Ist das Modell der Ehe veraltet? – Gleichstellung Teil 1

In meiner Familie und in meinem Bekanntenkreis fangen so langsam die ersten Hochzeiten an. Gleichzeitig gibt es viele Paare in meinem Freundeskreis, die jahrelang ohne Trauschein glücklich sind – mein Freund und ich sind ebenfalls seit über 5 Jahren zusammen. So langsam frage ich mich, ob Heiraten heutzutage überhaupt noch sinnvoll ist. Wie ihr wisst, geize ich mit meiner Unterschrift. Mit 24 bin ich rein statistisch noch 7 Jahre von einer Hochzeit entfernt und würde meine Rechten und Pflichten diesbezüglich gerne rechtzeitig wissen.

statista_hochzeit-frauen

Frauen in Deutschland heiraten immer später

(Männer heiraten im Schnitt mit knapp 34 Jahren das erste Mal.)

Vorab muss ich sagen: Die Literaturrecherche war ein Fass ohne Boden. Am besten sollte man Jura studieren. Ich hätte nicht gedacht, dass hinter einem so romantischen Vorhaben so viele Fallstricke liegen. Deswegen kann ich keine Garantie auf Richtigkeit aller Aussagen geben.

Da man das Thema nicht mit einem Beitrag erschlagen kann, wird es mindestens 3 Teile dazu geben. Teil 1 geht um das Thema: Wieso überhaupt heiraten? Teil 2 behandelt die Nachteile, die man sich durch eine Hochzeit anlacht und Teil 3 (anhand von Beispielen), auf was man rein rechtlich bei der Ehe achten sollte – um im Falle einer Trennung, einigermaßen fair auseinander zu gehen.

Wieso überhaupt heiraten?

Die Motivationen für eine Hochzeit können vielschichtig sein. Wieso heiratet man überhaupt, wenn man schon viele Jahre ohne Ehegelübde glücklich zusammen gelebt hat?

Natürlich aus Liebe und weil man sein restliches Leben zusammen verbringen will.

Man möchte Zusammengehörigkeit zeigen. Aber wieso muss man dafür heutzutage heiraten? Vor ein paar Jahrzehnten war der Deal recht banal: Der Mann bringt das Geld nach Hause, die Frau fällt den eigenen Eltern nicht mehr zu Last, schmeißt den Haushalt und versorgt den Nachwuchs. Frauen gaben ihren Beruf bei der Eheschließung oftmals auf. Bis 1999 durfte man in Japan frisch verheirateten Frauen nahe legen, die Firma zu verlassen. In der heutigen Zeit jedoch können Frauen sich gut selbst versorgen. Die Kirche und der Dorf-Tratsch machten früher ein Drama daraus, wenn man ohne Trauschein zusammenlebte oder ein unehelich gezeugtes Kind unterwegs war. Während Lady Diana 1981 noch als Jungfrau in die Ehe gehen musste, hat das bei Prinzessin Kate keiner mehr geprüft. Heutzutage wird kein unverheiratetes Paar mehr geächtet.

Hochzeit aus steuerlichen/finanziellen Gründen

Mit steigendem Gehalt steigt in Deutschland auch die Steuerlast. Wenn man verheiratet ist, kann man eine gemeinsame Steuererklärung abgeben und das Gehalt der beiden Eheleute wird quasi gemittelt. Verdient einer 50.000€ im Jahr und einer nichts, kommt ungefähr das gleiche netto raus, wie wenn beide 25.000€ verdienen würden. Durch den niedrigeren Steuersatz, hat das Paar dann über 4.000€ netto mehr im Jahr zur Verfügung. Man kann zusätzlich durch gemeinsame Versicherungen sparen (Krankenversicherung, Haftpflicht..) und doppelte Freibeträge nutzen (z.B. bei Kapitalerträgen, Sparzulagen, Riester..). Einfach durch eine Unterschrift und ein bisschen Bürokratie dahinter. Wer im Dezember heiratet, bekommt für das ganze Jahr rückwirkend Geld vom Finanzamt zurück.

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Im Dezember heiratet man sicherlich nicht wegen des schönen Wetters..

Interessanterweise heiraten „zufällig“ 4 mal mehr Leute im Dezember als im Januar.

Eine Ehe bringt rechtliche Vorteile.

Mit Trauschein darf man einen gemeinsamen Familiennamen führen. Nur durch eine Ehe gilt man offiziell als Familienangehöriger mit allen Rechten und Pflichten. Wenn mir etwas passiert, würde mein Freund im Krankenhaus keine Auskunft erhalten und im Falle meines Todes würde er nichts erben. Er dürfte keine Aussage vor Gericht verweigern, wenn ich mal wieder ein paar Leichen im Keller vergraben hätte. Eine unverheiratete Hausfrau (oder Hausmann) erhält nach der Trennung nicht zwangsläufig Unterhalt und hat keine Anrechte auf eine „gemeinsame“ Immobilie, die nur auf seinen Namen lief. Verheiratete hingegen sind ggf. sogar Nutznießer der Rentenansprüche ihres Partners, auch im Todesfall.

Viele dieser rechtlichen Sachen kann man auch ohne Ehe durch notarielle Bekundungen regeln: Man setzt einen Partnerschaftsvertrag, eine Patientenverfügung und ein Testament auf. Die Aussage vor Gericht kann man auch durch eine erfundene Verlobung bereits verweigern. Im Krankenhaus stellt man sich einfach als Ehepartner vor, da verlangt keiner die Eheurkunde. Steuervorteile kann man jedoch nicht herzaubern. Zudem kosten alle notariellen Urkunden Geld – da ist die reine Eheurkunde beim Standesamt (unter 100€) günstiger.

Immer mehr Rechte für Verheiratete

Mindestens bis zum 25. Lebensjahr bekommt man während der Ausbildung in Deutschland Kindergeld. Bis zum Jahre 2013 fiel bei einer Hochzeit das Kindergeld automatisch weg. Mittlerweile bekommt man trotzdem Kindergeld und bleibt ggf. sogar bei den Eltern mitversichert (Hinweis: Wer ab 2012 als „Kind“ verheiratet war, kann das Kindergeld rückwirkend wieder bekommen!). Während man sich früher auf einen gemeinsamen Namen einigen musste, kann man nun auch den eigenen Nachnamen behalten (auch den aus der vorigen Ehe), den Namen der Frau annehmen oder einen Doppelnamen führen. Durch einen Ehevertrag kann man bereits vorher vieles für den Fall einer Scheidung regeln. Oder in Sonderfällen die Ehe sogar annulieren lassen. Bei einer künstlichen Befruchtung erhalten Verheiratete mehr Geld als Unverheiratete. Im Falle einer Schenkung oder eines Erbes gelten für Paare mit Trauschein höherere Freibeträge: 500.000€ statt 20.000€. Sollte man als Lebensgefährte z.B. eine Wohnung im Wert von 220.000€ erben oder eine Haushälfte überschrieben bekommen, müsste man auf 200.000€ 30% Steuern zahlen. 60.000€ wären dann einfach mal weg. Dies würde im Todesfall eines Partners ggf. zum Verkauf der Immobilie führen. Verheiratete können zusätzlich durch das sogenannte „Berliner Testament“ sich gegenseitig als Alleinerben einsetzen, sodass die Kinder das Erbe nicht sofort zerschlagen bzw. maximal ihren Pflichtteil einklagen können.

Uneheliche Partnerschaft: Viele Pflichten, wenige Rechte

Staatliche Leistungen

Da mein Freund gerade eine 2. Ausbildung ohne Einkommen macht, habe ich mich zu Beginn zum Thema Wohngeld informiert: Da wir zusammen wohnen (eheähnliche Gemeinschaft/Bedarfsgemeinschaft), wird mein Gehalt mit betrachtet und er bekommt nichts. Ein Hartz 4-Empfänger muss sich das Zusammenziehen mit dem Partner ebenfalls gut überlegen: Denn es wird ein Großteil der Bezüge gestrichen, da der Partner dafür aufkommen müsste. Das gleiche gilt sogar im Pflegefall des Partners.
Generell gilt laut SGB XII §20:

Personen, die in eheähnlicher oder lebenspartnerschaftsähnlicher Gemeinschaft leben, dürfen hinsichtlich der Voraussetzungen sowie des Umfangs der Sozialhilfe nicht besser gestellt werden als Ehegatten. § 39 gilt entsprechend.

Sprich:  Man hat als unverheiratetes Paar stets die gleichen Nachteile wie ein verheiratetes Paar.

Sorgerecht & Unterhalt

In §39 steht, dass man zum Unterhalt für einen im Haushalt lebenden Partner verpflichtet ist, sofern er diesen nicht selbst bestreiten kann. Man hat also selbst ohne Trauschein eine Menge finanzielle Pflichten.  Als unverheirateter Mann zieht man ein schlechtes Los, wenn es um die gemeinsamen Kinder geht: Rein gesetzlich hat die Mutter bei unverheirateten Paaren das alleinige Sorgerecht, während man als Mann natürlich trotzdem unterhaltspflichtig für die Kinder ist. Bis zum 3. Geburtstag des Kindes steht sogar der Mutter Unterhalt zu, wenn sie des Kindes wegen nicht arbeiten kann (bei Bedarf auch länger).

Steuervorteile

An sich ging ich immer davon aus, dass man steuerliche Vorteile nur als Ehepaar hat. Netterweise legten meine Plutusandme & Dummerchen mir das Buch „Konz: 1000 ganz legale Steuertricks“ nahe. Dummerchen wies mich darauf hin, dass man Unterhalt für Angehörige steuerlich absetzen kann (Seite 462 in der 2017er Ausgabe). Da mein Freund nur ein geringes Einkommen hat und wegen mir keine staatlichen Leistungen erhält, könnte ich meine Sonderausgaben (ich zahle mehr Miete) in meiner Steuererklärung geltend machen (bis 8652€ im Jahre 2017!). Sollte der Partner jedoch ein wenig Geld verdienen (450€-Job/Ausbildungsgehalt), wird das Geld nahezu komplett vom Freibetrag abgezogen.

Zwischenfazit

Zwischenzeitlich dachte ich mir beim Schreiben des Artikels:

Bin ich nicht schon so gut wie verheiratet?

Im ersten Moment scheinen sich Ehe und uneheliche Partnerschaft rechtlich immer mehr anzunähern. D.h. ohne was unterschrieben zu haben, ist man in einer Langzeitbeziehung im Auge der Ämter bereits verheiratet und man muss finanziell für den Partner aufkommen. Da man die Nachteile schon hat, kann man also gleich heiraten, um wenigstens die Vorteile zu nutzen. Wenn man bis ans Ende seiner Tage zusammen bleiben will, spart man durch die Ehe immerhin viel Papierkram und Geld. Wenn man den Partner richtig absichern möchte (Hinterbliebenenrente, hohe Freibeträge beim Schenken/Erben), so scheint so schnell kein Weg um die Ehe drumrum zu führen. Insbesondere beim Kinderwunsch kann eine Hochzeit viel Sicherheit vermittelt, wenn einer der Partner ein paar Jahre auf ein eigenes Einkommen verzichten muss. Den Vorteilen der Ehe stehen leider auch Nachteile gegenüber (vor allem, falls die Beziehung doch mal auseinander geht), um die es dann im nächsten Beitrag geht.

Was mich interessieren würde: Wie lange habt ihr ohne Trauschein zusammen gelebt, bis ihr geheiratet habt und wie alt wart ihr zu dem Zeitpunkt? Wie lange seid ihr nun verheiratet? Oder habt ihr euch bewusst gegen eine Hochzeit entschieden?

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75 Gedanken zu “Ist das Modell der Ehe veraltet? – Gleichstellung Teil 1

  1. riesen Lob and die viele Recherchearbeit.

    zu deinen Fragen.
    wir sind nach 0,5 Jahren zusammen gezogen und nach 2 Jahren haben wir bereits geheiratet. Insgesamt könnte man sagen das wir ein enormes Tempo vorgelegt haben. In den 2 (unehelichen) Jahren haben wir uns mit vielen verschiedenen Action- und Reiseabenteuern ausgetobt. Von Tauchen bis Fallschirmfliegen war alles mögliche dabei.
    Nach einem Jahr Beziehung haben wir bereits gemeinsam eine Wohnung gekauft und jetzt nach 4 Jahre Beziehung ist es nun ein Haus geworden. Aktuell haben wir beide einen starken Focus auf Familliengründung und hoffen auf ein baldiges erstes Kind.

    Geheiratet haben wir mit: ich 31 und sie 28. Bis heute haben wir kein gemeinsames Konto :) Jeder steuert soviel bei wie er kann und wir schauen, dass es grob fair bleibt. Bisher hat es sehr gut funktioniert. Bei etwas größeren Anschaffungen (so ca. ab 500€) dokumentieren wir, wer was bezahlt hat.

    Die Eheschließung war komplett freiwillg :) es gab keine äußeren faktoren oder der wunsch Steuervorteile auszunutzen.

    Wir sind beide nicht wirklich traditionell und glauben auch nicht an die ewige Liebe etc. Aber trotzdem irgendwie hat die Heirat bei uns beiden etwas ausgelöst. Sowas wie wenn man einen wichtigen Punkt auf der inneren ToDo liste abhakt der einen daran gehindert zum nächsten Punkt über zu gehen. Sich das JA-Wort öffentlich vor so vielen Zuschauern geben ist doch irgendwo ein klares Zeichen, dass man es mit der Beziehung ernst meint. Und das gibt dem Partner deutlich mehr Sicherheit und einen Ankerpunkt auf dem man aufbauen kann. Dadurch, dass dieser „Punkt“ abgehakt ist kann man sich nun um den Nachwuchs kümmern.

    Gerade ich als Mann würde niemals bewusst absichtlich Kinder ohne Ehe zeugen. Wie du schon erwähnt hast, hat man da fast gar keine Rechte aber alle Pflichten.

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    • Ihr habt quasi den Turbo eingelegt. Vor allem den Schritt des gemeinsamen Wohnungskaufs finde ich interessant. Wie habt ihr diese im Grundbuch aufgeteilt? Musstet ihr dafür einen Kredit aufnehmen?

      Manche Entscheidungen hängen auch vom Alter ab. Wenn man gegen 30 geht, heiratet man schneller als mit Anfang 20. Das mit dem „Abhaken“ ist ein interessanter Gedanke. Sowas ähnliches hat mein Freund auch gesagt als wir zusammen kamen.

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      • wir stehen beide in allen Grundbüchern zu 50/50 drin.
        Für die Wohnung mussten wir einen kleinen Kredit aufnehmen (siehe hier: https://ram254.wordpress.com/category/projekte/finanzwissen/)
        Für das Haus natürlich einen deutlich größeren.
        Bei den Krediten stehen wir auch beide drin.

        Was das Alter angeht, ja da war ein leichter „Druck“ im Hinterkopf aber das ist ja normal :)

        Vielleicht erwähnenswert ist noch, dass wir uns für die Steuerklassen 3/5 entschieden haben. Allerdings Überweise ich ihr monatlich den Betrag den sie nun netto in der Steuerklasse 5 weniger hat und dazu noch die Hälfte von dem was wir nun durch die Ehe insgesamt mehr netto bekommen. Alles in allem hat es uns lediglich 160€ netto im Monat eingebracht. Da müssen noch einige Jahre ins Land gehen bis sich allein die Hochzeitsfeier dadurch refinanziert :)

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      • Huhu, hab deinen Blog mal in meinen Blogroll aufgenommen. Ich les immer wieder gerne von Immoblien. :) Bei eurer Wohnung konnte man vom Preis her nicht viel falsch machen (obwohl ich das Hausgeld echt übertrieben finde).

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  2. Toller und informativer Artikel!
    Dass ich (für mich) absoluter Ehegegner bin, ist kein Geheimnis. Trotz Kind und langjähriger Beziehung kam das nie wirklich in Frage für mich.

    Ich wusste allerdings gar nicht, dass man auch so umfangreiche Verpflichtungen eingeht, wenn man zusammen wohnt. Aber wird da aus dem Partner nicht schnell mal der Mitbewohner/WG-Genosse, wenn es ums liebe Geld geht? Kommt da einer und prüft auf getrennte Betten?

    Ich freue mich auf die weiteren Teile!

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    • Mich hat die Pflichten einer Bedarfsgemeinschaft sehr schockiert.

      Bei wikipedia findet man die genaue Definition. https://de.wikipedia.org/wiki/Ehe%C3%A4hnliche_Gemeinschaft

      Ein wechselseitiger Wille, Verantwortung füreinander zu tragen und füreinander einzustehen, wird vermutet, wenn Partner
      – länger als ein Jahr zusammenleben,
      – mit einem gemeinsamen Kind zusammenleben,
      – Kinder oder Angehörige im Haushalt versorgen oder
      – befugt sind, über Einkommen oder Vermögen des anderen zu verfügen.

      Bei Vorliegen nur einer der vier Vermutungstatsachen, für die noch die Behörde die Beweislast trägt, muss nicht mehr die Behörde das Bestehen einer Verantwortungs- und Einstehensgemeinschaft beweisen, sondern der Leistungsberechtigte muss das Vorliegen einer solchen Gemeinschaft widerlegen, indem er darlegt und beweist, dass die Vermutung der Lebenswirklichkeit nicht entspricht.

      Interessant ist auch beim Hauskauf: Selbst, wenn nur ein Partner im Grundbuch steht, man aber jahrelang mit abbezahlt und gewerkelt hat, steht dem unverheirateten Partner im Falle der Trennung ein Ausgleich zu L(letzter Satz).
      http://www.familienrecht-heute.de/weiteres-familienrecht/nichteheliche-lebensgemeinschaft.html

      Die Frage ist halt nur, ob man sich dieses „Recht“ auch vor Gericht einklagt.

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      • 1000 Dank fürs „nachlegen“!
        Das ist wirklich interessant. Wäre mir nie in den Sinn gekommen, dass eine gemeinsame Wohnung so folgenreich sein kann…

        Das mit dem Haus finde ich eher nachvollziehbar. Wenn man länger mit abzahlt, kann man auch einen Ausgleich erwarten. Es sei denn man hatte sich vorher darauf geeinigt, dass das eine „Quasi-Miete“ des Partners ist, der nicht im Grundbuch steht. Es kann ja niemand pauschal erwarten, dass er irgendwo (auch nicht beim Partner) bedingungs- und kostenlos wohnen kann. Wenn das für den anderen wiederum ok ist passt es ja, aber einfach so voraussetzen oder als selbstverständlich erachten kann man das ja nicht.

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      • Ich denke, dass man da ohne Anwalt nicht weit kommt. Wer z.B. 200 Euro jeden Monat an den Partner zahlt, kann nicht davon ausgehen, dass er dadurch Eigentum am Haus erwerbt. Wer hingegen gemeinsame Kinder hat, beide nehmen von ihrem Geld Sondertilgungen und Reparaturen vor, stehen vielleicht sogar beide im Kreditvertrag und wirtschaften wirklich gemeinsam, da kann ich es sehr gut verstehen. Aber im Falle einer Trennung steht immer derjenige im Grundbuch besser da.

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  3. Ich bin gern verheiratet. Irgendwie hebt man die Beziehung auf eine andere, höhere Ebene. Man übernimmt trotzdem mehr Verantwortung gegeneinander. Ich habe meine Frau kennengelernt, da war sie 16 und ich 18. Nach 2 Jahren Verlobung zu ihrem 18. Geburtstag, geheiratet haben wir dann nach 3 weiteren Jahren. Sie 21 und ich 23 Jahre alt. Wir sind jetzt 33 Jahre und 2 Tage zusammen, davon fast 28 Jahre verheiratet. Ziemlich altmodisch, aber ich bin glücklich, dass wir uns gefunden haben.

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    • Wow!! :) Sehr süße Geschichte! Glückwunsch zur Schnapszahl.
      Kann den Gedanken gut nachvollziehen. Mein Freund und ich waren 18 & 21 als wir uns kennen lernten und für uns beide ist es die erste Beziehung. Er hat nun bereits ein Viertel meines Lebens geprägt und kann ihn mir gar nicht mehr wegdenken. So lange man sich (trotz oder gerade weil man so lange zusammen ist) trotzdem noch vermisst, wenn der Partner mal ein paar Tage weg ist, ist das ein gutes Zeichen. Obwohl es heißt „Jede 3. Ehe wird geschieden“ denke ich mir immer: Dann gehört man eben zu den restlichen 2/3. Selbst, wenn man sich nach 20 Jahren wegen was auch immer trennt: Hatte man im besten Fall nicht trotzdem sehr viele schöne Jahre zusammen?

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  4. Das ist bei jedem Mensch und jedem Paar anders glaube ich. Was für das eine Paar super funktioniert würde bei einem anderen Paar gar nicht gehen. Manche wolle unbedingt so schnell wie möglich heiraten, andere gar nicht. Und zwischen diesen beiden extremen gibt es auch alles mögliche.

    Als ich mit Mr W zusammenkam war ich 21, er 22. Wir sind nach anderthalb Jahren zusammengezogen (zunächste zur Miete). Dann nach insgesamt 4 Jahren Beziehung haben wir fast gleichzeitig geheiratet und unsere Wohnung gekauft. Ich war also 25 und er 26. Macht jetzt insgesamt fast 8 glückliche Jahren Ehe. Bis heute haben wir es nicht bereut!

    Ich finde keiner sollte einzig und alleine wegen Steuervorteilen heiraten. Das kommt mir total klatblutig und durchkalkuliert vor. Man muss sich erstmal fragen ob man sich überhaupt vorstellen kann irgendwann mal zu heiraten und wieso, und dann gucken ob sich das verwirklichen lässt oder nicht. Oft kommt das Leben einfach anders als geplant bzw. als man sich es vorstellt. Ich hatte ganz bestimmt keinen Plan bzw. Erwartung, schon mit 25 zu heiraten. So hat sich mein Leben eben entwickelt.

    Meine enge Freunde haben alle erst mit Anfang 30 geheiratet, auch die, die schon seit der Unizeit zusammen sind. Ob das unbedingt besser oder schlechter ist kann man eigentlich gar nicht beurteilen. Jeder soll es so machen, wie es ihr/ihm richtig scheint.

    Respekt übrigens für die ganze Recherchearbeit!

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    • Denke auch, dass es kein perfektes Alter gibt. Das Paar muss sich mit der Entscheidung wohl fühlen und nicht andere. Aus steuerlichen Gründen hätte ich meinen Freund vor 3 Jahren heiraten müssen.. ;) Ist tatsächlich kein guter Grund. An sich wollte ich immer recht früh heiraten. Je älter ich werde, desto mehr schiebe ich das vor mich her. Zumal man sich vorher einig sein sollte, wo die Reise hingeht (Kinder ja/nein, wann, wo will man wohnen etc..). Da muss man sich selbst erst mal kennen lernen. Man kann sich als Paar zwar auch noch gemeinsam entwickeln, aber ggf. triftet man auseinander. Gerade in den 20ern kann sich da noch viel ändern.

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  5. wow, klasse Artikel. Ich hatte deine Ankündigung (als Kommentar bei Vincent?) schon gelesen und war sehr gespannt. Mich „verfolgt“ das Thema schon länger, da gefühlt der gesamte Bekanntenkreis in den letzten 5 Jahren geheiratet hat. Wir (33+31) sind seit 10 Jahren zusammen, davon 8 mit gemeinsamer Wohnung, nicht verheiratet und haben es auch erstmal nicht vor. Mein Motto: wir sind zusammen weil wir es wollen und nicht weil wir einen Vertrag miteinander haben. Als DINKs betreffen uns auch die meisten Ehe-Vor- und Nachteile gar nicht.

    Bei den genannten Verpflichtungen habe ich aber ein wenig gestutzt. Ich wusste, dass HartzIV uns als Bedarfsgemeinschaft definiert. Aber dass das für Unterhalt und Pflege auch gelten soll, finde ich höflich formuliert „krass“.

    Ansonsten noch ein paar Punkte die mir einfallen:
    – etliche Bekannte von uns sind ins Ausland (non-EU) gegangen. Alle haben davor noch in Deutschland geheiratet. Entweder um vom Arbeitgeber hier mehr zu bekommen (Reisekosten, Umzug, Sprachkurse, …) oder um überhaupt ein passendes Visum für den Partner (mit Arbeitserlaubnis) bekommen zu können. Das würde ich noch als Ehe-Vorteil verbuchen.
    – das Thema „Auskunft im Krankenhaus“ ist meiner Meinung nach eine ziemlich wackelige Kiste. Ohne Schweigepflichtsentbindung durch den Patienten, entscheidet der Arzt im eigenen Ermessen. D.h. er kann sowohl Freund/-in Auskunft geben aber auch dem Ehepartner die Auskunft verweigern. In der Praxis ist die Wahrscheinlichkeit als Ehepartner Auskunft zu bekommen vmtl. höher, aber Anspruch hat man darauf nicht. Von daher sollte man das immer schriftlich z.B. als Vorsorgevollmacht festhalten, egal ob verheiratet oder nicht.
    – Versicherungen (zumindest Haftpflicht und Hausrat) gelten bei uns für beide, „Familientarif“ war auch unverheiratet kein Problem.

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    • Das mit dem Ausland ist ein guter Punkt. In manchen Ländern bekommst du ohne die kleine Lüge, dass man verheiratet ist, kein Zimmer. Manche Versicherungen gehen wirklich auch ohne wirkliche Familienzugehörigkeit. Aber z.B. bekomme ich bei meiner Unfallversicherung einen Familienrabatt von 10%, mit meinem Bruder konnte ich das nutzen, mit meinem Freund nicht. Krankenversicherung läuft natürlich auch separat.

      Als DINKs nicht zu heiraten halte ich auch für ok. In meinem Bekanntenkreis haben aber mindestens 3 Leute nach 15 Jahren Langzeitbeziehung geheiratet, damit das Thema erben einfacher wird. 500k Freibetrag sind was anderes als 20k. In meiner Nachbarschaft ist z.B. ein Mann um die 40 plötzlich verstorben, vor wenigen Jahren frisch gebaut. Die Lebensgefährtin musste relativ schnell das Haus räumen. Kenne zwar die genauen Hintergründe nicht, aber ohne Testament hat man unverheiratet keinerlei Rechte.

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  6. Die wenigen ;-) Vorteile der Ehe hast du super herausgearbeitet. Vielleicht hättest du noch kurz die Vorteile der eheähnlichen Gemeinschaft anführen können. Man bleibt nämlich vom Familienrecht komplett verschont (soweit man keine Kinder hat) und muss sich „nur“ mit sozialrechtlichen Aspekten auseinandersetzen – was für mich allein schon Grund genug ist, nicht (nochmal) zu heiraten. Aber vielleicht bin ich ja auch nur zu ungeduldig und du behandelst das dann im nächsten Teil.

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  7. Zunächst ein Like für den Kommentar von Alexander !!!

    Die Entscheidung für oder gegen die Ehe, ist aus meiner Sicht wie ein Hauskauf. Finanzielle Vor- oder gar Nachteile, sollten keine Rolle spielen. Die Ehe ist ein Zeichen, ein Symbol, eine Lebenseinstellung.
    Meiner Generation Y wird gerne Unabhängigkeit, Freiheit und Egotaktik unterstellt. Ich halte es lieber mit etwas mehr Stabilität und Beständigkeit. Und das ist nicht so langweilig, wie es sich anhört, sondern gibt Sicherheit. Das Leben hält ja auch seine Krisen bereit.

    Meine Frau und ich sind seit unserem 18. Lebensjahr zusammen. 2017 ist unser 14. gemeinsames Jahr – bald 6 davon verheiratet. Natürlich gibt es gute und weniger gute Zeiten. Aber die Ehe festigt aus meiner Sicht unsere Beziehung zueinander. Ich kann nicht mit Sicherheit sagen, dass wir für immer verheiratet sein werden (und eine Scheidung ist keine Sünde). Aber wir haben die Pflicht, uns gemeinsam zu bemühen.

    P.S. Unterschätzt nicht die Symbolkraft einer Hochzeitsfeier. Das sind Tage, an die man sich ein Leben lang erinnert und die eine Familie zusammenschweißen. In meinem Fall, führte das sogar zu einer erneuten Familienzusammenführung (Witz am Rande: meine Eltern sind geschieden).

    Viele Grüße
    Felix

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  8. Hallo!

    Interessant finde ich, dass ich in letzter Zeit vermehrt Artikel über die (hauptsächlich rechtlichen bzw. finanziellen) Vorteile einer Ehe gefunden habe. Da scheint im Alter Mitte 20 bis 30 eine echte „Rationalisierung“ des Themas stattzufinden.

    Wir sind nach einem Jahr Beziehung zusammen gezogen und haben nach weiteren 4 Jahren geheiratet. Ich war da gerade 26, mein Mann 32 – also immer noch (statistisch) früh dran. Allerdings gilt in meinem Umfeld immer noch: Wer eine Ausbildung mit 16 oder 17 anfängt und ggfs. noch 2 Jahre Weiterbildung macht, ist mit Mitte zwanzig oft schon verheiratet, weil man sich im Leben schon eingerichtet hat. Da sind wir 2 Akademiker echt die Ausnahme.
    Übrigens führen auch wir zwar gemeinsame Finanzen, haben aber weiterhin getrennte Konten.
    Und einen Ehevertrag gibts bei uns auch nicht – die gesetzlichen Regelungen haben bei unseren Vorraussetzungen bewusst ausgereicht.

    Ich finde aber bei allen rationalien Gründen, dass auch ein bisschen Romantik nicht fehlen darf;)

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    • Rationalität enscheidet bei mir das „ob“, Romantik das „wann“ und „wen“. ;)

      Bei mir haben ein paar Schulfreundinnen mit Anfang 20 Kinder bekommen. Allerdings auffälligerweise alles Rusinnen. Dort geht das mit heiraten + Kinder alles etwas schneller. Bei meinen Kollegen geht es in Richtung Anfang/Mitte 30, wenns ums Heiraten und die Familiengründung geht. Dabei hängts eher an den Männern, die sich nicht zu früh binden wollen. Frauen wollen bis 30 alles in festen Tüchern haben, viele Männer hingegen fangen mit 30 erst an, darüber nachzudenken..

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  9. Zunächst ein Like für den Kommentar von Alexander !!!

    Die Entscheidung für oder gegen die Ehe, ist aus meiner Sicht wie ein Hauskauf. Finanzielle Vor- oder gar Nachteile, sollten keine Rolle spielen. Die Ehe ist ein Zeichen, ein Symbol, eine Lebenseinstellung.
    Meiner Generation Y wird gerne Unabhängigkeit, Freiheit und Egotaktik unterstellt. Ich halte es lieber mit etwas mehr Stabilität und Beständigkeit. Und das ist nicht so langweilig, wie es sich anhört, sondern gibt Sicherheit. Das Leben hält ja auch seine Krisen bereit.

    Meine Frau und ich sind seit unserem 18. Lebensjahr zusammen. 2017 ist unser 14. gemeinsames Jahr – bald 6 davon verheiratet. Natürlich gibt es gute und weniger gute Zeiten. Aber die Ehe festigt aus meiner Sicht unsere Beziehung zueinander. Ich kann nicht mit Sicherheit sagen, dass wir für immer verheiratet sein werden (und eine Scheidung ist keine Sünde). Aber wir haben die Pflicht, uns gemeinsam zu bemühen.

    P.S. Unterschätzt nicht die Symbolkraft einer Hochzeitsfeier. Das sind Tage, an die man sich ein Leben lang erinnert und die eine Familie zusammenschweißen. In meinem Fall, führte das sogar zu einer erneuten Familienzusammenführung (Witz am Rande: meine Eltern sind geschieden).

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  10. Meine Frau und ich haben uns mit Ende 30 relativ spät gefunden, daher ging’s dann auch relativ schnell: Zusammengezogen, geheiratet, (erstes) Kind bekommen – alles innerhalb von zwei Jahren. Nur mit den gemeinsamen Hauskauf haben wir uns mehr Zeit gelassen, der kam erst fünf Jahre nach der Hochzeit.

    Im Grunde genommen ist eine Heirat immer eine irrationale (d.h. gefühlsbasierte) Entscheidung. Wenn man diese dann rationalisieren will, vielleicht so: Die rechtlichen Konsequenzen der Ehe erhöhen die Flexibilität, wie man sich die Aufgaben innerhalb der Partnerschaft organisiert. Wenn einer statt Erwerbsarbeit sich um die Kindererziehung, eine Ausbildung oder schlicht die Unterstützung der Karriere des anderen kümmert, ist das besser abgesichert als ohne Trauschein. Und weil wir in Ökonomie bei Adam Smith aufgepasst haben, wissen wir: Arbeitsteilung und Spezialisierung führen zu höheren Output und somit zu mehr Wohlstand.

    Das mag stimmen oder auch nicht. Denn eigentlich möchte ich nur „meine Frau“ statt „meine Freundin“ sagen können, wenn ich was erzähle. Und jedes Mal, wenn ich sie „mein Mann“ sagen höre, erinnert es mich daran, dass sie _wirklich_ den Rest ihres Lebens mit mir teilen will.

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    • Danke für deine Geschichte! Einmal verheiratet lässt sich das nicht von heute auf morgen rückgängig machen. Finde ich gut so, weil man wirklich eine engere Bindung zueinander hat.

      Die Dauer der Beziehung vor der Ehe scheint meiner Beobachtung nach gar nicht so ausschlaggebend zu sein. Man sollte kompromissbereit und sich auf Lebensziele und Gewohnheiten einigen, die beiden wichtig sind.

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  11. Ein wirklich interessanter Artikel. Meine Kinder sind mittlerweile im heiratsfähigen Alter :-)
    Wir waren 23/33 Jahre bei unserer Hochzeit. Wir sind direkt, am darauffolgenden Tag, als wir uns kennengelernt haben zusammengezogen, in eine möblierte Wohnung der Firma. Nach einem Jahr haben wir geheiratet. Das ging sehr flott. Eigentlich habe ich da gar nicht drüber nachgedacht. Ich habe nur gedacht, wenn es schief geht, ziehe ich wieder bei Mutti ein. Meine Schwester war nur ein Jahr und meine Mutter war nur 10 Monate verheiratet. In der DDR ging das mit der Scheidung ganz fix. Aber nun sind wir schon 24 Jahre verheiratet. Bis jetzt ging es gut.
    Viele Grüße

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    • Gut, wenn man so einen Backup-Plan hat. An sich kann so schnelles Heiraten durchaus funktionieren. Meine Eltern haben auch sehr schnell beschlossen, dass sie zusammenbleiben. Wenns passt, passt es eben. Eine Garantie für die Ewigkeit gibt es nie. Gutes Gelingen zur baldigen Silberhochzeit. :)

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  12. Sehr Interessant dieses Heirats-Thema, viele junge Menschen, also die neue Generation suchen eher Abschnittsgefährten. Ich hoffe im zweiten Teil wirst du die Scheidungsquote vergleichen.

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    • Kann ich für die neue Generation nicht bestätigen. Meine Generation (Mitte 20) tendiert zu Langzeitbeziehungen und spätem Heiraten. In meinem Freundeskreis wechseln die Partner kaum, wobei ich da nur für meine überwiegend Akademiker-Freunde sprechen kann.

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      • Mein Freundeskreis sagt das gleiche, spiegelt aber nicht das was sie sagen, das ist mein Akademiker Kreis. Bin selber aber in guten Händen, eine Ausnahme

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  13. Wir sind nun im 17. Jahr ein Paar und haben uns vor bald 11 Jahren dazu entschieden zu heiraten. Die ganzen rechtlichen und finanziellen Randbedingungen haben wir im Vorfeld nicht so detailreich wie Du, Jenny, recherchiert, sondern haben es einfach getan: Geheiratet. Irgendwie gehörte das für mich irgendwann dazu – der Status einer Ehe ist für mich – vor allem emotional – immer noch mal ein anderer als der einer längeren Beziehung. Ich fühle mich heute als Ehemann meiner Frau sehr viel mehr verpflichtet (im positiven Sinne). Eine Ehe würde ich niemals so leichtfertig und schnell beenden, wie ich es bei vorangegangenen Beziehungen getan habe. (Wir haben Krisen auch schon durch – es ändern sich nicht nur Dinge in den Zwanzigern, wie hier vermutet wurde. Auch mit zunehmendem Alter entwickeln sich Menschen noch. Manchmal geht das in die gleiche Richtung, mal in unterschiedliche. Das muss nicht zwangsläufig zur Trennung führen, aber man muss schauen, wie man trotz unterschiedlicher Entwicklungen die Partnerschaft aufrecht erhält und mitunter „neu erfindet“.) Eine Ehe hat für mich auch eine viel größere Symbolkraft – vor allem auch nach außen.

    Der Hochzeitstag war uns im Gegensatz zu einem Vorredner nicht so wichtig – einige hauen da ja mal an einem Tag das Geld für einen Kleinwagen auf den Kopf und lassen es kräftig krachen – wir haben eher klein mit der Familie gefeiert und im Vorfeld den „Polterabend“ mit Freunden ungezwungen mit Büffet und Hausparty gefeiert. War für uns und unsere Gäste mindestens so spaßig wie eine 200-Personen-Feier auf „Schloss Neureich“ ;-).

    Dass es mitunter Vorteile durch eine Beziehung gibt (s. Freibeträge beim Erbe) finde ich übrigens absolut gerechtfertigt, da man vor dem Gesetzgeber ja auch einander mehr verpflichtet ist. Bevor meine Frau Hartz IV bekommen würde, müsste erstmal ich mit „meinem“ Vermögen gerade stehen – es ist ja schließlich „unser“ Vermögen. Eine „wilde Ehe“ muss ja noch nicht mal unter einem Dach stattfinden. Da kann also ein Partner trotzdem Gelder vom Staat beziehen, ohne das der andere davon betroffen wäre.

    Liebe Grüße
    Dummerchen

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    • Buffet und Hausparty klingt gut! :)

      An sich bin ich auch ein Fan vom Heiraten. Mein Freund und ich denken da aktuell noch zu kindlich im Sinne von „Wenn wir groß sind, heiraten wir mal“. In meinem Freundeskreis sind bisher nur sehr wenige den Bund der Ehe eingegangen. Ich wollte z.B. nie heiraten, wenn nicht beide mit der Ausbildung fertig sind. Gehalt egal – es sollten aber beide theoretisch etwas zum Familienunterhalt beitragen können.

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      • „Ich wollte z.B. nie heiraten, wenn nicht beide mit der Ausbildung fertig sind. Gehalt egal – es sollten aber beide theoretisch etwas zum Familienunterhalt beitragen können.“

        Lustig, dass Du das schreibst – ich bin auch erst auf die Knie gegangen als meine Ex-Freundin ;-) ihre erste Stelle nach dem Studium angetreten hat. Ich hatte damals das Gefühl, dass wir nun endlich beide „groß genug“ sind :-).

        (Das Kind im Manne ist in mir aber immer noch sehr stark. Ich fürchte, das hört bei mir nie auf.)

        Liebe Grüße
        Dummerchen

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      • Ich dachte immer, dass man ab einem gewissen Alter immer erwachsener wird.. Wird man in manchen Dingen sicherlich auch. Aber so „Eltern erwachsen“ kann ich mir gar nicht vorstellen. War letztens auf einer Einweihungspartys voller Lehrer und musste feststellen: Früher war ich auf der Schülerseite, nun bin ich auf der anderen und man bleibt eben doch mal selbst. (Ein wenig anders vielleicht, aber sehr schleichend)

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  14. Wir sind seit 11 Jahren zusammen, haben drei Kinder und sind nicht verheiratet. Sorgerecht haben wir 50/50. Kinder haben die Vatersname. Heiraten? Nein, danke. Wir hatten unsere Höhe und Tiefe. Es hat uns stärker gemacht. Unsere Kinder ist das, was uns zusammen hält.
    Ohne Heiraten fühle ich mich frei. Ich habe Gefühl, dass wir zusammen sind, weil wir es wollen. Heiraten will ich nicht )

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    • Huhu lana, Kann den nicht-Heiraten-Gedanken erstehen. Mir ist die Familiengründung wichtiger als das Heiraten. Allerdings fängt es ja schon damit an: Wenn es bei der Geburt Komplikationen gibt, muss man vorher geklärt haben, was der Kindsvater bestimmen/machen darf und was nicht. Wie sichert ihr euch gegenseitig ab? (Erben, Pflege, Patientenverfügung, Unterhalt im Falle einer Trennung) An sich ist es mit Kindern einfacher, weil das Erbe dann an die Kinder geht. Stelle mir den notariellen Aufwand, um sich gegenseitig abzusichern, relativ groß vor. Kann mich aber auch irren.

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      • Hi Ex-Studentin. Im Leben kann man nicht alles vorgesehen. Wir haben gemeinsames Business, wo wir von einander abhängig sind. Alles, was wir machen, machen wir für Kinder und für sich selbst klar. Na ja, es gibt so viele Fälle, dass nach Scheidung Frau ohne nicht da steht. Wir vertrauen uns. Es gibt Fälle, dass man sich nach 30-35 Jahren trennen.
        Wenn man alle Fragen stellen und Antworten suchen, kann man ohne Familie und Kinder bleiben )))

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      • Mir geht es eher um ungeplante Sachen (Pflegefall, Tod). Klar, sollte man romantische Entscheidungen nicht tot diskutieren, aber ein wenig absichern sollte man sich schon.

        Cool, dass ihr ein gemeinsames Business habt! Sehr familienfreundlicher Arbeitgeber.. ;)

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  15. Hi Jenny,

    phänomenal, wie viel Recherchearbeit du in diesen Artikel gesteckt hast – richtig toll! Vor allem für uns, da uns das Ganze kurz bevor steht ;-)

    Einige unserer Beweggründe hast du auf den Punkt getroffen:

    Die Erbproblematik kenne ich leider selbst…wären meine Eltern nicht verheiratet gewesen, hätte es für unsere Familie nach dem plötzlichen Tod von meinem Papa ziemlich blöd ausgesehen.); ich möchte nicht, dass Mike hier Probleme bekommt falls etwas ähnliches mit mir passiert (erst recht nicht, wenn mal Kinder im Spiel sind).

    Der Steueraspekt wird uns vermutlich wenig bringen, da wir relativ gleich verdienen. Der gemeinsame Name ist mir wiederum sehr wichtig – denn ich möchte definitiv denselben Nachnamen tragen wie meine Kinder. Und Mike will dieselben Rechte als Vater haben, wie ich sie als Mutter haben werde.

    Ach und nebenbei sind wir uns nach 7 Jahren Beziehung (wobei ein paar Tage fehlen noch bis zum 12.03.) einfach absolut einig, dass wir die Zukunft miteinander verbringen möchten. Wir haben so viele Projekte, Ideen und gemeinsame Wünsche für die Zukunft, die sowohl rational als auch emotional als Ehepaar besser umsetzbar sein werden.

    Und auf den Tag freuen wir uns natürlich auch wahnsinnig – ich werde 25 sein, Mike 30. Wir liegen also beide unter dem Schnitt…haben uns aber wie Ihr eben auch schon jung kennen gelernt und wohnen inzwischen 5 Jahre zusammen…und wenn es irgendwann nicht mehr klappt, sind wir hoffentlich immer noch rational (und haben unseren wasserdichten Ehevertrag) und können uns über alles einigen.

    Gehst Du noch mehr ins Detail zum Thema Unterschiede zwischen Gütertrennung und Zugewinngemeinschaft und Ehevertrags-Optionen? Das ist nämlich etwas, womit wir uns definitiv noch beschäftigen müssen…wir wissen, was wir wollen, aber noch nicht wie man es umsetzt.

    Liebe Grüße
    Marielle

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    • Huhu Marielle, ja, habe noch vor darauf genauer einzugehen (in Teil 3). Die Artikel sind noch nicht ganz fertig, weswegen ich durchaus offen für Wünsche bin. Aktuell geht es mir vor allem darum, ob man überhaupt einen Ehevertrag braucht. Z.B. muss man aufpassen, dass man Gütertrennung nur bis zum Tod vereinbart. Gerade bei kinderlosen Verheirateten ist das mit dem Erben / Pflichtteil nicht so easy, weil dann die Eltern automatisch miterben.

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  16. Für mich ist Heiraten wie der Kauf des Eigenheims eine Lifestyleentscheidung bei der man nicht pro und contra abwägen sollte.
    Die meisten unverheirateten Paare, die ich kenne haben sich aktiv dagegen entschlossen, weil sie das Konzept Ehe an sich in Frage stellen. Auf der anderen Seite kümmern sie sich dann aber nicht aktiv um wichtige Punkte die mit einem simplen „Ja ich will“ automatisch geregelt werden (Bsp. Erbthematik). Wobei man auch hier endlose Artikel über Testamentsregelungen und dergleichen schreiben könnte ;-)

    Beispielsweise hat meine Freundin als sie mich vor 3 Jahren ins Krankenhaus gebracht hat, zwar die Anmeldung durchführen für mich können, ich war ja nicht verfügbar, aber danach hat sie auf Nachfrage keine Informationen mehr erhalten, da dies nur Ehepartnern und Verwandten zusteht.

    Schade wäre es wenn ein Paar, verheiratet oder nicht, aus Kostengründen darauf verzichtet Kinder zu bekommen. Denn rein rational nach Kosten wäre die Menschheit schon längst ausgestorben… :-P

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    • Ja, Kinder sind auch eindeutig eine Lifestyle-Entscheidung :) Wie fast alles im Leben. An sich will ich auch nicht vor lauter Rationalität die Romantik zerstören. Man sollte sich auf ein paar Ereignisse im Leben gut vorbereiten, damit man diese in Ruhe genießen kann.

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  17. Mensch Jenny, Du schreckst mit Deiner Analyse aber auch vor gar nichts zurück :)

    Ich bin mal gespannt auf das Ergebnis dieses Beitrages. Nüchtern und formal betrachtet ist die Ehe aufgrund der finanziellen Risiken vielleicht nicht immer empfehlenswert– aber was ist diese Erkenntnis noch Wert, wenn Dein Liebster in einem romantischen Moment vor Dir auf die Knie fällt und um Deine Hand anhält?

    Dann ist die Erkenntnis aus diesem Beitrag ganz weit weg und vergessen. Zu Recht! Die Heirat – und da bin ich ganz traditionell – ist für mich immer noch der ultimative Liebesbeweis. Finanzen hin oder her. Ab dem Zeitpunkt der Heirat gibt es kein Zurück mehr. Jetzt wird gemeinsam durchgezogen bis zum Ende. Das ist ein fantastisches Gefühl und monetär gar nicht zu bewerten.

    Natürlich schaffen es erschreckend viele nicht und lassen sich scheiden. Aber das sollte uns nicht davon abhalten unser Glück zu suchen.

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  18. Ich persönlich wäre auch ohne Trauschein durchs Leben gegangen. Wir haben auch entsprechend vorgesorgt (Risiko LV, Vorsorgevollmachten). Ich wußte aber auch, dass sie gerne geheiratet hätte.
    Letztes Jahr habe ich mir dann doch einen Ruck gegeben und ihr vor einem schottischen Wasserfall den Antrag gemacht. Für sie war das entsprechend überraschend, umso schöner war die Reaktion.
    Über einen Ehevertrag habe ich zwar auch nachgedacht, aber letzendlich doch darauf verzichtet. Jetzt wird’s in gut 2 Wochen ernst. :-)

    Und noch eine Ergänzung zu den Pflichten nach dem SGB XII:
    In der Praxis wird neben der Hilfe zur Pflege relativ häufig auch die Übernahme von Bestattungskosten nach dem 9. Kapitel SGB XII nachgefragt. Hier gilt ebenfalls die Einkommensgrenze nach § 85 SGB XII.

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    • Alles Gute für eure gemeinsame Zukunft!! :)

      Bestattungskosten.. Da läuft es mir den Rücken runter. Obwohl „Sich für den Falle eines Todes abzusichern“ leichter von den Lippen geht. Mein Freund lebt ewig. Lieber Scheidung/Trennung als einen geliebten Menschen durch höhere Gewalten (ab einem Alter von 85 lasse ich mit mir drüber reden) zu verlieren.

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    • Was hättest du da denn gerne erwartet?
      Namensänderung, Sorgerecht, Unterhalt, Steuerliche Vorteile habe ich erwähnt. Gibt es sonst noch irgendwas bei der Ehe, was bei der Familiengründung anders ist als bei unverheirateten Paaren?

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  19. Da ich einige Jahre als Standesbeamter tätig war, habe ich mich zwangsläufig auch intensiv mit dem Thema beschäftigt. Es gibt Untersuchungen, die festgestellt haben, dass Paare länger zusammen bleiben, wenn Sie

    a) verheiratet sind
    b) gemeinsame Kinder haben
    c) religíöse Vorstellungen das Konzept Ehe stützen
    d) gemeinsames Eigentum besteht.

    Die Dauerhaftigkeit von Beziehungen ist also auch an Verbindlichkeiten geknüpft. Man bindet sich emotional, wirtschaftlich, gesellschaftlich und rechtlich an einen Partner. Das ist einerseits belastend und andererseits sehr schön. Es ist halt wie überall im Leben; wenn ich weiß was ich will, wenn ich mich festgelegt habe, entsteht Sicherheit. Ich brauche mich, meine Entscheidungen und meinen Partner nicht ständig zu hinterfragen. Was verloren geht, ist die Freiheit. Ich kann mich, jedenfalls nicht ohne erhebliche Konsequenzen, nicht mehr für einen anderen Weg entscheiden. Deshalb scheuen viele Menschen auch vor dieser Festlegung zurück. Sie wollen sich etwas offen halten. Spätere Partnerfestlegung, spätere Familiengründung, spätere Berufswahl, spätere Entscheidung in Investitionsfragen. Ich kann aus meiner Erfahrung nur raten, sich nicht auf diese Prokrastination einzulassen, sondern in allen Lebenslagen schnelle und gründliche Entscheidungen zu treffen. Das Leben ist zu kurz, um alles vor sich herzuschieben. Kein Gewinn ohne Risiko; das gilt nicht nur für Geldanlagen.

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    • Huhu, danke für deine Sichtweise!
      Ich bin mir nicht sicher, ob man das Aufschieben in dem Fall Prokrastination nennen kann (also nicht im negativen Sinne). Ich will auch heiraten, Kinder, eigene 4. Wände.. Aber es kommt immer auf das „Wie“ und nicht das „ob“ an. Z.B. finde ich es nicht gut, wenn man bewusst Kinder bekommt, ohne finanziell für diese sorgen zu können. Ich will nicht jammern müssen, dass das Geld vorne und hinten nicht reicht, weil ich wegen der Kinder meine Ausbildung nicht zu Ende machen konnte und mein Mann keine Fortbildung machen kann, weil sonst sein Gehalt auch noch fehlt. Oder mir ein Haus für 500.000€ anlachen und dann über die hohe Rate jammern und drohende Insolvenz bei Arbeitslosigkeit. Klar ist das Leben zu kurz, um alles zu verschieben (z.B. einen Urlaub). Aber sollte ich mit 30 abtreten müssen, bin ich froh, wenn ich niemandem Schulden hinterlasse und schon gar nicht meinen kleinen Kindern.

      Aber ich verstehe Leute auch nicht, die selbst mit Mitte 30 noch sagen „vielleicht später mal“ und die biologische Uhr vergessen,

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  20. Ein sehr interessanter Artikel,
    insbesondere die Verpflichtung als unverheiratetes Paar haben mich überrascht.

    Wir leben schon seit Ca. 4 Jahren zusammen. Aber ich bin eigentlich total gegen Heirat, da ich denke, dass dies in der heutigen Zeit als Liebesbeweis nicht mehr nötig ist / taugt, da doch viele Ehen in die Brüche gehen.

    Gut, es gibt eine Reihe von Vorteilen. Aber meine Eltern sind geschieden und von daher weiß ich, wie schlimm das ablaufen kann. Aber gut, da gab es auch ganz traditionell keinen Ehevertrag. Sollte ja ewig halten.

    Daher bin ich schon sehr auf deine nächsten Artikel gespannt :-)

    Viele Grüße
    der Finanzfisch

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    • Durch die Eltern bekommt man da viel mit. Bei meinem Freund und mir sind die Eltern klassisch schon lange verheiratet. In meinem Freundeskreis gab es einige Scheidungskinder, wobei die Scheidung selbst kein Thema war. Die Trennung der Eltern und ein damit verbundener Umzug/Auszug war da das traumatische. Oder ein neuer Partner. Bei einer Freundin fand ich es besonders schlimm, wie der Vater als super-Verdiener sich weigerte Unterhalt zu zahlen und mit den Kindern nichts mehr zu tun haben wollte. Gibt aber auch positiv-Beispiele für Trennungen, wo die Geschiedenen nicht weit weg von einander wohnten und die Kinder jederzeit zu jedem Elternteil durften.

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  21. Guter Artikel – ich finde die Ehe jedoch total überholt und finde es ein Unding, wie sehr Ehen übervorteilt werden. Ich habe schlicht weg keine Lust den Staat mit zu heiraten und hoffe, dass dieses staubige Konstrukt langfristig den Bach runtergeht.

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    • Für den Staat hat die Ehe viele Vorteile. Wenn sich ein Paar gegenseitig absichert, muss der Staat nichts machen. Würde er unverheiratete die gleichen Vorteile anbieten, so hätten diese nur Vorteile, aber keine Nachteile. D.h. sie genießen Steuervorteile, ohne jegliche Verantwortung für ihren Partner zu übernehmen. Plötzlich wären zudem alle in einer Zweckpartnerschaft. „Arme Studentin sucht Partner. Steuerersparnis kann geteilt werden“.

      Zumal man als unverheiratetes Paar Freibeträge für den Partner nutzen kann (sofern dieser nichts verdient). Als verheiratetes Doppelverdiener-Paar ist die Steuerersparnis kaum existent.

      Erst bei Schenkungen/Erbe greifen die Freibeträge. Aber auch da ist es für mich verständlich: Der Staat will am Erbe verdienen, aber die alte Witwe und Kinder nicht in den Ruin treiben.

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  22. Seit 17 Jahren in einer Beziehung, unverheiratet und 29 Jahre alt… the one and only.
    Wir haben auch erstmal nicht vor zu heiraten weil uns die Ehe beiden nicht wirklich was bedeutet.
    Aus vielen kleinen rechtlichen Gründen kann es durchaus Sinn machen irgendwann zu heiraten, aber das hat noch Zeit.
    Zudem glaubt uns nach der Zeit auch eigentlich jeder dass wir uns nicht so schnell voneinander weg bewegen :)

    Und die steuerlichen Vorteile sollte es meiner Meinung gar nicht geben (für die Ehe allein), sondern erst dann ins Spiel kommen wenn eine Familie gegründet wird und Kinder dazukommen. Die Ehe allein sollte nicht vom Staat begünstigt werden, sondern die Familie.

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  23. Schöner Artikel. Ich stelle derzeit erstaunt fest, wie viele Paare in meinem Umfeld ohne Trauschein Kindern bekommen (haben).
    Jeder soll tun und lassen was er für richtig hält, aber ich halte diesen Verzicht auf die Ehe für eine irrationale, sehr emotionale Entscheidung. Die Nachteile in Sachen Absicherung, Sorgerecht,Papierkram etc. sind enorm.
    Was man dafür im Gegenzug bekommt, erschließt sich mir nicht. Ich persönlich komme auch gut ohne eine Illusion von „Freiheit“ und Unverbindlichkeit aus. Kinder haben ist halt auch immer ein Stück Selbstaufgabe zu Gunsten selbiger. Mir gefällt das und ich kann damit gut leben. Ob ich das Anfang 20 auch so gesehen hätte weiß ich aber natürlich nicht.

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      • Papierkram, den ich mir vorstelle:
        – Vaterschaftsanerkennung, gemeinsames Sorgerecht.
        – Partnerschaftsvertrag (Wem gehört im Falle einer Trennung was, wer zahlt Unterhalt?)
        – ggf. Testament, falls das Kind nicht Alleinerbe bleiben soll (und man als Mutter z.B. Nießbrauch/Wohnrecht für eine Immobilie erhält)
        – ggf. Namensänderung des Kindes, falls dieses dann nachträglich den Nachnamen des Vaters bekommen soll.
        – keine gemeinsame Krankenversicherung für Vater und Mutter während der Kindererziehung

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  24. Pingback: In den Töpfen der Anderen #22 » Finanzküche

  25. Ich werde dieses Jahr am Freitag den 13. Oktober heiraten.
    Für mich hat die Ehe mittlerweile doch ihre Vorzüge. Bis zu einem Alter von Mitte 30 hätte man mich damit jagen können und ich hätte mir niemals vorstellen können dieser Endgültigkeit zuzustimmen.

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    • Wünsche dir für deine Hochzeit alles Gute! Ist zwar noch ein bisschen Zeit bis dahin, aber die Monate rasen in letzter Zeit..

      Bei mir ist es gerade genau anders rum.. Ich wollte immer früh heiraten und aktuell denke ich da etwas kritischer. Aber Jörg hat im 2. Teil bereits gut geschrieben: Wenn man als Frau von der großen Liebe gefragt wird, sagt man ja und freut sich. ;)

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  26. Hallo Jennifer,

    wir haben am 29. Mai 2015 geheiratet. Meine Frau hat Jura studiert und die Familienrechtsvorlesung hat ihr die Ehe komplett entromantisiert und auch abschreckend gewirkt. Wir haben trotzdem geheiratet, gerade wegen der Rechten und Pflichten, die eine Ehe mit sich bringt.
    Klar war die Hochzeit auch romantisch, allerdings ist das Heiraten für uns nach wie vor auch eine rechtliche Beziehung, die wir bewusst eingegangen sind. Unserer Meinung nach sollte dieser Aspekt von allen Heiratswilligen trotz Herzchen in den Augen und rosaroter Brille nicht aus den Augen verloren werden, damit die Kronjuwelen Hochzeit (nach 75 Jahren) gefeiert werden kann und nicht der Scheidungsanwalt die Dollarzeichen in den Augen hat ;)

    Viele Grüße
    Martin

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    • Ich muss gestehen, ich wollte nie einen Juristen als Partner.. Aus der Sache kommt man nicht mehr raus! :D
      Kronjuwelen klingt nach einem guten Ziel. Ich war die letzten Jahre auf ein paar goldenen und einer diamantenen Hochzeit. Dafür sollte man aber früh genug heiraten.

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