Ist das Modell der Ehe veraltet? – (Scheidung) Teil 5

Verliebt, verlobt, verheiratet, geschieden.. Was wir früher als Kinder beim Seilspringen munter vor uns her sangen, wird für jede 3. Ehe nach rund 15 Jahren Realität. Man heiratet den tollsten Menschen auf der Welt, um sich manchmal von der schrecklichsten Person auf Erden zu trennen. Dabei sind die Beteiligten im Schnitt Mitte 40. Die Hälfte hat minderjährige Kinder. In meinem letzten Beitrag ging es um das Thema Trennung, heute geht es um die rechtlichen Konsequenzen einer Scheidung.

Für das unverheiratete Paar Adam und Eva hat dieser Artikel keine Relevanz. Für die Kinder wird Unterhalt gezahlt, jeder nimmt mit, was nachweislich ihm gehört und gemeinsamer Besitz wird aufgeteilt. Bei dem Ehepaar Romeo und Julia hingegen ist leider nicht auf Anhieb klar, wer was nach der Scheidung bekommt und wie viel Unterhalt fließt. Weiterlesen

Ist das Modell der Ehe veraltet? (Trennung) – Teil 4

In dem vorigen Teil meiner Beitragsreihe ging es um finanzielle Aspekte und Rechte bei Ehepaaren und unverheirateten Paaren. Dort kamen verheiratete Paare besser weg, wenn ein Partner beruflich kürzer tritt oder wenn es um die gegenseitige Absicherung durch Schenkung, Erbe oder Rente geht. Der vierte Teil meiner Artikelreihe dreht sich um die Frage: Was geschieht, wenn die Musterpaare Romeo & Julia bzw. Adam & Eva sich trennen? Welche Kosten und Pflichten gehen mit der Trennung einher und wie kann man die schlimmsten potentiellen Streitpunkte vorsorglich umgehen? Weiterlesen

Blogparade: Mein Weg in die finanzielle Freiheit

Pascal von fyoumoney.de hat zur Blogparade aufgerufen. Es möchte wissen, wieso man Vermögensaufbau betreibt und welche Auswirkungen dieser auf das Leben seiner Leser hat. Viele interessante Artikel zu dem Thema wurden bereits veröffentlicht und ich finde es toll, wie viele private Einblicke man in das Leben der anderen Blogger bekommt – und dass, obwohl man als Blogger ja eigentlich ohnehin schon sehr viel aus seinem Leben Preis gibt.

Letztes Jahr habe ich bereits darüber geschrieben, dass ich nicht aus eigenem Wunsch finanziell frei werden möchte, sondern mich quasi dazu genötigt fühle. So richtig greifbar ist dieses Ziel für mich immer noch nicht. Dennoch hat es Einfluss auf mein jetziges Leben, wovon ich heute berichten möchte. Weiterlesen

Freistellungsaufträge für Kapitalerträge richtig erteilen

Gerade ordne ich ein wenig meine Dokumente und lade mir die Jahresbescheinigungen bei den jeweiligen Bankinstituten herunter. Dabei stachen mir nun ein paar Zahlen ins Auge: Ich habe doch tatsächlich 18,68€ Kapitalertragssteuer+Solidaritätszuschlag bei meinem Tagesgeldkonto gezahlt. Sapperlot, wie konnte mir das passieren? Leider nicht, weil ich über 801€ passive Einnahmen habe, sondern weil ich meinen Freibetrag nicht richtig aufgeteilt habe. Meine Festgelder haben mir über 1 % Zinsen beschert, sodass ich mit so vielen Zinserträgen einfach nicht gerechnet hatte.

Deswegen geht es heute um das Thema Steuern auf Kapitalerträge und wie man seinen Freibetrag richtig einsetzt.

Welche Abgaben sind bei meinen Zinsen und Ausschüttungen fällig?

Obwohl ich bereits als Kind ein Sparbuch hatte und mit 8 mein erstes Konto, musste ich mir nie über irgendwelche Steuern Gedanken machen. Das haben damals alles meine Eltern und die Bank geregelt. Das Wort „Kapitalertragssteuer“ hatte ich bis zu meinem 20. Lebensjahr noch nie gehört. Erst im Jahre 2012 als ich ein Tagesgeldkonto abschloss, musste ich mich damit auseinander setzen:

Jeder Deutsche darf aktuell 801€ Kapitalerträge im Jahr erhalten (sei es durch Zinsen, Dividenden oder Verkäufe von Wertpapieren), ohne Steuern dafür zu zahlen.  Weiterlesen

Buchrezension: Reicher als die Geissens

Ein Kollege riet mir, dieses Buch zu kaufen. Ein Buch für 6,95€, was mir die ganze Zeit als kostenlos angepriesen wurde. Ich begriff nicht, was mir das bringen sollte. „Jenny, ganz einfach: Du musst zwar etwas dafür zahlen, aber nach dem Lesen werden sich die Kosten schnell rentieren!“ Ich begann über seine Worte nachzudenken und verstand es immer noch nicht so recht. „Jenny. Denk doch mal nach: Musstest du nicht auch für andere Lehrbücher stets etwas zahlen und hattest dafür einen enormen Gegenwert? Denke alleine an deine Schulbildung und dein Studium, was du genießen durftest. Sind da 7€ nicht ebenfalls eine gute Investition, wenn du dadurch etwas für dein restliches Leben lernst?“ Als ich abends nachdenklich vor meinem Bücherregal stand, wurde mir klar, was er mir sagen wollte: Kostenloser Inhalt auf Websites ist zwar gut, aber manches Wissen hatte ich mir bisher nur aus speziellen Fachbüchern aneignen können. „Wird es unter all den käuflichen Büchern nicht auch mal Nieten geben? Weil der Autor mir das Geld aus der Tasche ziehen will, um seinen eigenen Geldbeutel zu füllen? Und gibt es nicht auch viele Bücher, die inhaltlich für mein Leben einfach keine Relevanz haben?“ fragte ich meinen Bekannten. „Eine gute Frage, Jenny. Deswegen wähle deine Bücher mit Bedacht. Selbst wenn ein paar Fehlkäufe dabei sind: Du wirst immer wieder ein Buch in deinen Händen halten, was dein Leben enorm verändern wird.“ Wow, endlich verstand ich, was er mir sagen wollte: Nicht jedes Buch ist sein Geld wert. Deswegen muss ich die Bücher ausfindig machen, die mir einen Mehrwert im Leben bieten und jeden Cent und noch viel mehr wert sein würden.

So in etwa beginnt typischerweise ein Kapitel in dem Buch „Reicher als die Geissens“ von Alex Fischer. Weiterlesen

Versuchungen zu widerstehen ist manchmal nicht so einfach..

Egal, wo man hinschaut: Es wimmelt von Werbung. In Briefkasten lauern lauter Prospekte, welche Möbel, Elektrik und Lebensmittel anpreisen. Im Fernsehen werden Versicherungen, Kredit-Vergleiche, Designer-Möbel und viele Online-Shops beworben. Die neusten Video-News? Es folgt ein kurzer 30-Sekunden-Spot… Im Supermarkt gibt es überall nur Sonderangebote und Süßigkeiten locken passend zur Weihnachtszeit.

An dieser Stelle würde ich nun gerne behaupten, dass das alles eiskalt an mir vorbeizieht. Tut es aber nicht.

Wieso mich Werbung und Angebote beeinflussen

Wie auch der Frugalist Oliver bin ich schwer zu beschenken. Eigentlich habe ich schon alles. Dennoch blättere ich gerne durch Prospekte und schaue auch mal bewusst in ein Schaufenster oder begutachte die Angebots-Kisten in Supermärkten, wo mich allerlei Schnickschnack anlacht: „Hallo Jenny, ich bin eine platzsparende Mini-Friteuse. Nimm mich mit. Die kuscheligen Bettbezüge neben mir kannst du auch ruhig in den Einkaufswagen legen.“ Weiterlesen