ETF-Aktion bei 1822direkt: Wie geht es weiter?

Vor 2 Jahren habe ich mich näher mit den verschiedenen Depot-Anbietern befasst. Ich war auf der Suche nach einem kostenlosen Depot und einem ETF-Sparplan ohne Gebühren. Hier geht es zu dem alten Artikel.

Ich habe mich damals für die 1822 direkt entschieden, weil es 140€ Neukundenbonus gab und garantiert wurde, dass die ETF-Sparpläne 2 Jahre kostenlos bleiben. Die 2 Jahre sind nun vorbei und wieder stellt sich die Frage für mich:

Wie geht es weiter?

Was sich bei der 1822 direkt ändert

Wer sein 1822-Depot nicht nutzt, für den fallen 3,90€ Depot-Gebühren jeden Monat an. Nur wer jeden Monat einen Sparplan ausführt oder 1x im Quartal manuell Wertpapiere handelt, für den bleibt es kostenlos.

Nachzulesen hier: Leistungen und Konditionen

Es gibt zum Glück wieder eine ETF-Aktion (ETFs von comstage), die wieder 2 Jahre kostenlos) für neue Sparpläne ist.

Dies gilt nicht für bereits laufende ETF-Sparpläne!

Ich habe mit dem Support geschrieben: Man muss den ETF-Sparplan löschen und neu anlegen, um wieder von der Aktion zu profiteren. Sicherheitshalber werde ich meinen Sparplan für einen Monat pausieren und im Dezember neu abschließen.

ETFs ohne Nutzung der Aktion kosten 2,95€ pro Ausführung. 

Was sind die Alternativen?

Consorsbank bietet weiterhin kostenlose ETF-Sparpläne an (db x-trackers, Lyxor und BNP Paribas), teilweise geht die Aktion bis Ende 2022. Onvista mit 1€ Ausgabeaufschlag und DKB mit 1,50€ sind weiterhin günstige Alternativen – vor allem wer den beliebten FTSE All-World UCITS ETF von Vanguard besparen möchte.

Bei der DKB kann man derzeit ETFs von amundi, lyxor und HBSC kostenlos besparen. Bei Ing-Diba kann man manuelle Käufe tätigen. Beide Aktionen enden allerdings Ende des Jahres und mir ist nicht bekannt, ob die Aktionen verlängert werden.

Persönliches Fazit

Wer ETFs besparen möchte, kann dies weiterhin günstig tun. Wer wie ich bei der 1822direkt ist, sollte den Sparplan löschen und neu anlegen, damit er weitere 2 Jahre von der Aktion profitiert & die Kontoführungsgebühren entfallen. Sicherheitshalber werde ich Januar 2020 kontrollieren, ob bei 1822 wirklich weiterhin alles kostenlos bleibt.

Aus der Historie heraus bleibe ich bei meinen beiden Depots von 1822 direkt & der consorsbank, da ich so wenig wie möglich Zeit in mein Depot investieren möchte. Der Plan ist die letzten 2 Jahre wunderbar aufgegangen. Geschätzt habe ich vielleicht 2 Stunden dieses Jahr gebraucht, um 2 Orders zu tätigen (1 Aktienverkauf, 1 Kauf), ein paar PDFs abzuspeichern, die sich im Postfach angesammelt hatten und um neue Zugangsdaten anzufordern. Die Steuererklärung steht noch aus.

Wo habt ihr eure Sparpläne angelegt und wie viel Zeit investiert ihr pro Jahr in euer Depot?

FunFact1: Ich musste dieses Jahr neue Zugangsdaten bei der 1822 anfordern, weil ich nie in mein Depot geschaut & mein Passwort vergessen hatte.

FunFact2: Seit der 2-Faktor-Authentifizierung (Online-Login + Bestätigung am Handy) schaue ich wesentlich weniger in mein Depot von der consorsbank.

28 Gedanken zu „ETF-Aktion bei 1822direkt: Wie geht es weiter?

  1. Hey Ex-Studentin,

    danke für den schönen Artikel. Ich bin eigentlich ganz zufrieden mit meinem ETF-Sparplänen bei der DKB. Hattest du bei denen schon mal ein Konto? Finde nur den PSD2-Login derzeit nicht so cool. Aber das nervt überall. Werde dazu mal was veröffentlichen, denke ich – vielleicht noch diese Woche. Mal schauen.

    Herzliche Grüße
    Jens

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    • Hi Jens,

      bei der DKB hatte ich bisher noch kein Depot. Tatsächlich aber ein Konto. Mal vor 2-3 Jahren beantragt und dann auch Bequemlichkeit nicht umgezogen. Mein Freund und ich haben unsere Einzelkonten + Gemeinschaftskonto bei der Postbank, aber die 100€ Jahresgebühren wollten wir uns eigentlich sparen..

      Liebe Grüße
      Jenny

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      • Hi Jens,
        meines Wissens erst ab 3.000€, das schaffe ich leider nicht mit meinem Gehaltseingang.. Wir müssten das vermutlich künstlich durch viel Hin- und Herüberweisen regeln, falls das die Postbank so akzeptiert.

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      • Hallo Jens,

        Ich habe seit einem guten Jahr ein Depot und mein Konsum-/Alltagskonto bei der DKB.
        Irgendwelche konkreten Fragen dazu?

        Ich bin seither sehr zufrieden und zumindest in der App ist die PSD2 ganz brauchbar umgesetzt.

        Gruß
        Remo

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  2. Hi Jenny,

    ich investiere immer noch ausschließlich in Einzelaktien. Da ich allerdings schon finanziell frei bin, ist das kein Muss mehr. Trotzdem habe ich überschüssiges Geld, das lege ich zumeist in einer der bestehenden Positionen oder seltener in etwas neues an. Wenn man schon lange investiert, geht nicht viel Zeit drauf. Ist keine große Sache.

    Wenn Du nicht viel Aufwand hast, machst Du alles richtig. Hauptsache monatlich etwas weglegen, Irgendwann ist es geschafft und das Thema Geld hat dann nur noch eine untergeordnete Priorität.

    Man muss nicht massig Energie darin verwenden.

    Grüße Oliver

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    • Hi Oliver,
      bei Einzelaktien sind (korrigiere mich, wenn ich falsch liege) die Gebührenunterschiede vermutlich nicht so enorm. Meist 5€ mindestens + 0,25 % pro Order oder so ähnlich. Sofern man kaum noch was am Depot verändert, fällt das vermutlich nicht so ins Gewicht als wenn man 20x im Jahr was hin- und herbewegt.

      Liebe Grüße
      Jenny

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      • Hallo Jenny,

        bei Consors ist es teuer, gerade bei ausländischen Aktien. Ich kaufe da zumeist noch deutsche Aktien, aber recht selten. Zusätzlich bin ich bei Lynx. Da zahle ich bei US-Aktien 5 $, das wars. Bei den kanadischen sind es 5 kanadische Dollar, also noch etwas günstiger. Man könnte es billiger bekommen, aber irgendwann macht eine weitere Ersparnis keinen großartigen Sinn, das ist richtig.

        Du hast recht: Da ich selten verkaufe, habe ich außer Papa Staat bei den Dividenden keine Kosten mehr. Sehr angenehm. Bei den ETFs sind die Kosten auch so übersichtlich, dass man es verkraften kann. Nur bei höheren Summen würde ich trotzdem anfangen umzuschichten und in Standardwerte zu investieren. Man spart sich bei 500k Depotwert und 0,2% Gebühren dann doch 1.000 EURO im Jahr. Muss man selber wissen, was man gerne machen möchte.

        Grüße
        Oliver

        Gefällt 1 Person

      • Hi Oli,
        ja, den Schritt auf Einzelwerte zu gehen, kann ich absolut nachvollziehen! Bei geringen Summen bekommt man die Diversifikation noch nicht hin. Ab einer gewissen „ETF-Basis“ ergibt es für mich Sinn, einzelne Unternehmen mit reinzunehmen. Allerdings muss man sich dann ein wenig mehr damit auseinander setzen. Mein Depot ist aktuell sehr Technik-lastig (google & Co), weil ich mich nicht zu sehr mit irgendwelchen Kennzahlen und Prognosen auseinander setzen möchte.

        Jetzt, wo du die Preise ansprichst, habe ich bei der consors mich ab und zu über die hohe Gebühr gewundert..

        Liebe Grüße
        Jenny

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      • Da es zum Glück genügend ETFs gibt, die dank relativ risikoarmer Wertpapierleihe effektive Kosten von 0,00% haben sind Einzelaktien rational gesehen auch bei höheren Summen kein Thema. Zumal sie das Portfolio nur risikoreicher gestalten, ohne ex-ante eine höhere Renditeerwartung zu generieren.

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      • Hi Niko,
        danke für den Hinweis. An dieser Stelle verweise ich auf die heilige Bibel, den Holzmeier-Thread im Wertpapier-Forum:
        Ich werde wahrscheinlich bei 1822 direkt nur einen kleinen Sparplan einrichten, damit die Kontogebühren kostenlos bleiben. Bei der consorsbank lachen mich die ETFs von dbx-Trackers an. Die Aktion geht voraussichtlich bis Ende 2022.

        https://www.wertpapier-forum.de/topic/45254-trackingdifferenzen-von-aktien-etfs-auf-standardindizes/

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  3. Und täglich grüßt das Murmeltier. 🙂
    Das Problem kenne ich und es hat mich schon beim ersten Mal genervt. Also hatte ich mir verschiedene Banken und Broker angesehen, um für mich den passenden zu finden.
    Ich bin letztlich bei der DKB gelandet, da für mich die 1,50€ pro Sparplanausführung ein attraktives Angebot ist und ich nicht von Aktion zu Aktion springen wollte. Das waren aber nicht die einzigen Gründe, das zusätzliche Girokonto und die zugehörige Kreditkarte konnte ich auch gut gebrauchen. Mittlerweile wickel ich die meisten Alltagstransaktionen darüber ab.

    Aber zurück zum Thema, mein Tipp für euch: Sucht euch den Broker nicht auf Basis der (Lock-)Angebote aus, sondern auf Basis der normalen Gebührenstruktur und dem Leistungsangebot. Dann muss man sich über ablaufende Aktionen keine Gedanken machen.

    Eins noch zur PSD2:
    Bisher habe ich die Lösungen der ING, DKB und Consorsbank testen dürfen. Bei der Consorsbank fühlt es sich einfach nur sperrig an und nervt mich total. Bei den anderen beiden empfinde ich den Zusatzaufwand als vertretbar und bin da ganz zufrieden. Die Lösungen sind dort auch sehr ähnlich. Wirklich sicherer fühlt sich das Onlinebanking dadurch aber nicht an.

    Gruß
    Remo

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    • Hi Remo,
      wenn man beim Investieren anfängt, sucht man sich meist den Anbieter, der im Schnitt am attraktivsten erscheint. Ich bin damals bei der DAB-Bank gestartet und somit zur consorsbank zwangsumgezogen worden. Am Ende ist der Mensch ein Gewohnheitstier und ich mag die consorsbank mittlerweile bzw. meine Aktien handel ich nur darüber.

      Den Schritt zur 1822 direkt bereue ich erst mal nicht. Wenn ich dadurch 4 Jahre „Ruhe“ habe, ist das ja auch schon mal was und die 140€ Neukundenprämie waren damals zu verlockend. Bin eigentlich niemand, der jedes Jahr hin- und herhoppt, aber ab 100€ Ersparnis werde ich dann irgendwann doch tätig.

      Habe nun nach 6 Jahren auch endlich mal den Stromanbieter gewechselt.. 🙂

      Liebe Grüße
      Jenny

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    • Hallo, wieso hat eigentlich keiner das Depot bei der Wüstenrot auf dem Schirm? Ich habe dort selbst mein zweites Depot (Nr1 bei OnVista).

      Depotführung ist kostenlos und ETF Sparplankosten von 0,2% was ich für sehr günstig halte und was mir persönlich wichtig war ist ein geringes Minimum von 25€. Das Limit ist ja bei der onvista sehr starr (ab 50€ und nur 50er Schritte). Das Depot bzw. das Portal ist übrigens keins von der Wüstenrot sondern lediglich ein umgelabeltes von ebase.

      Allerdings wurde die Bank nun von der Oldenburgischen Landesbank übernommen, angeblich soll alles bleiben wie es ist…abwarten.

      Gruß Thomas

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      • Hi Thomas,
        vielleicht muss ich die Liste doch mal aktualisieren. Hatte jetzt nicht bei jedem Anbieter nachgeschaut, was sich geändert hat. Die Tendenz der Liste von vor 2 Jahren ist geblieben. Da war z.B. maxblue kostenlos und wüstenrot recht günstig.
        Ist ein guter Hinweis, dass es auch gute Anbieter für kleine Raten gibt.
        Consorsbank geht übrigens auch ab 25€ im Monat.

        Liebe Grüße
        Jenny

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      • Ja, was ich noch zum Thema Wüstenrot vergessen habe, was ich aber sehr gut und nützlich halte:
        Wenn man z.B. einen ausschüttenden ETF hat, kann man einstellen, dass Ausschüttungen des ETFs direkt wieder automatisch reinvestiert werden. Man hat so zusagen eine eigene Thesaurierung.
        Ich will damit gar nicht die Diskussion Ausschüttung oder Thesaurierung anstoßen, möchte das nur lediglich erwähnt haben weil mir persönlich ausschüttende ETFs lieber sind.

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      • Hi Thomas,
        Das ist auch ein interessantes Angebot, gerade für kleinere Sparplanraten. Für mich lohnt sich der Aufwand nicht, ein weiteres Depot auf zu machen. 1,50€ ist für mich ein angenehmer Preis und bei meiner Spaplanrate auch deutlich unter 1%.
        Aber für Neueinsteiger bzw. falls jemand sowieso was neues Aufsetzen möchte, ist das auf jeden Fall einen Blick wert. Vielleicht auch gerade als Depot für z.B. Enkel- oder Patenkinder, das man regelmäßig mit eher kleineren Summen besparen will.
        Danke für diesen Tipp!

        Gruß Remo

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  4. Hallo Jenny,

    ich bin auch rundum zufrieden mit der DKB als Gesamtpaket und den Sparplänen für jeweils 1,50 Euro. Wenn man etwas irgendwo anders im kostenlosen Sparplan kauft, was entweder dauerhaft eine höhere Gebühr hat, oder was man nicht wirklich haben möchte, ärgert man sich am Ende doch. Solche Sparplan Spielchen habe ich zu lange mitgemacht.

    Viele Grüsse,
    Ruben

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    • Hi Ruben,
      am Ende kommt es auch darauf an, wofür ein Anbieter dauerhaft steht. DKB war schon immer bekannt dafür, alles sehr preiswert anzubieten bzw. vorne mit dabei zu sein. Das wird auch hoffentlich so bleiben. Aber das dachte ich bei meinem moneyou-Tagesgeldkonto auch. Mittlerweile gibt es da aber auch nur noch 0,1% Zinsen..

      Ich muss mal sehen, wo es mich auf Dauer „hinverschlägt“. Ich bleibe nun erst mal bei meinen 2 Depots, wobei 1822 auf Dauer für mich ein Kandidat ist, den ich mal umziehen werde (vielleicht noch mal mit einer guten Wechselprämie.. :D).

      Liebe Grüße
      Jenny

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  5. Moin! Ich habe gerade meine Sparpläne für das Weltdepot bei der 1822direkt gewechselt, wie bei dir wg. Auslauf des Rabattes. Hatte hier auch beim Service nachgefragt, der schnell geantwortet hatte. Ich hab dann erst die neuen Sparpläne angelegt und dann die alten gelöscht. Funktioniert schon seit 2 Monaten völlig problemlos.

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    • Hi Daniel,
      danke für die Rückmeldung! Wenn ichs richtig verstehe, gelten die 24 Monate ab Einrichtung. Deswegen werde ich den ETF-Sparplan ab Dezember einrichten, damit erst ab da die 24 Monate zählen.

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  6. Hi, bei der 1822 habe ich nur ein Girokonto, da mich der Aktivitätszwang beim Depot abschreckt (in schlechten Zeiten, wo man den Sparplan ggf. pausieren muss auch noch gebühren zahlen?) und die Kreditkarte nicht kostenlos wäre – das habe ich beides bei DKB (bei Orders günstiger) und comdirect (US-REITs verfügbar).

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  7. 1822direkt ist mir als Broker deutlich zu teuer. Habe da nur ein Girokonto.
    Als Depot kann ich übrigens consorsbank, comdirect und Trade Republic sehr empfehlen.
    LG Sara die Kleingeld Pilotin

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  8. „Wir müssten das vermutlich künstlich durch viel Hin- und Herüberweisen regeln, falls das die Postbank so akzeptiert.“

    Bei mir akzeptiert die Postbank, dass ich mir einmal im Monat 3k€ von der DiBa überweise (per Dauerauftrag und auch gleich wieder zurück).
    Die PB schreibt in der Preisliste klar „bei Geldeingang von mindestens 3.000 EUR pro Kalendermonat“ (dann Monatspreis = 0). Da ist kein Sternchentext von wegen Gehaltseingang oder nicht gleicher Kontoinhaber oder …

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  9. Hi,

    verfolge deinen Blog schon eine Zeit und den Frugalisten.de. Ohne zwischendurch übers Sparen zu lesen, würde ich wohl gar nichts sparen.

    Zu dem FunFact1, speichere deine Zugangsdaten doch im Keepass und sichere die Datenbank in deiner eigenen Cloud Zuhause, dann brauchste dir nur ein Passwort merken. Dafür reicht schon ein Raspberry PI.

    Schaue auch nur selten in Depots, aber regelmäßig ins PortfolioPerformance.

    Viele Grüße
    Christian

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