Geld macht glücklich & vieles einfacher

Letztes Jahr habe ich mich nur wenig mit dem Börsengeschehen beschäftigt. Meine ETF-Sparpläne laufen automatisch, sodass ich mich nicht darum kümmern muss. Ehe ich mich versah, habe ich ein halbes Jahr lang nicht in mein Depot geschaut. Bei einem Radiointerview wurde ich letztens fragt, wie viel „Gewinn“ ich an der Börse gemacht habe. Vielleicht 10.000€? Ich musste raten, ich tracke mein Depot nicht. Abgerechnet wird schließlich immer erst am „Schluss“, also mal in vielen Jahrzehnten, wenn ich meine Wertpapiere mal verkaufen sollte.

Wieder mal muss ich mich selbst fragen:

Darf ich noch ruhigen Gewissens einen Lifestyle- & Finanzblog führen?

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Die wichtigste Altersvorsorge: Gesund bleiben

Vor Kurzem habe ich zur Blogparade – Gesünder leben aufgerufen. Heute möchte ich euch näher bringen, wieso man für seine Altersvorsorge nicht nur seine Finanzen optimieren darf, sondern sein ganzes Leben unter die Lupe nehmen muss. Zu Beginn werde ich dabei Parallelen zur Finanzwelt ziehen, um euch dann einen Einblick in meinen Alltag zu geben und wieso ich gesünder leben möchte.

Gewohnheit und Erziehung: Fluch oder Segen?

Wenn es um Geld geht, profitiere ich von meinen Gewohnheiten: Ich war als Kind schon ein Sparfuchs und genügsam. Daran hat sich auch nicht viel geändert.

Während ich auf der einen Seite problemlos Geld für einen unbekannten Zeitpunkt spare, kann ich nicht mal eine Packung Schokolade öffnen, ohne sie in einem Zuge zu essen.

(Egal, wie groß sie ist.) Langfristige Vorsorge ist aktuell nicht in jedem Lebensbereich mein Spezialgebiet. Weiterlesen

Klein anfangen beim Investieren statt All-in

Ich habe heimlich, still und leise die Beiträge meiner ETF-Sparpläne in den letzten Monaten erhöht. Statt anfangs 150€ wandern nun jeden Monat 600€ in mein Depot, was ich mir vor 2 Jahren kaum hatte vorstellen können. Heute möchte ich euch folgende Fragen erläutern:

1. Wieso habe ich so lange gebraucht, um der Börse mehr Vertrauen zu schenken?
2. Welche Ziele verfolge ich?
3. Wie sieht meine Investitionsstrategie in Zukunft aus?

Nichts überstürzen
Man heiratet nicht gleich nach dem ersten Date. Fängt beim Joggen nicht gleich mit dem Marathon an und bestellt nicht 3 Kugeln von einer unbekannten Eissorte. Deswegen war für mich von Anfang an klar: Sollte ich jemals Geld an der Börse lassen, dann setze ich nicht gleich mein ganzes Erspartes ein, sondern steige behutsam ein. Manch einer hat da vielleicht ein Zockergen und würde ohne mit der Wimper zu zucken im Casino alles auf eine Farbe setzen, aber das ist einfach nichts für mich. Weiterlesen

Meine Generation hat Angst vor der Nicht-Rente

Selten unterhalte ich mich mit Freunden über Finanzen. Zufällig kam ich an Silvester mit meinen Freundinnen auf das Thema Altersvorsorge und Geldanlage.

Erste Erkenntnis: Meine Freundinnen interessieren sich für Finanzen
Mit ein paar ehemaligen Schulfreundinnen habe ich ins neue Jahr rein gefeiert. So gegen halb 5 nachts kam ich mit einer Freundin auf das Thema Vermögensbildung zu sprechen. Sie ist letztes Jahr mit ihrer Ausbildung fertig geworden und investiert nun fleißig in aktiv gemanagte Fonds mit saftigen Gebühren- auf Empfehlung ihrer Hausbank. Ich habe ihr von meinen Sparplänen erzählt und dass sich passives Investieren via ETFs auch bei ihr anbieten würde. Weiterlesen

Meine Erfahrung mit Versicherungsvertretern – Teil 2/2 (betriebliche Altersvorsorge)

Nachdem ich in meinem vorigen Beitrag auf das Produkt Riester eingegangen bin, möchte ich euch heute vom Prinzip der betrieblichen Altersvorsorge berichten.

3. Berufsstart – Betriebliche Altersvorsorge (bAV)

In meiner Firma wird die betriebliche Altersvorsorge hoch angepriesen. Mehrmals im Jahr gibt es Beratungstermine und ich dachte mir: „Lohnt sich vielleicht, sich das mal anzuhören.“ Wieder begrüßte mich ein junger Mann und zeigte mir auf, wie ich mit 388€ von meinem Brutto-Gehalt die maximale staatliche Förderung erhalte. Da das Geld von meinem Brutto abgeht (auch Entgeltumwandlung genannt), würde ich netto nur 186€ davon mitbekommen. Klingt an sich ja schon mal ganz nett. Mit 67 hätte ich dann je nach Modell eine garantierte Rente von 665€ bis 940€. Bei einer jährlichen Rendite der Fonds von 8% sogar 8.248€. In meinem Alter würde sich ein solcher Vertrag ganz besonders lohnen. Nach 45min fing er an, irgendetwas auszudrucken und wollte den Vertrag unter Dach und Fach bringen. Er war verdutzt, als ich ihm entsetzt mitteilte, dass ich sowas doch nicht sofort unterschreibe. Es ging hier bei meinen Beträgen um über 200.000€!!!, die ich in den nächsten 46 Jahren einzahlen würde. Ich sollte mal eben nebenbei nach 45 Minuten Gespräch etwas im Wert eines kleinen Einfamilienhauses kaufen?

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Meine Erfahrung mit Versicherungsvertretern – Teil 1/2 (Riester)

Kaum verdient man sein erstes Geld, werden Banken und Versicherungsmakler furchtbar freundlich und sorgen sich um den Verbleib deines Ersparten. In meinem vorigen Beitrag erwähnte ich bereits, dass ich keine gezielte Altersvorsorge betreibe. Dennoch möchte ich von meinen Erfahrungen mit Versicherungsberatern erzählen und euch mit meinem 2-teiligen Beitrag das Thema Riester und betriebliche Altersvorsorge näher [ferner] bringen.

  1. Anfang des Studiums – Riester

Als ich mein duales Studium anfing, wurde mir von einem netten jungen Mann bei der Sparkasse (ohne Ironie, er war wirklich nett) die Riesterrente vorgestellt. So richtig verstanden habe ich das Produkt nicht. Nur, dass ich irgendwelche Förderungen bekommen würde und es mein Brutto-Einkommen senkt. Hauptsinn des Ganzen war es, mein Einkommen zu drücken und somit mein Kindergeld zu retten. Im Jahr durfte ich nur 8004€ verdienen (=667€ im Monat) oder ich würde keinen Cent von der Familienkasse sehen. Ich habe nicht unterschrieben. Verträge ohne den Nutzen zu verstehen sind nicht so mein Ding. Mein Kindergeld durfte ich dank abziehbarer Werbungskosten zum Glück trotzdem behalten. Weiterlesen