Meine Spartipps mit einem Hauch von Minimalismus – Teil 1

Standard-Spartipps geben wie „Preise vergleichen“, „Fahrrad statt Auto“ und „Sachen gebraucht kaufen“ kann ja jeder. Heute will ich euch einen kleinen Einblick in meinen Alltag geben, wie ich an der ein oder anderen Stelle Geld spare bzw. Müll vermeide. Es sind wirklich nur sehr kleine Tipps und man häuft dadurch keine Reichtümer an.

Ich bin von dem Minimalismus-Trend ziemlich begeistert: Weniger Konsum, weniger Müll, mehr natürliche Produkte, Verzicht auf Fleisch. Ich bin leider bei Weitem keine Minimalistin. Aber ich denke mir: Nur weil man nicht so erfolgreich ist wie Elvis, muss man das Singen ja nicht gleich aufgeben, sondern sollte weiter üben. Deswegen sehe ich jede Tendenz zu einem bewussterem Umgang mit unseren Ressourcen und anderen Lebewesen als etwas Positives an. Lieber eine langsame Entwicklung zum Besseren als gar keine.

Das positive am Minimalismus: Es schont nicht nur die Umwelt, sondern auch den Geldbeutel. Deswegen kommen hier  20 meiner kleinen Alltagstipps. Weil der Beitrag wieder länger geworden ist, habe ich das ganze auf 2 Beiträge aufgeteilt.

Meine Alltagstipps

1. Immer dabei: Rucksack + Tragetaschen 

Der Rucksack ist mein steter Begleiter. Er schont (im Vergleich zu Umhängetaschen) den Rücken und ich habe immer mein Survival-Kit aus Regenschirm, ggf. kleiner Jacke, Kopfschmerztabletten, USB-Stick und Tragetaschen dabei. Somit kann ich abends auch mal spontan nach der Arbeit einkaufen und muss mir keine Einweg-Tüten kaufen. Sollte ich doch mal eine kostenlose Tüte in Anspruch nehmen, wird diese wie bei den meisten Deutschen mehrmals benutzt und endet final als Müllbeutel.

2. Leitungswasser für unterwegs

Ich trinke 2-3 Liter Wasser am Tag. Mit meinem Fahrrad kann ich zwar einiges auf dem Gepäckträger transportieren, aber ich will nicht mehr als 1-2 mal die Woche einkaufen. Deswegen trinke ich Leitungswasser und habe bei Unternehmungen immer eine 0,5l-Flasche für unterwegs dabei (dank Survival-Rucksack kein Problem), die man sich auch mal auf der Toilette unterwegs wieder auffüllen kann. Früher habe ich dafür Plastikflaschen genutzt (was ungesund ist), mittlerweile bin ich auf Glas umgestiegen.

Nachtrag: Bei alten Häusern mit Leitungen aus Blei ist Leitungswasser gesundheitsschädlich!

3. Pfefferminztee selbst machen

Mein Freund und ich hatten einige frische Kräuter in unserer Wohnung. Die meisten gingen leider ein, nur die Pfefferminze strotze allem und wurde zum Busch. Deswegen ist sie nun in der Obhut von meiner Schwiegermutter in spe und wir zwacken uns immer mal ein paar Blätter zum Trocknen ab. Ein paar Blätter + kochendes Wasser drüber (zur Abtötung von Keimen im Tee): Fertig ist der Bio-Tee.

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getrocknete Pfefferminzblätter

4. Gemüsebox statt Bäcker

Das ist hier ist vielleicht doch ein Standard-Tipp, aber für mich wichtig: Statt wie viele Kollegen morgens zum Bäcker zu wandern, mache ich mir jeden morgen eine kleine Gemüsebox: Vollkornbrot mit Quark, Möhre & Kohlrabi & Gurke. Das Brot kann man auch mit Honig, Frischkäse oder Senf aufpimpen, wurde bei mir aber wegrationalisiert. Meine Box kostet mich jeden morgen rund 5 Minuten und gehört zu meiner Wachwerd-Routine. Eignet sich auch als Mittagessen und habe ich auch schon mit Weintrauben,  Erdbeeren, frischer Ananas, Käse, Radieschen, Cocktail-Tomaten oder einem Apfel/Birne/Mandarine ergänzt. Schützt zwar nicht vor jeder Erkältung, aber ich fühle mich dadurch immer recht fit.

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Unspektakulär, aber praktisch

5. Senf essen für Trinkgläser

Wenn ich mal Senf kaufe, greife ich gerne zum Glas: Mein Küchenschrank füllt sich dadurch automatisch mit Trinkgläsern und es ist nicht schlimm, wenn eins davon mal kaputt geht. Da mein Senf-Verbrauch relativ moderat ist, hält sich mein Glasvorrat in Grenzen.

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Senf essen für mehr Trinkgläser

6. Lieber ein scharfes Messer als 5 Küchengeräte

Thermomix, Knoblauchpresse, Zwiebelschneider, Eierschneider, Brotschneidemaschine.. Man löst damit Probleme, die es eigentlich nicht gibt. Brot kann man sich beim Bäcker bereits schneiden lassen oder zuhause selbst. Meine Mutter hat mir zum Glück bereits als Kind ein Messer in die Hand gedrückt und ich habe mit Spaß die Kartoffeln geschält. Wenn ich koche, brauche ich ein scharfes Messer, um jegliches Gemüse klein zu bekommen und muss danach auch nur das eine Messer reinigen. Um Knoblauch zu pressen, nutze ich den unteren Teil einer Reibe. Wenn man Kuchen backen will und kein Rührgerät zur Hand hat: Butter für 30 Sekunden in die Mikrowelle oder mit dem Topf erwärmen und der Teig lässt sich ohne Klumpen mit dem Schneebesen verrühren. Selbst Sahne lässt sich mit dem Schneebesen schlagen. (Fragt mal eure Oma!) Für 1x im Jahr Sahnehäubchen auf einer Torte braucht man keinen Spritzbeutel, sondern es reicht eine normale Plastiktüte, von der man eine Ecke abschneidet. Statt Nudelholz einfach ein Glas oder eine Glasflasche nehmen. Eier kann man im Topf oder auch im Wasserkocher machen (nach diversen Tests hat die damalige WG von meinem Freund das nahezu perfektioniert). Haushaltsgeräte können sicherlich eine Entlastung sein. Gleichzeitig macht man sich aber auch von teuren, klumpigen Geräten abhängig. Mit entsprechender Übung bekommt ist man auch händisch sehr flink hin und muss weniger Geräte säubern. Zugegeben: Nach dem Studium kamen bei uns auch so einige Küchengeräte in die Schränke.

7. Eisboxen statt Brotdosen

Zugegeben, man muss dafür auch Eis kaufen.. Aber hat eure Oma auch so eine Schublade, wo sich 50 alte Eisboxen stapeln? Will meine Oma uns Essen mitgeben, zückt sie einfach eine der Boxen und die Reste sind sicher verpackt. Ich habe an sich auch normale Brotdosen (für Flüssigkeit oder kleinere Dosen für Brote), aber für das Einfrieren von Essen, der Aufbewahrung im Kühlschrank und das Mittagessen für die Arbeit sind Eisboxen ideal. Im leeren Zustand auch noch super platzsparend, da diese sich stapeln lassen.

8. Einweg-Behältnisse zweckentfremden

Am günstigsten ist es natürlich, gar keine Süßigkeiten zu kaufen. Aber mein Freund bekommt ab und zu Mon Cheri geschenkt: Die Boxen eignen sich super zur Aufbewahrung von Kleinteilen, z.B. Schrauben, Knöpfe etc. Auch leere Gewürzgläser eignen sich zur Aufbewahrung von anderen Lebensmitteln/Kräutern/Samen. Selbst dem Schuhekaufen kann man etwas abgewinnen: Schuhkartons behalten und zur Aufbewahrung nutzen.

glas

Hier ist nicht drin, was drauf steht.

9. Einzelne Nägel/Schrauben aufbewahren

Ich habe mir noch nie Schrauben und Nägel gekauft und doch habe ich genug davon: Sollte bei Schränken mal was übrig bleiben (z.B. weil man für die Rückwand von Schränken meistens weniger Nägel braucht als mitgeliefert), bewahre ich die Sachen auf. Wenn mir irgendwas kaputt geht, klaue ich mir davon ggf. auch ein paar Schrauben. Bisher komme ich damit gut durchs Leben.

schrauben

Meine Schraubensammlung

10. Schraubverbindungen meiden

Zugegeben: Ich brauche eigentlich keine Schrauben. Unsere Jalousien, die Duschablage und unsere Jackenaufhänger sind lediglich eingehängt. Unsere Vermieterin wird uns hoffentlich danken, dass wir jegliche Bohrungen in ihrer Wohnung vermeiden. Deswegen brauche ich auch kaum Werkzeug und es spart Zeit beim Montieren.

Habt ihr weitere, simple Alltagstipps?
Welche Küchenhelfer wollt ihr nicht mehr missen? 

 

 

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55 Gedanken zu “Meine Spartipps mit einem Hauch von Minimalismus – Teil 1

  1. Hey Jenny,

    es kommt mir vor, als würdest du über mich schreiben :D

    1.) Ich habe seit mindestens 5 Jahren keine Einkaufstüte gekauft. Vielleicht waren es auch 10 Jahre. Irgendwer bringt immer irgendetwas mit und dann habe ich eine neue Tüte und kann die älteste Tüte wegwerfen. Habe immer ca. 5-10 Stück daheim.

    2.) Ich muss auch recht viel trinken, um keine Kopfschmerzen zu bekommen. Fülle auch oft eine PET-Flasche mit Leitungswasser und nehme sie für unterwegs mit.

    3.) Pfefferminztee habe ich zwar noch nicht selbstgemacht, aber ich gehe immer in den Teeladen anstatt Beuteltee im Supermarkt zu kaufen, der total verzuckert ist und aussieht als hätte man Straßendreck zusammengekehrt. Bei Tee aus dem Teeladen sieht und schmeckt man, was man hat. Selbst zubereiten ist natürlich Champions League. ;-)

    4.) Würde ich auch machen. Zum Glück gibt es im Büro immer Müsli, frisches Obst, Milch und allerlei andere Dinge.

    5./8./9.) Senf-/Marmeladengläser und Schuhkartons nutze ich auch für andere Dinge, u.a. auch für eine Schraubensammlung und den Schuhkarton für meine (großen und schweren) Schachfiguren.

    6.) Brotschneidemaschinen, Knoblauchpressen und Eierschneider kommen mir auch nicht ins Haus. Ich setze auch auf scharfe Messer.

    Mir fallen nur gerade keine weiteren Tipps ein..

    Viele Grüße, Stefan

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  2. Ich verfolge dich schon lange und bin von deinem Blog absolut begeistert. Dieser Beitrag gefällt mir allerdings nicht so gut, da das Sparpotential sich stark in Grenzen halt. Da gibt es andere Tipps mit denen mehr drin ist… Trotzdem weiter so!

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    • Huhu Herbert, danke für das Lob! Dass das Sparpotential sich in Grenzen hält, dem bin ich mir bewusst. Allerdings gebe ich durch solche kleinen Gewohnheiten erstaunlich wenig Geld für irgendwelche „To Go“-Lebensmittel, Expeditregale, Küchengeräte und Co. aus. Ebenso geht es mir ein wenig um Müllvermeidung, nicht um jeden gesparten Euro. Da sind wir uns einig, dass es aus finanzieller Sicht viel bessere Maßnahmen gibt. Aber über Strom sparen, Versicherungen vergleichen etc. haben schon genug Leute geschrieben.

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  3. Hey Jenny, das ist eine ganz interessante Liste, einige Dinge gelten für mich auch, andere sind mir zu heikel: Auch wenn das Trinkwasser in D eine gute Qualität hat, so wird diese jedoch nicht am Hahn gemessen und manche Leitungen sind einfach alt und kaputt. Habe auch schon erlebt, dass auf der Arbeit mal schwarze Dreckklumpen mit drin sind. Filtere daher mein Wasser vorher.

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  4. Hallo Jenny,

    bei 1 und 2 sind wir uns sehr ähnlich. Bin auch ständig mit einem Rucksack unterwegs und habe in etwa das gleiche dabei. Bei uns steht auch ein kleines Kräuterpflänzchen in der Küche. Die Idee mit den Gläsern, also die weitere Verwendung, setzen meine Freundin und ich auch um.

    So richtig neue Spartipps habe ich nicht. Die üblichen Dinge sind dabei. Gebrauchsgegenstände weiter nutzen, mehr Bücher leihen statt kaufen und im höheren Gang kraftstoffsparend Autofahren.

    LG
    Johannes

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    • Irgendwann habe ich hoffentlich mal rin Gemüsebeet. Uns fehlt aktuell ein Garten oder wenigstens ein Balkon. Bei meinen Büchern muss ich mir noch was einfallen lassen. Meine Oma hat die Bücher meiner Mutter 30 Jahre aufgehoben, sodass ich mich als Leseratte drüber freuen konnte

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  5. Hi Jenny, die Spartipps praktiziere ich auch alle. Dazu kommt bei mir noch dIe Leidenschaft, Lebensmittel haltbar zu machen. Also aus Fallobst Apfelmus, aus Holunderblüten Marmelade, alles mögliche einfrieren oder in irgendwelche Brotaufstriche verwandeln. Viele Grüße Monika

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    • Stimmt, auf Einmachen bin ich noch nicht gekommen. Ich habe bisher nur einmal (Johannisbeer)Marmelade selbst gemacht und war über das erforderliche Mengenverhältnis von Frucht:Zucker von 1:1 geschockt.

      Einfrieren ist auch eine guter Hinweis! Oder im Keller lagern.. Ich muss da immer an die typische Hausfrau denken (meine Mutter eingeschlossen), die genug Vorräte für jegliche Katastrophen hat..

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  6. Hi Jenny,

    teilweise praktizieren wir die gleichen Spartipps daheim. Alte Schrauben und Behältnisse werden „wiederverwendet“, Leitungswasser mitgenommen und auch den Trick mit den alten Eisdosen hab ich von Oma :-)
    Meine Frau bemalt teilweise die alten Behältnisse noch, so dass sie ein interessanteres Design bekommen.

    VG alelab

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  7. Hallo Jenny,
    Deine Spartipps sind super, ich wende sie im Wesentlichen auch an. Und habe mir überlegt, wie man aus notwendigen Umständen auch noch Geld generieren kann. Z.B. sammle ich jede gedruckte Werbung, die in meinem Briefkasten landet. Dieses Papier bringe ich regelmäßig zu einem Aufkäufer, der mir dafür auch noch Geld zahlt. Gut, ich habe die Möglichkeit, recht viel Papier zu lagern und ich weiß nicht, ob es bei Euch solche Aufkäufer gibt. Das Papier bringt mir im Jahr 6 EUR ein, das ist nicht viel, aber ich brauche für die Entsorgung nicht extra zu bezahlen. Und ich weiß, dass das Papier wieder im Papierkreislauf landet.
    Eine andere Sache ist: Ich stelle aus den Früchten der Natur selbst Säfte her, z.B. kann man gut Holunderblütensirup und Holundersaft machen. Holunder wächst fast überall. Natürlich heißt das auch immer Arbeit: Holunder ernten, Sirup ansetzen, dann aufkochen und abfüllen, beim Saft ist es genauso. Aber bevor ich vor der Glotze hocke, kann ich auch sowas machen. Die Sirups und Säfte sind ein schönes Geschenk und sie sind gesund, besonders der Holundersaft ist im Winter eine Vitaminspritze und stärkt die Immunabwehr.
    Ist vielleicht nicht direkt ein Spartipp, aber eine Überlegung wert, bevor ich teure Säfte im Reformhaus kaufe und trotzdem nicht weiß, ob alle biologisch angebaut sind.

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    • Mir geht es nicht mal um den reinen finanziellen Vorteil. Man wird nicht reich durch so kleine Kniffs. Aber mir ist es wichtig, dass man auch auf einem günstigen Niveau sich zu helfen weiß. Mein Freund und ich machen oft Witze, dass wir mit Hartz 4 vermutlich gut leben könnten. Wir kochen gerne, brauchen nur PC+Internet und gehen gerne spazieren. Zum Klamottenkaufen müssen wir uns zwingen. Wir haben keine kostspieligen Hobbys und haben kein Problem mit einer kahl eingerichteten Wohnung. Durch solche kleinen Angewohnheiten wird man kreativer, weil man nicht alles gleich neu kauft.

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    • Du bekommst 6€ für deine „Arbeit“ im Jahr. Musst das Papier dann zu deinem Aufkäufer schleppen / fahren wie auch immer? Und dann werden die 6€ wieder für Quatsch ausgegeben oder für einen Strafzettel oder sonst was.
      Also ich weiß ja nicht. Für 6€ (im JAHR!) würde ich mir die Arbeit nicht machen. Es sei denn der Aufkäufer ist gleich nebenan.

      Das was Jenny hier schreibt mache ich aber auch schon immer so. Mit Rucksack durch die Gegend rennen, keine Tüten kaufen (habe immer welche in meinem Rucksack). Anstatt Senfgläser habe ich aber McDonalds Aktionsgläser. Aber ehrlich gesagt, bin ich am überlegen diese zu verschenken und mir mal ein 6er Pack schöne Gläser (Im Angebot bei Karstadt) zu kaufen. Sieht einfach schöner aus wenn man mal Gäste vor Ort hat.

      Viele Grüße Gurki und nicht so extrem Übertreiben mit dem Sparen :)

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      • Also für mich ist das keine Arbeit für ein Jahr für 6 EUR. Ich muß das Papier eh zur Entsorgung bringen, also bei uns zum Recyclinghof, weil ich keine Papiertonne bezahlen will. Da kann ich es auch gleich 100 m weiter zu einem Ankäufer bringen. Und ich weiß nicht, ob das extra Arbeit ist: Die Werbung muß ich sowieso aus meinem Briefkasten nehmen und irgendwo entsorgen. Das ist Arbeit umsonst. Und so habe ich wenigstens noch 6 EUR zusätzlich. Ohne größeren Aufwand für mich 6 EUR zu haben, anstatt umsonst die Entsorgung des Papiers vorzunehmen. So rechne ich nun mal. Kleinvieh macht schließlich auch Mist. Ich bücke mich auch, um einen Cent aufzuheben. Da wurde ich schon mitleidig angeguckt. Macht aber nichts: Mittlerweile ist mein Konto vom „Kleinvieh“ mächtig angewachsen. (Das Kleinvieh speist sich nicht nur aus meinem Papier, ich verkaufe auch meine gebrauchte Bücher über booklooker oder bei ebay, bringt auch was ein.)

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      • Huhu finnmasche,
        bei uns kostet die Papiertonne kein Geld. Aber bei euch gibt es da mit der Recycling-Firma vermutlich Probleme, oder? Uns fehlt dafür die gelbe Tonnen. Solche Sachen muss man in unserem Ort leider zum Wertstoffhof bringen. Zum Glück haben wir nette Nachbarn, die unsere Tüten mitnehmen. Ohne Auto kämen wir da schwer hin.

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      • Ja für einen Cent bücke ich mich auch. Finde ich jetzt aber nicht so schlimm. Leider findet man aber eher nur sowas als mal was größeres…

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      • Zur Entsorgung in Berlin: Die kostenlosen Papiertonnen wurden abgeschafft. Als Grund wurde angegeben, dass die Gewerbetreibenden alle ihre Entsorgung über diese Tonnen regeln und nicht dafür bezahlen. Aber eigentlich waren die Tonnen für die privaten Haushalte gedacht. Ich kann das nur bestätigen: Wenn ich mal mein Papier zu einer sammeltonne brachte, standen da schon jede Menge Kleintransporter, die Pappe und Papier in Massen in die Tonnen warfen. Da blieb kein Platz mehr für das bißchen Papier der Privathaushalte. Jetzt kann man Papiertonnen beim regionalen Versorger bestellen, muß aber dann auch zahlen. Macht ca. 45 EUR Entsorgung im Quartal. Das bin ich ehrlich gesagt nicht bereit zu zahlen. Also Papier selber wegbringen und dafür noch 6 EUR kassieren. Da ich 2 x im Jahr wegbringe, sind es schon 12 -18 EUR. (je nach Menge.) Und Jenny – Du hast recht: Bei uns sind die gelben Säcke noch kostenlos.

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  8. Küchenkräuter selber anbauen: Dafür ist ein größerer Blumenkasten bereits ausreichend, den ich aufs Fensterbrett oder den Balkon stelle. Über den Sommer habe ich somit immer leckere frische Kräuter.

    Auf dem Weg zum Einkaufen schaue ich doch schon einmal, ob nicht jemand eine leere Pfandflasche oder -dose in der Landschaft wegeworfen hat. Die nehme ich dann mit und bringe sie zum Pfandautomaten. Sind immerhin 8, 15 oder 25 Cent. Hab die letzten Jahre knapp 10 Euro pro Jahr gespart.

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    • Ich habe einen Bekannten, der einmal im Jahr durch den Wald geht und an Wanderwegen die weggeworfenen Flaschen einsammelt. Kann sich durchaus lohnen. Verbunden mit einer Wandertour könnte ich mich dazu hinreißen lassen. Im Alltag würde ich an sowas nicht denken. In unserer Stadt gibt es viele Leute, die gezielt auf der Suche nach solchen Flaschen sind (teilweise sogar in den Müll greifen).

      Die Blumenkästen hatten wir auch ein zeitlang. Leider sind uns viele der Pflanzen vertrocknet, weil wir gerade im Sommer längere Zeit mal weg sind, die Kräuter aber jeden Tag Wasser gebraucht hätten.

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  9. hi Jenny,

    Deine beschriebenen Tips nutze ich mehrheitlich auch, geizhalsmässig schneide ich auch Zahnpastatuben auf und verdünne minimal mein Handabwaschmittel, ich habe minimalistisch auch nur einen Allzweckreiniger und entkalke mit billigem Apfelessig.
    Man kann auch Energie sparen, Wohnung also nicht überheizen, fällt mir eher schwer da ich eine Frostbeule bin, ich habe eine Wärmflasche im Bett.
    Kochen im Druckkochtopf und immer für 3 x im Voraus kochen, ich nehme mein Essen dann in grossen Joghurtgläsern mit Schraubverschluss auf die Arbeit mit.
    Wird Alles nicht wirklich viel Geld bringen, aber Kleinvieh macht ja auch Mist, und ich sammle mein Münzgeld in einem Gurkenglas, wenn es voll ist, bring ich es zur Bank, da kommt immer schön was zusammen und das tut echt nicht weh.

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    • Zur Seife schreibe ich dann im Teil 2 etwas. Reiniger habe ich mittlerweile zu viel. WC-Mittel, Schimmelentferner, Fettablöser, Scheuermilch, Glasreiniger und was man nicht alles hat. Die Scheuermilch nutze ich am liebsten.

      Zum Thema Essen: Wenn ich Nudelwasser brauche, nutze ich vorher den Wasserkocher. Nicht um Kosten zu sparen, sondern weil es schneller geht.

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  10. Moin,
    die meisten der Tipps praktiziere ich auch. Bei den Wasserflaschen muss ich wohl auf Glas umstellen (will über 100 werden), auch wenn das den Rucksack schwerer macht. Danke jedenfalls für den Gesundheitshinweis!
    Geld fürs Altpapier bekommt man bei uns leider nicht. Mit den gesammelten Zeitungen der letzten 20 Jahre würde ich zumindest einmalig über 6€ hinaus kommen. Zum Nachlesen komme ich kaum noch, weil ich schon länger fast nur noch Blogs und Anderes im Internet lese. Mal sehen, wann ich mich von meinem Zeitungsarchiv trennen kann. Dem Platz im Keller würde es gut tun ;)

    Freue mich auf Teil 2!

    Gruß
    Vincent

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  11. schöner Beitrag, der auch mal auf die kleinen Dinge im Spar-Alltag eingeht.

    Wer Kinder hat kennt das sicherlich auch: Papa ich habe Durst oder gerne auch in Kombination / Hunger und Durst. Daher haben wir immer, wenn wir mit den Kinder unterwegs sind etwas zu Trinken und eine Kleinigkeit zu Essen dabei.

    Und in alte Marmeladengläser kommen bei uns keine Schrauben – hier kommt selbstverständlich die gute selbstgemachte Marmelade rein ;-)

    Beim Thema Küchengeräte muss ich zu Hause noch ein wenig Überzeugungsarbeit leisten – erste Erfolge konnte ich bereits erzielen: die kaum genutzte elektrische Reibe / Hobelmaschine durfte ich via eBay wieder unters Volk bringen

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    • Ich mache es auch wie ihr/wie zu meiner Kindheit: Brote schmieren für längere Ausflüge. :)

      Bei Küchengeräten muss ich auch ein wenig kämpfen: Unsere Küche wird auch immer voller. Mikrowelle (möchte ich nicht mehr missen), Eierkocher (Geschenk von Schwiegereltern) Stabmixer (für Gemüsesuppe), Rührgerät (Geburtstagsgeschenk). Läppert sich mit den Jahren. Glückwunsch, dass du den Krempel mit kleinen Erfolgen bekämpfst!

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  12. Na, der Beitrag ist ja mal wieder gelungen. Viele Deiner Tipps verwenden wir auch, da wir auch ein Garten haben, können wir einige Kräuter und Gewürze mehr nutzen. Kunststoff versuchen wir zu vermeiden, da wir ja wandern, haben wir Behältnisse aus Metall.
    Wasser kommt bei uns auch aus der Leitung und wir als erster Start in den Tag genutzt.
    Marmeladengläser mit Schraubverschluss. Den Deckel haben wir in der Werkstatt an die Decke genagelt und können nun von unten ins Glas schauen, wenn wir mal Nägel brauchen.
    Damenstrümpfe oder Strumpfhose wird zum Schuheputzen genutzt, gibt nichts Besseres ( Alte Bundeswehrtaktik ) Zeitungspapier zum Fensterputzen ( ebenfalls ideal und aus der BW Zeit ). Irgendwann haben aber auch wir mal Kunststoffbecher, meist vom Eis und mit Deckel, diese sind zur Zeit unsere Frühbeete auf der Fensterbank. Einmal giessen, Deckel drauf, und im März die zarten Pflänzchen dann pikieren. Von Kerzenreste verwenden wir den Wachs für Anmachhölzer für den Kamin ( Reisigzweige in flüssiges Wachs tauchen, fertig )

    Dann könnte man eigentlich schon bald ein eigenen Blog von starten. ;-)

    Mit freundlichen Grüßen
    Plutusandme

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    • Euer Beitrag war seltsamerweise im Spam gelandet (immer nachhaken, falls Beiträge nach 1 Tag nicht freigeschaltet sind).
      Das mit der Strumpfhose war mir neu. Behalte ich im Hinterkopf. Ich habe nur mal was von Bananenschalen statt Schuhcreme gehört.
      Ist eure Decke in der Werkstatt relativ niedrig, sodass ihr da dran kommt?

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  13. Super Tipps. Viele davon wende ich schon an und ich freue mich schon auf den zweiten Teil :)

    Ich habe selbst auch noch ein paar Tipps:

    1) Zum Entkalken eigenet sich Zitronensäure super. Die gibt es in Pulverform sehr günstig im Supermarkt oder in der Drogerie
    2) Ich bin leidenschaftlicher Teetrinker (grün). Habe verschiedene Sorten ausprobiert und war auch im örtlichen Teehaus. Am Ende habe ich dann meine Sorte gefunden, die super schmeckt und auch noch bio und fair trade ist: Teekampagne. Wenn man das gegen die minderwertigen Beutel rechnet, ist der Tee auch noch günstiger :)
    3) Ich habe schon immer Probleme mit allen möglichen Rasurutensilien gehabt. Die einzigen, die bei mir halbwegs funktioniert haben, waren die von Gillette. Die sind aber auch extrem teuer. Ich bin vor einem halben Jahr auf Seife statt Dosenschaum (besser, günstiger und viel weniger Plastik und Aluminium im Müll), einen günstigen Pinsel (7€ bei Rossmann) und einen Rasierhobel umgestiegen. Die einmalige Investition ist natürlich nicht sehr klein (ca. 30-50€). Dafür werde ich jetzt mit einer viel besseren Rasur als vorher belohnt, die zudem viel weniger kostet (der Rasierer (20-40€) besteht aus Edelstahl und hält ein Leben lang, die Seife für ein Jahr kostet unter 2€ und pro Klinge, die ich für 5-8 Rasuren verwenden kann, zahle ich ca. 7ct).
    Diese Art der Rasur ist auch sehr gut für Frauen (z.B. Beine, Achseln) geeignet und keine reine Männer-Sparmaßnahme :)

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  14. Hi,
    Ich verwende das Toilettenpapier immer zwei mal. Für was sonst hat es zwei Seiten? ;) Das war natürlich nicht ernst gemeint! ;)

    Ich nehme mir das Mittagessen oft zur Arbeit mit. So kann ich Geld sparen und ernähre mich gesünder, weil ich sonst ungesundes Take Away kaufen würde.

    Wer keine Blumenerde kaufen möchte, kann auch seinen Grünabfall im Garten lagern, bis der Abfall zu nährstoffreicher Blumenerde wird.

    -Erfolgsmaschine

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    • Ein kleiner Garten oder Balkon würde vieles einfacher machen. Irgendwann möchte ich generell Sachen selbst anbauen. Aktuell fehlt mir dafür die Zeit. Aber Gurken,Tomaten, Zuccini etc. wären schon cool.

      Wegen des Toilettenpapiers: Den Schwaben sagt man nach, dass sie sogar die Kondome rumdrehen und 2 mal nutzen. :D

      Essen mittags mitnehmen ist eine gute Sache. Mache ich seit diesem Jahr auch und bin erstaunt wie gut das funktioniert. In meiner Firma wird das Essen mittags geliefert. Das Essen kam häufig zu spät und war (bis auf den Salat) von schlechter Qualität. Jetzt nehme ich Reste vom Vortag mit oder 2 Brote mehr. War also keine finanzielle Entscheidung, aber ich bin gespannt, welche Auswirkungen das auf meine Ausgaben hat.

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  15. Eine tolle Liste. Ich erzähle kurz von meinem Favoriten: der Rucksack ist die bessere Einkaufstüte. Vor kurzem hatte ich seit einer gefühlten Ewigkeit wieder Eine gekauft, weil (typisch :-) ich durch die Dicke Winterjacke vergessen hatte, dass ich einen Rucksack dabei habe :-). Kann passieren

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  16. Pingback: Meine Spartipps mit einem Hauch von Minimalismus – Teil 2 | Lifestyle, Finanzen und Lebensfreude

  17. Hallo Jenny,

    Schöner Beitrag, ich interessiere mich seit geraumer Zeit ebenfalls für einen Hauch von Minimalismus in meinem Leben. Vor allem seit ich in meine eigene Wohnung gezogen bin, möchte ich sie nicht zu voll stellen. Ich misste zur Zeit sehr viele meiner Dinge aus, ich verkaufe die meisten Dinge, da ich relativ Wertbeständige Gegenstände habe die vor allem Sammler interessieren :-) Beim ein oder anderen Gegenstand mache ich auch einen Gewinn von über 300%+.

    Ich habe seit 4 Jahren stets eine Umhängetasche oder Rucksack mit Regenschirm und Tragetasche dabei. Ohne würde ich ehrlich gesagt nicht auskommen!

    Ausserdem nehme ich seit längeren mein Essen von zu Hause mit. Schmeckt lecker und kostet nur den Bruchteil den es sonst in einer Kantine oder Take-a-Way kosten würde.

    Gruss
    Der Sparkojote

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  18. Einen Rucksack habe ich auch immer. Das damals meinem Vater klar zu machen, wie praktisch der Rucksack sei, war schon sehr schwierig. Ich glaube, verstanden hatte er das nie wirklich. Mein Vater ist immer mit Stoffbeutel durch die Gegend gerannt.

    Leitungswasser hatte ich auch mal zwei Jahre nur getrunken. Zurzeit bin ich irgendwie wieder zum normalen gekauften Wasser übergegangen. Kann auch nur eine Übergangszeit zum Leitungswasser sein.

    Schrauben habe ich hier noch tonnenweise und alle möglichen Behälter. Damit bin ich über Jahre hinweg ausgesorgt.

    Um einen Mehlteig zu rühren, benutze ich seit Jahren wieder nur den herkömmlichen Schneebesen. Oder als ich die alten Schränke von meinem Vater abmontiert habe, habe ich alles mit dem (nicht elektrischen) Schraubenzieher (oh pardon Schraubendreher) gemacht. Das ging zwar ganz schon an die Muskelkraft, aber hat auch funktioniert.

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  19. Also die Schrauben und Nägel sind echt der falsche Ansatz.

    Viele Menschen geben Sachen und Möbel gerne ab, die verwende ich dann zum Basteln und habe genug übrig. Kostet meist nichts weil die Leute froh sind das es jemand abholt.

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