Buchtipp: „Rente mit 40“ von Florian Wagner (inkl. Einblicke in mein Leben)

Ihre Möbel stammen noch aus ihrer Studentenzeit: Das Geschirr ist bunt zusammengewürfelt, ausgemusterte Teller von ihren Eltern, teilweise Senfgläser zum Trinken und Eisschachteln zur Aufbewahrung von Essensresten. Beim Sofa ist ein Bein kaputt, aber derzeit hält es gut mit den untergelegten Büchern: »Das ist keine finanzielle Entscheidung, eher eine Einstellung: Wenn etwas noch funktioniert, muss man es nicht durch was Neues ersetzen.« Generell ist ihre Einrichtung sehr pragmatisch und es befinden sich nur wenige Deko-Artikel in ihrer Wohnung.

Wie die viele von euch wissen, bin ich ein sehr pragmatischer Mensch. Ich halte nicht viel von übertriebener Sparsamkeit, halte aber genau so wenig von übermäßigem Konsum. Mir ist es wichtig, ein gesundes Mittelmaß zu finden und so viele schöne Momente im Leben zu sammeln wie möglich. Dadurch ergeben sich viele Überschneidungen zur Bewegung der „Frugalisten“, weswegen mich Florian Wagner (besser bekannt als Blogger Geldschnurrbart) gefragt hat, ob ich an seinem Buchprojekt mitwirken möchte. Das Buch mit dem reißerischen Titel „Rente mit 40“ wird am 13.9. veröffentlicht und behandelt u.a. die Themen Glück und Zufriedenheit und wie man Geldsorgen vermeidet.

Florian spendet die Einnahmen der Vorbestellungen an eine Schule in Argentinien.
Ihr könnt das Buch über amazon bestellen oder ab 13.9. im Buchhandel kaufen.

Rente_mit_40

Ich freue mich, dass ich an seinem Projekt mitwirken durfte. Die Liste der weiteren Mitwirkenden ist lang. Es sind die „üblichen Verdächtigen“ aus der Finanzwelt-Familie:

Unter anderem:

Wen ich bisher nicht kannte:

  • Grafikdesginerin Sophia Colombo
  • Familienvater Ranga (ursprünglich aus Indien)
  • Unternehmensberater Thomas
  • Zahnarzt Alexander
  • Student Michael

Sein Buch ist eine Mischung aus privaten Einblicken aus Florians Leben & das der Gastautoren, gespickt mit Finanz-Grundlagen.

Hier weitere Auszüge aus dem Buch:

Auszug von Alex Fischer:

Seine Frau und er haben sich ihren Traum von einer großen Reise erfüllt und dafür ihre Wohnung in Bayern aufgegeben. Im Juli 2018 brachen sie auf –zunächst mit dem Auto durch Europa, dann weiter nach Asien. Ihre Tochter Leni unterrichten sie währenddessen selbst. Das Leben nach der Kündigung beschreibt Alex als produktiver, kreativer und gesünder als zuvor. »Wir führen ein völlig anderes Leben, als man es mit einem 9-to-5-Job führt. Wir kennen keinen Berufsverkehr mehr, müssen uns nicht um Urlaubspläne mit Kollegen streiten, keine Gehaltsverhandlungen führen oder Angst um unseren Job haben. «

Ranga aus Nürnberg:

Ranga ist Mitte 30, verheiratet und lebt mit seiner Frau und zwei kleinen Kindern in Nürnberg. Ranga ist in Rente, auch wenn er das selbst nicht so nennen würde. Wir sind in einem kleinen Café in der Nähe seiner Wohnung verabredet. Er wirkt freundlich und gelassen, sein indischer Akzent ist hörbar, aber er spricht sehr gut deutsch. Dass er einmal mit Mitte 30 in Rente gehen und frei über seine Zeit mit den Kindern bestimmen könnte, hätte er sich früher nicht träumen lassen. 2003 kam er mit 22 Jahren aus Indien nach Deutschland: mit 400 Euro in der Tasche und den beiden Worten »bitte« und »danke« an Sprachkenntnissen. 

Ranga wuchs mit seinem Bruder und seinen Eltern in der Nähe von Neu-Delhi auf. Er lebte mit seinen Verwandten in vier Generationen zusammen in einem Haus. Jede Familie hatte ein Zimmer, Küche und zwei Toiletten teilten sich die insgesamt 25 Familienmitglieder.

Ich bin sicherlich voreingenommen bei dem Buch, aber ich hoffe, dass es sich zum Klassiker entwickelt. Ich finde es gut, dass verschiedene Lebensmodelle gezeigt werden: Kinderlose, Familien, Weltenbummler, Unternehmer und Angestellte. Es gibt viele Wege, um glücklich zu werden. Meistens fängt es damit an, dass man sein Leben kritisch hinterfragt und bewusster lebt (ausmistet, gesünder kocht, mehr Zeit mit der Familie verbringt). Ich habe die letzten Jahre als Bloggerin & privat viel gelesen und viel gelernt und bin froh, dass ich mittlerweile meinen Weg gefunden habe (zumindest bilde ich mir das ein).

Falls ihr also mal wieder was zum Lesen sucht, hier die wichtigsten Bestell-Infos:

ISBN: 978-3-430-21017-1, 14,99€ für rund 300 Seiten. → amazon-Link

Seid ihr zufrieden mit eurem Leben?

8 Gedanken zu „Buchtipp: „Rente mit 40“ von Florian Wagner (inkl. Einblicke in mein Leben)

  1. Ich finde es toll, dass du an diesem Buch aktiv mitgewirkt hast.
    Wobei der Titel „Rente mit 40“ meines Erachtens irreführend ist, denn um mit 40 eine lebenslange (private) Rente zu bekommen, von der man auch leben kann, muss man schon einige Millionen an die Versicherung zahlen (und dann hat man den „Einsatz“ auch erst zurück, wenn man mindestens 90 wird).
    Ich selbst hatte ja bekanntermaßen mit 47 den Job aufgegeben. Im Nachhinein sage ich: Ich hätte es auch noch einige Jahre früher tun können, aber dann hätte ich mich auf finanziell sehr dünnes Eis begeben. Wenn Herr Nullzins-Draghi schon einige Jahre früher an die Macht gekommen wäre, wäre es auch so für mich sehr eng geworden, denn den größten Ertrag hatte ich in der Zeit 2001 bis 2014 durch stabile Zinseinnahmen.

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  2. Wann hat sich die Bloggerszene eigentlich von Inhalten verabschiedet und darauf konzentriert, nur noch selbstreferenziell zu sein oder die Vermarktung von Produkten zu betreiben.

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    • Hi Karl,
      ich betreibe den Blog als Hobby und verdiene damit kein Geld. Ich habe viel Kontakt zu anderen Bloggern, man trifft sich privat. Wenn du in einem Fußball- oder Turnverein bist, feierst du auch gemeinsame Erfolge. Für mich ist es nicht selbstverständlich, in einem Buch aufzutauchen, weswegen ich mich drüber freue. Zudem weiß ich von Florian, dass er die Schule für seine Spenden ausgesucht hat, weil er dafür schon jetzt regelmäßig spendet. Viele Bloggerkollegen spenden, auch wenn sie nicht ständig Artikel drüber schreiben. Es gibt viele schwarze Schafe in der Bloggerwelt, aber einen Kommentar wie deinen hätte ich nicht bei mir erwartet. Wenn dir der kostenlose Inhalt aller Blogger nicht mehr gefällt, dann fang am besten selbst einen Blog an. 😉

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  3. Ich denke das Gleiche wie Karl! Schön & redlich, dass F. seine Buch-Einnahmen spendet, aber ihr Geld-Blogger kreist nur noch um Euch selbst, was Deine/Ihre Wortwahl „es sind die üblichen Verdächtigen“ ja auch schon selber nahelegt, oder nicht? Ich finde: berechtigte Anmerkung von Karl!

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    • Hi Leserin,
      ich versteh eure Ansicht an sich schon. Aber ich verstehe die Erwartungshaltung dahinter nicht. Ich führe meinen Blog seit 4 Jahren. Ist nur menschlich, dass man da zu manchen Leuten mehr Kontakt hat als zu anderen und eine persönliche Beziehung aufbaut. Auch von meinen Lesern kenne ich mittlerweile viele im „realen Leben“ und freue mich, diese auf Lesertreffen oder Messen zu sehen. Man muss auch daran denken, dass die Finanznische nicht unendlich groß ist und sich nicht ständig was ändert. Wer ein paar gute Beiträge über ETFs, Geldsparen & Mindset gelesen hat, hat alles, was man braucht. Danach heißt es: Gemeinsam am Ball bleiben und sich gegenseitig motivieren.
      Was man auch nicht vergessen darf: Jeder hat einen unterschiedlichen Kenntnisstand. Deswegen kann nicht jeder Blogartikel für jeden relevant sein. Als Einsteiger freut man sich über Finanzgrundlagen, als Erfahrener ist man halt irgendwann davon genervt. Genau so ist es mit Bloggern: Ich empfehle die gleichen Blogger, weil jeder Neuling Finanzwesir, Oliver Noelting und Co. kennen sollte und die meisten Blogartikel zeitlos sind. Man sollte halt nicht nur die allerneusten Artikel lesen, sondern sich auch ältere Artikel anschauen, die für einen Relevanz haben.

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  4. Hi Jenni,

    vielen Dank für die Buchvorstellung. Damit ist das Buch jetzt auch auf meiner Leseliste :-).

    Ich finde es immer wieder faszinierend wie viele Möglichkeiten es gibt, finanziell unabhängig zu werden. Es gibt halt nicht die eine richtige Möglichkeit. Jeder muss seinen eigenen Weg finden, der zu ihm passt.

    Weiter so mit deinem Blog!

    Beste Grüße aus dem Ruhrpott
    Chris

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    • Huhu Chris,
      freut mich!! 🙂 Bin gespannt, wie es dir gefällt. Von Testlesern gab es bisher eine gutes Feedback.
      Ich finde es auch gut, dass es viele Wege gibt und selten ist ein Weg gleich. Die meisten Geschichten haben gemeinsam: 1) dass man das eigene Leben und seine Ziele kritisch hinterfragt und 2) auch mal was riskiert statt sich selbst im Weg zu stehen.

      Liebe Grüße
      Jenny

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