Rückblick 2018: Die Prioritäten haben sich verschoben

Wie jedes Jahr nutze ich die Feiertage zum Kraft tanken. Gleichzeitig ziehe ich ein Resümee über das vergangene Jahr & setze mir grobe Ziele für das neue Jahr.

Meine Gedanken kreisten dieses Jahr nur wenig um das Thema Finanzen, sondern viel um das Thema Gesundheit. 2 Krebsfälle in der Familie & eigene „Problemchen“ haben mich und meine Familie auf Trab gehalten.

Das turbulente Jahr hat meine Prioritäten im Leben ein wenig verschoben und ich habe einiges geändert.

  • Statt 50 Stunden arbeite ich nur noch 35 pro Woche
  • Keine Samstagsarbeit mehr
  • keine Leitung mehr von Großprojekten, sondern stattdessen mehr Tätigkeit im Bereich Prozessoptimierung
  • Ich habe einen VHS-Kurs zum Thema „Progressive Muskelentspannung nach Jacobson“ besucht
  • viele Untersuchungen & Gesundheitsmaßnahmen
  • kein Koffein mehr
  • Yoga
  • Ernährungsumstellung (derzeit teste ich Low Carb)

Es geht mir nun zum Glück wieder besser. Ein großer Lichtblick dieses Jahr war die Geburt meiner kleinen Nichte. Sie hatte entschlossen, etwas früher als gedacht auf die Welt zu kommen, um von nun an am gleichen Tag wie ich Geburtstag zu feiern.

Das Thema Finanzen spielte dieses Jahr eine untergeordnete Rolle, es war einfach nicht wichtig. Dennoch war ich froh, dass ich die Stundenreduktion & die erhöhten Ausgaben finanziell gut stemmen konnte. Ich habe weiterhin an der Börse investiert und auch die ein oder andere Einzelaktie gehandelt.

Dieses Jahr hat mich darin bestätigt, dass das Thema „Finanzielle Freiheit“ Definitionssache ist: Manch einer plant, beruflich durchzupowern und mit 40 aus dem Berufsleben auszusteigen. Ich denke stattdessen: Ein gutes finanzielles Polster & ein spannender Job mit flexiblen Arbeitszeiten tut’s auch.

Ich führe meine gesundheitlichen Probleme vor allem auf die Kombination von privatem & beruflichem Stress zurück. Da ich dieses Jahr selbst meinen Schuss vor den Bug bekommen habe, bin ich viel sensibler geworden, auch bei anderen auf typische Stresssymptome zu achten:

Kopfschmerzen, Nacken/Rückenschmerzen, Magenprobleme, Hautprobleme, häufig krank, Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen, Nervosität, Augenringe, übermüdete Augen, Gewichtszunahme, Müdigkeit, hoher Süßigkeitenkonsum, Verschlimmerung von Allergien.

Im Nachhinein bin ich froh, dass ich dieses Jahr zwei große Wachrüttler hatte. Es ist leichter, mit Mitte 20 seine Gewohnheiten zu überdenken als 30 Jahre später. Andere bekommen einen Bandscheibenvorfall, Magengeschwüre, Herzprobleme oder einen Schlaganfall, weil sie die vorigen Boten überhören. Da hatte ich vergleichsweise Glück.

Obwohl es auf meinem Blog ruhig war, hatte ich viel Unterstützung durch die Community. Tolle Gespräche auf der Bloggerkonferenz in Kassel & der Invest-Messe, dem Lesertreffen in Stuttgart & Frankfurt und auch per Mail & Handynachrichten.

Vielen Dank dafür!

Ich blicke optimistisch ins Jahr 2019 und werde hoffentlich auch wieder ab und zu was schreiben.

Ich wünsche euch einen guten Start ins neue Jahr und vor allem Gesundheit!

Wie war euer Jahr 2018 und was nehmt ihr euch für das kommende Jahr vor?

30 Gedanken zu „Rückblick 2018: Die Prioritäten haben sich verschoben

  1. Moin Jenni,
    schön mal wieder von Dir zu lesen und ebenso schön, dass es Dir offenbar besser geht 🙂 Mein Jahr war anstrengend, aber auch erfolgreich. Die Börse/Finanzplanung macht derzeit ja nicht so viel Spaß, ist ja aber auch nur ein Schauplatz von vielen. Im nächsten Jahr werde ich weiter an meinen Zielen arbeiten. Wolln mal sehen. Dir einen guten Jahreswechsel! 🙂

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    • Das Wort „erfolgreich“ lese ich gerne!! 🙂 Super! Anstrengung ist nicht per se negativ, wenn es sich lohnt. Ich bin sehr froh, dass ich nun wieder vergleichsweise fit bin. Nicht so fit wie vor 3 Jahren, aber das ist mein großes Ziel.
      Welche Ziele hast du für nächstes Jahr?

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      • Moin& Frohes Neues 🙂 …für dieses Jahr habe ich zwar keine „Vorsätze“, aber ich werde etwas mehr für meine Fitness tun und auch meine Hobbys Fotografie und Bouldern sollten mal wieder vermehrt betrieben werden. Außerdem bin ich gerade in so einem Prozess, rausfinden zu wollen, was ich nebenberuflich machen möchte. Das ist auch spannend und muss mal wieder weitergehen…man wird sehen..

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  2. Hallo Jenni,
    schön, dass es dir wieder besser geht. Man muss die Prioritäten so setzen, wie sie einem wichtig sind. All das Geld nutzt nichts, wenn man krank ist. Ich wünsche dir ein erfolgreiches und gesundes Jahr 2019. Vielleicht treffen wir uns irgendwo wieder 🙂

    Alles Gute
    Alexander

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  3. Hallo Jenny,

    ich habe mich ja schon vor ein paar Jahren gegen das klassische „finanzielle Freiheit“ (im Sinne von FIRE) entschieden und sehe bei Dir die ähnliche Entwicklung. Einfach genug Geld zu haben, um ein gutes und halbwegs unabhängiges Leben führen zu können, ist vielleicht nicht die spektakulärste Art der Finanziellen Freiheit, dafür aber (vielleicht) die gesündere.

    Hast Du Koffein ganz aus Deinem Leben gestrichen? Ich habe nach den ersten Berufsjahren, in denen ich sehr viel an der Kaffeemaschine aktiv war, einen anderen Schnitt für mich gezogen, um nicht zuviel Kaffee zu trinken. Ich starte mit zwei Tassen HalloWach-Kaffee in den Tag und das war es dann. Danach trinke ich auf der Arbeit keinen Tropfen mehr. Für mich funktioniert das so besser als eine komplette Null-Diät.

    Mein Jahr hatte (wie Du ja schon grob weißt) übrigens einen recht ähnlichen Verlauf. Dem Krebsfall innerhalb der Familie aus dem letzten Jahr ist ein weiterer in diesem Jahr gefolgt. Es war ein trauriges Weihnachten und die Beerdigung in den nächsten Tagen wird nicht besser werden. In diesen Momenten, in denen die eigene Endlichkeit ins Bewusstsein gerückt wird, wird mir immer wieder aufs Neue klar, wie wichtig das Hier und Jetzt ist. Pläne für die Zukunft sind gut, aber nicht auf Kosten der Gegenwart.

    Ich freu mich, dass Du diesen Blog weiterhin am Leben erhalten möchtest und mit uns Deine Gedanken teilst – er ist für mich der persönlichste Blog aus dem Kreis der Finanzblogs.

    Ich wünsche Dir auch alles Gute für das kommende Jahr, mit viel Kraft für das, was vor Dir liegt und vor allem Gesundheit.

    Liebe Grüße
    Dummerchen

    PS: In solchen Zeiten bin ich froh, dass Geldanlage bei mir passiv läuft und ich kaum Gedanken darauf verschwenden musste. Ich habe das Thema monatelang ignorieren und mich um wichtigeres im Leben kümmern können.
    PPS: Im Moment macht mir die Börse entgegen anderer Aussagen wieder Freude. Nachdem ich in den letzten Jahren kaum noch Neuinvestitionen tätigen konnte, sind jetzt wieder Kaufkurse da.

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    • Hi Dummerchen,

      ich schichte gerade auch Geld von meinem Tagesgeldkonto in Richtung Depot. Passable Kaufkurse, mal sehen, was die Börse nächstes Jahr treibt.

      Kaffee mochte ich zum Glück noch nie, Cola bzw. Pepsi light war mein großes Laster. Das trinke ich nun nur ab und zu, wenn ich auswärts essen bin. Bin dadurch auf jeden Fall ruhiger geworden. Hatte den „Entzug“ schon ein paar Mal versucht und hatte nun viel Motivation, damit wirklich aufzuhören. Ich bilde mir ein, dass ich eine Zeit lang Entzugserscheinungen hatte (Kopfweh).

      Mein Beileid zu den Todesfällen. Beerdigungen kann man schwer was Positives abgewinnen. Ich finde es auch schwer zu trauern, wenn plötzlich das halbe Dorf zuguckt. Lieber im Stillen Abschied nehmen.

      Liebe Grüße
      Jenny

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  4. Moin Jenny,

    ich wünsche Dir auch ein erfolgreiches Jahr 2019! Das Jahr 2018 darf jetzt gerne vorbei sein. Mir ist man vorgestern ins Auto gefahren inkl. Fahrerflucht und ich weiß nicht wer es war. Wird wieder teuer für mich – die Versicherung zahlt da ja nicht.

    Naja ansonsten steht mein Depot bei -18%. Zu viel Spielerei getrieben dieses Jahr. Das werde ich wohl mal 2019 minimieren.

    Guten Rutsch! 🙂

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    • Hi Gurki,
      na, super. Ja, so Fahrerflucht begehende Heinis kann keiner gebrauchen. Sehr ärgerlich. Saßst du während des Unfalls im Auto?

      Mein Depot sieht gar nicht mal so mies aus. Depot 1 ist etwa bei 0%, habe aber zwischendrin auch mal ETFs nachgekauft. Depot 2 (1822, dort laufen meine Sparpläne): Keine Ahnung. Kann die Zugangsdaten nicht auswendig und habe da seit einem Jahr nicht mehr reingeschaut. 😀

      Feier heute trotzdem schön! Ich hoffe, das kaputte Auto durchkreuzt nicht deine Silvesterpläne.

      Liebe Grüße
      Jenny

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  5. Hallo liebe Jenny, ich wünsch dir ganz viel Kraft und Gesundheit für das nächste Jahr!
    Habe auch ein paar ähnlich turbulente Wochen hinter mir und wünsch dir, dass es ab sofort wieder bergauf geht. Es ist schon unglaublich, wie sehr einen solche Schicksalsschläge erden und wieder alles ins rechte Licht rücken. Freu mich, wenn wir uns nächstes Jahr wieder in Kassel sehen!
    Alles Liebe,
    Margarethe

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    • Hallo Margarethe,

      tut mir leid, dass die letzten Wochen bei dir auch so turbulent waren. Wünscht man keinem, aber macht einem bewusst, wie kurz das Leben leider ist. Ich wünsche dir, dass das Jahr 2019 besser wird.

      Liebe Grüße
      Jenny

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  6. Hallo Jenny,

    es freut mich sehr, dass es Dir wieder besser geht! Stundenreduktion und Fokus auf die Gesundheit ist meiner Meinung nach das Beste, was du in Deiner Situation tun konntest.

    Ich hoffe, es geht ab jetzt in Sachen Lebensqualität wieder aufwärts und wünsche Dir einen tollen Start ins neue Jahr!

    Beste Grüße
    Nico

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    • Huhu Nico,

      so langsam kommt mir das vergangene wie ein schlimmer Alptraum vor.
      Zum Glück verblassen die Erinnerungen, war aber mit viel Arbeit und Geduld verbunden.

      Eine Stundenreduktion kann ich nur empfehlen. Das heißt ja nicht, dass man in Hochphasen trotzdem mal länger macht. Sondern eher, dass man ausgeglichener ist und Arzttermine und Co. nicht ewig vor sich her schiebt.

      Ich wünsche dir ebenso ein tolles neues Jahr!! 🙂

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  7. Moin liebe Jenny, schön zu lesen,das es Dir besser geht und auch Dir ein tolles und vor Allem gesundes Jahr 2019. In der Tat ist es leider oft so, wir sind da keine Ausnahme, das wir Menschen erst durch einen Bugschuss wieder auf Kurs gebracht werden.
    Ich möchte Dir vielleicht mal einen gesundheitlichen Tipp geben (dürfen). Selber bin ich ein Fan von dem Gesundheitsfasten geworden. Die Stätten, die ich mir dafür ausgesucht haben, sind vielschichtig, gleichen aber immer ein wenig einen Wellnessurlaub, zumindest nach den anstrengenden ersten drei Tagen. Ganz besonders gefallen hat mir, als kleine Kräuterhexe, mal ein Fastenurlaub in einem Kräuterkloster der alten Kunst gefallen. Danach sind übrigens die Genussmittel wie Kaffee, Alkohol oder Schokolade wieder echte Genuss Mittel und werden auch so zelebriert.
    Auch sind Finanzen nicht das einzige Kapital welches wir alle besitzen. Es gehören ebenso persönliche Kontakte ( kein Whats App oder was auch immer ) und auch das Humankapital dazu. Herr Plutusandme hat 2018 ziemlich Vollgas gegeben und da musste ich schon manches mal bremsend einwirken, das gehört aber auch dazu. Wir haben ja als Ausgleich das Wandern für uns entdeckt und viel genutzt. Es sind auch da wirklich immer nur die kleinen Schritte,die einem zuverlässig weiter bringen. Wie im richtigen Leben.
    Lieben Gruss
    Frau Plutusandme

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    • Huhu,
      ich habe euren letzten Beitrag mit Samstagsarbeit & Überstunden gelesen. So schön es ist, dass viel zu tun, so sehr hoffe ich, dass es nächstes Jahr mal eine Verschnaufpause gibt. Das mit dem Heilfasten ist meines Wissens recht gut zum Entgiften. Low Carb kann ich da tatsächlich auch empfehlen. Ich backe nun selbst mein (Leinsamen)Brot und verschenke Süßigkeiten sofort weiter. Ich habe da früher nicht viel von gehalten, aber ich fühle mich dadurch besser.

      Wandern ist ein gutes Hobby! 🙂 Ich kann nächstes Jahr hoffentlich wieder Radtouren machen.

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  8. Liebe Jenny,

    ich kenne dich als starke Frau, und deine Entscheidung in 2018 zeigt ganz große Stärke. Du wirst deine Prioritäten im Leben immer wieder anpassen und viel mehr Geld ist nicht alles im Leben. Da du bereits jetzt so einen kleinen Schatz dein eigen nennen darfst, wird sich dies mit deinem zutun irgendwann in einen großen Schatz verwandeln, es dauert eben ein wenig länger. Na und! Du triffst kluge Entscheidungen und allein deshalb wird sich irgendwann deine persönliche und finanzielle Zufriedenheit einstellen.

    Ich war in deinem Alter längst nicht soweit wie du.

    Auch ich habe eine weitreichende Entscheidung im Dezember getroffen. Ich lasse mich nicht befördern. Der damit verbundene Stress würde mir perönlich nicht gut tun. Das mehr an Freizeit, brauche ich für meine Familie, besonders für meinen Vater und für meine persönlichen Finanzen. Ich glaube, dass hier der Zeiteinsatz von 20 % meiner jetzt gesparten Stunden meine finanziellen Einbußen mehr als ausgleichen werden.

    Bis bald mal meine Liebe.

    Take care,

    June

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    • Huhu June,

      ja, meine Sparquote dieses Jahr hat natürlich gelitten. Aber da sag ich recht gelassen: „Was soll’s“ Die Reaktionen in meinem Umkreis auf die Reduktion war gemischt. Einige meinten, dass sie den Schritt wegen der Gehaltseinbußen nicht machen würden und andere wiederum sagten unbeeindruckt: „35h sind doch Vollzeit..?“ Ich erfuhr von einigen, die sogar nur 32 arbeiten. Man kriegt also eine Arbeitszeitreduktion oft nicht mal mit.

      Von der möglichen Beförderung habe ich bei Tim gelesen. Ist die richtige Entscheidung. Du musst jetzt nichts riskieren, du hast es ja schon fast geschafft. Ich hatte auch ein wenig Angst, ob ich mir gewisse Karriere-Chancen mit meiner Einstellung verbaue. Die Antwort lautet: Ja, mit Sicherheit. Das ist manchmal auch gut so. Man muss sich nicht jahrelang den Arm ausreißen, um dann wegen Burnout auszufallen oder das Familienleben zu vernachlässigen. Und man muss nicht jeden, der tolle Arbeit macht, in den Himmel befördern. Funktionierende Zahnrädchen braucht es auf jeder Ebene. Eine Firma sollte stattdessen ihre „stillen Reserve“ wertschätzen. Wir sind zuverlässig und halten bei Not am Mann trotzdem den Laden aufrecht.

      Ich wünsche dir und deiner Familie alles Gute für das kommende Jahr! 🙂

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      • Hallo Jenny,

        das kann ich mir vorstellen, dass manche Bekannte und Kollegen nicht verstehen können, dass du auch mit weniger Geld auskommst. Das sind leider die Menschen in deinem Umfeld die ihre Lebensweise ihrem Gehalt angepasst haben. Du sagst aber nur meine Sparquote hat gelitten. Eine Aussage die mir sagt, dass du sehr weitsichtig bist, Langfristig ist es nebensächlich, ob du eine Sparquote von 70 oder 40 Prozent hast. Du wirst deinen Weg machen und auch irgendwann so abgesichert sein, dass du nur noch arbeitest weil du es möchtest. Du bist dann zwar nicht mehr 30 oder 40, sondern 50 oder 60 Jahre alt. What cares.

        Viel wichtiger ist doch das du dich wohlfühlst.

        Und auch mit 35 h pro Woche kann man genug verdienen und vielleicht zufriedener und dann eben langfristig ein Vermögen für die Zeit aufbauen in der man es braucht.

        Take care,

        June

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      • Hi June,

        was man auch nicht vergessen darf: Eine Stundenreduktion ist kein Garant für Stressreduktion. Es bedeutet nur, dass man mehr übrige Zeit hat, um Gegenmaßnahmen zu treffen. Ich tippe sogar, dass viele mit 30-35h effektiver arbeiten als manche mit 40h. Zumindest habe ich eine Kollegin, bei der wir immer alle sagen: Sie ist zwar nur halbtags da, arbeitet aber wie eine Vollzeitkraft. 🙂

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      • Wenn ein Unternehmen Führungskräfte nach Wochenstunden und nicht nach Befähigung auswählt, erscheint mir die Struktur fragwürdig, mindestens verstaubt.

        Bei uns haben mehrere leitende Positionen reduzierte Arbeitsstunden, weil das Familienleben es verlangt – einschließlich mir. Und die Reduzierung hat meine Leistung eher gesteigert, weil ich konzentrierter und fokussierte bin und sein muss. Arbeitszeitverkürzung bedeutet nicht zwingend, man ist nur noch halbe Tage da. Schon eine halbe oder ganze Stunde pro Tag weniger, kann die privaten Verpflichtungen entzerren und den individuellen Stresspegel senken. Das kommt allen zu Gute.

        Sei froh, dass Du die Erkenntnis jetzt schon gehabt hast, Jenny. Viele bekommen sie gar nicht oder viel zu spät, wenn die Gesundheit schon arg in Mitleidenschaft geraten ist. Das ist es einfach nicht wert, weil niemand weiß, wie lange seine Lebenszeit andauert.

        In diesem Sinne: Ein gesundes, neues Jahr

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      • Huhu lubo,
        sehe es genau so wie du. Eine halbe Stunde/Stunde am Tag macht sehr viel aus. Derzeit ist das Thema Teilzeit sehr branchenabhängig (mein Eindruck). Bei meiner Mutter in der Pflege gibt es kaum Vollzeitstellen. Ebenso in der IT ist es überhaupt kein Problem, 32h pro Woche zu arbeiten. Der Anlagenbau, wo ich arbeite, erscheint mir da konservativer, aber die nächsten Jahre wird sich das hoffentlich ändern.

        Wünsche dir ein erfolgreiches Jahr 2019!

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  9. Hallo Jenny,

    ich freue mich, dass es dir wieder besser geht und du so viele Erkenntnisse für dich gewonnen hast, auch wenn die Umstände alles andere als schön waren.

    Ich habe dieses Jahr ca. 650 Überstunden wegen Projektarbeit hinter mir und möchte so etwas nicht noch einmal erleben. Man bezahlt man immer einen Preis, der dann auch irgendwann durch Geld nicht mehr aufzuwiegen ist.

    Was mir auch erst 2018 noch einmal wirklich bewusst wurde: die wenigsten wollen auch nach dem Erreichen einer „finanziellen Freiheit“ wirklich untätig sein. Darüber hinaus ist es auch nicht ganz ungefährlich, vorzeitig komplett aus der Arbeitswelt zu scheiden. Von daher kann ich mir auch vorstellen, die Stunden vorzeitig zu reduzieren.

    Ich hoffe deine positive Entwicklung hält auch in 2019 an und wünsche dir alles Gute, viel Glück und Gesundheit.

    Ruben

    P.S. dein You Tube Video von der Invest habe ich erst heute entdeckt:-)

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    • Huhu Ruben,

      650 Überstunden ziehen nicht unbemerkt an einem vorüber. Wie viel Stunden hättest du regulär pro Woche? Gut ist es, wenn man diese zumindest abfeiern kann. Aber das geht leider oft nicht. Wie du sagst, das zusätzliche Geld macht auch nicht glücklich. Gehalt hat für mich was mit Wertschätzung zu tun und irgendwann kommt es einem vor wie Schmerzensgeld. Ich kam abends oft so spät nach Hause, zu viel aufraffen kann man sich dann auch nicht mehr, wenn die Energiereserven leer sind. Privat bleibt vieles liegen und Angehörige haben da nicht immer Verständnis für. Die Fehlerquote wird auch höher, wenn man sich 10h am Stück konzentrieren muss. Es gibt Tage, da merkt man die Überstunden nicht und man ist in die Arbeit vertieft. Aber auf Dauer schlaucht es und man arbeitet trotz brummendem Kopf. Manche Erfahrungen muss man wohl selbst machen. Ich sehe viele Ingenieure in meinem Umkreis, die den Schlag nicht hören. Befördert wird, wer sich „richtig reinhängt“ und „Engagement zeigt“. Man nimmt Leute, die „den Stress brauchen“. Wenn diejenigen spätestens mit Mitte 50 einen Schlaganfall, Herzinfarkt oder Krebs bekommen und im Falle des Überlebens eine ruhigere Kugel schieben müssen, müssen dann wieder jüngere für den Job her.

      Gar nicht mehr zu arbeiten, könnte ich mir derzeit nicht vorstellen. Die Tagesroutine hilft, geistig & körperlich fit zu bleiben und fördert soziale Kontakte. Viele Rentner (vor allem Männer) fallen da schnell in ein Loch, wenn sie keine Beschäftigung mehr haben.

      Auf der Invest wurden sogar noch 2 weitere Interviews geführt. Ich muss mal suchen, ob die mittlerweile alle veröffentlicht wurden. Ich war gefühlt die einzige Bloggerin, die dabei kein eigenes Buch anpreisen konnte.

      Wünsche dir ebenfalls ein gesundes Jahr 2019!

      Liebe Grüße
      Jenny

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      • Hallo Jenny,

        normalerweise sind unsere Regelarbeitszeit 35 Stunden. Natürlich hast du mit allem Recht, hast du doch schon das Gleiche erlebt. Gerade zum Jahresende fiel es mir immer schwerer, weitestgehend fehlerfrei zu arbeiten. Ebenso kommt es mir tatsächlich wie Schmerzensgeld vor, dafür ist es jedoch noch zu wenig. Dir muß ich nicht sagen, dass ein Projekt mehr als die Summe der Stunden ist.
        Wichtiger wäre es die Stunden zu reduzieren oder wenigstens nicht mehr als 35 Stunden zu leisten und mehr in die Weiterbildung zu investieren. Ich denke für den Arbeitsmarkt attraktiv zu bleiben wird eine der größten Herausforderungen für die Zukunft. Wie schon oben geschrieben können es sich denke ich die wenigsten wirklich leisten gar nicht mehr zu arbeiten. Ich würde so oder so weiter arbeiten, sofern es nicht über die Maßen ist, kann es ja auch Spaß machen. Wie du schon geschrieben hast, ganz ohne Arbeit würde ich derzeit „versacken“ und es würde mir gar nicht gut bekommen. In einem Podcast mit Patrick Hundt meinte dieser auch, nach 2-3 Monaten des Nichtstuns ist es ihm auf den Geist gegangen und Tim Schäfer arbeitet dafür das er eigentlich nicht mehr müsste auch noch ziemlich viel.
        Die Sozialabgaben und Krankenkasse sind am besten doch weiterhin durch einen Job gedeckt. Derzeit könnte ich mir vorstellen in 10 Jahren auf eine 4 Tage Woche zu gehen. Eigentlich könnte ich mir das jetzt schon leisten, von der staatlichen Rente erwarte ich jedoch überhaupt nichts mehr. Da will ich nicht auf Kante nähen.

        Ja, denke du könntest mit einem Buch schon Erfolg haben. Derzeit startet Mrs. Moneypenny total durch, ist in Spiegel Bestsellerlisten und hat so viele Podcasts produziert, um tlw. sogar täglich einen Neuen zu veröffentlichen, hält Vorträge, ist in ihrer Facebookgruppe aktiv usw. Das jedoch neben einer Vollzeitstelle zu stemmen, halte ich fast für unmöglich.

        LG,
        Ruben

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      • Huhu Ruben,

        ja, bei Natascha steckt sehr viel Arbeit hinter ihrem Blog & ihrer Selbstständigkeit. Ihr Ehrgeiz ist bewunderswert. Wir waren vor 2 Jahren zusammen in Budapest („FIWE 16“), selbst da hat sie in der Hitze für einen Marathon trainiert, während wir anderen ins Spa sind.

        Irgendwann schreibe ich mal ein Buch.. aber siehe Antwort auf Annas Kommentar: Tendenziell wird das das dann aber ein Roman. Für einen Ratgeber bin ich selbst noch nicht gefestigt genug in meinem Leben. Gerade der Bereich Gesundheit sollte stimmen und spielt indirekt auch in das Finanzielle mit rein: Man kann z.B. von 100€ pro Person & Monat für Essen ausgeben oder schnell auch bei 250€ landen, wenn man auf Bio-Produkte achtet und auch durchaus auch mal Fleisch & Fisch auf dem Teller haben will oder unter diversen Unverträglichkeiten leidet.

        Wegen der 4 Tage-Woche: Vielleicht klappt es auch schon vorher? Das schwierigste ist es, die Arbeit so zu organisieren, dass sie in der verfügbaren Zeit machbar ist. Das ist im Projektgeschäft sehr schwierig, wenn man theoretisch 24/7 verfügbar sein soll.

        Liebe Grüße
        Jenny

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  10. Huhu Jenny!
    Hoffe, du hattest einen guten Rutsch! Frohes Neues 🙂
    Also ich finde es ganz gut, wenn der Fokus vom Geld ein wenig abrückt. Irgendwie ist es auch komisch, wenn sich das ganze Leben nur ums Geld dreht. Das habe ich vor ein paar Monaten bemerkt: Da war ich auf einem Seminar übers Bücher schreiben (Fiction) und da war ich froh, dass da Leute saßen, die andere Dinge im Kopf hatten. Da habe ich gemerkt, dass ich total auf dieses Thema versteift war und war froh mal wieder andere Blickwinkel zu sehen …
    Ich finde es gut, dass du das mit der Gesundheit so ernst nimmst. Es stimmt: Unser Körper macht sich immer irgendwie bemerkbar und viele ignorieren die ersten Zeichen. Irgendwie ist es leichter, alles klein zu reden, anstatt es ernst zunehmen, was man wirklich tun sollte :/ Ich wünsche dir jedenfalls ein gesundes 2019, dass alle großen&kleinen Wehwehchen verschwinden bzw. gar nicht erst auftauchen 🙂
    VG
    Anna

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    • Huhu Anna, frohes Neues!
      Mit dem Seminar machst du mich neugierig. Worum ging es da konkret? Ich will auch „irgendwann“ mal einen Sci-Fi-Roman schreiben. Ideen hätte ich ein paar und hebe ich mir für ruhige Zeiten (falls es die jemals gibt) auf.

      Liebe Grüße
      Jenny

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      • In den Kursen ging es ums Plotten, aber da wird nich mehr angeboten. Ich melde mich bald bei dir und schicke dir mehr Infos! 🙂

        VG Anna

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  11. Pingback: Rückblick: Dezember 2018 – DOMIKRATIE

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