„Man muss sich auch mal was gönnen.“

Ich bin zwiegespalten: Einerseits möchte ich meine Ausgaben so gering wie möglich halten und kein unnützes Zeug kaufen, anderseits will ich mir von meinem Geld auch mal „was Schönes“ oder „was Praktisches“ kaufen. Dabei fühle ich mich wie ein kleines Kind, das sagt: „Ich will aber!“. Ich könnte nicht in einer kahlen Wohnung leben. Macht Konsum am Ende etwa doch glücklich?

Meine neuste Errungenschaft

Darf ich vorstellen: Mein neuer Mitbewohner, ein kleiner Bonsai-Baum.

Junischnee

Seit vielen Jahren habe ich bereits damit geliebäugelt. Die potentiellen Kandidaten im Baumarkt oder bei IKEA waren mir aber bisher nie schön genug. Aber den hier musste ich mitnehmen. (Mal sehen, wie lange er bei mir überlebt.)

Angemessener oder unnötiger Konsum?

Ich führe nach wie vor kein aktives Haushaltsbuch. Dennoch vermute ich, dass ich dieses Jahr mehr Geld ausgegeben habe als sonst. Wir gehen häufiger essen, ich kaufe mir 1-2x im Monat eine Sushi-Box und 1x im Monat ein Buch (wobei ich bisher mit Lesen nicht hinterher kam). Mein neues Fahrrad nicht zu vergessen. Obwohl die Ausgaben nicht unbedingt notwendig waren, bin ich der Meinung:

Man muss sich auch mal was gönnen!

Diesen Satz höre ich nicht nur bei mir, sondern auch oft aus dem Mund anderer.

Das Wort „gönnen“ bedeutet laut google:

  1. das Glück, den Erfolg eines anderen neidlos sehen, anerkennen.
  2. sich oder jemandem etwas zukommen lassen.

Aus meiner Sicht bedeutet „gönnen“: Man will sich für etwas belohnen, z.B. für gute Arbeit oder auch zum Trost, wenn man eine schwere Zeit durchmacht. Man will der eigenen Seele etwas Gutes tun und dazu motivieren, weiter stark zu sein. Für mich stellt sich dabei stets die große Frage:

Bringt die Geldausgabe wirklich den gewünschten Erfolg?

Negativ-Beispiel 1: Während meines Studiums hatte ich nicht viel Freizeit. Mein Alltag war recht fremdbestimmt. Deswegen „gönnte“ ich mir ab und zu eine Auszeit und habe mir Kleidung gekauft. Lieber ein T-Shirt zu viel als zu wenig mitgenommen. Im Nachhinein musste ich feststellen, dass ich davon vieles nie getragen habe.

Negativ-Beispiel 2: Ich hatte die letzten Jahre beruflich und teilweise auch privat viel Stress. Deswegen habe ich weniger Sport gemacht, mehr gegessen und auch einige Kilo zugelegt. Ich habe mir diese Auszeit „gegönnt“, obwohl ich es nun schwieriger habe, wieder zu meinen alten positiven Gewohnheiten zurückzufinden.

Kurzzeitig fühlte ich mich besser, langfristig bin ich mit meinen Entscheidungen nicht ganz so glücklich.

Es gibt aber auch positiv-Beispiele aus meinem Leben:

Positiv-Beispiel 1: Wenn mir die Decke auf den Kopf fällt, gehe ich einfach raus. In irgendeinen Park, selten auch mal Joggen. Ich fahre jeden Tag gemütlich mit dem Rad zur Arbeit. Einfach nur den schönen Himmel und die Natur bestaunen, das Hier- und Jetzt genießen. Ab und zu kreuzt ein Eichhörnchen oder ein Kaninchen meinen Weg. Ich zehre sehr lange von solchen Erinnerungen. Wenn man einfach mal Ruhe in das eigene Leben bringt, obwohl alles um einen herum chaotisch wirkt.

Positiv-Beispiel 2: Ich gönne mir den Luxus, meine Ansprüche niedriger zu schrauben. Ich will nicht mehr perfekt sein. Beruflich sage ich nun öfter „Nein“, wenn ich mich wissentlich überfordern würde. Ebenso habe ich die Frage „Master: ja oder nein?“ endlich mit „Nein!“ beantwortet. Statt über 10.000€ für ein Fernstudium zu zahlen, kaufe ich mir nun für 100€ im Jahr ein paar Fachbücher.

Sich auf die wichtigen Dinge im Leben konzentrieren

Gerade meine Gewichtszunahme ärgert mich sehr. Aber egal, ob ich mich nun über meine vergangenen Fehler sehr ärgere oder damit lebe: Es ändert nichts an den Tatsachen. Dieses Jahr ist für meine Familie nicht leicht. Viele Arzt- und Krankenhausbesuche, was auch psychisch sehr belastet. In solchen Situationen verhält man sich anders als wenn man kerngesund ist, trifft objektiv gesehen nicht immer die besten Entscheidungen und sagt auch mal was Falsches.

Man muss in die Zukunft schauen und nicht zurück.

Ich verzeihe mir Fehler aus der Vergangenheit und schaue nun, dass ich selbst wieder fit werde. Ich muss die Ursachen meiner Trostkäufe angehen. Wenn ich mir demnächst etwas „gönne“, werde ich mir zudem den wahren Nutzen in Gedanken durchspielen. Man muss sich nicht jeden Euro vom Mund absparen, sondern sollte sich tatsächlich auch an Dingen erfreuen dürfen. Unter Jugendlichen wird oft scherzhaft die Abkürzung „YOLO“ verwendet.

YOLO = You only life once = Man lebt nur einmal.

Eine Entscheidung muss nicht für Außenstehende nachvollziehbar sein. Die einen vergöttern ihr Auto, die anderen himmeln ihren Kaffeevollautomaten oder ihre Nähmaschine an. Jeder hat andere Dinge, die ihn glücklich machen.

So lange uns diese Sachen jeden Tag Freunde bereiten, klingt für mich eine solche Anschaffung absolut legitim.

Gleichzeitig muss sich etwas zu „gönnen“ nicht teuer sein. Z.B. ist es billiger ab und zu einen Mietwagen für eine Spritztour auszuborgen statt sich gleich ein Auto zu kaufen. Man muss nicht die Läden leer kaufen, sondern manchmal reicht schon ein gemütliches Treffen mit der besten Freundin im Café. Wenn ich mir etwas kaufe, schaue ich erst mal, ob ich die Sachen gebraucht bekomme (z.B. habe ich nun eine Kommode für 10€ und eine Hantel für 5€ erstanden). Ich setze mir indirekt ein „Budget“ für gewisse Sachen. Nächstes Jahr möchte ich z.B. gerne nach New York und sehe es als kleine Herausforderung so günstig wie möglich viel zu erleben.

Wie steht ihr zu dem Satz: „Man muss sich auch mal was gönnen?“

 

 

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45 Gedanken zu “„Man muss sich auch mal was gönnen.“

  1. Moin,
    Ja, man soll sich auch mal was gönnen!! In diesem Jahr habe ich mir auch mal was gegönnt. Und zwar eine neue Winterjacke und Schnürschuhe. Für andere mag es ein Klaks sein, ich habe länger mit mir gehadert. Sicherlich hätte es auch eine Jacke und Schuhe für weniger Geld gegeben. Aber da ich beides sowieso dringend neu brauchte ( nach mehreren Jahren mal wieder), wollte ich nachhaltig kaufen. Die Jacke wurde komplett in Deutschland und die ( innen und außen)- Lederschuhe wurden in Europa gefertigt. Das gibt es natürlich nicht für nen Appel und nen Ei. Nun hoffe ich , das beides bei entsprechender Pflege, wieder lange hält. Ach ja, ein neues Fahrrad gibt es nächsten Monat. Nach 15 Jahren. Dafür habe ich zum Geburtstag einen Gutschein bekommen, den Rest zahle ich dazu. Dafür ist das Rad dann so, wie ich es haben will und keins vom Billigheimer.
    Also, ich gönne mir mal was, aber nicht spontan. Ich denke da immer länger darüber nach, aber dann gönne ich mir, für meine Verhältnisse, richtig was😀
    Viele Grüße und ein schönes Wochenende.
    Silke

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    • Huhu Silke,
      ich hoffe, Schuhe und Mantel bereiten dir lanfe viel Freude!! Mein neues Rad habe ich leider noch nicht so oft genutzt. Nutze nach wie vor mein altes im Alltag, weil ich das ohne schlechtes Gewissen bei Wind und Wetter stehen lassen kann und mal am Bahnhof (Räder werden bei uns leider zusamnen getreten, wenn man die über Nacht irgendwo stehen lässt).

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  2. Zwischen „gönnen“ und sich sinnlos der Shopping-Wut hingeben ist ein großer Unterschied.
    Ich gönne mir auch einiges, sonst wird die ganze Sparerei zum Selbstzweck und das ist sinnlos.
    Und so kleine Dinge im Alltag gehören einfach dazu. Meine Frau und ich haben das „Problem“ so gelöst, das wir uns ein monatliches Budget zum Leben zugestehen und alles was wir nicht ausgegeben haben, kommt in eine Sparbüchse mit dem Titel „Für was Schönes“. Es kommt mit der Zeit einiges zusammen und das Geld wird dann für Sinnloses ausgegeben. Eine andere Möglichkeit wäre, jeden Monat 100 € auf Seite zu legen und diese dann sinnlos verbraten.Man muss einfach eine Balance zwischen Sparen und Geldausgeben finden. Warum sich nicht ab und an etwas leisten, man arbeitet dafür und deshalb ist auch eine Belohnung ok.

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  3. Huhu Jenny!
    Interessanter Artikel. Ich glaube, man kann den Satz wirklich nicht pauschalisieren. Es ist auch wirklich total subjektiv verzerrt. Z.B. greife ich das Thema „Essen“ immer wieder auf. Jetzt könnte man sagen, einmal die Woche Pizza oder alle paar Tage was Süßes, das kann man sich ja mal gönnen. Wenn ich aber meine täglichen Kalorien tracke, fällt mir auf, dass ich mich jeden Tag „belohne“! Mir kommt es aber gar nicht als Belohnung vor, sondern es ist so Alltäglich geworden. Das ist nicht gut. Ich denke, man gewöhnt sich daran und wird vielleicht „süchtig“. Das dann zu überwinden, ist schon Arbeit. Stolz bin ich darauf, dass ich fast nie was beim Bäcker kaufe und auch keine Coffee-to-go‘s (habe ich mir früher jeden Tag „gegönnt“). Wirklich ab und an kann man sich natürlich schon was leisten. Ich würde gerne zu einer richtigen Massage gehen, wieder Mani- und Pediküre machen und wieder Wimpern auffüllen lassen 😦 Und schicke Sachen shoppen. Aber das Geld ist mir jetzt zu schade. Ich bin 26 und kann noch gut vom Zinseszins profitieren, und das Alles kann ich irgendwann jeden Tag vielleicht haben. Darauf freue ich mich schon 🙊😊

    Viele Grüße aus BaWü!

    Anna

    P.S.: Dispo ist ausgeglichen 😎

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    • Huhu Anna, super!! 🙂 Auf dass der Dispo nun auf ewig unagetastet bleibe. Ich war auch noch nie bei einer Massage, weil ich dafür zu geizig bin. Hab mir dafür aber für 60 Euro ein Massagegerät gekauft, was mir auch schon sehr gut getan hat. Die letzten 4 Jahre habe ich viel gespart, sodass ich es nun etwas ruhiger angehen lasse.

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  4. Hi Jenny,
    ich bin da genau deiner Meinung. Es geht schließlich um das bewusste Konsumieren. Es ist überhaupt nicht schlimm, wenn man sich mal bewusst für ein Produkt oder eine Dienstleistung entscheidet. Man sollte dies jedoch bewusst machen und vorallem auch die Kosten im Kopf haben. Letztendlich leben wir alle aber nur einmal und sind keine Maschinen. Daher darf man sich ruhig mal etwas gönnen. Bewusst 😉
    Grüße,
    Daniel

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  5. Liebe Jenny,

    sich „etwas gönnen“ verbinden wir eigentlich immer nur mit Geld. Das ist schade. Lass‘ es uns entkoppeln.
    Du „gönnst“ dir auch etwas, wenn du mit dem Rad zur Arbeit fährst (wie ich) und deine Umwelt wahrnimmst, das Eichhörnchen, die Menschen, die deinen Weg kreuzen und lächeln, der Herbstduft … Das nimmst du wahr und freust dich. Du gönnst dir ein seelisches Einatmen.

    Ich versuche, von diesem Gönner-Satz in materieller Hinsicht wegzukommen. Meine Klugscheißerfrage an mich ist bei solchen „Anfällen“ (die ich auch habe, Muster halten lange): Was gibt mir dieser Kauf? Wozu brauche ich das wirklich. Betonung auf: wirklich! Dann ist die Sache meist schnell klar. Ich habe mit den Jahren Spaß am bewussten Konsum entwickelt, der mich erfreut.
    Denn gleichzeitig weiß ich damit, ich schone Umwelt und Ressourcen und meinen Geldbeutel, damit ich, wenn ich 90 bin, auch noch die roten Beete auf dem Markt einkaufen kann.

    Ich grüße dich herzlich
    Dani

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  6. Hi Jenny,
    richtig so! Ich bin auch kein großer Freund des radikalen Minimalismus.
    Wichtig finde ich, dass man sich den „Wert“ von Waren oder Dienstleistungen bewusst macht. Wenn man wirklich Freude an etwas hat oder eine Ausgabe dazu führt, um sich selbst zu entlasten, ist das doch wunderbar.

    Viel Freude an deinem Bonsai-Baum 🙂
    Mein nächster Blogbeitrag dreht sich ein bisschen um Japan – passt also perfekt 😉

    Viele Grüße
    Felix

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    • Bin auf deinen Japan-Beitrag gespannt. 🙂 Mein Lieblingszitat, wenn es um Wert geht:

      „Heutzutage kennen die Leute von allem den Preis und nicht den Wert.“ Oscar Wilde. (1854 – 1900) Leute machen für alles eine Rechnung auf statt ein wenig weiter zu denken.

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  7. Ich war auch noch nie ein Verfechter des absoluten Minimalismus. Gut, ich bin nicht so sachgesteuert, da werde ich mit den Jahren sogar immer imuner. Aber ich gebe sehr gerne Geld für Erlebnisse aus. In die Berge fahren und schön auf einer Hütte rumsitzen, auch wenns ein bisschen teurer ist, bringt mich nicht aus der Fassung. Bei den Extremminimalisten mit 70% Sparrate denke ich mir, dass ziemlich viel Leben an ihnen vorbeigeht, auch wenn immer wieder gerne etwas anderes geschrieben wird. Ich bin z.B. auch gerne hier in meiner direkten Umgebung im Wald, sehe aber gerne anderes genauso. Gleiches mit essen gehen mit Freunden etc.

    Daneben ist es mir gelungen, regelmäßig zu spare. Wenn ich wenig spare, merke ich das inzwischen mental und schaue, dass ich es im Folgemonat besser mache ohne mir unnötigen Druck zu geben. Etwas zu sparen ist irgendwann Automatismus geworden und meine These dabei ist: Mit dieser Einstellung kann dir recht wenig passieren, so lange du gesund bist und einer Arbeit nachgehen kannst, wie auch immer diese aussieht. Wenn nicht, hast Du ganz andere Probleme, als große beträge im Monat beiseite zu legen.

    Die finanzielle Freiheit wird gerne wie eine Monstranz von einigen Leuten vor sich hergetragen. Wenn man nur diesen Gedanken in sich hat, sollte man meiner Meinung etwas an seinem heutigen Leben ändern, da es nicht ausgefüllt und recht freudlos ist. Die beste Strategie ist doch, dass Leben zu jeder Zeit möglichst zu geniessen und trotzdem langfristige Ziele zu haben. Bis dass Geld für jemanden kein wichtiger Punkt ist, vergehen sowieso sehr viele Jahre oder sogar Jahrzehnte. Man nimmt sich heute etwas vor, ist vielleicht voller Elan und nach zwei Jahren merkt man, dass sich finanziell zwar etwas geändert hat, die Freiheit aber immer noch sehr weit entfernt ist. Warum also 15 Jahre nur für dieses Ziel leben? Und hier kommt das „Gönnen“ ins Spiel: Gerade lange Wege sind viel besser erreichbar, wenn sie einem mental möglichst leicht fallen. Wo ist also das Problem, meinetwegen 20 Jahre nebenher kontinuierlich etwas zur Seite zur legen und trotzdem in den 20 Jahren nicht auf alles zu verzichten? Wenn ich mir also einen Lebensstil anerziehe, wo ich meine Freude daran habe, mir ab und zu etwas (auch unsinniges) gönne, nur weils Spaß macht, werden mich die 20 Jahre Sparen nicht sonderlich stören.

    Wenn ich mit 40 noch in einer 25m² Mietbutze hause mit Sperrmüll – und Dritte-Hand-Möbel und einen Lebensmitteletat von 100 €/Monat als Single, weil Freundin/Familie zu teuer ist, dann frage ich mich, was diese Person macht, wenn sie tatsächlich die Million erreicht hat? Angewohnheiten legt man nicht so schnell ab, von daher freuen sich wahrscheinlich die Erben. Derjenige wird mit Sicherheit sagen, dass ihm nichts fehlt mangels Erfahrungswerte. Wie schade ist das denn?? Man kann auch anders und schöner leben, wenn man nicht so streng zu sich ist. Von daher finde ich es absolut legitim und lebensverschönernd, wenn ich mir immer wieder mal was gönne. Also, erfreu dich an deiner netten kleinen Pflanze und denke nicht daran, dass das zwei weitere ETF-Scheine wären. ETF-Scheine oder Aktien sind nicht das einzige und ganz bestimmt nicht der wichtigste Wert im Leben.

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    • Huhu Oliver, eine Sparquote von 70% ist absolut ok, wenn man genug verdient.. 🙂 Generell darf jeder auch gerne sehr sparsam leben, Frugalist Oli macht es vor. Nur wie du sagst: Es ist wichtig, dass man das Privatleben nicht vergisst. Jeder hat da sicherlich andere Ziele (z.B. die Welt bereisen, Familie gründen, Bücher schreiben), aber vieles kann man ohne die FF erreichen. Wie du sagst: Wenn man gerne arbeitet, hat man viel gewonnen und man arbeitet auch ein paar Jahre länger. Aktuell kann ich sagen, dass ich tatsächlich froh über mein Hamsterrad bin. Ich habe jeden Tag um die 20-30 Leute um mich rum, sodass mir ohne langweilig wäre.

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    • Du beschreibst hier ja eigentlich gut den Zwiespalt zwischen „sich heute etwas gönnen“ und „sich (über)morgen etwas gönnen“. Und daraus darf halt kein „irgendwann einmal werde ich“ werden. Manchmal fällt es auch mir schwer, die Balance zu halten.

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  8. Hi Jenny,

    wie schon auf verschiedenen Blogs geschrieben bin ich gesundheitlich angeschlagen, auch wenn man es mir äußerlich nicht direkt ansieht. Ich bin schon seit der Kindheit eher sparsam angelegt und mit den gesundheitlichen Problemen kommt nun noch eine gewisse Existenzangst dazu. Da ich gesundheitlich bedingt nicht mehr so viel unternehmen kann, habe ich einen zusätzlichen ungewollten Spareffekt. Ein Teil davon bleibt wiederum bei privaten Ärzten und Laboruntersuchungen hängen, aber ich denke insgesamt ist diese ungewollte Ersparnis um einiges höher als die Ausgaben, wenn ich noch mehr unternehmen könnte.
    Ich habe mir jetzt schon ein stattliches Sümmchen zusammengespart und könnte sehr viele Jahre komplett auf eigene Kosten überbrücken aber gänzlich beruhigt bin ich noch nicht und werde es wahrscheinlich auch nie sein.

    Deshalb fällt es mir schwer Dinge zu gönnen, die etwas kosten. Hinzu kommt wie schon von Vorpostern beschrieben noch der Gedanke der Ressourcen Schonung hinzu. Es fällt mir sehr schwer mir etwas Neues anzuschaffen, wenn das Alte noch funktioniert, obwohl ich gerne das Neue hätte. Wenn ich das Alte in guten Händen weiß und es nicht auf dem Schrottplatz landet ist es wieder halbwegs ok. Die Ressourcen Verschwendung im Umfeld tut mir teilweise richtig weh, aber das behalte ich natürlich für mich. Ich schaue mir gerne Berichte aus dem Ausland an, z.b. Weltspiegel oder Auslandsjournal, in dieser Relation wirken viele unserer Konsumwünsche sehr dekadent.

    Es wäre schön, wenn ich mir öfter auch einmal etwas nicht wirklich notwendiges leisten würde, ohne ein schlechtes Gefühl zu haben. Ich führe auch kein Haushaltsbuch, ich mache mir sowieso schon wegen vielen Ausgaben Gedanken, da will ich mich durch ein Haushaltsbuch nicht noch zusätzlich gängeln. Zum Glück mache ich mir kaum Gedanken bei Lebensmitteln, diese benötige ich, verbrauche ich und wenn ich sicher weiß wo es herkommt, dann gebe ich auch gerne mehr aus. Auch wenn beispielsweise das auf dem Land notwendige Auto einen Schaden hat, dann ist die Instandsetzung zwingend erforderlich und es kostet eben, was es kostet.

    Bei den Rich Dad Poor Dad Fans gibt es ja den Ausdruck: „bezahle dich selbst zuerst“. Ich finde deshalb die umgekehrte Denkweise wie von Alexander sympathisch, nicht sich selbst hinsichtlich des Sparens selbst zu bezahlen, sondern hinsichtlich der Ausgaben. Das muss nun kein sinnloses Verprassen sein, sondern es kann sich einfach um Ausgaben handeln, die nicht unbedingt notwendig gewesen wären, für die man dann jedoch kein schlechtes Gewissen hat.
    Das muss dann auch nicht im Widerspruch zur Rich Dad Poor Dad Lehre stehen, die soweit ich mich erinnere auch die Frage „kann ich mir das leisten“ durch „wie kann ich mir das leisten“ ersetzt. Wenn man also in irgendeiner Form ein Zusatzeinkommen generiert, sei es passiv, durch Überstunden o.ä. dann kann man diese Zusatzeinkommen auch tlw. für Zusatzausgaben verwenden.

    Das in die Praxis umzusetzen fällt mir noch schwer, auch wenn es mir manchmal schon gelingt. Was mir komischerweise einfacher fällt ist anderen Menschen eine mit Kosten verbundene Freude zu bereiten.

    Ich wünsche dir für die Zukunft stressfreiere Jahre als die Jahre davor und gute Gesundheit für dich und deine Familie. Gute Gesundheit ist durch kein Geld der Welt aufzuwiegen.

    Viele Grüße,
    Ruben

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    • Hi Ruben,
      vielen Dank für die Genesungswünsche. Kann ich nur zurückgeben. Bekommst du ggf. Erwerbsminderungsrente oder ggf. eine BU-Leistung? Kann gut verstehen, dass dir in deiner Situation zum Sparen zumute ist. Ich hoffe, dass du trotzdem noch viele Jahre deinen Arbeitsalltag alleine meistern kannst.

      Liebe Grüße
      Jenny

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      • Hi Jenny,

        nein, so weit ist es zum Glück noch nicht, zumal ich keine BU habe und wahrscheinlich auch keine bekommen würde bzw. diese zu teuer wäre, zumal ich nächstes Jahr schon 40 werde. Ich spare einfach jeden Monat weiter meine +/-1500 Euro. Meine „selbst gegründete Versicherung“ würde zum Glück immer zahlen und die Verwaltungskosten sind bei 0 😉
        Eine Kollegin hat MS und ihr Fall ist wirklich eindeutig, dennoch führt sie seit Jahren einen Kampf mit BU und der deutschen Rentenversicherung.
        Wenn ich so jung wäre wie du und hätte noch nicht so viel in den Krankenakten, dann könnte ich mir aber auch eine BU vorstellen.

        LG
        Ruben

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      • Oje, die Arme. Bei MS ist der Übergang leider sehr fließend, weswegen das Thema „Kräfteverfall“ da sehr wichtig ist. Man kann im Rollstuhl sitzen und laut Rentenkasse immer noch im Callcenter arbeiten. Ich habe jetzt ja erst mal meine „kleine“ BU über meinen Arbeitgeber. Noch nicht ganz optimal, aber wegen Allergien & Fußfehlstellung bekomme ich wahrscheinlich über den privaten Weg keine. Bzw. eine BU mit den Ausschlüssen Haut, Lunge, Atemwege, Bewegungsapparat ist nicht so geil.

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  9. Hi Jenny,
    ich kann diesem Satz zustimmen. Die Betonung liegt aber auf „Mal“. Es ist nicht, was man ausnahmsweise tut, sondern was man zur Gewohnheit macht, das über Erfolg oder Misserfolg bei der Zielerreichung entscheidet.

    Außerdem sollte bei all dem Sparwillen nie das Hier und jetzt leiden. Für mich geht es nicht um krankhafte Sparwut, sondern darum, ein gesundes Konsumverhalten zu entwickeln. Und dazu gehört, sich auch MAL was zu gönnen. 😉

    Liebe Grüße
    Tobias

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  10. Hallo Jenny,

    Lustigerweise habe ih vor kurzem ein Video genau zum Thema gönnen abgedreht, ist aber noch nicht online. Ich erkläre dort das gönnen nicht umbedingt monetär sein muss, das bedeutet etwas das ich mir gönne muss nicht Geld kosten. Ausserdem betone ich das die „Glücklichkeit“ nicht mit der ausgegebenen menga an Geld korreliert.

    Finde den Bonsai auch hübsch, und finde das Dinge die einem lange Freude bereien ruhig gekauft werden sollen. Pflanzen sind ausserdem gesund für die Raumluft 🙂

    Grüsse
    Thomas

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    • Hi Thomas,
      dann bin ich auf deine Sichtweise im Video gespannt! Ja, Dani oben hat auch geschrieben, dass sich nicht alles um Geld drehen muss. Oft ist es aber so (Massage, Urlaub..). Aber je höher der Preis, desto höhere Anforderungen stelle ich an die Sache. Dadurch machen kleine Dinge mehr Freude.

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    • Huhu Sebastian,
      ja, an den Artikel erinnere ich mich gut. 😀 Wir strecken unsere Seife nun übrigens nicht mehr.
      Mit Auto+Haus fällt und steht eigentlich das meiste. Selbst ein Urlaub jedes Jahr macht auf den Monat gerechnet gar nicht so viel aus.

      Liebe Grüße
      Jenny

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  11. HI Jenny. Toller Blog, gucke immer wieder gern hinein. Meine Kommentarpremiere kommt passenderweise zu deinem Thema, das mich selbst sehr „packt“ und das mich auch auf meinem eigenen Blog beschäftigt- leben jetzt vs. leben später nenne ich das.
    Einerseits im jetzt sparsam sein, etwas für später aufbauen, auf der anderen Seite sich fragen, wie lange werde ich überhaupt leben? Kann heute abend nämlich schon vorbei sein mit dem schönen Leben. Ich weiß noch genau wie ich an meinem 27. Geburtstag auf einer schönen Weihnachtsfeier war, alles schnafte und keine 12 Stunden später mit der Diagnose Krebs auf der Liege meines Arztes ohnmächtig wurde. Ist mit viel Glück alles gut gegangen, aber diese Erfahrung hat mich jahrelang vom Sparen abgehalten, was im Endeffekt auch nicht so schlau war. Mittlerweile habe ich wohl die Balance gefunden, aber ich finde, das ist ein hochinteressantes, schwieriges Thema.

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    • Hi dixonfire, danke für deine Premiere auf meinem Blog! Krebs mit 27 klingt schrecklich. Ich muss oft an den Beitrag von Jürgen denken (https://etf-blog.com/31-dinge-ueber-mich-die-du-garantiert-noch-nicht-wusstest/), der seine Lebensgefährtin im gleichen Alter an den Krebs verloren hat. Meinen Vater hat es dieses Jahr auch erwischt und seit dem denke ich mehr ans Jetzt als an Morgen. In meinem Freundeskreis sind mittlerweile einige Halbwaisen oder gar Waisen dabei, weil viele Mütter mit Anfang 50 an Krebs oder Herzinfarkten sterben. Deswegen rede ich mir mein Sparen anders schön: Ich spare das Geld auch für gesundheitliche Probleme und meine Hinterbliebenen. Wenn ich frühzeitig abtreten sollte, dann kann ich mir davon in der schlimmen Zeit ein paar Annehmlichkeiten leisten, mein Freund könnte theoretisch beruflich eine Auszeit nehmen oder meine Eltern zahlen von meinem Erspartem einfach meine Beerdigung und ihr Haus ab. Aber definitiv sollte man sein Leben nicht auf später verschieben. Alle reden von einer langen Lebenserwartung und „statistisch unwahrscheinlich, dass man früh stirbt“, aber rein statistisch trifft es nun mal immer noch genügend Leute.

      Ich wünsch dir für die Zukunft alles Gute und dass du jede Minute auf Erden umso mehr genießen kannst.

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  12. Huhu,
    „gönnen“ ist irgendwie auch so ein Unwort unter Jugendlichen geworden wie ich finde. „Gönn dir ma digga“. 😀

    Ich finde es aber gut, dass du dieses Thema mal ansprichst. Ich habe ja schon oft genug geschrieben, dass es auch einen Mittelweg geben muss, neben dem minimalistischen Sparen und dem nie enden wollenden Konsum.

    Manchmal gebe ich auch Geld für Dinge aus, wo ich dann denke, naja hätte irgendwie doch nicht not getan. Aber verkaufen brauch man das dann auch nicht, da es sowieso kein Geld mehr dafür gibt.

    Ich hätte auch gerne mal wieder eine schöne Pflanze. So einen Bonsai oder eine Palme wäre was feines. Leider fehlt mir in meiner kleinen Wohnung der Platz dafür. Also muss ich bald Wohnungstechnisch aufstocken. Muss ich sowieso, diese Hellhörigkeit stört schon sehr.

    Dazu kommt, dass ich mir mal größere Lautsprecher für meine HiFi-Anlage „gönnen“ will. Eigentlich unnötig, aber man gönnt sich ja sonst nichts ne.

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    • @Gurki: an ein paar „gescheiten“ Lautsprechern hat man auch viele Jahre täglich Freude daran. Solange man nicht alle 3 Jahre das System und die Lautsprecher wechselt (wie ein Kollege von mir) ist doch alles gut.

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      • Ja ich kaufe ja sowieso „gerne“ teuer, aber dafür dann 1x. Allerdings habe ich ja jetzt schon welche wofür andere sich ein gebrauchtes Auto kaufen würden. Insofern ist es eigentlich nicht nötig. Aber das haben wollen 🙂
        Naja aber ich spare mir die ja extra zusammen. Somit freut man sich ja dann später noch viel mehr.

        Ich kann auch jedem Sparer nur empfehlen, 100-200€ / Monat für „Spielzeug“ zur Seite zu legen. Sonst hat das Leben ja irgendwie überhaupt keinen Reiz.

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    • Huhu Gurki, der Bonsai nimmt zum Glück nicht viel Platz weg und steht auf einer kleinen Fensterbank. Eine Palme habe ich auf der Arbeit stehen. Eigentlich behaupte ich immer, dass ich keine Pflanzen mag (da unnütz, wenn sie keine Früchte tragen), aber so ein kleines Pflänzchen auf zu ziehen ist schon schön. Vor allem, wenn man mit einem kleinen Ableger anfängt und der Pflanze beim Wachsen zusehen kann.

      Ja, das mit dem „Alter, gönn‘ dir“ höre ich auch öfter in der Bahn. 😀 Bei Älteren eher im Zusammenhang mit Autos „Ich arbeite so viel, da kann man sich auch mal was gönnen.“ Ich finde Neuwagen zugegeben nicht so schlimm, vor allem nicht bei Vielfahrern (manche meiner Kollegen fahren 50-70 km zur Arbeit, eine Strecke!!). Aber gerade in jungen Jahren verschulden sich Leute für ihr Auto, was nicht unbedingt sein muss.

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  13. Hi Jenny,

    schönes Bäumchen. Sieht auf dem Bild wirklich besser aus als was als Massenware verramscht wird. Wo hast Du den her ? Gärtnerei oder spezieller Bonsai-Shop ? Ich wünsche dem Bäumchen ein langes Leben und Dir viel Freude damit.

    Das ist für mich auch das Kriterium für das „Gönnen“. Habe ich wirklich Freude daran und das möglichst auch nachhaltig. Wenn die Freude nur kurz beim Kaufen aufblitzt und das Gekaufte dann unbenutzt und unbeachtet Platz verbraucht, dann war das nichts. Passiert häufig bei Klamotten (da nehme ich mich selbst und meine Familie nicht aus). Genauso von kurzer Dauer ist es, wenn man was kauft, weil man bewundert werden will. Man erntet ein halbehrliches „cool“ und dann ist schon der Nächste dran mit dem Angeben, der die Schraube weiter dreht. Zum Glück bin ich dagegen ziemlich immun.

    Bei Pflanzen werde ich hingegen auch schnell schwach, weil ich mich freue, wenn sie gedeihen und jedes Jahr wiederkommen. Ich kaufe da in unterschiedlichen Preisklassen. Mit am schönsten ist ein japanischer Kirschbaum aus dem Supermarkt für 4,99, der jetzt 2 Meter groß ist und bald zehn Jahre jedes Jahr pünktlich zu meinem Geburtstag blüht. Ein Jahr später wieder im Supermarkt zugeschlagen, der Baum kümmert vor sich hin. Zwei weitere Kirschbäume habe ich in einer guten Gärtnerei für das Zehnfache gekauft. Einer erfreut auch jedes Jahr durch füllige Blüten, den anderen haben die Wühlmäuse gefressen.

    Viele Grüße

    Julian

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    • Huhu Julian,
      keine Ahnung, ob die Pflanze bei einer Online-Bestellung heil ankäme.. den Baum habe ich tatsächlich unter dem „Ramsch“ gefunden. Ich habe in letzter Zeit immer mal nach Bonsais Ausschau gehalten. Im Hornbach gibt es die kleinen Bäumchen zwischen 10-30 Euro. Aber diese sehen jedes Mal anders aus und so einen schönen hatte ich bisher nicht gesehen. Finanziell war der Baum nie ein Problem, selbst wenn er 80€ gekostet hätte. Ich habe eher vor der Pflege Angst. Beschnitt von Ästen & Wurzeln, Draht zum Formen der Äste, spezielle Erde fürs Umtopfen, Sicherstellung der Bewässerung, wenn ich mal weg bin.

      Kirschbäume finde ich auch toll! Die von meinem Vater wollen aber seit ein paar Jahren keine Früchte mehr tragen bzw. fressen leider die Vögel alles auf. 😦

      Liebe Grüße
      Jenny

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  14. Finde auch, dass man sich schon ab und zu was gönnen darf – und muss.
    Sonst verliert man irgendwann die Motivation.
    Wenn man nur fürs Depot arbeiten geht ist das selten befriedigend.
    Es muss ja nicht immer etwas teueres sein.
    Auch kleine Dinge können einen glücklich machen.
    Kompletter Verzicht ist in meinen Augen eher kontraproduktiv.

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    • Ich denke mir: Wenn morgen die Wirtschaft zusammen brechen würde und mein Erspartes wertlos werden würde: Was würde ich bereuen, mir nicht „geleistet“ zu haben? Ist vielleicht ein sehr krasses Gedankenspiel, aber ich würde z.B. die autolose Zeit nicht bereuen. Hat mir viel Stress erspart. Ich würde höchstens bereuen, nicht mehr gereist zu sein.

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  15. Tja ich habe mir das Fernstudium Bachelor für 10 000 Euro gekönnt ;-). Bildung, Kinder und Reisen sind für mich die beste Investitionen mit (Glücks)rendite. Beim Master kann ich deine Überlegung nachvollziehen. Berufserfahrung löst den ab, es sei denn es wird formal gebraucht.

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    • Schön formuliert, das mit der Glücksrendite. 🙂 Den Bachelor bereue ich auch nicht. Ob der fehlende Master mir mal Probleme macht, kann ich noch nicht beurteilen. Je nach Firma ist sogar ein Dr.- Titel gerne gesehen.. Aber mit Berufserfahrung werde ich hoffentlich erst mal auch so gut durchs Leben kommen.

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  16. Alles richtig gemacht würde ich mal sagen. Ich finde eh das viele Wörter viel zu negativ behaftet sind. Von daher gönne dir so viel, wie dich Glücklich macht.

    Ich glaube so lange man alles was man sich kauft auch entsprechend wertschätzt und für einen auch den entsprechenden Wert hat. Nun ja. Dann sollte man es sich kaufen.

    Meine Fahrräder, mein Fotokram und selbst meine Technik sind nicht zum überleben nötig. Trotzdem habe ich Sie alle, weil sie mich glücklich machen. Ok. Beim Sport hinke ich aktuell ein wenig nach, aber trotzdem sind manche Fahrräder nicht so leicht abzugeben.

    Das Problem ist glaube eher mal wieder der Vergleich. Oh der eine hat noch weniger. Oh der andere hat keine Auto. Oh …..

    Sobald sich vergleicht beginnen immer irgendwo negative Gedanken in den Kopf zu kommen. Von daher würde ich einfach sagen. Leb dein Leben und kauf was du gerne willst, sei glücklich und scheiß drauf was andere Menschen mehr, weniger oder anders haben.

    Gruß,
    mafis

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    • Huhu mafis,
      ja, ich ticke mittlerweile ähnlich wie du. Jeder soll sich kaufen, was ihn glücklich macht. Ganz abschalten kann ich die indirekte Wertung bei mir aber nicht. Z.B. gönne ich Kollegen ihre schönen neuen Autos (würde mir als Vielfahrer auch was „Ordentliches“ holen), andererseits bin ich dann immer ganz froh, dass meine aktuelle Wohnsituation kein Auto erfordert. Wobei ich mit meinen 2 Fahrrädern mittlerweile auch recht dekadent lebe. 😉

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  17. Pingback: In den Töpfen der Anderen #34 » Finanzküche

  18. Hi Ex-Studentin,

    guter Artikel! Danke für’s Teilen – ich versuche auch die Balance zu halten zwischen einer sehr hohen Sparrate (die für Investments verwendet wird, die wiederrum einen Ertrag abwerfen) und Ausgaben, die meine Lebensqualität erhöhen. Ich denke, dass ein „Kauf“ dann positiv ist, wenn man nachhaltig daran Freude hat und nicht nur für einen kurzen Moment. Früher habe ich mich manchmal in Stressphasen auch mit einigen kurzlebigen Konsumgütern „belohnt“…heute eher mit DividendenAktien:-)…Bei Reisen spare ich zum Beispiel nicht, da dies für mich etwas ist, was in einer Art und Weise bereichert, die mir wichtig ist. Ein Beispiel war meine NewYork City Reise im September 2017, wenn man sich den Preis für die 5 Tage vor Augen führt, kann man schon mal kurz zweifeln, aber im Endeffekt war der Trip unvergesslich und jeden Cent wert…

    Grüße,
    DividendSolutions

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    • Irgendwie mache ich mir bei der NY-Reise mehr Stress als sonst. Bisher bin in nur innerhalb von Europa verreist. Da ist es einfacher. Kein Visum, notfalls kommt man irgendwie mit dem Zug heim, Krankentransport ist auch etwas einfacher..

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  19. Hallo Jenny,

    mal wieder ein toller Artikel 🙂

    Eine Balance bei den Ausgaben zu finden ist wichtig; Gerne gebe ich Geld für meine Lieben oder Haus und Garten aus, jedoch bei mir selbst bin ich recht sparsam. Eine der Ausgaben die ich mir regelmäßig monetär „gönne“ ist ein Friseurbesuch. Ich habe seit Jahren die gleiche Friseurin und genieße den Besuch immer.
    Was mein Freund und ich uns jedoch häufiger „gönnen“ braucht kein Geld oder wenig: lange Spaziergänge von der Haustür aus, Brettspielabende mit Freunden, bis nachts auf der Terrasse sitzen und quatschen oder unsere regelmäßigen Ausflüge in den örtlichen Tierpark (Jahreskarte ftw 🙂 ) Ab und an gehen wir essen.

    Zum Thema Mobilität: Wir haben 2 Autos, da wir beide (noch!) weite Strecken (60 und 100km) pendeln müssen. Ich gebe zu, beide kommen aus Ingolstadt und haben 4 Ringe als Emblem. Unsere Autos sind 5 und 2,5 Jahre alt und gut gepflegt. Für eines davon haben wir noch einen Kleinkredit laufen (Mitte nächsten Jahres abbezahlt) Wir haben den Wagen neu gekauft um aufgrund der Pendelstrecken mobil zu bleiben. Die Zuganbindung ist hier leider nicht so gut. Vor kurzem hat mich hier in der Straße eine Äußerung wirklich getroffen: „Gerade neu gebaut und 2 neue Autos in der Einfahrt.“ Meine Nachbarin nahm mich daraufhin zur Seite und meinte ich solle mir keine Gedanken machen, der Mann (kein Anwohner) sei die alte Mitfahrgelegeheit ihres Mannes und ein echter Geizhals. Mich hat die Äußerung so getroffen, weil wir beide aus eher „normalen“ Verhältnissen kommen und wirklich für unsere Anschaffungen sparen. Die Autos waren hierbei der Kompromiss aus Gönnen, Zuverlässigkeit sowie niedrigen Unterhaltskosten. Einerseits bekam ich sofort ein schlechtes Gewissen (und das eigentlich ohne Grund!) ,andererseits war ich schockiert darüber, dass man seinem Nächsten etwas nicht gönnt oder neidet.
    Die gute Nachricht ist aber: Mein Freund hat eine neue Stelle nur noch 13km von hier ab Dezember und ich darf mehr Home-Office-Tage machen 🙂

    Viel Erfolg beim Sparen auf die New York Reise! Wir waren im Oktober 2012 dort und noch heute habe ich die Bilder der Reise im Kopf! Besondere Highlights waren damals der High-Line-Park, Central Park und Freiheitsstatue mit Ellis Island. Eindrucksvoll auch das 9/11 Memorial. Für Regentage das Natural History Museum oder Moma einplanen 🙂 Du siehst wir haben das volle Touri – Programm gemacht, aber es war sooo toll. Gewohnt haben wir in einer Ferienwohnung in Astoria, Queens. So konnten wir auch etwas von den Vororten New Yorks sehen.

    Und: Bitte habe kein schlechtes Gewissen wegen dem Bäumchen. Dein Bonsai ist wirklich hübsch und ich wünsche dir viel Freude damit.

    Gruß und ein schönes Wochenende,
    Rina

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    • Hi Rina, danke für die NY-Tipps. Wegen dem Satz vom Nachbarn würde ich kein Trübsaal blasen. Ich würde mir auch ein neueres Auto holen, weil ich weder Zeit noch Lust habe, mich mit unzuverlässigen Rostlauben rumzuschlagen. Bei 100km Fahrtweg ist nichts mit „Dann fahr ich heute mit dem Zug“. Weniger Fahrtweg + Homeoffice klingt da schon mal besser. Ansonsten denke ich mir: Wenn man trotzdem noch genug sparen kann, kann man sich auch mal was leisten.

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