Kognitive Dissonanz: Wieso ich ein „kostenloses“ Buch für 6,95€ gekauft habe

Alex Fischer macht seit einigen Monaten kräftig Werbung: „Bestelle dir noch heute mein kostenloses Buch!“. Wie ich im letzten Artikel bereits schrieb, kann ich bei Werbung nicht immer widerstehen. Ein kostenloses Buch von einem erfolgreichen Immobilien-Guru wollte ich mir nicht entgehen lassen. Deswegen ließ ich mich mehrere Wochen mit Newslettern berieseln, um gespannt auf die Veröffentlichung zu warten. Heute soll es nicht um den Inhalt des Buchs allein gehen, sondern um den Effekt, den es auf mich hatte.

Im ersten Teil geht es um den soziologischen Effekt der kognitiven Dissonanz, im zweiten Teil folgt eine Buchrezension über das Buch „Reicher als die XXX“.

Das „kostenlose“ Buch, das nicht kostenlos ist

Ich treibe mich genug in Foren und Blogs rum. Wenn ich mal Zeit zum Lesen habe, bevorzuge ich Romane statt Sachbücher. Da das Thema Immobilien in meinem Kopf vor Kurzem noch eine große Rolle spielte, fühlte ich mich jedoch quasi dazu verpflichtet, das Buch von Alex Fischer zu lesen. Da es auch noch als kostenlos angepriesen wurde, hatte ich keine Ausrede. Als es endlich raum kam, gab es eine Überraschung:

Das Buch kostet 6,95€ inklusive Versand.Kostenloses Buch

Ich hatte eigentlich ein E-Book erwartet. Stattdessen gab es das Buch nur in gedruckter Form. Alex Fischer betont, dass es sich bei den 6,95€ um dem Selbstkostenpreis handelt. Schließlich muss das Ganze verpackt und versendet werden.

Obwohl Alex Fischer sein Versprechen des kostenlosen Buches nicht gehalten hat, haben die Leute es trotzdem gekauft. Oft auch noch das Hörbuch dazu.

Alex Fischer nutzt den soziologischen Effekt der Kognitiven Dissonanz.

Kognitive Dissonanz: Verteidigung der eigenen Entscheidungen

Wir Menschen treffen nicht gerne falsche Entscheidungen. Das kratzt an unserem Selbstbild. Deswegen reden wir uns Situationen schön, die sich nachträglich aufgrund der Sachverhalte nicht unbedingt als die optimale Lösung herausstellen. Ich habe nun ewig auf dieses Buch gewartet, sodass ich eigentlich keine andere Wahl hatte, als es mir (koste es, was es wolle) zu bestellen. Denn all die Zeit und all die Vorfreude darauf: Soll das etwa umsonst gewesen sein?

Ich wollte mir nicht eingestehen, dass mich das „kostenlos“ vielleicht mehr gelockt hatte als der Inhalt des Buches.

Den Effekt der kognitiven Dissonanz findet man häufiger im Alltag:

  1. Ihr steht im Supermarkt, im Freizeitpark, bei IKEA oder am Bahnschalter an. Entweder ist euch die Schlange bereits zu Beginn zu lang und geht Aber sobald ihr euch einreiht, gilt: Wenn ihr nicht gerade einen wichtigen Termin habt, bleibt ihr in der Warteschlange. Obwohl ich euch zwischenzeitlich fragt, ob das so sinnvoll war. In den meisten Fällen redet man sich das Warten schön. Muss man ja – bei der Zeit, die man investiert hat. Wenn man erst mal ein paar Minuten gewartet hat,verlässt man die Schlange auch nicht mehr. Sondern freut sich stattdessen darüber, dass es Leute gibt, die hinter einem stehen.
  2. Ihr habt in eurer Beziehung viel durchgestanden. Es kriselt. Wieso sollte man all das zusammen Erlebte wegwerfen? Natürlich sollte man nicht bei jeder kleinen Streiterei an eine Trennung denken. Aber dennoch habe ich nach Trennungen schon den Satz gehört: „Es lief eigentlich schon seit 2 Jahren nicht mehr gut.“ Aber man trennt sich nicht eben einfach, wenn man schon lange zusammen ist oder schon lange nach einem Partner gesucht hat.
  3. Ihr seid mit eurem Job unzufrieden. Alle raten euch dazu, euch zumindest mal woanders zu bewerben. Wenn ihr genauer drüber nachdenkt, habt ihr eigentlich so nette Kollegen, einen kurzen Arbeitsweg, eine gewohnte Routine, der schöne Blick aus dem Fenster.. oder was auch immer euch als Ausrede einfällt.
  4. Ihr kauft euch ein Auto. Ihr seid bereit, einiges an Geld in die Hand zu nehmen. Wieso nicht gleich noch einiges an Sonderausstattung dazu?
  5. Ihr habt euch eine Immobilie gekauft, die nur Geld schluckt. Aber diese Steigerung des Lebensgefühls ist unbezahlbar! Zur Miete hätte man euch auch nur das Geld aus der Tasche gezogen. Die schicke Küche hättet ihr in keiner anderen Mietwohnung und die Tapetenfarbe durftet ihr bestimmten, wie ihr lustig seid.
  6. Ihr habt süße, nervige Kinder. Ihr liebt diese Kinder. Es ist biologisch in euch verankert und ihr könnt die Entscheidung nicht mehr rückgängig machen. Also müssen die Zwerge all die Bemühungen wert sein.
  7. Ihr habt Haustiere. Selbst, wenn nun eine teure Arztrechnung ins Haus flattert: Dieses Wesen ist besser als viele andere Menschen und somit jeden Cent wert.
  8. Ihr glaubt an Gott. Ihr könnt seine Existenz nicht beweisen, aber die Menschheit kann sich doch nicht über 2000 Jahre lang geirrt haben und ihr schon mal gar nicht.
  9. Ihr versucht abzunehmen, aber scheitert immer wieder. Eigentlich müsst ihr diesen Schönheitswahn der Gesellschaft nicht mitmachen. Ihr seid gut so, wie ihr seid und stolz drauf. Der übertriebene Schlankheitswahn ist das Problem.
  10. Ihr seid Blogger und schreibt Stunden oder Tage an einem Artikel. Wird dieser nicht gelesen oder kommentiert, ist grade vielleicht Sommerpause. Oder eure Leser haben ihn nicht richtig verstanden. An eurem Content wird’s nicht liegen.

Die Kognitive Dissonanz ist besonders stark, wenn man bereits einiges investiert hat. Sei es Geld, Nerven, Arbeitskraft oder Zeit. Ebenso ist diese stark, wenn man einige innere Konflikte mit sich austrägt, es also keine 100% eindeutige Entscheidung ist. Es muss eine gewisse Schwelle überschritten werden, um eine umkämpfte Entscheidung aufzugeben.

Z.B. schlägt der Partner plötzlich die Kinder oder man erwischt ihn mit einer anderen. Die Trennung ist eindeutig. Der Berufswechsel fällt plötzlich viel leichter, wenn man für die Liebe umziehen muss. Nachdem man ein paar Kilo abgenommen hat, fragt man sich, wie man sich vorher hat so gehen lassen können..

Die Welt lässt sich nicht nur anhand dieser einen Theorie erklären. Aber wenn man darüber nachdenkt, gibt es viele Verhaltensweisen, die man bis aufs Blut verteidigt, obwohl andere einen für verrückt erklären.

Kampf gegen die Kognitive Dissonanz

Es kann durchaus sinnvoll sein, gegen die Kognitive Resonanz anzukämpfen, wenn man dadurch einen Vorteil hat:

Man schafft es sich, sich aus einer unglücklichen Beziehung zu trennen.
Man lässt sich vom Arbeitgeber nicht mehr ausnutzen.
Man tritt aus der Kirche aus.
Man sagt dem extremen Konsum im Leben den Kampf an.
Man investiert in die „böse“ Börse!

Aber manchmal hat man keine Wahl:
Kinder kann man nicht rückgängig machen. Ich habe noch keine Kinder und kenne sie somit nicht: Aber ich werde sie sicherlich lieben. Selbst wenn ein Haustier Arbeit macht: Man gibt diese nicht einfach ins Tierheim, lässt sie an einer Raststätte zurück oder ertränkt diese gar in der Toilette, sondern übernimmt für diese Verantwortung. Da ich immer mal versuche abzunehmen und immer wieder scheitere, beginne ich zwangsläufig meine überflüssigen Kilos zu akzeptieren und so lange schön zu reden, bis ich den nächsten Abnehmversuch starte.

Was hat das nun mit dem Buch zu tun?

Ich habe das Buch von Alex Fischer komplett gelesen. Nicht, weil ich total überzeugt von dem Inhalt bin, sondern weil ich einfach bereits Geld und Zeit investiert habe. Weil ich es komplett gelesen habe, bin ich bei der Kritik voreingenommen:

Irgendwas werde ich daraus schon gelernt haben, wenn ich das Buch schon zu Ende gelesen habe. Im zweiten Teil geht es also mit einer absolut objektiven subjektiven Buchrezension weiter.

Habt ihr Beispiele der Kognitiven Dissonanz aus eurem Leben oder bei anderen beobachtet?

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57 Gedanken zu “Kognitive Dissonanz: Wieso ich ein „kostenloses“ Buch für 6,95€ gekauft habe

  1. Ich bekenne, dass ich das Buch ebenfalls erworben habe. Aber nicht, weil ich es als kostenlos vermarktet wurde, sondern weil Alex Fischer auf mich einen authentischen und ehrlichen Eindruck gemacht hat und mich das Thema Immobilien schon sehr lange interessiert. Als ich dann die anfallenden Versandkosten bemerkt habe und mich darüber geärgert habe, dass keine Ebook Version angeboten wird, habe ich sehr lange darüber nachgedacht, ob ich mir das Buch wirklich kaufen soll. Letztlich habe ich für mich entschieden, dass selbst eine einzige Information aus dem Buch den Kaufpreis rechtfertigen kann und das Risiko ziemlich überschaubar ist (auf Ebay werden die Bücher übrigens für rund 20€ gehandelt).

    Versuche ich einen eventuellen Impulskauf nur zu rationalisieren? Ich glaube nicht, denn gewöhnlich verfalle ich den Verlockungen nicht (mehr). :)

    Das Buch hat mir übrigens gut gefallen, auch wenn ich an Dinge wie z.B. den Geldmagneten nicht glaube. Was mir überhaupt nicht gefällt, ist die Art und Weise, wie das Buch angeboten wird (Upselling während und nach der Bestellung). Von Marketing hat er jedenfalls Ahnung, denn das Buch hat enorm viele Menschen erreicht. Die dazugehörige Facebook Gruppe ist übrigens empfehlenswert, wenn man sich wirklich für Immobilien interessiert.

    Ich lese deinen Blog schon länger und kann nur sagen, mach weiter so! Ich finde es super, dass es in unserem Alter auch rational denkende Frauen gibt. ;-)

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    • Danke schön! :) Bei mir ist es so, dass ich Alex Fischer kaum kenne, wobei ich von anderen Lesern und Bloggern ein wenig von ihm mitbekommen habe. Quasi ein Guru wie Gerald Hörhan. Aber da ich kein Youtube-Verfolger bin, sondern lieber lese, geht sowas an mir vorbei. Habe das Buch in der hochwertiges Hardcover-Bindung mit Originaltitel „Reicher als Geissens“ bekommen. Macht schon was her.

      In der Facebook-Gruppe bin ich auch, wobei diese nicht für jeden was ist.. Es ist nun mal sehr immobilienlastig, sodass ich jedes Mal ein schlechtes Gewissen bekomme, wenn einer schreibt „Gerade mal wieder ein Mehrfamilienhaus gekauft“. :D

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      • Na man sollte dabei nicht vergessen, dass dort teilweise über 90% von finanziert sind und der Bank gehören. So kann man schon mal schnell aus 50.000€ rund 500.000€ machen. Ich habe das Buch auch gelesen und mich eine Weile mit dem Thema befasst und dann beschlossen, bei Aktien und ETFs zu bleiben. Damit kenne ich mich aus und bin dort gut zufrieden. Unnötige Komplexität durch Immobilien in meinem Portfolio möchte ich gerne vermeiden. Einfachheit ist für mich persönlich sehr viel Wert.

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      • An sich kann es durchaus rentabel sein, wenn man ein Haus in einer aufstrebenden Lage besitzt und die Mieten stets erhöhen kann. Allerdings will ich bei einem Mehrfamilienhaus nicht wissen, welche Kosten da auf einen Schlag auflaufen können. Man braucht also genug Cash-Reserven für jegliche Fälle. Und man sollte ein gutes Netzwerk (Handwerker etc.) haben. In meiner Heimat ginge das. Dort, wo jeder jeden kennt und jeder mindestens 3 Elektriker, 2 KFZ-Mechaniker und einen Klempner und im Freundeskreis hat. Mein Metier ist es derzeit auch nicht. ETFs und Aktien lassen sich ganz gut vom Sofa aus kaufen und vermehren.

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  2. Bei Punkt 3 finde ich mich sofort wieder: Ich habe lange mit mir gehadert, weil mein Job nicht das gehalten hat, was er versprach. Wäre jemand anders an meiner Stelle gewesen, hätte ich ihm schon vor Jahren zur Kündigung geraten, aber der Arbeitsweg war so schön kurz und „so schlecht“ wars dann ja auch nicht.

    Die Geschichte mit dem Buch finde ich allerdings schon ganz schön frech. 6,95 Euro Versandkosten schön und gut – aber es wäre schon nett gewesen, das vorher irgendwo – egal wie kleingedruckt – anzukündigen. Auf der anderen Seite hat dieser Wendepunkt viele Abonnenten offenbar nicht vom Kauf abgehalten, gut vermarktet also. Mir persönlich ist die Art und Weise einfach unsympathisch.

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    • Ich bin auch oft erstaunt, wie oft ich Leute zu ihrem Glück rate und an mir selbst scheitere. Wobei ich mir da in vielen Situationen selbst versuche einen Push zu geben: Was ist für meine Zukunft die voraussichtlich bessere Entscheidung? Wobei ich kein sonderlich risikofreudiger Mensch bin und deswegen selbst gerne beim Altbekannten bleibe.

      Und ja, dieses „kostenlose“ Buch als solches anzuwerben, ist wirklich eine Frechheit. Mag das gut noch so gut sein, aber es ist eine falsche Promotion. Erinnert mich an eine „kostenlose“ Kaffeefahrt, wo man Geld zahlen muss, um an der letzten Autobahnraststätte nicht ausgesetzt zu werden.

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    • So ist es. Und ich bin sogar überrascht, dass diese Masche in dieser so offensichtlichen Form funktioniert. Ich bin eher so gestrickt, dass ich das Buch / Produkt dann erst Recht nicht kaufe. Weil das imo unseriös wirkt und unehrlich ist. Wie kann ich ein Produkt von einem Lügner (plakativ ausgedrückt) denn noch für gut befinden?
      ps. wenn der/die mich davon überzeugen kann, dass man diese Preisänderung nicht zu verantworten hat und das nicht gewollt war, ist es was anderes.

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  3. Ich bin sehr gespannt auf deine Buchrezension. Ich verfolge das Thema auch über die RADG Facebook Gruppe und bin der Meinung, dass sich viele „Ahnungslose“ naiv auf das Thema Immobilien einlassen. Mein Eindruck kann aber auch täuschen. Selbst zugegriffen habe ich beim Buch noch nicht. Aber das hast du ja jetzt auch dankenswerter Weise übernommen ;)

    Spannendes Thema übrigens. Habe gerade bei Wikipedia gelernt, dass die „Masche“ von Alex Fischer in der Verkaufspsychologie Low-Ball-Taktik genannt wird. So – genug Klugscheißer gespielt.

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  4. Ja, dieses Buch bzw. die Werbung dazu begleitet mich auch schon eine ganze Weile! Ich schätze das Wissen von Alex Fischer sehr. Und man muss fairerweise sagen, dass er davon auch jede Menge wirklich kostenlos zur Verfügung stellt. Das Buch habe ich mir noch nicht von ihm „schenken“ lassen. Nämlich genau wegen dieser Kostenlos-Masche!

    Ich bin sogar fest davon überzeugt, dass das Buch weitaus mehr wert ist, als 6.95€ (es gab ja ein paar Seiten zum reinschnuppern und ein Kapitel in seinem Podcast) aber dann soll er es bitte nicht als kostenlos anpreisen! Wenn er es wirklich kostenlos unters Volk bringen wollen würde, könnte er ja tatsächlich die E-Book Variante zum Download anbieten. Und garantiert würde sich noch genügend Leute die hochwertige Hardcover-Version bestellen. Einfach weil sie Bock darauf haben. Und dafür wären die Leute, dann sicher auch bereit mehr als 6,95€ zu berappen.

    Der Erfolg gibt ihm aber recht! Die Leuten nehmen ihm das Buch trotzdem haufenweise ab.
    Also: Alles richtig gemacht!
    Mal wieder Hut ab vor seinen Vermarktungskünsten. Die Art und Weise ist mir persönlich oft ein bisschen „too much“ – aber wie gesagt: Es funktioniert! Das erkenne ich neidlos an und den Erfolg gönne ich ihm auch. Das was er da insgesamt aufgebaut hat ist schon toll!
    Ich bin auch der Meinung, dass schon ziemlich früh immer wieder darauf hingewiesen wurde, dass diese 6,95€ anfallen werden. Ich weiß nicht mehr genau den Zeitpunkt aber wenn man sich ein bisschen mit der Werbung für das Buch beschäftigt hat, wusste man es lange bevor es zu haben war.

    Mal sehen wie lange ich noch standhaft bleibe.
    Auch deswegen bin ich gespannt wie deine Rezension ausfällt!
    Vielleicht lässt sie mich ja doch schwach werden ;)

    Beste Grüße
    Vincent

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    • Alex Fischer macht ja selbst jetzt noch Werbung (z.B. wird mir das auf Facebook angezeigt), dass es „kostenlos“ ist. Das Buch an sich ist auch hochwertig und sicherlich mit viel Mühe geschrieben, aber er schafft es einfach, dass man wegen seines Buches sehr zwiegespalten ist. Er hat die Handynummern der Leute genutzt, um ihnen per SMS Werbung zuzuschicken. Obwohl er doch eigentlich bisher immer seriös war, begibt er sich auf so ein Niveau.

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      • Ich weiß ja nicht was dir genau angezeigt wird. Bei mir sieht das so aus, wie auf dem Bild in deinem Artikel. „Sichere dir das kostenlose …“ Und direkt darunter wird erklärt, dass die Versandkosten anfallen. Kann man natürlich trotzdem doof finden – aber es steht halt dabei.

        Und ich will das ja auch gar nicht schön reden oder verteidigen. Ich habe versucht deutlich zu machen, dass mir diese Masche auch suspekt ist. Er damit aber trotzdem erfolgreich ist und das scheinbar nicht zu knapp.
        Niemand wird gezwungen, das Buch zu bestellen und Abertausende haben es trotzdem gemacht. Ich nicht! Ich nutze aber gerne weiterhin die WIRKLICH kostenlosen und hilfreichen Tipps, die er auf seinen Kanälen anbietet. Sicherlich sind auch diese Angebote Kalkül aber es funktioniert ja wunderbar. Siehe Buch!

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  5. Ich habe mich auch wochenlang mit dem Newslatter „vollspammen“ lassen, bis endlich das Buch erschien. Die Ernüchterung kam dann, als es doch nicht kostenlos war, sondern 6,95€ „Portokosten“ kosten sollte. Ich habe kurz überlegt, habe die Kaufabsicht aber dann überdacht und empfand die Masche als verarsche. Insofern habe ich das Buch nicht gekauft!

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  6. Ich habe mir das Buch damals auch gekauft. Ich bin auch in der Gruppe drin.
    Ich muss jedoch sagen, das Buch ist nicht wirklich mehr Wert als die knapp 7 €… viele allgemeine Aussagen, extrem viele Verweise auf seine Masterkurse.. Es ist für mich nur ein Motivationsbuch. Was sich für mcih auch nicht wirklich erschließt ist, warum so viele Leute das Buch und das Hörbuch gekauft haben.
    Auch denke ich, wenn ich in die Gruppe so schaue, das sich da viele das finanzielle Grab schaufeln mit den 115% Finanzierungen. Ich hab noch nicht eine Immobilie gefunden, die sich dann bei steigenden Zinsen noch rechnet. Aber wenn man etwas über Marketing lernen wollte und das ganze beobachtet hat, dann hatte man einen gigantischen Lenreffekt :-)

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  7. Ich denke, das Schönreden schlechter Entscheidungen oder das Verbleiben in einer unguten oder mäßigen Umgebung ist eine Überlebensstrategie. Kein Mensch gibt gerne zu, dass er für xy eine falsche Entscheidung getroffen hat. Häufig gehts noch nicht mal primär um die anderen Menschen da draussen, sondern um sich selber. Ein mäßiger Job hat nicht selten ein paar Pluspunkte, die man hervorkehren kann. Die gar nicht so gut laufende Beziehung hat auch ein paar angenehme Eigenschaften und überhaupt, vielleicht wirds ja so wie früher. Was weiß ich, was schon in der Zukunft kommt? Wird das tatsächlich besser oder bleibe ich endloser Single?

    Die Bequemlichkeit ist in uns allen drin und deshalb lassen wir auch schlechte Zustände länger zu. Natürlich reden wir uns Dinge gerne schön. Ich habe die Aktie xy gekauft und das ist ein super Unternehmen. Der Kurs ist zwar 30% im Minus und die Dividende ist auch gekürzt worden, aber das wird schon wieder. Auf lange Sicht steigen ja die Aktien. Erkennst Du die letzten beiden Sätze wieder? Bestätigt wird man dann, wenn es tatsächlich so ist und genau das passiert manchmal sogar. Gleiches mit der Arbeit: Du wirst versetzt, jemand verlässt das Unternehmen und Du bekommst den guten Posten oder was auch immer. Das beweist doch, dass Änderungen nicht zu schnell vorgenommen werden sollten. Oder nicht?

    Letztendlich fährt man am besten mit den Dingen, mit denen man sich wirklich wohl fühlt. Was wirklich stört, sollte man ändern. Man muß nicht alles sofort ändern, sondern kann das meistens in Ruhe tun. Dinge, die nicht sonderlich stören und den Lebensalltag beeinträchtigen, kann man auch gepflegt aussitzen. Vieles davon ist die Zeit nicht wert, dass man sich damit ernsthaft lange beschäftigt. Das meiste davon kann man im vorbeigehen je nach Situation korrigieren oder einfach ignorieren. Aber persönlich wichtige Sachen solte man ändern. ich habe mir z.B. angewöhnt, unangenehme Dinge gleich am Morgen anzugehen. Das ist viel besser, weil ich den ganzen Tag nicht mehr dran denken muß, mich darum zu kümmern. Das ist eine Entscheidung, die ich irgendwann mal getroffen habe und sie gehört zu einen meiner besseren.

    Zu dem Marketing für das Buch: Ich reagiere auf diese Art des Verkaufs inzwischen so allergisch, dass er sich sein Buch in den Popo stecken könnte, wäre ich interessiert. Natürlich greift das bei vielen, weil das gute Stück nur 7 EURO anstatt 20+x EURO kostet. Aber Versandkosten für ein Buch zu 7 EURO? Und wozu überhaupt nur als gebundenes Buch in der heutigen Zeit? Nicht mein Ding. Gut, mit Immobilien in Reinform habe ich schon länger abgeschlossen. Ich kenne mich da kaum aus, hab kein Interesse an steuerlichen Vorgängen sowie den ganzen Vorschriften und auf Mieter und weiß meine Zeit besser zu verbringen. Aber jeder soll so machen wie er mag und wer gerne was mit Immos macht, kann mit entsprechenden Fachwissen einiges verdienen. Ich bleibe bei meinen REITs, da hab ich viel investiert und werde noch viel investieren. Das waren bisher auch ganz gute Entscheidungen, auch wenn ich vielleicht mal zu hoch vom Kurs eingestiegen bin. Womit wir wieder bei deinem Kernthema wären.

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    • Ich halte Schönreden auch für überlebenswichtig, weil es im Leben leider selten objektiv betrachtet perfekte Situationen und Entscheidungen gibt. Die Frage ist: Wann liegt es wirklich nur an meiner inneren Haltung, dass es mir besser geht? Wann hingegen sorge ich dafür, dass ich mir durchs Schönreden selbst nur mehr Steine in den Weg lege?

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  8. Habe zum Thema Immobilien mal das Buch ‚Geld verdienen mit Wohnimmobilien‘ gelesen und fand es sehr empfehlenswert, wenn man sich denn auf das Thema einlassen will. Kostet halt echte 40 Euronen, ist es aber wert. Hatte da auch mal einen kurzen Artikel drüber geschrieben…

    Die Vertriebsstrategie von dem ‚Reicher als die Geissens‘-Buch klingt schon irgendwie unseriös. Warte da lieber, bis es das wirklich kostenlos gibt :-) Der Titel allein zeigt schon, welches Zielpublikum angedacht ist.

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  9. Auf die Rezension bin ich gespannt.

    Ach ja, wenn das mit den Immobilien alles nur so einfach wäre. Ich warte auf den nächsten Immo-Crash und verdiene mir dann eine goldene Nase. Wenn das Gold vom Beton bröckelt, dann ist meine Expertise gefragt. Das ist sicherer als jede Immobilie.

    Jedenfalls wieder ein guter Artikel.

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    • Ich bin misstrauisch, wie es die nächsten Jahre weiter geht. Gründe für einen Crash sind für mich aktuell nicht erkennbar. Bin mal gespannt, wann ich auch mal schlechte Zeiten erlebe. Bisher kenne ich nur aufstrebende Kurse, explodierende Immobilienpreise und steigende Gehälter.

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  10. Klar, das Schönreden von Dingen kennt mit Sicherheit jeder, aber es nutzt ja nichts: Man muss seinen inneren Schweinehund überwinden, wenn man etwas verändern möchte. Und zu gemachten Fehlern sollte man natürlich stehen bzw. aus ihnen lernen.

    Niemand ist oder war in der Vergangenheit perfekt, ich könnte jetzt 100 Dinge über mich aufzählen. Ich denke, dass es ausreicht, wenn man im Großen und Ganzen zufrieden mit sich ist. :-)

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  11. Zum Thema Schönreden fällt mir nur ein:
    Love it, Change it or Leave it.

    Aber einfacher gesagt als getan.
    http://www.zeitzuleben.de/leave-it-love-it-or-change-it/

    Passend zum Buchverkauf und dem obigen „Ratschlag“:
    https://1001erfolgsgeheimnisse.com/2013/10/21/love-it-change-it-or-leave-it/

    Gemünzt auf Bücher von „Erfolgs-Gurus“:
    https://1001erfolgsgeheimnisse.com/2013/09/02/schwer-sich-zu-veraendern/

    Die Art des beschriebenen Marketings mag vielleicht aus Marketingsicht pfiffig sein und psychologisch durchdacht, ein Geschmäkle bliebt aber, wenn nicht sogar mehr. Transparenz sieht anders aus. Ich würde mich als „Kunde“ nicht wohlfühlen, was für eine langfristige Kundenbindung oder auch Mundpropaganda (welche oft am wichtigsten ist) schlehct ist. Der Artikel hier zeigt dies.

    Auch ich würde mich etwas belogen fühlen. Vorallem da knapp 7 EUR für Versand und Verpackung sehr großzügig kalkuliert ist. Meine Einzelbücherversendungen bei Ebay bekomme ich regulär bei der Deutschen Post inkl. Versandtasche als Waren/Büchersendung günstiger versendet. Ergo scheint hier noch mehr an „Kosten“ oder gar „Marge“ drinzustecken.

    Ich spekuliere mal rein hypothetisch:
    Vielleicht der Versuch durch Up- und Crossselling mehr zu verkaufen?
    Vielleicht der Versuch die gedruckten Bücher inkl. ursprünglichen Original-Titel doch noch loszubekommen (da es ja offiziell nur noch unter „Reicher als die xxx“ verkauft werden darf, was ich so hörte) und ein paar Cent zu verdienen?
    Damit einhergehend vermutlich die rechtliche Situation das man das original betitelte Buch evtl. gar nicht so direkt verkaufen darf und deshalb wird es „kostenlos“ gegen eine fixe/fiktive Aufwandspauschale abgegeben…. Gratis wäre eventuell die bessere Formulierung gewesen, ohne das ich die Newsletter o.ä. kennne.

    Schöne Grüße,

    K.

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    • Alex Fischer hat definitiv einige Hörbücher verkauft und macht auch für seine anderen Produkte kräftig Werbung. Seinen Bekanntheitsgrad hat er sicherlich auch noch mal erhöht, selbst wenn sich viele über die „kostenlos“-Nummer echauffieren. Alex, der nach eigenen Aussagen, eigentlich bereits alles hat und neue Ziele braucht, hat also keinen Nachteil durch die Aktion und konnte nur gewinnen.

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  12. Geld für etwas als „kostenlos“ beworbenes zahlen? Käme für mich nie in Frage!

    Erst mal fühlt es sich für mich dann so an als ob mich da jemand gehörig verarschen will. Und da lehne ich dann aus Prinzip ab: „Da sucht jemand einen Dummen? Na, ich bin es nicht!“

    Wenn er schon mal mit Lügen beginnt um an mein Geld zu kommen, kann ich dann dem Inhalt des Buches überhaupt noch trauen? Kann ja durchaus sein, dass der Inhalt gut ist, aber wenn er mein Vertrauen schon vorher verspielt, will ich das dann auch gar nicht mehr so genau wissen.

    Außerdem sehe ich es absolut nicht ein solche unseriösen Geschäftspraktiken auch noch zu unterstützen. Sonst gibt es in Zukunft dauernd Werbung für kostenlose Produkte und wenn man dann im Laden steht soll man plötzlich doch dafür bezahlen…

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    • Solche Werbeaktionen sollte man wirklich nicht unterstützen. Im Nachhinein frage ich mich, wieso ich das Buch trotzdem gekauft habe. Wobei ich den Kauf an sich nicht bereue, aber dazu sag ich dann mehr im nächsten Artikel.

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  13. Hallo Jenny,

    na dann bin ich ja mal gespannt auf den zweiten Teil. Ich will hier mal nicht vorgreifen. Aber so viel muss sein: Ich habe mich selten so darüber geärgert ein Buch gekauft zu haben.

    Dabei habe ich wirklich mit mir gerungen. Zwei Mal stand ich kurz davor es „kostenlos zu kaufen“. Und dann beim dritten Mal bin ich schwach geworden. Und dabei kaufe ich sonst fast nie Bücher, sondern nutze immer die Bibliothek.

    Ich hätte spätestens dann ahnen müssen, dass es sich um eine Luftnummer handelt, als ich mir das Video reingezogen habe nach dem Kauf. Da waren unter anderem diese zwei Typen, der eine in Strandkulisse, der andere im teuren Auto, die Alex Fischer als den Herrgott anpreisen, dem sie all ihren Reichtum zu verdanken haben. Da gingen gleich alle Alarmglocken an. Und dann redet Alex davon nur Gutes für die Welt tun zu wollen (daher ja auch kostenlos :) ) und startet gleichzeitig in bester Direktvertrieb-Manier einen Frontalangriff mit dem Versuch, Dir aggressiv seine Produkte unterzujubeln. Bei mir kamen dann neben E-Mails auch tatsächlich noch SMS an. Alles was geht. Wirklich schaurig.

    Wenn das Buch denn dann wenigstens noch etwas von dem gehalten hätte, was es versprochen hatte. Aber halt, ich will ja nicht vorgreifen.

    VG, Nico

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  14. Hallo,

    ich habe das Buch auch gekauft. Anschließend noch das Hörbuch. Ich habe auch noch die 90-Tage-Challenge erworben. Ich würde nicht sagen, dass sie nicht hilfreich ist, sofern man von dem Buch so begeistert ist wie ich. Aber ob die Challenge wirklich ihr Geld wert ist? Es wird sich zeigen. Ich bleibe dran.

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    • Alex schart Leute mit Unternehmergeist zusammen. Du hast nun deine erste Wohnung gekauft und denkst an die nächste, während ich mich nun bewusst gegen einen Wohnungskauf entschieden habe. Unsere Beurteilung des Buchs erfolgt also von ganz andren Blickwinkeln. Was Rezensionen wiederum interessant macht.

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      • Das mit den Immobilien hatte ich vor, bevor ich auf Alex Fischer gestoßen bin. Es war andersherum. Ich war auf der Suche nach Immobilienwissen und bin in Kommentaren eines Blogs auf ihn aufmerksam gemacht worden.

        Natürlich werde ich am Ende der Challenge gerne berichten, aber entgegen dem Gedanken, es in 90 Tagen damit durchzuziehen, wird es bei mir wahrscheinlich länger als 90 Tage dauern.

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  15. Mit Immobilien habe ich nix am Hut, habe daher den Wirbel darum gar nicht mitbekommen. Die Buchvermarktung sehe ich aber wie einige hier:
    Ich bin gern bereit, für ein gutes Buch 6,95€ oder gar mehr zu zahlen. Wenn ich aber wie hier das Gefühl bekomme, wie hier über den Tisch gezogen zu werden, dann blocke ich aus Prinzip ab. Erstens lasse ich mich ungern verarschen, und zweitens: Wenn er wirklich nützliche Inhalte anzubieten hat, warum kann er das nicht offen und seriös tun, statt mit so einem Bauernfängertrick?

    Zum eigentlichen Thema: Hier kommt es wohl wie so oft darauf an, den goldenen Mittelweg zu finden.

    Eine Grundvoraussetzung für Erfolg ist es wohl, nicht gleich bei den ersten Schwierigkeiten oder Unannehmlichkeiten die Flinte ins Korn zu werfen, sondern daran zu arbeiten und auch mal durchzubeißen.
    Auch wenn der Chef nervt: Wenn ansonsten die Arbeit interessant und die Kollegen gut drauf sind ist es vielleicht nicht die beste Lösung, direkt zu kündigen. Eine Garantie, dass es im neuen Job besser wird gibt es nicht, vielleicht kommen sogar ganz neue Probleme dazu.
    Kann ich mich also mit der Situation arrangieren, evtl. sogar etwas daraus gewinnen?

    Der Übergang zum Punkt, wo man lieber absteigen sollte, statt weiter versuchen das tote Pferd zu reiten ist natürlich fließend.

    Hier hilft dann in einer Problemsituation nur sich mal ruhig hinzusetzen, Vor- und Nachteile, Chancen und Risiken auszuzeichnen, und dann zu entscheiden…

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    • Ich versuche Dinge, die mich frustrieren, objektiv anzugehen: Was kann ich an der Situation ändern? Was genau frustriert mich überhaupt?

      Bin auch kein Mensch, der gleich ans Aufgeben denkt. Leider bin ich aber in gewissen Punkten sehr introvertiert und harmoniebedürftig, weswegen ich in den Momenten sehr nachdenklich werde, wenn ich mal lauter werde oder gar resigniere.

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      • Hallo Ex-Studentin,

        sehr lesenswerter Artikel, wenn gleich das Thema für mich NEU ist, bemerke ich trotzdem wie schnell ich als Mensch in das beschriebene Verhalten unbewusst zurück falle.

        Ich glaube, wir sind uns auch recht ähnlich. Ich persönlich bin auch immer darauf eine Umwelt zu schaffen ohne Stress & Co. . Daher fallen mir gewichtige Entscheidungen nicht einfach, aber ich sehe das als große Stärke. Blicke ich zurück, kann ich Dir sagen, dass unsere „Nachdenklichkeit“ ein absoluter Gewinn ist! Impulsives Verhalten eignet sich vllt. in kurzfristigen Fragen mit überschaubaren Einschlag, ansonsten aber eher gar nicht, meiner Meinung nach.

        Beispielsweise einfach den Job wechseln hilft perse nicht – denn meist liegen die „Ärgernisse“ an einem selbst und man nimmt Sie mit. Ich gleiche regelmäßig meine „großen“ Ziele mit der Geschäftsstrategie meines Brötchengeber ab. Weiche Kriterien wie doofe Kollegen/Chef & nervende Kunden gehören da nicht dazu – sofern man im Dienstleistungsgewerbe ist. Das große Ganze muss im Mittelpunkt stehen. Das hilft auch bei privaten Themen. Denn die eben genannten „weichen Kriterien“ ändern sich manchmal schneller als denkt, wenn man nicht gerade in einem Unternehmen mit 10 Mitarbeitern arbeitet.

        Sowas muss man einfach aushalten, sonst stellt sich kein Erfolg ein. Diese gepredigte Maxime des Job-Hoppings halte ich für Blödsinn. Ich habe schon einige Unternehmen von Innen gesehen als Dienstleister. Im Grunde gleichen Sie sich alle und letztendlich hängt es nur davon ab in welchem Bereich und in welcher Kollegen-Konstellation man landet.

        Zu Alex Fischer: Wirklich guter Content, wobei ich langsam das Gefühl habe, dass sein Erfolg ihn langsam verdirbt. Als Persönlichkeit, zumindest wie er sich darstellt, mag ich Ihn ganz gar nicht.

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      • Mir geht es auch so, dass ich Alex Fischer und sein Auftreten bei mir eher gemischte Gefühle hervorruft. Finde ich schade, weil er ja offensichtlich viel mitzuteilen hat. Das mit dem „Verderben“ findet man ja auch auf dem ein oder anderen Blog. Wenn man mir penetrant sagt: „Abonniere meinen Newsletter! Like mich auf Facebook! Buche meinen Onlinekurs!“ dann erreicht man bei mir genau das Gegenteil. Wenn man mir stattdessen die Möglichkeit gibt, nach einem guten Beitrag dezent ein Häkchen irgendwo zu setzen, dann gewinnt man mich eher als Dauerleserin.

        In welcher Branche bist du tätig, wenn du auch bei einem Dienstleister arbeitest/gearbeitet hast?

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  16. Pingback: In den Töpfen der Anderen #17 » Finanzküche

  17. Alex Fischer´s Podcast habe ich rauf und runter gehört. Sehr interessant wenn man mit dem Gedanken spielt eine Immobilie zu erwerben. Das Buch empfand ich eher mäßig. Immobilien habe ich für mich schließlich als Anlageform abgewählt. Es ist doch eigentlich wie immer… Erzählt dir sogar der Taxifahrer von seinen Immobilieninvestments sollte man vorsichtig sein. ;-)

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    • Hier im Süden ist es besonders „schlimm.“. Große Firmen wie Porsche, Daimler, STIHL und Bosch zahlen gute Gehälter. Als ich gestern auf einem Geburtstag war, meinte ich: 2,7k netto als Lehrer ist schon ein Gehalt, von dem man gut leben kann (ist mehr als ich verdiene). Als Antwort kam dann (mal wieder): „Das ist doch nicht viel, mit Schichtarbeit hab ich das als Geselle auch.“ Wohnungen für 300k? Kein Problem. Hier werden die teuren Immobilienpreise aus der Portokasse bestritten.

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  18. Dieses „Angebot“ habe ich ebenfalls auf vielen Seiten/Spammails/Facebook usw gesehen. Da dachte ich mir schon „ein ganzes Buch kostenlos“, da kann doch was nicht stimmen. Das einzige war nur der „Versand“, welches zu teuer war für eine Büchersendung und das eintragen seiner Mail Adresse. Bin ich nicht drauf „reingefallen“. Aber die Kognitive Dissonanz begleitet jeden eigentlich wie du schon sagtest, man muss sich dessen nur bewusst sein

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  19. zu „8. Ihr glaubt an Gott. Ihr könnt seine Existenz nicht beweisen, aber die Menschheit kann sich doch nicht über 2000 Jahre lang geirrt haben und ihr schon mal gar nicht.“

    Liebe Exstudentin,
    hier hake ich gerne ein:
    Du hast Gott noch nicht kennengelernt? Beschaeftigt es dich, weil du es hier erwaehnst?
    Ich meine Gott, den Schoepfer der Himmel und der Erde. Den Gott der Bibel. Der Dich liebt und eine Beziehung zu Dir sucht.
    Vielleicht ist es eine Option fuer Dich/Euch in deiner naeheren Umgebung mal sein „Bodenpersonal“ zu besuchen?
    Es gibt auch zeitgemaesse, jugendliche, froehliche Konzepte den Glauben zu leben (nicht nur die manchmal langweiligen Grosskirchen):
    http://urbanlifechurch.de/
    http://gospel-forum.de/
    Ich kenne diese nicht persoenlich, aber sind ca. in der Art wie ich sie mag …
    Frohe Weihnachten
    Joerg

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    • Ich bestreite die Existenz eines Gottes nicht. Kann sie aber auch nicht bestätigen. Das Kapitel Kirche habe ich durch meinen Austritt vor 2 Jahren für mich erst mal geschlossen. Ich finde es schade, dass viele Religionen Andersgläubige aus ihrer Welt ausschließen. Ich bin für Nächstenliebe jeder Person gegenüber. Sollte es einen gutherzigen Gott geben, so ist es ihm egal, ob man z.B. in den Gottesdienst geht und ihm huldigt. Denn sollte es ein Leben nach dem Tod im Himmel geben, so wird ein guter Gott niemanden dem Eintritt verweigern, egal welchen Glauben dieser zu Lebzeiten hatte. Hauptgrund für mein Austritt war, dass ich erfahren habe, das christliche Kindergärten zu rund 85% vom Staat finanziert werden. Gleichzeitig aber die Frechheit besitzen, von ihrem Personal ein Konfessionsangehörigkeit zu erwarten. Es gibt viele gute, gläubige Menschen. Wer darin seinen Frieden findet, dem gönne ich das. Ich selbst hingegen habe leider viel Diskriminierung unter dem Deckmantel des Christentums erlebt. Dennoch danke für den netten Hinweis! Ich wünsche dir eine schöne Weihnachtszeit!

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      • Liebe Jenny,

        es tut mir leid, dass du von Christen/vom Christentum enttaeuscht wurdest.
        Christen sind erstmal keine besseren Menschen!

        Das schoene beim biblischen Christentum (im Vgl zu manch anderen Religionen) ist, dass man nicht fuer Gottes Ehre streiten muss (das kann Gott schon alleine).
        Gott liebt uns von ganzem Herzen und sucht eine Beziehung zu jedem Menschen.

        Hier ein einfaches Experiment (wer als Naturwissenschaftler kann bei „Experiment“ widerstehen?):
        „Lieber Gott, wenn’s dich wirklich geben sollte, dann zeige es mir so, dass ich es unzweifelhaft verstehen kann“
        Dann wartest du ab und schwups, entweder es passiert etwas oder eben nicht (ist Gottes Sache und die, einer gewissen Offenheit von Deiner Seite).
        Gott fuehrt und leitet dich dann schon die naechsten Schritte.

        Gott will Beziehungen, deshalb auch unseren Kontakt/Gemeinschaft mit anderen Christen.
        Das Verbindende ist dann die Beziehung jedes einzelnen zu Gott (den „Christus“ der im Herzen des anderen lebt).
        Wenn es keinen Spass macht, ist es vielleicht der falsche Kreis/Kirche/Gemeinde?
        Deshalb gibt’s soviele verschiedene und vielfaeltige Gemeinschaften, da ist fuer alle etwas dabei?

        LG Joerg

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      • Für mich hat der Glauben ein wenig was von einem „Verein“, weil man letztlich Gleichgesinnte sucht. Sei es nun in einem Sportverein, beim DRK, bei den Pfadfindern. Ich habe die letzten Jahre immer mal auf diversen Veranstaltungen teilgenommen (z.B. hat mich eine katholische Freundin mal zu einem Jugendtreff mit Übernachtung mitgenommen), einer anderen Freundin habe ich letztens beim DRK bei einer Großveranstaltung mit Kindern ausgeholfen. Letztlich möchte ich mich da nicht auf einen Glauben beschränken. Ich glaube daran, dass die Natur und unser Leben ein unbezahlbares Geschenk ist. Ich gehe davon aus, dass Religionen dazu da sind, damit sich kein Mensch alleine fühlen muss und einander helfen. Als ich damals Nachmittagsbetreuung von Kindern gemacht habe, war das ein ziemlich bunter Haufen. Jüdische Kinder, Moslems, Orthodoxe.. Hätten mir die Kinder das nicht gesagt, hätte ich es selbst nie nach ihrer Religionszugehörigkeit erfragt und es wäre mir auch egal gewesen. Alle haben gleich gern gespielt. Ich bin aus der Kirche ausgetreten, weil ich Menschen gleichermaßen mag. Einfach aufgrund ihres Charakters.

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      • > Hier ein einfaches Experiment (wer als Naturwissenschaftler kann bei
        > „Experiment“ widerstehen?):
        > „Lieber Gott, wenn’s dich wirklich geben sollte, dann zeige es mir so, dass ich
        > es unzweifelhaft verstehen kann“
        > Dann wartest du ab und schwups, entweder es passiert etwas oder eben nicht
        > (ist Gottes Sache und die, einer gewissen Offenheit von Deiner Seite).

        Das ist das typische Denken der Religion: Egal was auch passiert oder eben nicht, es ist Gottes Wille. Was das für ein Experiment sein soll, das unabhängig vom Ausgang zum selben Schluss führt erschließt sich mir da überhaupt nicht.
        Als Experiment könnte man das nur durchgehen lassen, wenn man das Ergebnis dann auch beachtet. Und für die meisten (also wohl alle die nicht irgendwas unbedingt als Zeichen von Gott interpretieren wollen) dürfte das Ergebnis dieses Experiments dann sein, dass es eben keinen Gott gibt.
        Man muss gar kein Naturwissenschaftler sein um diese Art der Beweisführung als völlig untauglich zu erkennen. Den Namen Experiment hat DAS im wissenschaftlichen Sinne jedenfalls absolut nicht verdient. Außer es wäre ein Experiment wie viele Leute auf derart simple Argumentations-Tricks hereinfallen…

        Ich denke sehr wohl, dass sich die Menschheit hier über viele Jahre geirrt haben kann. Wieso auch nicht? Es wurde doch auch lange genug geglaubt die Erde wäre eine Scheibe.
        Wobei ich aber weniger sagen würde die Menschheit hat sich da geirrt, sondern eher die Masse der Gläubigen wurde von einigen ziemlich geschickt in die Irre geführt (ist ja nicht so, dass die Kirche da nicht davon profitiert hätte).

        Ich bezweifle, dass Missionierungsversuche in diesem Umfeld hier sehr erfolgreich sein dürften. Wer sich auf solchen Blogs wie diesem herumtreibt, der dürfte es vor ziehen selbst zu denken, statt einfach auf das „ist eben so, glaube es mir einfach, ich weiß schon was gut für dich ist“ der Religionen zu vertrauen – ansonsten würde er nämlich vermutlich einfach auch weiterhin das machen was ihm die „allwissenden Bankberater“ empfehlen…

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