die Consorsbank verlangt 1,5% bei jeder Ausführung meines Sparplans. Somit gehen von den 1.000€ 15€ ab.

2. Verwaltungsgebühren / Abbildungsfehler:
Ein ETF bildet einen Index nicht 100%-ig genau ab. Durch Verwaltungsgebühren, Transaktionsgebühren beim Kauf/Verkauf von Aktien etc. entstehen automatisch Abbildungsfehler bzw. eine so genannte „Tracking-Differenz (TD)“. Diese wird beim jeweiligen Index nicht angegeben und kann man nicht vorhersagen. Der User Holzmeier des Wertpapierforums hat sich die Arbeit gemacht, die durchschnittlichen TDs der verschiedenen ETFs und Anbieter für die letzten Jahre aufzulisten. ETF-Anbieter geben leider nur die „Total Expense Ratio (TER)“ angeben. Das sind ihre kalkulierbaren Nebenkosten. Diese geben aber nur eine grobe Richtung an.

Ein weiterer Punkt, der den Chart beeinflusst sind Dividendenzahlungen (inkl. Quellensteuer) und Währungsschwankungen. Ich habe mal versucht rauszubekommen, wie gut ETFs den Index wirklich nachbilden. Dank Finanzwesir Albert weiß ich, dass ich mir hier Kursverläufe in Euro und Dollar anzeigen lassen kann, ebenso den Brutto-Verlauf und den Netto-Verlauf (Steuerzahlungen abgezogen). Ich habe mir die Kurssteigerung des MSCI World innerhalb eines Jahres berechnet:

MSCI World Index: Währung Dollar
Netto: 25,56 %
Brutto: 27,23 %

MSCI World Index: Währung Euro
Netto: 20,216 %
Brutto: 20,9 %

Laut onvista ist der Index um 22,7% gestiegen, weswegen mich die Zahlen ein wenig verwirren. Brutto ist immerhin jeweils höher als Netto. Da in anderen Ländern die Quellensteuer direkt abgeführt wird, ist der Unterschied zwischen Brutto und Netto bei Dollar und Euro entsprechend höher als bei uns in Deutschland (meine Deutung). Durch Währungsschwankungen haben ETFs auf den gleichen Index bei der Währung Euro schlechter abgeschnitten als in USD. Auch logisch soweit.

Was hat mein MSCI-World ETF getrieben?

(Edit: Hier hatte ich mich anfangs auf die Zahlen von justetf bezogen, aber Detektiv Dummerchen hat nachgerechnet, dass die Zahlen von justetf leider falsch sind..)

Mein ETF von Comstage hat 20,175% dieses Jahr zugelegt. Und hat somit nur 0,04% Unterschied zum wahren Index.

3. Ordergebühr + Steuern beim Verkauf
Wer seinen Gewinn realisieren will, muss seine Wertpapiere verkaufen. Die Consorsbank verlangt dafür 4,95€ zzgl 0,25% des Ordervolumens, minimum 9,95€. Wenn ich nun also warte, bis ich mit meinen 1.000€ 100€ Gewinn gemacht habe, muss ich knapp 10€ an Gebühren blechen. Sofern der Steuerfreibetrag von 801€ bereits ausgenutzt wurde, fallen auf die verbleibenden 90€ Gewinn 26,375% Abgeltungssteuer + Solizuschlag an. Wer in der Kirche ist, zahlt weitere 2,25% Kirchensteuer. Von 100€ Kurssteigerung bleiben also 64,3€ bis 90,05€ übrig.

Was ist nun das Problem?

Mein Depotanbieter verlangt ab 01.01.2018 Gebühren für den Kauf von ETFs, die ich gerne umgehen möchte. 1,5% bei 600€ Sparplan bedeuten: 9€ jeden Monat bzw. 108 € jedes Jahr gehen mir dadurch abhanden. Anderseits weiß ich nicht, ob ich mir durch jeweilige Alternativen nicht noch mehr Unkosten anlache.

Welche Alternativen habe ich?

Als ich die geänderte Besteuerung von Fonds ab 2018 nicht schon Chaos genug wäre, stelle ich meine ETF-Sparpläne noch mehr infrage. Folgende Optionen habe ich, was ich mit dem jetzigen Sparplan mache:

  1. Sparplan nicht mehr besparen, sondern einfach liegen lassen.
  2. ETFs verkaufen (Gewinn mitnehmen) und Sparer-Pauschbetrag ausnutzen.
  3. Trotz Gebühren weitersparen.
  4. Depot auf anderen Anbieter übertragen und Wechselprämie kassieren.

Einfach nur „nicht mehr besparen“ ist keine Option, wenn das Geld dann nicht anderweitig investiert wird, deswegen muss ich zusätzlich folgende Möglichkeiten in Betracht ziehen:

  1. Die gleichen Sparpläne bei anderem Anbieter mit neuem Depot besparen.
  2. Bei gleichem Depot-Anbieter einen neuen Aktions-ETF raussuchen.
  3. Auf Aktien umsteigen.

Zwischenfazit

Ich musste feststellen, dass ich ETFs noch nicht so ganz verstanden habe, wenn es um verstecke Kosten bzw. Abbildungsfehler geht. Ob nun 5 Euro am Ende des Jahres mehr oder weniger rauskommen, war mir bisher egal. Wissentlich 100€ Unkosten pro Jahr in Kauf nehmen will ich aber nicht, wenn es sich vermeiden lässt. In Teil 2 geht es deswegen um die oben bereits angesprochenen Alternativen.

Seid ihr auch von dem Sparplan-Problem betroffen?

 

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176 Gedanken zu “Meine ETF-Sparpläne kosten bald etwas – was nun? – Teil 1

  1. Tja, die Gebühren. Ich bin eigentlich bei der Ing-Diba, aber die Konditionen für ETF-Sparpläne fand ich nicht so toll, daher bin ich Anfang des Jahres zu Flatex umgezogen. Da gab es iShares-ETFs gebührenfrei und auch sonst sahen die Konditionen toll aus. Kurz danach haben sie -0,4%-Zinsen auf dem Verrechnungskonto eingeführt, dann lief die iShares-Aktion aus, dann kamen ATC-Gebühren für die ETFs hinzu und schließlich wurden die Sparplanausführungskosten von 0,90€ auf 1,50€ angehoben. Lange Rede, kurzer Sinn: ich bin dann wieder zurück zur Ing-Diba und habe realisiert, dass man dort gebührenfrei ETFs kaufen kann, wenn man mindestens 500€ nimmt. Ich habe mein Sparplanstrategie dafür etwas angepasst und bin happy damit. Sicher wird jetzt irgendwer sagen: was machst du, wenn die 500€-Aktion irgendwann ausläuft? Mag sein, dass ich dann vielleicht woanders hingehe. Ein Nebeneffekt ist auch, dass man bei Sparplänen immer unrunde ETF-Anteile hat, die man beim Depotumzug verkaufen muss. Wenn man aber in Schritten von 500€ kauft, hat man volle ETF-Anteile, die sich problemlos und kostenlos transferieren lassen. Das nur als Denkanstoß, vielleicht hilft es wem. Fröhliches Investieren!

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    • Hi Martin, ja, volle ETF-Anteile machen einen Transfer tatsächlich einfacher. Wobei ich die Sparpläne sehr bequem finde, weil ich mich um nichts kümmern muss. Denke, dass sich ja nicht nur Aktionen, sondern auch allgemein Gebühren, Steuerrecht etc. ändern können. Finde es menschlich, wenn man sich jedes Mal andere Alternativen bewusst macht. Consorsbank hatte meines Wissens die Aktion 1 Jahr länger laufen und hat die Aktion nun kurzfristig beendet. Hätte auch sein können, dass es 5 Jahre so weiter läuft. Also bleibt einem nichts anderen über als anhand der aktuell vorliegenden Fakten zu handeln.

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      • @Ex-Studentin

        Du schreibst:“Mein ETF von Comstage hat 20,175% dieses Jahr zugelegt. Und hat somit nur 0,04% Unterschied zum wahren Index.

        Sofern der Steuerfreibetrag von 801€ bereits ausgenutzt wurde, fallen auf die verbleibenden 90€ Gewinn 26,375% Abgeltungssteuer + Solizuschlag an. Wer in der Kirche ist, zahlt weitere 2,25% Kirchensteuer. Von 100€ Kurssteigerung bleiben also 64,3€ bis 90,05€ übrig.“

        Du solltest nicht vergessen die versteckten Kosten des ETF zu berücksichtigen:

        Beim Netto-Index werden mehr Steuern berücksichtigt als man selber zahlen müsste. Es wird immer der Höchstsatz Quellensteuer genommen, also 30% für US-Dividenden statt 15% für z.B. Deutsche Aktionäre oder 35% für die schweizer Dividenden statt 15% etc.

        Wie Du richtig schreibst wird dann der gesamte „Kurs“-Gewinn nach Gebühren beim Verkauf versteuert. Also auch die darin enthaltenen Dividenden für die schon Steuern berücksichtigt wurden.

        Aus Kurs-, Netto- und Bruttoindex kannst Du Dir genau die „wahren Kosten“ ausrechnen. Der Kursindex ist der ohne Dividenden.

        Kommt in etwa ein Viertel der Dividendenzahlungen beim MSCI World bei raus, was deutlich mehr als die 0,04 % ausmacht.

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      • Hi Totti,
        das stimmt wohl. Für mich stellt sich da aber die Frage: Kann ich das überhaupt besser machen? Wenn ich mir die Sparpläne anschaue, egal ob nun von comstage, Lyxor etc. dann handelt es sich ja immer um den Netto-Index, wenn ich mich nicht irre. Da ich meinen Sparplan in Euro bediene, habe ich auch noch das Währungsrisiko mit dabei.

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  2. Hey Jenny!
    Cool, dass du jetzt diese Artikelreihe schreibst. Ich befasse mich erst seit kurzem auch mit ETFs, nachdem ich schon so viel darüber in den Finanzblogs gelesen habe. Jetzt habe ich mich für den MDax entschieden und für den 01.12. auch einen Sparplan bei Consors eingeführt. Über die 1,5 % habe ich mich schon geärgert. Jetzt gibt es noch die DKB und OnVista, die den MDax sparplanmäßig mit 0% anbieten. OnVista gehört aber seit diesem Jahr zur Comdirect, soweit ich weiß und comdirect nimmt auch 1,50 %. Als ich vor Monaten mir einen Broker ausgesucht habe, schloss ich die DKB direkt aus, aber ich weiß nicht mehr so ganz, warum. Deswegen habe ich sie mir nicht nochmal angesehen, aber vielleicht ist sie nochmal einen Blick wert?
    Kurze Zeit später kam Dominiks Artikel raus: http://finanziell-frei-mit-30.de/das-solltest-du-bei-der-depotauswahl-beachten/ und ich habe bei OnVista dann doch kein Depot eröffnet.
    Ich bin auch etwas ratlos. Deswegen bin ich gespannt, was du noch schreibst und wofür du dich entscheidest.
    Eine Frage noch: Wie kommt das denn mit den 18 % ? :O Oder bessere Frage: Wieso sind hier viel kleinere Renditen?: https://www.justetf.com/de/how-to/msci-world-etfs.html Bzw hier stehen nur https://www.justetf.com/de/how-to/msci-world-etfs.html 6,84 %. Das irritiert mich gerade sehr! :O

    Viele Grüße,
    Anna

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    • Komische Angabe. „Da steht Alle Angaben zum MSCI World Index sind per 30.06.2017“ Ist damit vielleicht nur die Entwicklung seit dem Datum gemeint..? Ist seltsam, da muss man wohl justetf fragen, was die einem mit der Zahl sagen wollen.

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  3. Stehe vor der selben Frage – ebenfalls bei der Consorsbank.
    Ich warte da jetzt einfach erst mal noch etwas ab. Bis zum Jahresende ist ja noch Zeit und es wird sich noch zeigen was sich bei Sparplänen tut – zum einen was bei der Consorsbank evtl. in einer neuen Aktion kostenfrei besparbar sein wird, zum anderen was die Konkurrenz in der Hinsicht noch so treibt.
    Meine jetzt kostenpflichtigen Sparpläne werde ich auf jeden Fall beenden. Und ob ich es dann so mache wie mein vorher schon kommentierender Namensvetter und es über die ING-DiBa löse (da bin ich schon Kunde) oder wieder irgendwo über einen (kostenfreien) Sparplan wird sich dann ergeben. Bis dahin halte ich einfach mal die Augen offen was es so für Möglichkeiten gibt…

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  4. Ich bin bezüglich der Gebühren auch ein comdirect-Betroffener. Ich habe vor einigen Wochen ein Depot bei der ING-Diba eröffnet. Zur Zeit gibt es unter bestimmten Bedingungen – innerhalb von 6 Wochen muss man ein Depotvolumen von 5.000 erreicht haben – eine Prämie von 75 Euro geschenkt.
    Bei der ING-Diba sind ETF-Käufe bei rd. 1000 Fonds gebührenfrei – wenn man pro Transaktion mindestens 500 Euro anlegt. Das ist kein Sparplan, der automatisch abläuft, man muss sich selbst kümmern.
    Ob dieses Angebot ewig bleibt – keine Ahnung.

    Zu den zu geringen Renditen: Ein Teil der Erklärung steht schon oben in der Tabelle, Spalte TER – Total Expense Ratio. Diesen Prozentsatz entnimmt der ETF-Anbieter dem Fondsvolumen zur Deckung der Verwaltungskosten etc., das fehlt also schon mal an der Rendite. Zweiter Baustein: Der Fonds kauft und verkauft fortlaufend Wertpapiere (um neue Anlagegelder anzulegen, um den Index zu rebalancieren, um Geld für Rückzahlungen zu haben, …) – dabei entstehen Wertpapier-Transaktionskosten, die kürzen auch die Rendite. Diese Handelskosten werden nicht über die TER abgedeckt. Und es gibt sicher noch mehr Kosten, die mir gerade nicht einfallen. Ganz kostenlos funktioniert auch ein ETF eben nicht.

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    • Ganz kostenlos erwarte ich auch nicht. Es sollte allerdings angemessen sein. Mich stört nicht mal, dass es Geld kostet. Mich stört eher, dass es prozentual ist, obwohl es für die Depotbank keinen Unterschied machen sollte, ob sie 25€ oder 600€ jeden Monat als Sparplan ausführen.

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  5. Hallo Jenny,
    DIe Kosten würden mich jetzt nicht abschrecken, die ETFs weiter zu besparen.
    Ich denke, das die Comdirect da auch noch was auftischen wird, da der Gedanke recht nahe liegt, das die Kunden jetzt zu einem Anbieter wechseln, der keine Gebühr erhebt. Im Endeffekt geht es ja auch um Kundenbindung.
    Ich werde meine überflüssigen ETF
    s, die ich nicht mehr bespare sehr wahrscheinlich verkaufen, damit ich die Vorabpauschale an Steuern 2018 nicht zahlen muss.
    Hatte ja eigentlich vor diese komplett liegen zu lassen, aber das ist mir irgendwie zu doof, dafür eine Vorabpauschale zu zahlen.
    Griß Stefan

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    • Hi smitty,
      ich denke, dass trotzdem viele zahlende Kunden (also die guten Kunden) erhalten bleiben. Dass Leute abwandern, die kaum Geld eingebracht haben, wird die consorsbank nicht stören. Als die Postbank z.B. Kontoführungsgebühren erhoben hat, sind mein Freund und ich aus Bequemlichkeit ebenso geblieben, weil wir an sich auch zufrieden mit der Bank sind.

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    • Hallo Smitty1989,
      hast du dir mal ausgerechnet wie viel du in ETFs investiert haben müsstest, damit die Vorabpauschale überhaupt greift nach Abzug des Freibetrags? Ich sehe dieses Thema mehr als gelassen.
      Viele Grüße,
      Nick

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      • Hallo Nick,
        Mein Freibetrag von 801€ ist seit Jahren schon ausgeschhöpft. Aktuell bespare ich nur noch den MSCI World, EM und EuroStoxx600. Habe zwar noch ein paar ETFs rumliegen, die ich nicht mehr bespare. Mein Depot kannst du hier einsehen: http://www.finanzen-mit-plan.com/
        Ich tendiere mit dem Hintergrund der Besteuerung dennoch zum Verkauf der überflüssigen ETF
        s. Kannst mir ja gerne mal eine Nachricht mit deiner Meinung dazu schreiben.
        Gruß Stefan

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      • Smitty: Wäre es nicht klüger, die Fonds erst nach dem Jahreswechsel zu verkaufen, um von der Teilfreistellung zu profitieren? Die scheint mir in dem ganzen Fondsbesteuerungsreformgejammer immer etwas unterzugehen.

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  6. Ich denke man sollte ganz genau rechnen, ob sich ein Wechsel wg. „einmaligen Ordergebühren pro Sparauftrag“ lohnt. Bei 5% AA mit Sicherheit. Aber bei 1,5% oder 108 EUR pro Jahr? Ob nun 0, 0,5 oder 1,5 das sehe ich als marginal an, da die niedrige TER das auf Dauer weider wettmacht. Immer noch besser als aktive Fonds mit AA und hohen TERs.

    Das klingt wie beim Tagesgeld-Hopping. Für 20 EUR mehr ein neues Konto, Papierkram, PostIDent, Zeitaufwand. (Siehe unten)
    Wie hoch ist der Zeitaufwand dafür? Wieviel könntest Du aktiv (arbeitend) in der selben Zeit verdienen?
    Ist der aktive Verdienst gemessen am Depotwechsel-Zeitaufwand kleiner als der Gewinn (108EUR), dann würde ich ggf. wechseln. Ansonsten nicht.

    Der Zeitaufwand beinhaltet alles: Wechsel einleiten, Briefverkehr da Unterschriften nötig sein werden, neues Depot eröffnen, Sparpläne anlegen, Banken suchen und prüfen ob und was wie (zu welchen Konditionen) bespart werden kann, kontrollieren/überwachen ob alles klappt. Plus subjektive Geschichten, wenn man Einstandskurse o.ä. selbst mitnehmen möchte bzw. solche Daten ggf. selber mit sichern muss / monitoren muss / händisch übetragen muss, damit man einzelne Features nutzen kann, sofern gewünscht.

    Eine Sicherheit das die (neue) Bank B dann nicht auch Gebühren erhebt (in 2 Monaten oder in einem Jahr oder in fünf) ist deshalb trotzdem nicht da. Man sollte abwägen. Es gibt so einen Spruch: Never touch a running system.

    Wichtiger wäre für mich, überhaupt das ETF-Anlageverhikel bzw. den ETF-Anbieter besparen zu können, der mir taugt. Was bringt mir eine andere Bank, wenn ich dort meine Wunsch-ETFs (Art, Umsetzung, Voluemn, Anbieter,…) die zu „meiner“ Strategie passen nicht mehr besparen kann…..?
    So zum nachdenken.

    Je nach Anlagesumme fallen 100 EUR ggf. nicht so ins Gewicht. Auf Dauer sicher schon, dazu gibt es auch beim Finanzwesir genug Berechnungen. Aber generell sind es ab gewissen Spar-Summen nicht mehr die „mal“ 3,50 für den Kaffee sondern die Entscheidung ob 3 oder 5 Zimmer Wohnung inkl. Kosten. Bzw. gebrauchter Kleinwagen oder Nuewagen-SUV. So sehe ich es mit den 1,5% auch. Die sehe ich als „mal“ 3,50 Kaffee. Wichtig ist die passende Wohung bzw. das passende Auto (=ETF und sonstige Kosten).

    Soweit eine spontane Antwort.
    Schönen Samstag.

    K.

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    • Hi K,
      Tagesgeldhopping habe ich bisher nicht betrieben, da mir der Aufwand zu hoch war bzw. ich mein Geld nicht bei dubiosen Auslandsbanken hinterlegen wollte. Zur Consorsbank habe ich allerdings keine emotionale Bindung. Ich war ursprünglich bei der DAB und bin zwangsübergesiedelt. Meine Handlung besteht darin, 1 Klick auszuführen und dann meine Sparpläne laufen zu lassen. Sicherlich ist die Recherche und Depot-Eröffnung nun mit einem gewissen Aufwand verbunden, aber bei 110€ jedes Jahr armotisiert sich der Aufwand für mich sehr schnell.

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      • Ich kann Tagesgeldhopping auch nur bedingt etwas abgewinnen, in der aktuellen Zeit. Deine Argumente kann ich diesbezüglich ebenfalls verstehen und sehe es auch so. Ich habe ja auch ein Tagesgeldkonto bei einer Direktbankaber ein „teueres“ Girokonto bei einer Bank vor Ort, da es anderer Vorteile hat.
        Die prozentuealen Kosten (Sparpläne) finde ich eher fair, für Kleinanleger und für Sparpläne. Bei allem was 500-700 EUR überschreitet macht vermutlich auch eine aktive Handlung ggf. mehr Sinn. Sofern man diszipliniert genug ist, auch in „schlechten Zeiten“ zu kaufen. Trotzdem hat man dann den Vorteil aktiv Rebalancing zu betreiben (beim Kauf) oder jedes mal einen anderen ETF (wenn man mehrere hat) aufzustpcken.

        1,5% von 25 EUR Kaufwert ist etwas anderes als z.B. 25 EUR pauschel Bearbeitungs/Asuführunggebühr unabhängig vom Kaufwert. Bei 25 EUR Kaufwert macht das schon was aus.
        Sparpläne findet man meist nur bei Direktbanken. Meine Bank vor Ort, bietet nur Sparpläne auf die „hauseigenen“/konzerneigenen aktiven Fonds an. Nicht mal die konzerneigenen ETFs werden offeriert, auch nicht auf Nachfrage.
        Dementsprechend kann ich das Preismodell nachvollziehen und würde es wahrscheinlich genauso machen. Einfach und man muss nicht rumrechnen mit Staffelpreisen o.ä. So finde ich es transparent.

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      • marginal:
        https://www.comdirect.de/pbl/member/formcenter/download/f_pl_of.pdf?redirected=323735&ePdfInstance=73901&ePageId=cori7105&pdf=&name=&combined=true

        Seite 9 (C. Preise für Wertpapierdienstleistungen für Privatkunden):
        1000 EUR Anlagesumme Einzelorder (kein Sparplan):
        4,90 EUR (aber mindestens 9,90 EUR(bis 2.000 EUR Ordervolumen)
        9,90 EUR) + 0,25% des Ordervolumens + börsenplatzabhängiges Entgelt (min. 1,50EUR)
        => 9,90 + 2,50 +1,50 = 13,90 EUR

        Hypothetische 1,5% über die hier diskutiert wird = 15 EUR

        Ergo: Eventuell 1,10 EUR gespart. Die kann man dann so richtig auf den Kopf hauen.

        Beispiel Einzelaktienkauf im September( Angabe in ganzen Stücken nötig):
        Kauf: 677,60
        comdirect Provision 7,90
        comdirect Börsenplatz-Entgelt: 2,50
        plus fremde Entgelte (var. Börsenspesen): 3,00
        Abrechnungsbetrag: 691,00 EUR

        Kosten = 13,40 EUR = 1,97%
        wenn ich den Börsenplatz ggf. anders wähle lassen sich die fremden Entgelte ggf. reduzieren. Das senkt nochmal die 1,97% ab.

        Beispiel ETF-Kauf (ab 500 EUR möglich, Angabe in ganzen Stücken nötig) abseits der Sparpläne / Einzelkauf ETF/Fonds im Juni:
        Kauf: 555,89 EUR
        Provision: 9,90 EUR
        comdirect Börsenplatz-Entgelt: 1,50
        Abrechnungsbetrag: 567,29 EUR

        Kosten = 11,40 EUR = 2,05%

        Sparpläne:
        kein Grundentgelt, Orderprovision 1,50 % des Anlagebetrages
        (Sparpläne aber nur bis ich glaube 500 EUR Volumen)

        Bsp: Sparplan 40 EUR auf einen ETF im September (ich besparer aber mehrere):
        => Kauf 39,39 EUR plus comdirect Orderprovision 0,59 EUR
        => Abrechnungsbetrag 39,98 EUR
        (die 40 EUR Vorgabe von mir als Kunden dürfen ja nicht überschritten werden)

        Ich zahle lieber 10 oder 17 EUR anstatt die Order-Preise meiner Bank vor Ort und die Option auf keine (bzw. nur institutsbezogene) Sparpläne.
        (1%, min. 25 EUR bzw. bei einem Online-Depot 10 EUR). Plus Börsenplatzabhängige Entgelte.
        Organisationsfremde Fonds usw. werden nochmals anders bepreist. Auch beim Verkauf.

        Bei meiner lokalen Bank wären es 10-25 EUR pauschal bis xxxx EUR plus Börsenplatzabhängige Entgelte. Die lokale Bank hat (trotz nicht gerade günstiger Kontoführungsgebühren) andere Vorteile, wie ein Schließfach oder eine guten Ansprechpartner. Ausserdem das Gefühl lokal etwas zu tun (Arbeitsplätze). Und im Fall das Falles kann ich dort vor der Tür oder dem Tresen stehen.
        Vermögensaufbau/Rente-„Sparen“ geht aber woanders besser wg. den Kosten und der noch konservativen Angebotspalette, deswegen habe ich Tagesgeld und Depot jeweils woanders.

        Wer Rechenfehler findet möge sie bitte korrigieren und entschuldigen.

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      • Bei uns ist es so, dass wir nur Online-Banking nutzen. Als Nomade bringt eine lokale Bank nur Nachteile. Als ich meine Karte der Sparkasse verloren hatte, war ich aufgeschmissen, weil meine Bank 250km weiter war. Bei anderen Sparkassen war nichts mit Geld am Schalter abheben. Musste schriftlich eine neue Karte beantragen (oder sogar persönlich hinfahren?) und dann neue Karte + Pin abwarten. Das war ein komisches Gefühl. Hatte zum Glück noch ein paar Euro Bargeld, sonst hätte ich mir was leihen müssen. Bei der Postbank kann ich hingegen in jede Filiale, wenn was wäre. Da ich seit dem umgezogen bin und auch noch ein paar Mal umziehen werde, ist das aktuell die richtige Bank für mich. Mein Freund und ich zahlen dort 8€ im Monat für 3 Konten für reines Online-Banking.

        Auch mein Depot führe ich gerne Online. Auch da wären feste Kontoführungsgebühren für mich ok, aber das Recht Angebote zu vergleichen sollte man immer in Anspruch nehmen. Sei es beim Stromanbieter, Fitnessstudio, Arbeitgeberwahl etc.

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  7. Also auf Einzelaktien umsteigen würde ich nur raten, wenn man sich den zeitlichen und fachlichen Aufwand der Titelauswahl geben will und zutraut. Außerdem verringert die Investition in Einzelaktion die „psychologische“ Distanz zu seiner Anlage, denn man fiebert viel stärker mit „seinen“ Titeln und dessen Nachrichten mit (positiv und negativ), und könnte evtl. sogar Hauptversammlungen besuchen.
    Gibt es eigentlich auch irgendwo kostenlose Sparpläne auf Einzelaktien?

    Wenn man bisher ETF-Sparpläne hatte, die nun kostenpflichtig werden, dann würde ich die bestehenden Anteile auf keinen Fall verkaufen. Der Bestand kann ja kostenfrei bestehen bleiben.
    Die Alternativen sind m.E., auf andere ETFs bei seiner aktuellen Bank umzuschwenken, die zukünftig kostenlos besparbar sind. Vielleicht hat sich ja inzwischen auch die verfügbare ETF-Auswahl geändert, also weil die Abbildungsmethode oder die TER geändert wurde.

    Die andere Möglichkeit ist natürlich, bei einem anderen Broker weiterzusparen. Depoteröffnung ist heutzutage sehr leicht und schnell, allerdings kann es für manche Sparer gefühlt nachteilig sein, mehrere Depots zu haben und das unübersichtlich finden.

    Ein immer wieder guter Tipp ist es, zur ING-DiBa zu gehen, wo ETF-Sparpläne zwar 1,75% kosten, aber im Einzelkauf ab 500 Euro kostenfrei zu kaufen sind. Das ist dann halt kein automatisches Sparen mehr, sondern man muss sich im Griff haben, die regelmäßigen Käufe auch wirklich zu machen und nicht auf niedrigere Kurse zu warten 😉

    Ich persönlich hatte mal mit ETF-Sparplänen angefangen, bin aber mittlerweile bei einer Mischung aus ETF-Einzelkäufen (DiBa) und Einzelaktien.

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    • Ich habe gerade in gemischtes Depot, aber mit Hauptbestandteil EFTs. Bei meiner jetzigen Depothöhe von rund 20k wäre eine auf Einzelaktien basierende Strategie so langsam denkbar. In der Theorie zumindest. Praktisch sind mir ETFs lieber. Kostenlose Sparpläne auf Einzelaktien sind mir nicht bekannt, habe mich bisher aber auch nicht danach erkundigt und halte von dem Konzept auch nicht so viel. Zu geringe Diversifikation, wenn man wenig Geld auf 1 Unternehmen setzt.

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  8. Hallo Jenny,

    „Wisst ihr, wieso der ETF dem Index so stark hinterherhinkt…“

    Tut er nicht. Äpfel und Birnen – und so 😉

    Auf der von Dir verlinkten MSCI-Seite kannst Du Dir die Euro-Net-Kurse holen:
    04.11.2016: 210,825
    03.11.2017: 253,446
    https://www.zinsen-berechnen.de/zinsrechner.php?paramid=iqua0jhse8
    Rendite: 20,216%
    (Hast Du vermutlich auch so gemacht!)

    Holt man sich die Euro-Kurse von Deinem Comstage-ETF z.B. hier:
    https://www.onvista.de/etf/COMSTAGE-MSCI-WORLD-UCITS-ETF-I-USD-ACC-ETF-LU0392494562
    04.11.2016: 40,703
    03.11.2017: 48,915
    https://www.zinsen-berechnen.de/zinsrechner.php?paramid=bkusj8tx7b
    Rendite: 20,175%

    -> Abweichung 0,04%

    Also, die goldene Regel anwenden: NIEMALS Angaben von Drittanbietern wie JustETF glauben – Renditen selbst nachrechnen, Replizierungsangaben, Domizilangaben, etc. IMMER auf der Anbieterseite überprüfen.

    Ergo: Alles gut ;-)!

    „Seid ihr auch von dem Sparplan-Problem betroffen?“

    Nein, ich kaufe immer per Einmalanlage. Wer wie Du nur wenige ETFs hat und z.B. 10€ Anlagekosten hat, sollte auf dem Tagesgeldkonto mehrere Monate lang Geld ansparen, bis er z.B. 2000€ pro Kauf zusammen hat und dann investieren – dann beträgt die Kostenquote nur 0,5%. Wer halt nur 25€ im Monat anlegen kann/möchte, braucht dann natürlich ewig bis zu der Grenze. Aber mit 25€ lässt sich auch keine Altersvorsorge aufbauen – ist leider so. Oder man betreibt Anbieterhopping und sucht sich immer wieder raus, was denn gerade unterstützt wird. Soweit ich weiß, bietet die Ing-Diba doch ETF-Käufe(!) ab 500€ kostenfrei an. Das wäre doch auch schon eine Alternative, oder? (Aber auch die Aktion kann natürlich irgendwann enden…)

    Liebe Grüße
    Dummerchen

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      • Hallo Jenny,

        „Wer weiß, wie viel Geld die dafür bekommen“

        Keinen Cent, die bezahlen Drittanbieter für den Feed. Ich kenn das Problem noch von Yahoo Finanzen. Da hast Du diesen riesigen Feed und musst den parsen und auf Dein System umsetzen. Irgendwo vorne in der Nahrungskette (an der Börse, wo die Kurse entstehen) gibt’s ein Systemupdate. Dabei ändert sich die Bezeihnung eines DB-Feldes. Das hat keiner auf dem Schirm, weil es für die Börsen-ITZ irrelvant ist.
        Und schon zieht sich das durch die ganze Kette. Irgendwann merkt das einer und dann geht das gefluche los und die IT macht sich fieberhaft auf die Suche nach dem Fehler. Geschäftsführerr: Wir hatten jetzt 3 Wochen die falschen Zahlen, das muss jetzt in der nächsten Stunde abgestellt werden. Jedes Kettenglied stellt fest: Wir sind’s nicht, wir haben nichts geändert. Die Folge: Hektische Telefonkonferenzen aller Beteiligten, bis schließlich der Fehler gefunden ist.
        Glaub mir: Diese Monsterfeeds fehlerfrei von A nach B zu bringen ist die Pest!
        Jeder würde einen Haufen Geld bezahlen, wenn man sich damit 100% Fehlerfreiheit erkaufen könnte.
        Die Vorstellung, dass das einer sitzt und manuell die Werte eines einzigen ETFs manipuliert ist Aluhut 😉

        Gruß
        Finanzwesir

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  9. Ich bin bei der Diba. Dort kann man ab 500 Euro kostenlos über Tradegate eine Menge ETF kaufen. Das ist eine gute Alternative zum Sparplan, auch wenn man dann vielleicht nur alle 2-3 Monate kauft. Inzwischen sind auch ein paar der seit kurzem in Deutschland handelbaren Vanguard-ETF dabei. Die sind sehr günstig und gerade im amerikanischen Raum ist Vanguard sehr beliebt, weil sie als besonders vertrauenswürdig angesehen werden. Es gibt zwar keinen MSCI-World, aber einen vergleichbaren FTSE-Index.

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      • Vanguard hatte Tim Schäfer in den letzetn Jahren des öfteren in seinem Blog erwähnt und auch mal John Bogle den Gründer getroffen.
        Aus dem Stegreif: John Bogle hat die Indexfunds erfunden. Quasi das US-Vorbild für unsere ETFs. Geringe Gebühren.
        Vanguard ist sehr kundenorientiert und zumindest die Vanguard-„direkt“-Kunden sind automatisch Miteignentümer von Vanguard. Dementsprechend arbeitet Vanguard der Verlautbahrung nach eher kostengünstig und nciht so stark (für sich selbst) gewinn orientiert in Bezug auf Kosten und Gebühren.
        Bei Tim finden sich viele Artikel dazu, deshalb ausnahmsweise mal so, auch wenn es mir eigentlich widerstebt: https://www.google.de/search?q=tim+schäfer+john+bogle

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  10. Dauerhaft kostenlos kann kein Angebot eines Direkt-Brokers sein, die müssen ihr Geld damit verdienen das Kunden handeln.

    Bei der Comdirect kann man auf zwei Weisen Aktien / ETFs kaufen, per Sparplan (Kostenquote 1,5% egal welcher Betrag) oder per manueller Order (Kosten zwischen min. 10€ und max. 60€). Ich hab des mal in eine Tabelle gekippt:

    https://docs.google.com/spreadsheets/d/1970d8Te6VmH94qLvnoNqE2uQbsLjpBhAm_MTAsbV_1I/edit#gid=0

    Beispiel
    50€ anlegen kosten 10€ per manueller Order, 0,75€ per Sparplan.
    700€ anlegen kosten 10€ per manueller Order, 10,50€ per Sparplan.
    1000€ anlegen kosten 10per manueller Order, 15€ per Sparplan.

    D.h. bei der Comdirect macht es aktuell Sinn bis 700€ einen Sparplan zu nutzen, danach ist die manuell Order günstiger.

    Finanzwesir und Kommer haben beide argumentiert, was Dummerchen schon geschrieben hat. Ohne günstigen Sparplan 1000€-2000€ ansparen und dann manuell ordern.

    https://www.finanzwesir.com/blog/brokerwahl

    Aber mal davon ab, der Sparplan ist dafür da, dass man in der Krise trotzdem kauft und dass man einfach das ganze Jahr nichts machen muss, nicht mehr aktiv sein, nicht nachdenken. Die Hürde in der Krise in fallende Kurse zu kaufen ist sehr groß. Das Ende der kostenlose Aktionen kann doch nicht deine Anlagestrategie über den Haufen werfen?

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    • Nein, so schlimm wird es auch nicht werden. Ich werde weiterhin 2-gleisig fahren. ETFs als Hauptbestandteil und ab und zu ein paar Einzelaktien. Nur Einzelaktien sind nichts für mich – da habe ich viel zu wenig Ahnung von und zugegeben, auch gar keine Lust zu. Bin aber mal gespannt, was sich durch die Steuerreform ergibt. Die stört mich schon ein wenig. Wenn ich Aktien kaufe, muss ich die Kurssteigerung ja auch nicht besteuern.

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    • Hallo HerrPfeffer,
      hilfreiche Tabelle! Aber, kommen bei den manuellen Orders denn nicht noch ein börsenplatzabhängiges Entgelt (Dieses beträgt am Börsenplatz Xetra 0,0015 %, mindestens 1,50 Euro, an den übrigen Börsen 0,0025 %, mind. 2,50 Euro.) dazu, also im günstigsten Fall 9.90 plus 1.50? Wollen Sie ihre Tabelle noch dahingehend updaten?

      Hallo Ex-Studentin
      Bei manuellen Orders plädiere ich dafür, nicht monatlich sondern Quartalsweise (oder bei kleineren Beträgen sogar halbjährlich) zu ordern. Das senkt die Kosten deutlich und kaum aufwendiger als Sparplan plus 1x jährliches Rebalancing (Führe ich bei manuell Ordern einfach 1x jährlich gleich mit aus falls nötig). Da kommt man zB bei einem 500€ MonatsBetrag auf 0,76% (1x Quartal) bzw 0,41% (halbjährlich) Kostenquote und die Rendite ändert sich real nicht merklich im Vergleich zum monatlichen Kauf. Das genannte gilt für die Comdirect zum jetzigen Zeitpunkt.

      Bei der Ing-Diba ist es zum jetzigen Zeitpunkt 9,90€ plus: börsenplatzabhängiges Entgelt Xetra 1,75€ und bei anderen Plätzen 2,50€ plus variable Courtage bzw. Handelsentgeld.

      Beim werbeträchtige ‚kostenfreien‘ Direkthandel der Ing-Diba ab 500€ muss unbedingt auf den Spread geachtet werden. Der tritt nach meiner Beobachtung teils selbst zu Öffnungszeiten auf und außerhalb sollte besser nicht gehandelt werden. Der Spread ist schnell teuer. Das ‚kostenfrei‘ ist mE. also eigentlich nicht wirklich zutreffend und sollte richtiger ‚gebührenfrei‘ heissen. 😉

      Hallo Alle,
      Lasst Euch von den Prozentbruchteilen nicht verrückt machen. Irgendwann steht ein Verkauf des Depots zur Debatte (Gebühren?) und die Entscheidung über die Immobilien- und Nachwuchs- bzw. wie-viele-Std.-arbeite-ich noch Fragen. Da gehts dann erst wirklich um die relevanten Beträge.

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      • Hi 42sucht21,
        mit dem quartalsweisen Sparplan bin ich auch am überlegen. Prinzipiell eine Option, aber theoretisch kann einem dadurch eine Kurssteigerung durch die Lappen gehen. Bei 20% plus im Jahr sind das rund 1,5% Kursteigerung im Monat. Wenn ich keinen Denkfehler habe, wäre die Kurssteigerung in der Theorie also höher als die gesparten Gebühren.

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      • @Ex-Studentin
        Dann müsstest du aber auch den Sparplan so legen, dass er eher auf den 7. oder 24. eines Monats fällt, da sonst die monatlichen Geldzuflüsse schnell mal die Preise für die ETF Anteile am falschen Tag hoch treiben können. Zudem die miserablen Uhrzeiten an denen dann auch noch gekauft wird (bei den Comstage ETFs hier sogar viel zu früh, wenn noch nicht einmal alle Börsen aufhaben).

        Ein Sparplan ist definitiv der falsche Weg, wenn einen 1,5% hier und da stören.

        Wenn es wirklich die Einfachheit ist die hier den ganzen Kopfschmerz bereitet, dann kauf bei deiner Sparrate jeden Monat den Vanguard All World FTSE (WKN A1JX52) bei ING Diba für 501€ und vergiss den ganzen Trubel.

        Wenn die Aktion ausläuft, machst du bei Onvista ein Depot auf und kaufst ihn für 6,50€ Fixpreis. Das sind 1,3% von 500€. Immernoch weniger als die 1,5% des Sparplans und dann wirst du ja sehen ob du nicht doch alle 3 Monate kaufen wirst oder nicht.

        Bis dahin wird ohnehin eine Gehaltserhöhung eingetrudelt sein, dann kannst du ja die Hälfte der Gehaltserhöhung nochmals auf die Sparrate legen und die Kosten weiter drücken. Nie vergessen, eine höhere Sparrate in jungen Jahren ist wesentlich ausschlaggebender als irgendwann mal wenn Aktionen auslaufen irgendwo ein bisschen mehr an Kosten zu haben.

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  11. Hallo Jenny,

    das Problem habe ich auch. Vor Jahren bot comdirect iShares-ETF für umme, hab ich gern genommen, die wurden dann kostenpflichtig, da bin ich auf die comstage umgestiegen.
    1) Ich würde jetzt einfach mal locker durchatmen und nicht in Torschlusspanik verfallen. Die ETF-Welt geht nach dem 1.1. nicht unter. Ende Januar, Februar oder vllt. im März wird comdirect ETF anderer Anbieter für 2 Jahre kostenlos bewerben!!! Da der Index der gleiche ist, bespar doch einfach die. Auch wenn die Gebühren u.U. ein paar Hundertstel höher sind, du sparst den AA.
    2) Dein Depot wird kostenlos geführt, oder? Dein Girokonto auch, du hast keinen Kredit bei der comdirect laufen, oder? Sei ehrlich, von was genau soll die comdirect bitte den Kundenservice, die IT, v.a. die IT-Sichetheit, Ihre Verwaltung und all das andere drumherum bezahlen, was ja der Grund ist, warum du dort hingegangen bist??? 108€ im Jahr sind nichts im Vergleich zu dem, was dir da geboten wird!
    Bei all dem Streben nach finanzieller Freiheit sollten wir doch maßvoll bleiben und nicht in Geiz verfallen, oder?
    Was machen deine Ausgaben für Spenden fur wohltätige Zwecke? 😉

    Gruß, Markus

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    • Hi Markus,
      dass eine Bank von irgendwas leben muss, ist mir bewusst. Bisher hat sie vielleicht 20€ durch Aktienkäufe durch mich bekommen. Mich stört eher, dass es prozentual ist. Wegen 1,50€ würde ich nichts sagen, 1,5% stören mich aber schon, weil es letztlich ein vergleichbarer Aufwand ist, ob man einen Kunden mit 25€ Sparplan hat oder einen mit 600. Spenden tue ich nach wie vor nur Blut. Wann hast du mit Geldspenden angefangen?

      Nachtrag: Doch, habe letztens gespendet. 50€ für Jugendliche in Namibia. Mein Opa hat eine Box an seinem 80. Geburtstag aufgestellt und sich Geldspenden gewünscht. Meine Tante fliegt 1 – 2 im Jahr für längere Zeit runter und unterstützt dort.

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  12. Hallo Jenny,

    ich habe vor kurzem erfahren, dass ETF-Sparpläne bei der Consorsbank immer zwischen 8 Uhr und 8:30 Uhr an der Börse München ausgeführt werden. Das allein wäre für mich ein Grund, keinesfalls einen ETF-Sparplan bei der Consorsbank einzurichten. Dadurch dass die wichtigen Referenzbörsen (XETRA und v.a. NYSE und NASDAQ) zu dieser Zeit noch gar nicht geöffnet sind, bekommst du einen schlechteren Spread. Das kann selbst bei MSCI World und EM durchaus 0,2% bis 0,4% jedes Mal ausmachen, schätze ich. (verschenktes Geld)

    Viele Grüße,
    Stefan

    PS: Da ich bisher nur in einzelne Unternehmen investiert habe, weiß ich allerdings nicht, wie hoch die Spreads bei ETFs zu den verschiedenen Uhrzeiten und an den verschiedenen Handelsplätzen sind. Müsste man mal nachschauen.
    Bei einzelnen US-Unternehmen macht es auch schon mal 1 bis 1,5% aus, zu welcher Zeit man ausführt. (je nach Unternehmen usw.)

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      • Uhrzeit (sofern beeinflussbar / möglich / wählbar) und am besten noch Börsenplatz. Also wg. der Uhrzeit mache ich mir wenig Gedanken. Da müsste ich ja jedesmal nachfragen wann bzw. wie schnell tagsegültige Order ausgeführt werden.
        Börsenplatz je nach Aktion, ansonsten Tradegate, das hat sich als günstig erwiesen. So ist zumindest mein Eindruck. Sofern man den Börsenplatz überhaupt wählen kann. ETF-Einzelkäufe sind ggf. auch nur über einen bestimmten Börsenplatz (inländisch) möglich.

        Die Frage ist, ob der mögliche größere Spread uhrzeitbedingt den Aufwand wert ist, bzw. ab welchen Anlage-Summen es Sinn macht sich darüber Gedanken zu machen oder ob das ggf. vernachlässigbar ist?

        Da gibt es sicher auch kluge Köpfe die das ausrechnen können (Stefan / Dummerchen / Couponschneider / …)

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      • Man sollte sich über das Gedanken machen, was einigermaßen beeinflussbar ist. Ich habe keine Ahnung, wann andere ETFs ihre Order ausführen.

        Der Blog vom Couponschneider wurde übrigens leider gelöscht. Ist schon seit mindestens einer Woche so..

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      • Das mit dem Couponschneider-Blog habe ich noch gar nicht bemerkt. Schade. Aber naja. Er wird seine Gründe habe und es war ja auch mal eine Andeutung da.
        Ich konnte seine Rechnungen zwar nicht immer nachbilden, aber er konnte sowas immer gut zerlegen bzw. darstellen.

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  13. Wir steigen auf den ARERO um. Sind zwar 0,25% mehr, aber die Kosten für die alten ETF von comstage sind da wesentlich höher. Der ARERO ist aber generell ohne Gebühr zu beaparen. Wie haben keine Lust ständig Aktionen abzuwarten. Außerdem ist es nur noch 1 ETF statt 5. Als Ergänzung behalten wir noch einen Immobilien / REID ETF mit max 10%. Der Rest wird verkauft. So haben wir Aktien, Renten, Rohstoffe und Immobilien.

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    • Also die Kosten von 1,5% für die Order meinte ich die ab Januar bei comdi leider anfallen soll. Diese fällt bei ARERO nicht an weil Dr. Weber dies ausgeschlossen hat.

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      • Hallo Micha,
        es ist Dir natürlich selbst überlassen, wie Du das Problem für Dich löst, aber dass Einmalkosten und wiederkehrende Kosten unterschiedliche Effekte haben, muss Dir bewusst sein. Ich würde tendentiell eher höhere Kaufkosten akzeptieren als langfristig höhere laufende Kosten.
        Beispiel
        Anlage A: Einmalkosten von 1,5%, Rendite 7%
        Anlage B: Einmalkosten von 0%, Rendite 6,75%
        -> Nach rund 7 Jahren hat der Vermögensstand von Anlage A die Anlage B überholt.
        LG
        Dummerchen

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      • Aus dem Kopf würde ich mal sagen, das ich schon immer 1,5% pro ETF-Sparplan-Order bei der comdirect zahle.
        Wieso 1,5% „erst“ ab Januar? Ist doch schon jetzt so, von wechselnden Aktion-ETFs abgesehen.

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      • Ich würde mal behaupten, dass die Standard-Kombination MSCi World Emerging Markets die letzten Jahre das Allheilmittel war und immer irgendwo kostenlos bespart werden konnte. Somit werden 1,5% nicht als Normal empfunden.

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      • Kann ich verstehen. Vor 10 Jahren oder 20 Jahren waren aktive Fonds vielleicht als „Allheilmittel“ bekannt, nachdem man mit der EInzelaktienauswahl nicht so toll fährt als Kleinanleger und Bias und und und.

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      • Der Argumentation von Dummerchen kann ich mich nur anschließen.
        Wie hat Dr. Weber die Orderprovision ausgeschlossen? Und ist garantiert das dies auch so bleibt und nicht nur temporär so ist?
        Die comdirect macht das (keine Orderprovision wie von dir benannt) sicher auch nicht einfach so und verzichtet auf Einnahmen. Ggf. gibt es andere Arten von Rückvergütungen aus der Fonds-Ebene?
        Wenn es so wäre(!), dann wären wir wieder beim Dummerchen-Kommentar, da kosten auf Fonds-Ebene sich eben langfristig auswirken.

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  14. Bin zwangsläufig bei der Consorsbank (von der tollen DAB kommend 😦 ). Und mich stört das Auslaufen der Sparpläne auch. Letztens stand da noch bis 2019 und ich hatte mich gefreut und dann sowas…

    Wüsste jetzt auch nicht wohin ich soll, außer zur ING-Diba. Dann muss ich aber alles manuell machen und kann den MSCI World und EM nicht gleichzeitig besparen, sondern müsste das dann wahrscheinlich abwechselnd machen.

    Naja mal sehen…

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    • Ja, ich hatte mich da auch noch vor Kurzem entspannt zurückgelehnt, weil da ein andres Datum stand.. Aber so isses nun. Es wäre nicht so schlimm, wenn ich nicht gedacht hätte, dass ich die eierlegende Wollmilchsau gefunden hätte.

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  15. ebase bietet auch sehr gute Konditionen pro Jahr. Man muss dafür aber die jährliche Depotgebühr in Kauf nehmen und es für jede Sparplanhöhe und Zusammenstellung ausrechnen ob es günstiger ist.

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  16. Hallo Jenny,
    ich bin ja nicht die allererste Referenz mit meiner Miniposition World ETF, aber vielleicht ein paar Gedanken dazu.

    Vorab: 1,5% Gebühren finde ich heutzutage nicht mehr akzeptabel. 1,95% hatte ich 1984 bei meinen ersten Aktienkäufen und da war es gerechtfertigt, weil viele Sachen manuell und mit mehr Personen abgewickelt wurden.

    Grob gesagt würde ich deine Position 1 + 4 wählen. Verkaufen würde ich deine bestehenden Positionen bei Consors auf keinen Fall, da wie Du richtig schreibst unnötige Steuern anfallen. Sollte Consors für bestehende Positionen auch diese Gebühren einführen, was ich nicht glaube, dann Umzug der ETFs zu anderem Broker. Zu Consors muß man nicht loyal sein. Die sind nur loyal zu Neukunden, da sie denen besssere Konditionen durch Angebote geben. Also an deiner Stelle erster Schritt: Den Sparplan bei Consors nicht weiter ausführen, aber die Positionen stehen lassen. Ich habe u.a. meinen ETF auch bei der Consors und ändere das nicht, solange sich nicht die Gegebenheiten verändern.

    Dann mal eine grundsätzliche Überlegung: Wenn Du 600 € monatlich sparst, dann bist Du schon außerhalb der Regionen, einen Sparplan zu bedienen. Alleine die krummen Anteile sind furchtbar, weil sie beim Verkauf fast wertlos sind. Ich habe den Spaß z.B. bei Aktiensplits mitgemacht, wo dann am Ende 0.25 Anteile oder was weiß ich stehen bleiben. Abzüglich der Verkaufsgebühren ist so gut wie nichts übriggeblieben. Umzug ist extrem unflexibel und durch den ich nenns mal Panikverkauf unnötig teuer.

    Das heißt, ich würde grundsätzlich erwägen, ausschließlich ganze Anteilezu kaufen. Evtl. nicht jeden Monat, sondern alle zwei Monate. Ich habe z.B. ein zweites Depot bei Lynxbroker und selbst Aktienkäufe liegen bei 500 EURO bei etwas unter 1% -> dort ist die Minimalgebühr 5 $. Mach ich nicht, ich kauf fast immer ab 1.000 EUR oder höher ein, da liege ich effektiv bei 0,5% oder darunter. Die Konditionen für ETFs kenne ich nicht, aber da kann man einiges kaufen. Nach der Installation der Software war sogar ein komplett voreingestellter Reiter mit den unterschiedlichsten ETFs eingefügt. Ich persönlich mag Blackrock-Aktien aber lieber :).

    Das hieße, ein neues Modell bei einer Bank, die gute Konditionen bei Kauf von ganzen Positionen ETFs anbieten. Daneben wegen der neuen Steuergesetzgebung auf auszahlende umstellen. Ich habe mich nicht ganz genau damit befasst, weil die Aktien gleich bleiben. Da bitte genauer informieren oder die Profis wie Finanzwesir oder Dummerchen fragen.

    Ich bin insgesamt sehr achtsam, was Gebühren betrifft. Die 1,5% tun wirklich weh, auch wenn sie einmalig sind (falls man nicht verkauft). Und es summiert sich über die vielen Jahre kolossal. Bei Gebühren darf man ruhig geizig wie Dagobert Duck sein, solange man günstige Anbieter findet. Ich bin nicht für das Wohl und Wehe von Kreditinstituten verantwortlich. Die filetieren mich genauso, wenn siees andersherum können. Also hier keine übergroße Nachsicht.

    Wahrscheinlich wäre es am besten, immer zwei Monate zu sparen und dann anlegen. Der Aufwand ist nicht viel höher. Ich kaufe jeden Monat Aktien und der eigentliche Kaufaufwand ist bei 2 – 4 Positionen minimalst. Das Finden von Einzelunternehmen entfällt ja, es bleibt beim ETF nur der Kaufaufwand übrig, wenn man seine Lieblings-ETF gefunden hat.

    Grüße
    Oliver

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    • Über diese blöden Bruchstücke gehe ich in Teil 2 ein. Eine Schließung des Depots halte ich auch nicht für sinnvoll. So lange keine Kontoführungsgebühr eingeführt wird, sehe ich keinen Vorteil in einer Schließung. Es gibt zwar ein paar nette Prämien bei anderen Anbietern, aber man muss ja nicht jeden Stress mitmachen. In 2 Jahren ist vielleicht die consorsbank der Anbieter schlecht hin. Ich sehe ein, dass ein Bank Kosten hat (Server / PCs etc), aber wie du sagst: Der Rest läuft automatisiert ab. Da hockt vielleicht gerade 1 ITler im Serverraum, 1 Webentwickler bastelt an der Homepage und der dritte beantwortet Emails überspitzt formuliert.

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  17. Hi Jenny,

    ich bin in genau der gleichen Situation wie du. Ich möchte schon aus Prinzip nicht die 1,5% Gebühren zahlen. Ich bespare 2 von Comstage bei Comdirect.
    Im Januar muss ich hier auch 1,5% lassen…

    Über folgenden Link kann man die kostenlosen ETFs bei Comdirect anzeigen lassen. Vielleicht gibt es ja ab Januar ein Pendant zum Comstage 😉

    https://www.comdirect.de/inf/etfs/selector/trefferliste.html?PERFORMANCE_COMPARATOR=gt&MAX_PCT_MANAGEMENT_FEE_COMPARATOR=lt&CORRELATION_PERIOD=CORRELATION_1Y&ISSUERGROUP=&ISSUERGROUP=&CURRENCY_ID=&MAX_LOSS_PERIOD_PERIOD=MAX_LOSS_PERIOD_1Y&MAX_LOSS_PERIOD_VALUE=&PERFORMANCE_VALUE=&TOTAL_EXPENSE_RATIO_VALUE=&ABBILDUNGSART=&MAX_DRAWDOWN_PERIOD=MAX_DRAWDOWN_1Y&TYPE_OR_INDEX=TYPE&RELATIVE_RETURN_COMPARATOR=gt&CORRELATION_VALUE=&MAX_DRAWDOWN_COMPARATOR=gt&TYPE_CAPITALISATION=&RELATIVE_RETURN_VALUE=&MAX_LOSS_PERIOD_COMPARATOR=gt&ID_INSTRUMENT_BENCHMARK=&TRACKING_ERROR_PERIOD=TRACKING_ERROR_1Y&MAX_DRAWDOWN_VALUE=&ID_INVESTMENT_FOCUS=&ACTIONFUNDS=true&COUNTRY_OF_ORIGIN=&VOLUME_FUND=&PRESELECTION=SPARPLAN&TOTAL_EXPENSE_RATIO_COMPARATOR=lt&VOLATILITY_COMPARATOR=gt&TRACKING_ERROR_VALUE=&FUND_AGE=&TRACKING_ERROR_COMPARATOR=lt&RELATIVE_RETURN_PERIOD=RELATIVE_RETURN_1Y&CORRELATION_COMPARATOR=gt&PERFORMANCE_PERIOD=PERFORMANCE_1Y&FUND_TYPE=&MAX_PCT_MANAGEMENT_FEE_VALUE=&VOLATILITY_PERIOD=VOLATILITY_1Y&INDEXWAEHRUNG=&VOLATILITY_VALUE=&keepCookie=true&SORT=TOTAL_EXPENSE_RATIO&SORTDIR=ASCENDING

    Ich werde falls es da nichts passendes gibt entweder noch ein Depot bei der Diba eröffnen oder die Anteile über einen Broker mittels normaler Order kaufen. So ganz glücklich bin ich mit der Option auch noch nicht. Verkaufen werde ich auf jeden Fall keinen Anteil.

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      • Hallo zusammen,

        habe nun fast alle Kommentare gelesen und irgendwo nur ne Andeutung…was spricht denn konkret gegen onvista?
        mit dem FreeBuy-Depot gratis sparpläne ausführen (beim Verkauf fallen allerdings Kosten an) und bei genug Geld im Depot jeden Monat free buys auf amerikanische Aktien bekommen klingt doch Klasse. Ich habe das Geschäftsmodell interpretiert, dass sie z.B. Bei der Weiterleitung von hauptversammlungseinladungen abkassieren.

        und zu den Bankenkosten:
        Banken finanzieren sich schon seit jeher über das geben von Krediten und den zinsspread. Außerdem sind inzwischen ja negativzinsen vorhanden…

        also kann ich das einführen von kontoführungsgebühren, bzw. Das Argument für die Verteidigung selbiger, nur bedingt verstehen.

        ich bin seit Juni bei onvista und seither sehr zufrieden. Transparent, kundenorientiert, einfach.

        Grüße,
        Michael

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  18. Hi, so wie ich die Kosten de dkb verstanden habe kostet da eine sparplansusführung immer 1,50€, dass heißt ab 101€ wäre das günstiger als die 1,5% bei der consorsbank.

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  19. Die Kauf- und Verkaufsgebühren sind schon eine ärgerliche Sache. Meiner Meinung nach, ist das Ausweichen auf ETFs, welche in Aktionen angeboten werden, keine nachhaltige Lösung. Viele Aktionen laufen viel zu kurz und sind gerade bei langen Ansparphasen eher unpraktikabel.

    Viel sinnvoller erscheint mir, eine Depotbank zu suchen, welche eine feste Ausführungsgebühr des Sparplans anbietet. Wenn man dann den Sparplan z.b. nur alle 3 oder 6 Monate, dafür mit höherer Sparrate, ausführt, kann man die Ausführungsgebühr des Sparplans doch deutlich unter einen Prozent drücken.

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    • Hi Karsten,
      die Frage ist, wie lang es solche Aktionen überhauot geben werden. Ich würde meine Kosten die nächsten Jahre gerne so gering wie möglich halten, sofern möglich. Wobei ich dann auch lieber mit einer festen Gebühr liebäugel. Aber selbst das kann sich ändern.

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  20. Die ganze Probleme entstehen doch nur, weil unbedingt die Automatisierung durch Sparpläne gewünscht wird. Manche Leute benötigen das für die Psyche, und die Banken wissen das.
    Jenny wäre aber auch problemlos in der Lage, über 4-5 Monate genug Geld anzusparen, um eine normale Order ausführen zu können. Dann ließen sich die Kosten auf unter 0,5% drücken. Und ja, soviel kostet es nun einmal.

    Dass die Sparpläne bisher völlig kostenfrei waren, glaube ich nicht. Vermutlich werden sie zu ungünstigen Tageszeiten mit entsprechend höherem Spread ausgeführt.
    Also macht Euch bitte um den Verdienst der Banken keine Sorgen, es sei denn, es ist die Deutsche Bank.

    Außerdem gibt es bei Consors – wenn ich das richtig sehe – weiterhin „kostenlose“ Sparpläne auf Produkte von Lyxor. Allerdings ist da der ETF auf die Schwellenländer ziemlich teuer bei der TER bzw. TD.
    Ferner hat man irgendwann einen Zoo, wenn man jahrzehntelang verschiedene ETFs aus Aktionen bespart, aber das muss ja nicht schlimm sein.

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    • Danke fürs Vertrauen in meine Psyche 🙂 Ich bin ein Fan vom Cost Average-Effekt, weswegen ich den monatlichen Sparplan bisher gut fand. Zumal es ja immer heißt, dass man Geld sofort investieren sollte, sonst geht Rendite verloren. Aktuell freunde ich mich eher mit dem Gedanken an, einen weiteren Depotanbieter mit ins Boot zu holen. Ggf auch, um auf ausschüttende ETFs zu wechseln. Bisher nutze ich meinen Steuerfreibetrag nicht aus.

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      • Ich meine zwar auch, dass zur Verfügung stehendes Geld unverzüglich investiert werden sollte, sofern es überhaupt investiert werden soll; das bedeutet nun aber nicht, dass man in 20,- Euro-Schritten investieren muss. Und was den Durchschnittskosteneffekt angeht, der wird mit zunehmenden Vermögen immer weiter verwässert. Schließlich hast Du irgendwann soviel Geld im Spiel, dass die einzelne Sparrate nicht mehr viel ausmacht.

        Kompromissvorschlag:

        Für den MSCI World zukünftig das Produkt von Lyxor kostenlos weiter besparen. Der dürfte sich von den Kosten nicht viel mit dem ComStage geben, ist allerdings ausschüttend.
        Da der MSCI EM von Lyxor zu teuer ist, wird hier weiterhin auf ComStage gesetzt, indem einmal im Jahr der entsprechende Anteil als normale Order gekauft wird. Dabei kann man dann auch gleich die prozentuale Verteilung kalibrieren.

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      • Jeden Tag investieren müsste ich auch nicht. Ich werde trotzdem aus psychologischen Gründen beim monatlichen bleiben. Ich mag meine monatliche Regelmäßigkeit, weil ich so Unregelmäßigkeiten auf dem Konto besser erkenne. Eingang Gehalt, Abgang Gemeinschaftskonto, Bausparen, ETFs, Tagesgeld. Dass der Lyxor ausschüttend ist, stört mich weniger, da mein Steuerfreibetrag noch nicht ausgenutzt ist.

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  21. Ich lese zum erste Mal heute auf deinem Blog 🙂 und gerade auch diesen Beitrag, da mich das Thema auch beschäftigt. Ich bespare seit August auch Comstage ETFs (mit einer kleinen dreistelligen Summe im Monat). Zuerst habe ich, da ich das Depot bereits hatte, bei onvista den Sparplan einmalig ausgeführt. Habe dann aber zu Comdirect gewechselt, da dort der Sparplan flexibler ist. Dann wurde nach kurzer Zeit klar, dass bei der Comdirect die Comstage ETFs nicht mehr kostenlos sind. Irgendwie hocken wir so alle nun im gleichen Boot. Da meine Sparrate noch sehr niedrig ist, möchte ich auch versuchen, die nun zu „drohenden“ Gebühren zu vermeiden.
    Meine aktuelle Lösung sieht daher so aus:
    Ich aktivieren den Sparplan bei onvista wieder und werde ein paar Mal im Jahr die ETF Anteile zur Comdirect übertragen. Was mich bisher noch stört ist, dass bei onvista die Sparrate immer ein vielfachen von 50 Euro sein muss. Daher wird mein 70/30 Verhältnis wohl nicht mehr ganz aufgehen.

    Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie du dich entscheiden wirst.

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    • Schön, dass du hier her gefunden hast. 🙂 Denk dran, dass du nur volle ETF-Anteile übertragen kannst. Bruchstücke gehen nicht. Bzw. wieso überhaupt übertragen? Wegen des genaues 70/30-Verhältnisses würde ich mir auch nicht so sorgen machen. Ich habe aktuell 2:1 und rebalance auch nicht, da ich bei so geringen Unterschieden nicht daran glaube.

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  22. Hallo Leute, aus dem Verlauf der Kommentare schließe ich, dass es zum Geschäftsmodell der Banken (z.B. comdirekt) gehört, zunächst Kunden mit kostenlosen Sparplänen anzulocken und dann plötzlich Gebühren zu verlangen. So war es vor Jahren bei mir mit der comdirekt: ich bin zunächst (Sept 2015) auf einen euphorischen Artikel von „börse.ard.de“ hereingefallen (sonst die beste Börsenseite, die ich kenne), der die kostenlosen comdirekt-ETFs über den grünen Klee lobte. Nur vier Monate später (zum 01.01.2016) lief die kostenlose Aktion aus. Die comdirekt behauptete, das Ende der Aktion wäre schon seit langem geplant gewesen. Ich glaube eher, dass alle Neukunden nach ein paar Monaten mit Gebühren belastet werden. Nach meiner Beschwerde bei börse.ard.de über die Gebührenpolitik der comdirekt, wird dort bei neuen Artikeln zu kostenlosen ETFs immer der Hinweis eingefügt, dass die Aktion jederzeit beendet werden kann. Ich habe mich entschlossen, den Sparplan bei der comdirekt weiter zu besparen, da er auch mit Gebühr rund 8-10% pro Jahr bringt. In rund 2,5 Jahren sind insgesamt bei monatlichen Käufen rund 123 Euro Gebühren aufgelaufen. Andere Banken sind anscheinend auch nicht besser.

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    • Ich meine ich habe mal gelesen, dass Sparpläne nicht kostenlos sind, weil der Broker die Gebühren erlässt, sondern weil die ETF-Gesellschaft dem Broker seine Gebühren erstattet und dieser das dann an die Kunden weitergibt.

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      • Das passt zu meinem obigen Kommentar bzgl. Aero und Dr. Weber.
        In dem Fall muss die erstattende Fondsgesellschaft den Betrag ja irgendwie zusätzlich u den eigenen Gewinnen erwirtschaften oder via TER mit einnehmen. Wird so oder so die Rendite schmälern.

        Das könnte man fast vergleichen bei Versicherungen via Honorarberater und Versicherungen via „Berater“ mit Provisionszahlungen. Die Unterschiede diesbezüglich (langfrstige verstecke Kosten für den Kunden, Renditeeinbußen vs. Einmalkosten) dürften bekannt sein.

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    • Danke Didi! Durchaus macht eine Diversifizierung Sinn. Kam nun endlich mal dazu, mir das Video anzuschauen. Wobei ich mir nicht sicher bin, ob es für mich einen Mehrwert hat. Zumindest kann ich mir die Tragweite nicht vorstellen, sodass es auf meine Anlagestrategie keinen Einfluss hat. Ich denke mir eher: In Krisen Füße stillhalten. Egal ob ETFs oder nicht, man sollte wirklich viele Standbeine haben: Bildung, Gesundheit, Familie, eine Immobilie und ein großes Notfallpolster, um das Depot nicht sofort zu schlechten Kursen liquidieren zu müssen.

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  23. Ich habe ingesamt 3 Sparpläne bei Onvista angelegt. Klar – wirklich flexibel ist man nicht mit 50,00€-Schritten und 1.000,00€ Obergrenze pro ETF, aber dafür sind die Sparpläne komplett kostenlos. Dafür nehme ich gerne etwas weniger Flexibilität in Kauf.

    In meinen Augen gibt es die eierlegende Wollmilchsau nicht. Da für mich die oberste Priorität geringe (keine) Gebühren ist, fiel meine Wahl auf Onvista.

    Bzgl. Service etc. nehmen sich alle hier genannten Broker nicht viel.

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  24. Hallo Jenny,

    bei der Recherche für das Depot meiner Tochter habe ich mir die meisten Anbieter angeschaut.

    Gut gefallen haben mir:

    CapTrader – hier zahlt man bei deinem Ordervolumen je Order 4,00 € im XETRA-Handel. Hat aber eine Mindestanlage von 2000 €. Toll wenn man Exoten ETF’s oder auch amerikanische Aktien kaufen möchte.

    DKB – 1,50 € im Sparplan. Sparpläne sind monatlich, zweimonatlich und vierteljährlich möglich. Es fallen keine Depotgebühren an. Aktienkäufe kosten aber 10,00 € aber ausländische Börsenplätze sind extrem teuer.

    FFB – nachdem ich nochmal genauer nachgelesen habe, ziehe ich in deinem Fall meine Empfehlung für diese Fondbank zurück. Denn die jährliche Bestandsgebühr für den Vermittler beträgt ca. 0,3% des Fondsvermögens. Dies ist bei aktiv gemanagten Fonds zu vernachlässigen, da man den Ausgabeaufschlag spart. Aber bei ETF’s natürlich eine No Go.

    Die eierlegende Wollmilchsau wird es, wie du ja selbst schon festgestellt hast, nicht geben. Aus meiner Sicht ist es auch völlig legitim so viele Kosten wie möglich zu sparen. Mit der Zeit wirst du wahrscheinlich sowieso mehrere Depots bei verschiedenen Anbietern haben, da jeder Anbieter in einem anderen Teilbereich günstig ist.

    Bei kleinen Anlagebeträgen sind die prozentualen Gebühren immer klar im Vorteil, bei größeren Summen, so wie bei dir, wird sich immer der Festpreis lohnen. Aber Kosten von max. bis zu 50 € pro Jahr würde ich persönlich in Kauf nehmen und finde sie bei deiner jährlichen Anlagesumme moderat. Das ist dann ca. 0,7% des Ordervolumens. Bei einem Kauf von nur ETF’s z.B. über die DKB sogar nur 0,25 %.

    Auf der anderen Seite kannst du dir aber im Januar auch einfach einen neuen ausschüttenden ETF bei deiner Bank suchen, der dann kostenlos im Sparplan angeboten wird. Differenzierung ist ja bekanntlich alles ;-).

    Ich wünsche dir eine gute Entscheidung und binn gespannt wie sie ausfällt.

    Take care,

    June

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    • Hi June,

      ich muss letztlich eine gute Balance zwischen niedriger Tracking Differenz & Gebühren finden. Auf 40 Jahre gesehen, ist eine niedrige TD das A und O, sodass ich die 1,5% schnell wieder raus habe. Anderseits kann ich nicht wissen, ob die TD über 40 Jahre niedrig/hoch bleibt und vielleicht muss ich meine Anteile ohnehin aus irgendwelchen Gründen mal liquidieren. Die einmalige Gebühr von 1,50€ klingt für mich auch ok. Hier muss ich nun schauen, wie ich es klug anstelle, da ich ja 2 ETFs besparen will. Ob ich z.B. 2 Monate MSCI World für 1,50€ kaufe, einen Monat dann nur EM.. Gibt viele Möglichkeiten. Hat deine Tochter nun schon ETFs?

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      • Hallo Jenny,

        sie hat gerade ihr Depot über fonds.net bei der comdirect eröffnet. Für sie ist das eine gute Lösung, da sie als Studentin ja nur kleinere Beträge sparen kann. Die jährliche Gebühr von 0,3 % ist geringer, als eine monatliche Gebühr auf den Sparplan. Da ist das für Sie eine gute Lösung, bis sie mal größere Beträge investieren kann. Sie hält dies auch ganz schlank und spart nur in einen ETF. Der von ihr bevorzugt ETF ist leider ab Januar nicht mehr im Sparplan enthalten. Jetzt überlegen wir, ob sie nicht einfach noch den Dezember abwartet und dann wegen der neuen Steuerrichtlinien erst im Januar anfäng.

        Take care, June

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  25. Mich würde ja im 2. Teil dann interessieren, für was Du dich dann entschieden hast und vor allem auch für welche ETFs. Ob dann Ausschüttend oder wieder Therausierend und von welchem „Hersteller“.

    Onvista wäre vielleicht für mich auch noch mal eine Alternative.

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  26. Ich habe 3 ETF im Depot, Stoxx 600 Europe, EM und World. Der EM läuft über Comstage und war bis dato kostenlos besparbar bei der Comdirect. Habe auch etwas hin und her überlegt, aber da ich den Comstage ETF EM immer noch überzeugend finde, insbesondere auch die Kostenstruktur werde ich den auch weiterhin halten.
    Der einzige Unterschied ist, dass ich nun statt monatlich 200€ in EM nun eine jährliche Order für 2500€ machen werde. Da bin ich mit 9,90€ + 0,25% der Ordergebühr dabei und damit günstiger als einen Sparplan weiterlaufen zu lassen. Also alles gut. In den Hintern gekniffen sind halt Leute mit niedriger Sparrate, z.B. für die Kinder, da muss man eben in den sauren Apfel beißen und Depot-Hopping betreiben.

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    • Ich stehe vor derselben Frage bei Consors. Einen meiner beiden Comstage-ETF werde ich durch einen ähnlichen Lyxor-ETF ersetzen. Die Lyxor-Aktion geht ja noch bis 2019. Für den anderen Comstage-ETF habe ich keine adäquaten kostenlos besparbaren ETF gefunden und tendiere nun dazu, mir einen ähnlichen ETF mit besonders niedriger TER zu suchen, den ich dann in größeren Zeitabständen direkt kaufe.

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      • @Karin: Was machst Du wenn die Aktion auch 2018 beendet wird? Wieder einen anderen ETF besparen? Bei den ComStage stand letztens bei der Consorsbank ja auch bis Ende 2018. Plötzlich haben sie es beendet.

        Ich weiß nicht so recht was ich mache.

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    • Bei niedriger Sparrate, z.B. macht eine feste Gebühr weniger Sinn. Da ist man, wie oben in anderen Kommentaren erwähnt, mit 1,5% = 75 cent besser dran bzw. man wechselt den Aktions-ETF. Wobei 9 Euro im Jahr eine schlechte Bezahlung für einen Depotwechsel wären.

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  27. Ich finde, man sollte sich nicht zu sehr auf die Kaufgebühren fokussieren. 1,5% sind ja nun nicht die Welt und irgendwie muss der Broker sich ja auch finanzieren. Über kurz oder lang, wird es überall etwas kosten. There ain’t no such thing as a free lunch. (Siehe Flatex mit Negativzinsen).

    Viel wichtiger ist eine niedrige TER des ETF. Wenn man mal die Seite zinsen-berechnen.de bemüht, wird man feststellen, dass die TER eine viel größere Rolle spielt, als die Kaufgebühr. Außerdem sollte man den ETF wählen, der am besten zur eigenen Strategie passt. Nicht jeder Broker hat alle sparplanfähigen ETF’s im Angebot. In der Regel haben die Aktions-ETF’s ja auch meist ein geringeres Fondsvolumen und sind recht neu. Wenn man Pech hat wird der ETF irgendwann mit einem anderen ETF verschmolzen, weil eine gewisse kritische Masse nicht erreicht ist. Das ist dann kein Weltuntergang, aber man hat dann vielleicht einen ETF den man nicht möchte.

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  28. Hallo Jenny,

    ich habe genau das gleiche „Problem“ wie du. Ich bespare den MSCI World kostenlos über Comstage bei Consors. Auch ich habe hin und her überlegt. Anbieter wechseln? Strategie ändern? U.s.w. Ja man könnte zu Comdirect oder einem anderen Anbieter wechseln. Und dann? Auch die werden ihre Aktionen irgendwann anpassen…

    Aber im Grunde ist es doch ganz einfach: Sparplan von Comstage stoppen und Anteile liegen lassen. Neuen kostenlosen Sparplan mit Lyxor eröffnen und weiter sparen. Das gleiche habe ich übrigens schon einmal bei Consors durch, damals mit dem Sparplan von dbx-trackers.

    Einziger „Nachteil“: Zukünftig habe ich eben drei Positionen zum MSCI World im Depot…aber ist das wirklich so schlimm?

    Viele Grüße
    Heiko

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    • Hi Heiko, was theoretisch passieren kann: Falls die consorsbank zusätzlich Kontoführungsgebühren erhebt, machen dir viele Sparpläne den Umzug schwerer. Wegen der Bruchstücke verlierst du Geld, weil es teuer ist, diese loszuwerden.

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      • Als ich letztes Jahr meine Sparplan-ETFs von der comdirect weggewechselt habe, hat die comdirect die zurückgebliebenen Bruchstücke gebührenfrei verkauft. Ich hatte dann also die ganzen Stücke beim neuen Broker und ein paar Euro auf dem comdirect-Konto, ohne Gebührenverluste. War ne saubere Sache.

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  29. Hallo Jenny,

    ich verfolge deinen Blog und die Finanzbloggerszene schon eine Weile als stiller Leser. Auch ich fing vor zwei Jahren an in ETFs zu investieren und bin bis dato nicht schlecht gefahren. Die Umstellung bei Comdirect trifft mich auch. Ich war schon gespannt, was ihr so dazu schreibt. Absehbar war die Umstellung ja schon, aber ich dachte auch so ein Mist zusätzliche Kosten, was mach ich jetzt. Dann habe ich mir das ganze grob durchgerechnet via Zinsen-berechnen.de:

    500 Euro pro Monat
    6% Rendite p.a.
    20 Jahre investieren
    0,2% TER

    ohne 1,5% Brokerkosten: 222.485,38 Euro
    mit 1,5% Brokerkosten: 219.197,42 Euro

    Differenz: ca. 3288 Euro oder 1,5% auf 20 Jahre oder 0,075% Rendite pro Jahr

    Ich war schon überrascht, dass es so geringe Auswirkungen hat. In meinen Augen also gar nicht so wild. Ich bleibe damit der faule Investor und plane keinen Depotumzug oder ETF Wechsel.

    LG
    Andi

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  30. Pferde-Wechsel: Adé Comstage … zumal Ihr Chef meint, dass „die Mehrheit der Anleger Ausschuetter bevorzugt“ und damit ein Wechsel von Thesaurierung zu Ausschuettung im Raum schwebt?: Siehe Webinar zum Thema Fondsbesteuerung 2018 (so ab 1:00:00 nach Elser vor den Fragerunden)

    (Die Anleger?) Ich zB werde ihm was husten und zu den Hochvolumina-Thesaurierern abwandern … und ab 2018 Steuern stunden … (siehe Webinar bei 38:00 oder 1:10:20)
    oder liess da: https://www.finanzwesir.com/blog/etf-thesaurierend-ausschuettend

    Mal warten mit was fuer Aktionen Comdirect noch um die Ecke kommt … Aber ich hab‘ schon mal folgende neue Gaeule fuer mein Depot ‚rausgesucht:
    iShares Core MSCI World UCITS ETF ISIN IE00B4L5Y983, WKN A0RPWH Thes 0,20%TER bei DKB & bei OnVista kostenl.
    iShares Core MSCI Emerging Markets IMI UCITS ETF ISIN IE00BKM4GZ66, WKN A111X9 Thes 0,25%TER bei DKB kostenl.
    SPDR MSCI World Small Cap UCITS ETF ISIN IE00BCBJG560, WKN A1W56P Thes 0,45%TER opt.Sampl. bei DKB 1,5€/Ausfuehrung
    https://de.spdrs.com/de/professional/etf/spdr-msci-world-small-cap-ucits-etf-ZPRS-GY

    sieht also nach DKB aus (evtl Onvista)

    DKB nur 0 oder 1,5EUR/Ausfuehrung, Termine 2x im Monat laut JustETF 5./20.
    OnVista 0 EUR (nur iSharesWorld Core), Termine 2x im Monat laut JustETF 1./15.

    Und wie sind die Sparplanausfuehrungen? Onvista und DKB kaufen in Duesseldorf bei Quotrix.
    http://www.onvista-media.de/portfolio-item/kunden-der-onvista-bank-handeln-nun-ueber-quotrix/
    „Neben dem Wegfall von börslichen Kosten und langen Handelszeiten bietet Quotrix zudem die Referenzmarktgarantie. Diese sichert Anlegern zu den Xetra-Öffnungszeiten mindestens so gute Kurse wie das elektronische System der Frankfurter Börse.“

    Na dann … hoffentlich kaufen sie immer nur brav, wenn Xetra aufhat … und dies: https://www.test.de/ETF-Sparplaene-Feiertagsproblem-bei-der-DKB-5238859-0/
    bleibt ein Einzelfall (Rentenfonds kommen mir eh‘ nicht in’s Depot)

    Uebrigens, weil es immer wieder kommt: solange das Depot kostenlos ist, einfach die alten ETFs behalten, BUY&HOLD, BUY&HOLD, BUY&HOLD, erst in der Entsparzeit verkaufen.
    Falsche Strategien stoppen und „Fehler“ mit neuen ETF-Sparplaenen marginalisieren.
    Aus 563€ in einem nicht-strategie-konformen ETF werden nach 20 Jahren auch 2.000€, da kannst du ihn dann Entsparen/-sorgen?!
    Auf eine 30-50 jaehrige An- und Entsparzeit aendert sich noch so manches, da gibt’s dann zu jeder Dekade „Erinnerungs-ETFs“, suess, oder?

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    • „Onvista und DKB kaufen in Duesseldorf bei Quotrix.“
      Steht wo? In dem verlinkten Artikel von 2015 steht lediglich, dass Brokerkunden nun auch über Quotrix handeln können –
      Laut den „Sparplan-Sonderbedingungen.pdf“ führt Onvista ihre ETF-Sparpläne immer auf Xetra aus. Bei der DKB habe ich dazu keine Information gefunden (kann dort aber nur den öffentlichen Bereich durchsuchen).

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  31. Hallo zusammen,
    ich habe dasselbe Problem und habe mich dazu entschieden, meine Sparpläne bei comdirect und consorsbank zu pausieren, die Anteile aber zu behalten. Den Wertzuwachs über die kommenden Jahrzehnte will ich ja weiter haben.

    Ich bin gerade dabei, ein Depot beim S-Broker (Sparkasse) zu eröffnen und werde dort ab Januar ETFs besparen. Dabei verändere ich auch die Zusammensetzung meines ETF-Portfolios etwas. Das plane ich schon länger. Derzeit kostenlos sind dort ETFs von comstage, Deka und ETF Securities, allerdings nur bis zu einer bestimmten Sparplangröße.*** Von letzterem Anbieter sind dann eher Exotenfonds dabei, die mich nicht interessieren. Im Unterschied zu comdirect und consorsbank habe ich scheint die comstage-Aktion dort auch 2018 weiterzulaufen. Jedenfalls habe ich keine Information gefunden, dass die Aktion ausläuft.

    Hier mal die Liste der dortigen ETF-Sparpläne: http://fww.biz/sbroker/pdfs/savingsplans_etf_funds_sbroker.pdf

    Ansonsten denke ich auch über die Lyxor-ETFs nach.

    *** Für mich kein großes Problem, da ich meine monatlichen Ersparnisse nicht ausschließlich in ETFs stecke, sondern die ETFs mein Ultralangfristbasisinvestment sind. Wer freilich jeden Monat z.B. 1000 Euro in einen MSCI World ETF stecken will, fährt damit vielleicht nicht so gut. In diesem Fall würde ich aber darüber nachdenken, ob der manuelle Kauf zu jeweils einem festen Tag im Monat bei einem Broker mit sehr niedrigen Gebühren (z.B. Captrader etc.) nicht ggü. Sparplänen vorteilhaft wäre.

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    • Hi GS, ich verstehe das Preisverzeichnis noch nicht ganz. Im PDF steht bis 200€ Sparrate, auf der Homepage steht Comstage wäre bis 500€ möglich. Auch die Kontoführungsgebühren machen mich misstrauisch. Kontoführung kostenlos, aber nicht das Depot.
      Bei Inaktivität 3,99 Euro pro Monat (11,97 Euro im Quartal). Ausnahme: 10.000€ Depotgröße oder ein Trade pro Quartal.

      „Es zählen nur abgerechnete Wertpapiertransaktionen (entgeltpflichtige Käufe und Verkäufe) inkl. Zuteilungen von Neuemissionen und ausgeführter Sparplanorders ab jeweils 50 Euro (exkl. Spesen und Gebühren) sowie das Öffnen und Schließen einer CFD-Position.“ Hier bin ich mir nicht sicher, ob ein kostenloser ETF diese Vorgabe bereits erfüllt.

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      • In der Preis-Leistungsübersicht ist die Formulierung etwas anders. Ich interpretiere sie dort in meinem Sinne. Aber ich werde dort noch einmal direkt nachhaken bevor die Kontoeröffnung abgeschlossen ist. Ggf. mache ich dann eben einen Depotübertrag, die 10k kämen schon zusammen.

        Ich schätze, ich werde es herausfinden. Sollte sich herausstellen, dass die Aktions-ETFs nicht ausreichen um die Depotführungsgebühren zu eliminieren, mache ich entweder einen Depotübertrag (macht es dann auch übersichtlicher) oder ich bin unter dem Verlust von 11,97€ (3x Monatsgebühr) ganz schnell wieder weg und bei einem anderen Broker.

        @Höhe der Sparrate: Nein, auf der Homepage steht, dass Deka-ETF bis 500€ kostenfrei ist, Comstage bis 200€ pro ETF.

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  32. Einer der Gründe, warum ich gerne bei der DKB bin: 1.50€ pauschal für jede Sparplanausführung – 1- 2- oder 3-monatlich. So kann man die Gebühren wirklich gut skalieren. Dazu war dieses Jahr alles von IShares und Comstage komplett kostenfrei besparbar.

    Ein weiterer Vorteil: Einmalkäufe ( Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld, Bonus…) kann man über den Sparplan investieren, den kann man kostenlos beliebig ändern. Damit ist selbst eine große Order günstiger als bei Flatex.

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  33. Ich muss sagen, ich bin immer etwas bei der Diskussion verwirrt.
    Abgesehen vom Verwaltungsaufwand bei der Steuererklärung sehe ich irgendwie kein Problem.

    Wenn beide Positionen (World und EM) über 3000€ an Größe haben, ist ein eventueller Verkauf irgendwann kein Thema mehr. Daher fällt auch dieser Aspekt weg.

    Somit führt uns das alles zu folgender Überlegung:
    Wenn alle World oder EM ETFs, egal welche Tracking Difference sie auch haben mögen irgendwo um die p = 7% in einem Jahr wachsen dann ergibt sich doch folgendes:

    p * (ComstageWorld + iShares World + UBS World + …) = Gesamtwert entwickelte Welt
    q * (ComstageEM + iShares EM IMI + UBS EM + …) = Gesamtwert Schwellenländer

    Ob ich nun alles in einen ETF auf den MSCI World stecke oder ihn verteile erscheint hier erstmal gleichgültig.

    Beachtet man nun jedoch die TD und Kaufkosten, dann sollte es doch irgendwie nur darum gehen: Welcher solide große ETF ist aktuell bei welchem Broker am günstigsten zu haben? Am besten noch kostenlos zu erwerben (was ja aktuell immer noch irgendwo möglich ist).

    Daher hätte ich jetzt einmal ganz banal gesagt solange sich die üblichen Ordergebühren bei einem Verkauf für die entsprechende Position sehen lassen kann, spricht nichts dagegen.
    Zum Beispiel: bei 12€ Verkaufsgebühr und einer Comstage World Position von 3000€ wären das 0,4% an Verkaufskosten die man irgendwann mal in der Zukunft aufbringen müsste.

    Wenn man dann noch beachtet, dass es Kunden Werben Kunden Programme gibt, welche Free Trades ermöglichen (ING Diba), dann lässt sich auch hier das Argument des Wildwuchses über kurz oder lang ausmerzen.

    Ich glaube immernoch, dass das beharren auf ein zwei ETFs vom gleichen Anbieter ein Fehler ist. Insbesondere im Hinblick auf das Klumpenrisiko des Anbieters und der hierdurch einhergehenden fehlenden Anbieterdiversifikation. Außerdem ist BlackRock ohnehin schon zu mächtig durch die ganzen Stimmberechtigungen 😀

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    • Kleiner Nachtrag noch:
      ich habe auch zwei größere Positionen der besagten Comstage ETFs auf Grund der Aktion im Depot, aber mir wäre hier die Tracking Difference gar nicht so sehr das Problem wie die Tatsache, dass im Kern ausschließlich deutsche Blue Chip Aktien stecken. Wenn mal Gott bewahre irgendetwas in Deutschland passieren sollte könnte das viel schädlicher sein als ein paar historische Prozentpunkte TD hin oder her. Dann hilft die Einlagensicherung des Sondervermögens der 10% auch nicht mehr viel. Vorallem bei der Konzernstruktur der Commerzbank, Comstage, eBase und ComDirect. Die Bank strauchelt aktuell ohnehin sehr stark.

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      • Wenn der deutsche Staat die Commerzbank nicht mehr retten kann, ist m.E. im globalen Finanzsystem ohnehin die Kernschmelze erfolgt. Da fangen wir alle mehr oder weniger bei 0 an.

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    • Einerseits kann man ETFs verschiedener Anbieter als Diversifikation sehen – andererseits denke ich mir: Wenn der comstage ETF jemals Probleme macht, dann sicherlich auch Lyxor, HSBC etc. Stattdessen sollte man zusätzlich auch auf andere Anlageklassen setzten: Humankapital, ggf. Immobilien, gesetzliche Rente, Kinder etc. Die nächsten Jahrzehnte stehen noch viele Überaschungen für uns bereit.

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      • Jetzt habt ihr euch zu sehr auf den letzten Nachtrag geschmissen 😀

        Ich wünsche es mir ja auch nicht, aber hier ist die Rede von 120€ im Jahr an Gebühren die man sich sparen möchte. Darum geht es mir. Wenn ich verstehe, dass es fast egal ist bei welchem großen Anbieter ich lande, gewinnt die aktuelle kostenlose Aktion.

        Netter Nebeneffekt ist die Diversifikation. Und es macht sehr wohl einen riesen Unterschied ob im Bauch meiner Anlage nur deutsche Unternehmen oder die ganze Welt steckt. Die Ozeanier, Südamerikaner oder Thais schert es einen feuchten Dreck wenn es bei uns vor der Tür in Polen und Moskau an Panzern rumpelt oder Terroranschläge die Kauflaune, Wirtschaft oder gar Infrastruktur der Deutschen lähmt.

        Ein weniger dramatisches Beispiel: die festgefahrene Verflechtung der Automobilindustrie bis in den Mittelstand kriegt einen schweren Dämpfer, dann kann auch die Comstage nicht mehr durch Derivate den Knick ausbalancieren.

        Alles Extrembeispiele, sie sollen aber nur zeigen, dass man auch hier nicht komplett leidet wenn man wie gesagt etwas breiter kauft und die netten Aktionen mitnimmt: mehr Gewinn durch weniger Kosten und mehr Sicherheit durch Vielfalt.

        Auch wenn man es nicht erwartet und ein hoffnungsloser Optimist ist, spricht nicht wirklich etwas dagegen, wenn hier im Artikel ganz iben steht man möchte keine 120€ Gebühren blechen. Hat nue Vorteile.

        Zur Kernschmelze und Streuung, wer all sein Vermögen ohnehin in ETFs steckt hat das Geld entweder absolut nicht nötig oder es nicht verstanden. Ich empfehle jedem mal nur die Dreispeichenregel zu googeln. Das lehren die Juden ihre Kinder schon seit Ewigkeiten und hat nie an Weisheit verloren.

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      • Hi,

        bei mir ist es doch recht kompliziert.
        Ich bin auch in deiner Altersgeneration, habe allerdings bereits sehr sehr früh angefangen zu investieren (mit 12). Hatte auch schon Kredite fürs Studium und an der Börse mit CFDs gehandelt und fast alles in der Wirtschaftskrise verloren :-D.

        Aufgrund der Erfahrung und einiger Altlasten bin ich damals in Sachwerte geflüchtet und somit zwar sehr diversifiziert aufgestellt, allerdings dramatisch Börsenschwach aufgestellt für das Vermögen. Ich bin zu einem sehr großen Teil in Rohstoffe investiert, hier allerdings auch überwiegend im Ausland an Agrarunternehmen als Investor beteiligt. Die Immobilienspreizung ist somit auch an dieser Stelle abgedeckt. Eine Ausschüttung erfolgt hier allerdings erst in einigen Jahren, weshalb hier kein reinvestierbarer Cashflow generiert wird und ich im Endeffekt bei 0 stehe.

        In ETFs investiere ich erst seit Anfang dieses Jahres, verfolge nach meinem Studienabschluss ein Angestelltendasein bei dem man viel rumkommt, lebe trotzdem weiterhin sehr studentisch in einer WG und habe somit Fixkosten von <300€ für die Wohnung. Somit kann ich es mir aktuell erlauben gut 1200 bis 1700€ im Monat auf die Seite zu legen und investiere hier ganz bewusst nur in ETFs. Cash halte ich ebenfalls, jedoch verhältnismäßig wenig, da meine Fixkosten sehr gering sind.

        Einzelaktien besitze ich ebenfalls, allerdings kaufe ich hier nur meiner Meinung nach stark unterbewertete Aktien, bei welchen ich mir einen weiteren dramatischen Verfall nur bei ernsten Weltfriedensproblemen vorstellen kann (Beispiel Gazprom, Surgutneftegas, Lukoil). Das ist zwar eine Wette, aber eine die für mich in Ordnung geht.

        Strategie: Ganz banal betrachtet sollte das Ziel sein sich im jungen Alter schon ein Weltportfolio aufzubauen das so schnell wie möglich die 100k€ Grenze erreicht hat, dann skaliert die Zeitachse doch sehr bemerkenswert. Dieses Depot sehe ich absolut nur als Rentenvorsorge. Ist diese Grenze einmal erreicht wird zwar weiterhin an der Börse investiert, allerdings gibt es dann neue Sparziele (Immobilie, REITs, etc). Ebenso bin ich stark an einer Anstellung im Ausland interessiert und möchte hierdurch nochmals eine weitere Komponente an örtlicher Diversifikation einbringen.
        Mein Ziel ist es danach in spätestens 10 Jahren mich der Familiengründung zu widmen und die Arbeitszeit massiv herunterzufahren. Idealer Weise Teilzeit mit 3 Tagen die Woche + Selbstständigkeit, so wird das Vermögen nicht angetastet und nur die Ausschüttungen für diese schöne Elternzeit verwendet.

        Viele Grüße

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  34. Geht mir ähnlich. Meine Strategie: Ich lasse mein Depot bei Consors so liegen wie es ist und bespare ab dem nächsten Jahr die gleichen Indizes, aber andere ETFs bei OnVista. Hat für mich folgende Vorteile: Keine Transaktionskosten, keine Transferaufwände, kein Stress, keine Gebühren. Die alten ETFs laufen halt fleißig weiter, die neuen laufen dann für sich. Alle halbe Jahre muss ich beim Rebalancing dann mal die Indizes addieren, damit ich meine Allokation beibehalte. Macht nichts. Zudem hatte ich eh mal vor, mein 100% ComStage-Depot etwas zu streuen, nachdem ich das Depot mittlerweile sehr gut bespart hab. Man weiß ja nie. Ist jetzt ein guter Anlass, das tatsächlich mal zu tun und stattdessen halt noch ein paar iShares etc. aufzunehmen. Kann natürlich sein, dass OnVista nächstes Jahr auch die Konditionen ändert. Gut, dann halt wieder was Anders. Solange die Depotführung nichts kostet, können sich die einzelnen Depots gerne selbstständig weiter entwickeln. Falls sie irgendwann doch was kostet, wird halt übertragen und konsolidiert.

    Positiver Nebeneffekt vom (vergleichsweise geringen) Aufwand einer neuen Depoteröffnung: Ich nutze meine Marktmacht als Konsument, um den Anbietern zu signalisieren, welche Angebote für mich taugen und welche nicht. 🙂

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    • Sehe es ähnlich wie du: So lange das Depot nichts kostet, tut’s nicht weh, die Wertpapiere liegen zu lassen. Mich stört wie gesagt auch nicht, dass es Geld kostet. Aber wie beim Stromanbieter etc. muss man ja nicht gleich das Teuerste auf dem Markt nehmen.

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  35. Vielen ist ja das passive Investieren durch jahrzehntelanges Besparen von 1-2 ETF zu langweilig. Da wird dann fortwährend am Portfolio herumgeschraubt bis auch divendenstarke vietnamesische Small Caps Value Aktien im richtigen BIP-Verhältnis abgedeckt sind. Ob das am Ende wirklich mehr Rendite bringt? Kann keiner vorhersagen.
    Stattdessen lasse ich meinen Optimierungstrieb lieber an den Kosten auf, denn dort weiß ich, dass es was bringt. 1,5% Sparplan-Gebühren wären für mich völlig inakzeptabel wenn ich es bei einem anderen seriösen Anbieter auch kostenlos bekomme. Die Banken-Prämien für einen Depot-Umzug sind vor allem bei kleinen bis mittleren Depots noch ein netter Rendite-Turbo obendrauf.

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  36. Rückmeldung vom Kundenservice des S-Broker: Die kostenlosen Sparpläne führen auch dazu, dass die Depotgebühren entfallen. 🙂 Ich werde also ab sofort neue Sparpläne auflegen. Hoffentlich stimmt die Info…

    Ich hatte mir ansonsten schon die Onvista-Alternative zurechtgelegt (habe da ohnehin ein Depot). Da ich 3 ETFs besparen werde, aber meine Tranchen keine Vielfache von €50 sein sollten, hatte ich mir schon ein Rotationssystem für den Onvista-Sparplan ausgedacht. Hätte dann halt die Sparpläne jeden Monat neu anlegen müssen…

    Nebenbei: Da ich dieses Jahr auch noch sehr viel vom Sparerpauschbetrag übrig habe, werde ich einige bestehende ETFs bei comdirect oder consors verkaufen und bei Onvista neu kaufen. Vanguard-Fonds können dort aktuell bis Ende des Jahres kostenlos gekauft werden, wenn die Kaufsumme über 1000 Euro liegt.
    https://www.onvista-bank.de/aktionen/etf/freebuy-aktion-vanguard.html

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  37. Ich stand vor dem gleichen Problem mit meinem Sparplan bei der comdirect.
    Daraufhin wollte ich zuerst bei meinem schon bestehenden Depot bei der consorsbank weitersparen, kurz darauf wurde aber auch dort die Aktion vorzeitig beendet. Übrigens von Seiten der comstage entschieden, die die Prämien zahlt, nicht die Depot führenden Banken.
    Letztendlich bin ich zur 1822 direkt gewechselt. Dort gibt es noch eine comstage etf sparplan Aktion für 24 Monate. Damit ist erstmal Ruhe. Und für den Aufwand entschädigt noch bis zu 240€ durch Prämien und Cashback.

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      • bei der 1822direkt gibt es eine 24 Monate kostenloses sparen des Sparplans. Das ist ein Depotbedingte Aktion das heißt, ich kann mir nicht vorstellen das hier nochmal daran gerüttelt wird. Die 24 Monate werden auslaufen und dann kostet es halt was.

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  38. ich bin neu hier, erscheine jetzt öfters, oder wie hieß das? xD

    Ich betrifft das bei comdirect auch.

    Ich gehe folgenden Schritt(zum teil bereits erledigt).

    Dadurch das ich Plansicherheit habe habe ich bei 1822direkt ein Depot(2 Jahre Kostenlos ComStage besparen) und übertrage meine Wertpapiere von Codi auf 1822direkt.

    Die Prämien, die es bei der 1822direkt nur einmal gibt(für das erste Depot) nehme ich dankend mit und schließe daher auch das Depot bei der comdirect. -> In Summe, 240 Euro.(2x Ordergebühren müssen aber abgezogen werden, da man 2 Ausführungen machen muss um 100 Euro zu erhalten)
    Zudem gibt es bei der 1822direkt, die Möglichkeit durch die 50 % Rabattierung(ersten drei Monate) auf KAUF und Verkauf, den Freibetrag etwas günstiger auszunutzen,

    Ich sehe es wie ihr teilweise, das ich nicht gewillt bin Gebühren zu bezahlen

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  39. Ich bin bei der Consors ebenfalls betroffen. Das Angebot der 1822direkt klingt im ersten Augenblick äußerst interessant, aber der vorletzte Satz im Kleingedruckten relativiert das Ganze doch erheblich, da wir ja nun alle wissen, wie schnell der Fall eintreten kann … „Die 1822direkt und ComStage behalten sich vor, die Aktion vorzeitig zu beenden. Sollte dies der Fall sein, werden Sie unter http://www.1822direkt.de rechtzeitig informiert“…
    Allerdings gibt es laut Consorsforum als neue zusätzliche Aktion zu den Lyxors wohl die db-xtrackers. Es gibt dazu leider noch keine offiziellen Quellen, sondern nur diesen Beitrag: https://wissen.consorsbank.de/t5/Wertpapierhandel/comstage-Sparpl%C3%A4ne/m-p/63644/highlight/true#M8786
    Ich lese weiter fleißig mit und hoffe auch auf eine zufriedenstellende Lösung und Alternative 😉

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    • Profitieren Sie von unserer Free-Buy-Aktion1 mit ComStage: Wählen Sie einen sparplanfähigen ETF von ComStage, schließen Sie diesen zwischen 18.01.2016 und 31.12.2017 ab und zahlen Sie 24 Monate keine Ausführungsgebühr dafür. Alles was Sie dazu brauchen ist ein Depot bei der 1822direkt.

      Ich gehe davon aus, das die Aktion Ansicht dann gelöscht wird, aber für abgeschlossene Depotbenutzer wird dies keine Änderung betreffen. Das müsste man mal erfragen.

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  40. Toller Artikel, der sehr gut beschrieben ist.

    Du beschreibst ganz genau das Problem, das man auf alles verdammt noch mal aufpassen muss.

    Wenn man dies verkauft, kommt der Staat und will Abgeltungssteuer und Soli haben. Aber wann hast du als Normalbürger (so wie ich auch) 804 Euro Zinsen. Deshalb mache ich auf dem Sparbuch immer 200 Euro und auf meine anderen 2 Sachen auch. Da bekomme ich im Jahr nur einen kleinen Betrag an Zinsen und somit kann ich das perfekt splitten und die Steuer bleibt mir erspart.

    Die Frage ist, wo man heutzutage noch großartig Zinsen bekommt, ohne das man Gebühren bezahlen muss oder auf Risiko geht.

    Deshalb ist es immer schwierig bei Geldanlagen

    LG Stephan

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    • „Aber wann hast du als Normalbürger (so wie ich auch) 804 Euro Zinsen.“

      Och, das geht schon recht schnell. Ich bespare seit fast zwei Jahren mein Depot mit ETFs mit ’ner ganz ordentlichen Sparrate. Stand gestern steh ich mit knapp 4000 Euro im Plus. Würde ich das heute alles verkaufen, würde auch mein Pauschbetrag für Verheiratete nicht mehr helfen. 🙂

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      • In dem du die Freibeträge aufteilst auf die Konten. Wenn du bei der Sparkasse 20-30 Euro Zinsen bekommst, dann kannst du da einen Freibetrag von 200 Euro angeben. Wenn du noch irgendwo 150 Euro bekommst, dann kannst du dort 300 Euro angeben. Das kannst du bei verschiedenen Institutionen machen, aber halt nur bis 804 Euro zusammen

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      • 801(!) EUR bei Einzelveranlagung. 1602 EUR bei Zusammenveranlagungen von Ehepaaren oder ähnlichen Konstrukten. (Stand 2017)
        In Worten: Achthunderteins

        Der Freibetrag gilt pro Person bzw. bei Zusammenveranlagung pro Ehepaar insgesamt.

        Ein Freistellungsauftrag gilt wenn, dann, jeweils pro Person/Ehepaar und(!)pro Bankinstitut/Bausparkasse/….
        Ob man die Summen ingesamt (bei mehreren Aufträgen bei verschiedenen Instituten) überschreitet oder nicht, dafür ist jeder selbst verantwortlich. Eine geschickte Verteilung und somit unterjährige gute Auslastung/Ausnutzung macht (rein aus steuerlicher Sicht) Sinn und obliegt aber dem Steuerpflichtigem.

        Die Hinterlegung der Freistellungsbeträge (Freistellungsauftrag), deren unterjährige Ausnutzung oder auch nicht ist per se egal. Erstmal.
        Aber: Spätestens mit der „Jahres(Einkommens-)steuererklärung“ wird dafür Bilanz gezogen (mit der Anlage KAP). Dann muss man entweder nachzahlen oder bekommt Steuern zurück (wenn gar kein (oder kein ausreichender) Freibetrag hinterlegt war und insgesamt noch ein Teil davon verfügbar ist/war).

        Es macht meiner Meinung nach Sinn die Frei-Beträge unterjährig zu nutzen, da man dann nicht auf das Geld von der Steuererklärung warten muss und somit gleich nutzen (= wiederanlegen oder ausgeben) kann.

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    • Bei Eheleuten sind’s meines Wissens 1602€, alleine 801€. Die 801€ sind schnell geknackt, wenn man regelmäßig Dividenden erhält. Bei einer Ausschüttungsquote von 2% reichen 50k im Depot. Bzw. bei 3% sogar 27.000€. Bei alten Bausparverträgen mit 3% gilt das analog.

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  41. Naja da sieht man mal: Alle Jahre wieder wird halt ein Anbieter ausgetauscht, vor zwei Jahren wurde der DB-xtrackers bei der Consors rausgenommen. Jetzt sollen die halt wieder ab Januar dazukommen. (Siehe Kommentar weiter oben) Aber auch diese Aktionen können ja wieder vorzeitig beendet werden.
    Genauso gut, kann die 500€-Aktion der ING-DiBa bald beendet werden. Die läuft ja auch schon mittlerweile seit 2015.
    Na ich bin gespannt was Jenny macht. Auf das ganze Depotgehoppe habe ich nicht so viel Lust.
    Wenn die DB-Xtracker bei Consors kommen, werde ich vielleicht die bespraren. Oder doch lieber die Lyxor?! Schließlich war ich sowieso am überlegen auf Ausschüttende umzusteigen. Oder doch ganz zur Onvista und die Comstage dort neu besparen… hmm 🙂

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  42. Ich stehe vor dem gleichen Problem und mich beschäftigen die gleiche Fragen ob ich weiter die ETFs von ComStage bespare oder nicht. Selbst wenn die Consorsbank die ETF von db x-trackers ab Januar ohne Gebühren bei der Ausführung anbietet, so ist der TER meist höher. Wenn man von einem langen Anlagezeitraum (20 Jahre betrachtet) ausgeht, erziele ich bei gleichbleibenden Kosten mehr als 1300 € zusätzlichen Gewinn mit den ComStage ETF. Und noch ein Depot, z.B. bei OnVista, möchte ich jetzt auch nicht unbedingt eröffnen.

    Am Ende muss jeder selbst entscheiden ob es der Aufwand wert ist irgendwann 4-5 Depots mit ETF Anteilen zu haben. In 2 Jahren kann man die ComStage ETFs vielleicht schon wieder kostenlos besparen. Das Wichtigste ist doch das man spart und wenn es, wie bei mir, am Ende nur um 1000-2000 € mehr oder weniger geht, sollte man nicht seinen (Spar)Plan über den Haufen werfen.

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  43. Am Ende kommt es darauf an, was Du bereit bist, für Bequemlichkeit an Kosten zu tragen.
    Bei der comdirect zahle ich auch 1,5% für jede Ausführung im Sparplan. Aber dort gibt es keine Verkaufsgebühren wie bei Deinem Broker, von daher würde ich Dein Depot definitiv umziehen, vorausgesetzt Du hast keine esoterischen ETFs, dir sich nur dort besparen lassen.
    Verkaufsgebühren gibt es bei comdirect nicht soweit ich weiß. Aber die AGBs ändern sich ja laufend…
    Sicher könnte ich bei DKB z.B. niedrigere Ordergebühren haben, aber da geht glaube icb nur ein ETF pro Sparplan? Außerdem habe ich noch den ETF für MSCI World Small Caps und außer comdirect bieten den gar nicht so viele im Sparplan an?!
    Für mich überwiegen derzeit dir Vorteile, dass ich Konto und Depot bei einem Anbieter habe, eine große Auswahl an ETF und bis zu 10 ETFs im Sparplan flexibel gestalten kann.
    Aber werde trotzdem mal bald wieder einen Vergleich der Anbieter durchführen

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    • Mir macht es aktuell nichts aus, wenn ich mehrere Depots habe. Schaue ohnehin nicht täglich rein und habe ohnehin schon viele Institute. 1x Girokonto, 2x Tagesgeld, 2xKreditkarte.. also bald dann auch 2x Depot. Ich denke eher, dass ich dadurch etwas flexibler bin und die unterschiedlichen Vorteile nutzen kann.

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  44. Hallöchen,

    ich stecke in der gleichen Situation und habe mich für einen Depotwechsel zu Onvista entschieden.

    Ansich spare ich monatlich 70/30 auf ComStage ETFs.

    Da ich davon ausgehe das OnVista (Commerzbank) versucht die ComStage Produkte auch in Zukunft an den Investor zu bringen hoffe ich das das dort kostenfrei bleibt (nichts genaues weiß man nicht).

    Ich habe mich für das Festpreis Depot bei OnVista entschieden.

    Hier sind wohl die (ausgewählten) Sparpläne kostenfrei und alle anderen Trades kostes 6,50 (5,00 Provision + 1,50 Handesplatz).
    Da ich noch einige Leichen in meinem Depot habe ist dies für mich eine kostengünstige Alternative zur Entsorgung 🙂
    Das FreeBuy Depot kam für mich nicht in Frage da ich auch die Option haben möchte günstig zu verkaufen und ich die Einfachheit mag (6,50 und gut ist).

    OnVista schrieb mir eben das die Depoteröffnung aktuell bis zu 3 Wochen dauert:

    „Falls Sie Ihre Depoteröffnungsunterlagen bereits per Post geschickt haben, möchten wir Sie darauf hinweisen, dass auf Grund des derzeit außergewöhnlich hohen Aufkommens an Anfragen und Depoteröffnungen die Bearbeitung Ihrer Unterlagen längere Zeit in Anspruch nimmt. Aktuell gehen wir daher von einer Bearbeitungszeit von bis zu 3 Wochen aus.

    Wir arbeiten mit Hochdruck an der schnellstmöglichen Eröffnung Ihres neuen Depots.“

    Grüße
    SuperKnuffel (-:

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    • Wenn jemand hohe Summen umschichtet, sind Festpreise ohnehin zu empfehlen. Jemand mit 25€ Sparplan sollte die eher 1,5% schlucken und gut ist. Ich habe nun bei der 1822direkt mein Depot eröffnet, werde aber im nächsten Artikel begründen, wieso. Onvista war Plan B.

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      • Habe mir die 1822direkt auch mal angeschaut. Auch dort steht, dass sie die 24 Monate Free-Buy Aktion frühzeitig beenden können.
        Aber danach wäre dann unabhängig von der Sparrate der Preis bei einem Sparplan bei 2,95€ wenn ich mich nicht verlesen habe?! Wäre vielleicht tatsächlich eine Alternative zur Onvista Bank. Wie sieht das mit den 50€ für das Empfehlen aus? 50/50?! 🙂

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  45. Vorab: Ich habe jetzt nicht alle Kommentare gelesen.
    Depotumzug.
    Ich glaube der Finanzwesir hatte schonmal einen Beitrag dazu verfasst. Jedenfalls ging es darum, dass ein Depotumzug nicht ganz ohne Tücken ist. Man sollte sich vom neuen Broker/ alten Broker auf jeden Fall schriftlich bestätigen lassen, dass alle Kaufdaten übermittelt werden, da es sonst zu einer vorab Besteuerung kommen kann. Wenn ich mich recht erinnere.

    Ich bin auch von dem „Comestage Problem“ betroffen und habe mir mal spaßeshalber ausgerechnet, wie hoch der Verlust bei einer 1000€ Sparrate wäre. Auf 29 Jahre gerechnet. Im Vergleich mit meiner gekündigten Rentenversicherung immer noch deutlich weniger. Wobei ich dort nur einen Bruchteil der Sparrate hatte. Keine wirkliche Überraschung, aber so im direkten Vergleich kann ich mit den fast schon homöopathischen Kosten des Comestage eigentlich gut leben.

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    • Huhu 🙂

      Klar, die 1,5% sind nicht sooooo viel.

      Bei 300 Euro monatlich sind das um die 500 Euro Ersparnis – nach 10 Jahren.
      Haut – auf 10 Jahre gesehen – sicherlich keinen vom Hocker.
      (Dafür bekommt man gerade mal so einen Laufradsatz fürs Fahrrad – und das erst nach 10 Jahren 😉 )

      Ich hoffe das der Depotwechsel problemlos verläuft – habe ich noch nie gemacht.
      Jedenfalls liegen meine Anteile alle in Deutschland und ich bin frohen Mutes.

      Klar ist das Aufwand der sich nicht wirklich auszahlt – finanziell Unabhängig wird man dadurch mit Sicherheit nicht.

      Ich finde es immer etwas hmmm unsachlich wenn argumentiert wird das man bei dem ganzen Prozess seine Arbeitszeit einrechnen soll.

      Klar – kostet Zeit und Nerven.

      Aber:

      Ich für meinen Teil lerne wie so ein Depotwechsel funktioniert und was schief geht.
      Im Zweifelsfall bezahlte ich dann dafür einen Preis in Form von irgendwelchem okkulten Kosten. Habe aber in einem späten „Zwangsfall“ (ich muss jetzt wechseln weil irgendwas) ein Plus an Erfahrung.

      Zum anderen macht mir der Krempel einfach Spaß.

      Ich bastel gerne an meinen Excel-Tabellen, mache obskure Auswertungen deren Sinn sich mir nach 2 Tagen nicht mehr erschließt. Ich sehe das als Hobby .. andere verbringen ihre freie Zeit mit anderen Dingen…

      Glück Auf!
      SuperKnuffel 🙂

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      • Huhu Superknuffel,

        ich musste dich beim Finanzwesir im Kommentar glatt zitieren. „Ich bastel gerne an meinen Excel-Tabellen, mache obskure Auswertungen deren Sinn sich mir nach 2 Tagen nicht mehr erschließt. Ich sehe das als Hobby .. andere verbringen ihre freie Zeit mit anderen Dingen…“

        Sehe es genau so. Die Recherchen für den Artikel waren an sich das Geld nicht wirklich wert, aber ich für mich habe wieder einiges gelernt. Man kann sich ja auch bewusst dafür entscheiden, die Gebühren zu akzeptieren. Aber aus Prinzip irgendwas hinnehmen, ohne kurz drüber nachgedacht zu haben, sollte man nicht.

        Liebe Grüße
        Jenny

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    • Und damit beziehe ich mich auf die letzten Sätze im verlinkten Artikel, die sinngemäß sagen, das man die 1,5% 1,5% sein lassen soll. So habe ich es verstand und so kann ich es auch leben und lebe es schon.

      Wie ich schon weiter oben versucht habe zu verdeutlichen zahle ich lieber 1,5% als (für „kleine“ Sparraten) 25 EUR Pauschale. Aber auch das ist durchkalkuliert und besprochen worden.

      Ganz kostenlos wird es „dauerhauft“ nie etwas geben. Ich bin seit anbeginn mit den 1,5% dabei (seit ich ETFs bespare) und ich bin damit zufrieden. Ja, ich habe auch die „kostenlosen“ Sparplanaktionen anderer ETFs gesehen. Aber diese ETFs wollte ich nicht. Zu geringes Volumen, falsche Wunschnachbildung, TERs,…
      Das Anlageprodukt war mir langfristig wichtiger als die 1,5%….
      Die 1,5% habe ich bewusst gewählt (siehe unten in Bezug auf die „vor Ort“-Bank).

      Ich sehe es so: Personalkosten sind die höchsten Kosten und ich erlebe in meinem Job, wie es ist, wenn versucht wird Kosten und damit ggf. „Preise“ zu drücken, auch wenn den Preis die Krankenkasse zahlt (B2B) und nicht der Kunde direkt (B2C). Der Schuss geht nach hinten los. Jeder will ordentlich bezahlt werden und gute Arbeitsbedingungen. Schlecht bezahlt (für die geleistet oder zunhemnde Arbeit(sbelastung), führt langfristig zu „schlechterer“ Arbeitsleistung.

      Gar nicht bezahlt = weniger Personal = weniger Qualität = mehr Komplikationen = mehr Kosten „am Kunden“. Die „mehr Kosten am Kunden“ liessen sich durch besser bzw. „überhaupt“ Bezahlung und Einstellungen von Personal vermeiden. => Mehr Bezahlung/mehr Personal kostet langfristig weniger, als die Folgekomplikationen durch weniger Personal am Kunden/Patienten.

      Also zahle ich die 1,5% gerne, weil sie immer noch besser sind als alles was es bei den bisherigen „klassichen vor Ort“ Banken nicht gab und trotzdem ein paar davon verdienen.
      Trotzdem habe ich immer noch ein „vor Ort“-Girokonto, auch wg. der lokalen Arbeitsplätze. Ja die 6 EUR Gebühr p.M. könnte ich mir sparen, aber so bringt es mir ein Schließfach ein. Ohne Girokonto keine Option auf ein Schließfach (sofern eines frei ist, die sind nämlich heiß begehrt). Die Direktbank bietet mir kein Schließfach. Und ich nutze das Schließfach gerne als Dokumentenbackup/Sicherungs“verwahrung“ – privat wie nebenberuflich.

      Dafür nutze ich aber nicht mehr die aktiven (teuren) Fonds meiner „vor Ort“-Bank. Das wirkt sich nämlich aus dank hohem AA von 5% und TER von 1,5+x% . Diese kosten gilt / galt es zu vermeiden. 1,5% AA (oder Provision/Kaufgebühr) im Vergleich zu 5%.
      Aber 0% zu 1,5%?
      Weiter runter geht es nicht. Irgendwann nicht mehr.

      Unsere Klinik kauft gerne immer wieder die jeweils günstigen Handschuhe. Ob sich das rechnet, wenn die dann öfters kaputt gehen lasse ich mal dahingestellt.
      Aber egal wieviel 0,x ct ein Handschuh dann kostet, auf 0,0 werden wir nie kommen und das ist gut so. Alles kostet etwas und niemand arbeitet „ohne Grund“ oder langfristig „umsonst“ oder bietet Leistungen augenscheinlich „umsonst“ an. Und es sollte auch niemand dazu gezwungen werden, auf Grund von Angebot und Nachfrage. Reduzieren/Umdenken ja, aber Null% Nein.
      Ich zahle gerne auch 3ct pro Handschuh, wenn er gut sitzt und hält was er verspricht. Das ist „günstiger“ als wenn ich meine Personal- und Zeitkosten dagegenrechne (plus ggf. zusätzlich hinzukommende Komplikationen durch defekte Handschuhe), wenn ich jeden dritten Handschuh aus und neu anziehen muss, weil er (günstig sei Dank) kaputt ist….

      Ich denke niemand der hier Mitlesenden (oder ein Großteil davon) würde 0,0%-Konsumg-Finanzierungen/Kredite) annehmen, nur weil sie nun 0,0% „kosten“. Viele Finanzblogleser haben mittlerweile gelernet, das es immer etwas kostet und wenn es eine zusätzliche Zwangsversicherung ist oder niedrige Tilgungsraten die einen lange Binden ohne Sondertilgung oder mit hohen Vorabfälligkeiten, wenn man eher raus will….
      Und man hat gelernt, das kein Kredit immer noch der beste Kredit ist.;-) (Richtig gut durchkalkulierte und solide Immobilienfinanzierungen zur Vermietung(!) als Einzelfälle mal ausgenommen).

      Schönes Wochenende.

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      • Hi K.,
        ich kann die Kritik an der Gratis-Mentalität verstehen. Deswegen nutze ich z.B. mydealz nicht mehr, weil die Leute irgendwelche Preisfehler schamlos ausnutzen. Gleichzeitig bin ich aber offen für Kundenaktionen, weil die Anbieter ja auch darauf abzielen, dass man das als Kunde erhalten bleibt. Beispiel: Die Postbank hat mir damals als Neukundin ein Tablet geschenkt, kostenlose Kontoführungsgebühr. Mein Freund und ich lassen unsere Girokonten & Gemeinschaftskonto über die PB laufen und zahlen mittlerweile zusammen 96€ im Jahr an Kontoführungsgebühren.

        Darf ich fragen, wie hoch deine ETF-Sparraten sind? Bei mehreren kleinen Raten sind die 1,5% tatsächlich die günstigere Lösung. Aber eben nicht, wenn man, wie ich beim Finanzwesi r gelesen habe, z.B. 3.000€ jeden Monat via Sparplan einsteuern will. Manche nutzen die Sparpläne ja auch, um ihr Erspartes schrittweise in ETFs überzuführen. Da zahlt man schnell mal Gebühren im Jahr in Höhe eines kleinen Urlaubs.

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      • Hallo Jenny,

        meine fixen monatlichen ETF-Sparplan-Raten liegen ingesamt bei 200-300 EUR je nachdem. Plus 1x pro Quartal ein Einmalkauf in ETFs oder Einzelaktien in Höhe von 500-600 EUR (angespart auf dem Tagesgeld zzgl. Dividendenreinvestitionen).
        Als ich die Sparpläne 2015 anlegte, war das Sparplanlimit bei 500 EUR. Dort begann die Grenze zum manuellen Fonds-Einzelkauf. Wie das heute ist, müsste ich mal nachscheuen.

        Wichtig beim Sparplan ist für mich, das Dranbleiben. Ich habe dazu auch einen Kommentar beim Finanzwesir geschrieben (Samstag früh), aber der ist noch nicht veröffentlicht.
        Ein Sparplan mag zwar auch schnell gekündigt sein (falls man zittrig würde). Aber ich empfinde die Grenze / Handlungsschwelle aber immer noch höher als wenn ich generell „nur“ aktiv werden müsste, wenn man nur manuell kauft. Beim nur manuellen Kauf tut man dann als zittriger ggf. erst recht nichts und steht nur an der Seitenlinie. So zumindest mein Empfinden.
        Sparpläne aus meinen früheren Jahren auf aktive (größtenteils thesaurierenden) Fonds haben mir gezeigt, das diese sinnvoll sind. Sie sparen Zeit und Emotionen. Und nehmen so alles mit, Stichwort Ausschüttungen/Kurssteigerungen an nur wenigen Tagen im Jahr. Mehr dazu weiter unten.

        Beim manuellen Kauf muss ich ja immer wieder neu abwägen, was ich kaufe, wenn es mehrere Kaufentscheidungen (passend für meine Strategie) gibt… Das kostet ggf. Zeit und man ist evtl. dann nicht mehr so ganz rational. Ein Sparplan ist da „sturer“.
        Würde ich nur manuell kaufen (500 EUR Grenze), was ggf. möglich wäre, dann fände ich es komplizierter. Ich bespare mehrere ETFs (so das die Sparplanrate ja noch aufgeteilt wird auf mehrere ETFs aber in der Summe ist es ja egal).

        Bei mehreren ETFs müsste ich mir ggf. Gedanken machen über anstehende Ausschüttungstermine und wann ich was kaufe um keine „günstigen“ Ausschüttungstermine zu verpassen. Vergleichbar den Kursanstiegen, die ich evtl. verpasse, wenn ich nicht monatliche anlege. Dazu gab es hier und beim Finanzwesir in den Kommentaren ja schon Überlegungen.
        So bin ich einfach „stur“ dabei und habe nicht das Problem oder den möglichen Reiz des versuchten Market-Timings.

        Ggf. stelle ich die quartalsweise Investition auch später mal um, aber dann würde es „lange“ dauern bis ich genug Dividenden/Ausschüttungen zusammen habe zur manuellen Reinvestition. Mit drei Monaten kann ich leben. Ich will das Ausschüttungs-Geld halt nicht auf dem Tagesgeld rumliegen lassen, sondern es „zeitnah“ wieder in den Markt bringen. Nur da kann es arbeiten und den Zinseszins-Effekt wirken lassen. Mit steigenden Ausschüttungen bzw. Anteilen wird das auch besser, aber momentan bin ich bie ca. 500 EUR Dividenden/Ausschüttungen pro Jahr, übers Jahr verteilt.

        Jeden Monat den Sparplan anpassen, zur Reninvestition ginge zwar, auch aber das ist halt auch wieder Zeit und „Entscheidung“/Market-Timing (wie verteile ich diese, da ich ggf. hier und da kurzfristig was bedenken könnte/müsste).

        Deshalb ist der Sparplan der No-Brainer, das „ich bleibe bei meiner Strategie“-Vehikel und der Rest kommt on top. So ist es für mich zeitsparend. Bei der quartalsweisen Investion und Reinvestition ist es ja egal, wann ich diese tätige, da ich da ja erstmal nicht so viel verpassen könnte (siehe oben) – Kurssteigerungen, Ausschüttungen. Klar schon auch, aber dank dem Sparplan bin ich zumindest etwas mit dabei….

        Es gibt ja genug Studien die zeigen, das manche Jahre nur wenige Tage im Jahr haben, an denen man dabei sein musste um die richtigen Kurssteigerungen mitzunehmen. Mit Quartalsweise bin ich da dann ggf. nicht so dabei, wie monatlich.

        LG,

        K.

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      • Hätte ich nur ein oder zwei ETFs oder einer anderen Strategie/ETF-Auswahl wäre es vielleicht (?) einfacher, aber ich habe mich für einen andere Strategie entschieden, auch um den (ebenfalls besparten) MSCI-World regionen technsich etwas auszugleichen und auf Grund anderer Kriterien, wobei ich nicth versuche alles abzudecken. Der kleine Schnaps ist es nicht wert, wie es beim Finanzwesir so schön hieß.

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  46. Hallo zusammen,
    oh man… wo fange ich an?
    Bin total verunsichert!
    Habe heute (bevor ich den Artikel gelesen habe) das erste Mal in meinen Leben einen Sparplan ins Leben gerufen. MSCI World Comdirect.
    Ich wollte einfach mal anfangen! Kleinerer 3-stelliger Betrag und voller Euphorie!

    Nun lese ich den Artikel und die Kommentare…

    Was soll ich nun tun? Habt ihr ein paar Tipps für einen blutigen Anfänger?

    Vielen lieben Dank im voraus und Grüße aus dem hohen Norden,
    Daniel

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    • Hallo Daniel,
      ich kann die Verunsicherung verstehen, ist das alles doch vermutlich ein Stück weit Neuland für dich und man möchte ja möglichst alles perfekt machen, gell?
      Falls es dich ein Stück weit beruhigt, den wichtigsten Schritt hast du hinter dir: Du hast dich dazu entschlossen, auch in Aktien (in Form von ETFs) zu investieren. DAS ist der Unterschied zwischen einer Nettorendite von 0% auf dem Tagesgeld und einer höheren (5%? 6%? 7%?…) durch Aktien. Alle anderen Entscheidungen, wie die Wahl des Brokers, die Wahl zwischen Thesaurierer oder Ausschüter oder eben diese einmaligen Kaufkosten sind im Vergleich zu diesem einen Schritt vernachlässigbar gering und wirken sich nur minimal auf deinen Anlageerfolg aus. Es geht hier um Pillepalle, der ähnlich wichtig ist, wie die Frage, ob man nicht besser den ETF nehmen sollte, der 0,05% geringere laufende Kosten hat. Ja, da kann man noch mal was optimieren. Nein, das macht keinen großen Unterschied auf lange Sicht. Also, raus aus dem Panikmodus, rein ins kühle Überlegen. Rechne dir aus, welche Kosten dir entstehen. Schau nach, ob du den gleichen Sparplan woanders günstiger bekommst. Rechne dir die Differenz aus und überlege dir, ob das einen Wechsel rechtfertigt. Falls ja, wechsle den Broker und gut ist. Das tut vermutlich nicht weh. Gibt ja mitunter sogar Wechselprämien.

      Sei dir aber bewusst, dass das Angebot deines Brokers sich auch wieder ändern kann. Oder ein anderer ETF plötzlich günstiger sein kann. Oder sich die Gesetze ändern. Es ist also kein Thema, das du einmalig abhaken kannst. Du wirst das Thema Kosten immer im Blick behalten müssen und immer wieder neu entscheiden, ob du aktiv werden willst oder nicht. Das ist normal und wird dir immer mal wieder in deinem Anlegerleben passieren.

      Wichtig ist der große Hebel: Aktien vs. Tagesgeld. Das du an dem ziehen willst, ist wichtiger als alles andere. Glückwunsch dazu!

      Liebe Grüße
      Dummerchen

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