Antizyklisches Sparen

Es gibt antizyklisches Investieren, antizyklisches Kaufen.. gibt es auch antizyklisches Sparen? Was bedeutet Sparen eigentlich? In meinem heutigen Beitrag geht es darum, welche Arten des Sparens es gibt, was ich persönlich darunter verstehe und wieso ich das Wort „antizyklisch“ so cool finde.

Definitionen des Sparens

Sparen bedeutet allgemein, dass man von seinem verfügbaren Einkommen etwas für spätere Konsumausgaben zurücklegt.

Wird das Sparen vom Staat verordnet (wird man z.B. während des Kriegs verpflichtet, Geld in Staatsanleihen zu investieren) spricht man vom Zwangssparen (als Gegensatz zum freiwilligen Sparen).

Spart man freiwillig auf ein bestimmtes Ziel hin (Haus, Auto, Urlaub, Altersvorsorge) spricht man vom Zwecksparen.

Wenn ich mir diese Definitionen so anschaue, fällt mir auf:

Das Wort „Sparen“ wird im Alltag oft falsch verwendet.

„Heute war beim Kauf von 2 T-Shirts das dritte umsonst und ich habe 15€ dadurch gespart!“
„Das Grillset war heute von 100€ auf 50€ runtergesetzt, 50% gespart!“
„Den Urlaub sparen wir uns diesen Monat, weil unsere finanzielle Situation das gerade nicht zulässt.“

Wenn ich mich in meinem Umfeld umschaue, schränken viele Leute erst ihr Konsumverhalten ein, wenn sie es müssen. Oder lassen sich von Werbung und Rabatten ködern. Obwohl man das Gefühl hat dadurch etwas „gespart“ zu haben, gibt man am Ende mehr Geld aus als wenn man darauf verzichtet hätte – ohne Anpreisen der Preisreduzierung würde man viele Dinge vielleicht gar nicht erst kaufen. Für 1000€ nach New York? Nicht mit mir!! … Für 400€? Flüge werden gebucht, man hat ja 600€ gespart. Dabei hatte man diese zusätzlichen 600€, die man „gespart“ hat, nie zur Verfügung. Und man vergisst auch noch die 400€, die man trotzdem noch auftreiben muss.

Wer nichts kauf, spart am meisten.

Für mich sind Kaufen und Sparen widersprüchliche Tätigkeiten. Durch einen Kauf alleine hat man noch nichts gespart, ganz im Gegenteil. Erst wenn man sagt: „Das Geld, was ich nun weniger als geplant ausgegeben habe, wird zur Seite gelegt.“, dann ist es Sparen. Eindeutiger sieht es aus, wenn man am 1. des Monats sein Gehalt bekommt und davon erst mal etwas aufs Tagesgeldkonto überweist oder auf dem Konto belässt. Durch das Hinauszögern des Konsums entspricht es der Begriffsdefiniton. Die Definition des Sparens sagt allerdings nichts über den Zeitraum aus, für den man ein Teil seines Einkommens für später zurücklegt. Laut Definition ist es eigentlich schon sparen, wenn man sein Gehalt bekommt und es nicht direkt ausgibt, sondern erst 4 Stunden später. Durch den nicht definierten Zeitfaktor ist das Wort „Sparen“ sehr breit auslegbar. Deswegen habe ich eine eigene Definition für mich gefunden:

Sparen bedeutet für mich, dass eine bestimmte Geldmenge mental von dem Geld für Konsumzwecke getrennt wird.

Ich setze mir eine höhere emotionale Hürde gewisses Geld auszugeben. Wenn man nicht grade das Ziel hat, mal alles zu vererben, wird man zwangsläufig das Ersparte irgendwann nutzen: Sei es 1 Jahr später für den Urlaub, 5 Jahre später für ein Eigenheim, 10 Jahre später für die Ausbildung der Kinder, oder 50 Jahre später für die Pflegekosten. Obwohl also einiges an Geld am Ende doch mal meinen Händen entschwindet wird, taufe ich mein Erspartes vorübergehend bewusst auf die Namen „Sparrate für diesen Monat“ oder „Du bleibst nun so lange auf dem Konto, bis meine Abbuchung für den Urlaub erfolgt!“ Ich habe bei dieser definierten Geldmenge eine größere Hürde, es für andere Dinge zu zweckentfremden.

Die mentale Trennung des Geldes wird durch die physische Trennung unterstützt.

So wie ich meine Leser kennen gelernt habe und es auch von anderen kenne, wird in den meisten Fällen Erspartes bewusst auf ein anderes Konto überwiesen oder in die Sparbüchse gesteckt. Dadurch steigt die Hürde, das Geld für den Alltag auszugeben.

Was bedeutet antizyklisches Sparen?

Die meisten kennen antizyklisches Investieren: Während andere in Panik ihre Wertpapiere ggf. mit Verlust verkaufen, kauft man selbst günstig ein. Während andere der Masse und den Zeitungen nacheifern und zu hohen Kursen einsteigen, verkauft man stattdessen mit Gewinn. Statt der Schwarmintelligenz zu folgen, schwimmt man gegen den Strom und ermöglichst sich dadurch höhere Renditen.

Antizyklisches Kaufen funktioniert ähnlich: Viele sind bereit an Weihnachten höhere Preise zu zahlen, damit das Geschenk pünktlich unter dem Nadelbaum liegt. Oder müssen pünktlich zu Saisonstart ihren Kleiderschrank aufstocken. Andere wiederum profitieren von den runtergesetzten Retoure-Artikeln nach Weihnachten, runtergesetzter Schokolade nach den Feiertagen und reduzierten Einzelposten bei Saisonende.

Und was bedeutet nun antizyklisches Sparen?

Leider musste ich enttäuscht feststellen, dass es diesen Begriff scheinbar nicht gibt. Obwohl dieser Begriff definitiv Potential hätte, in sämtlichen Wirtschaftsbüchern aufzutauchen. Da ich das Wort antizyklisch toll finde (weil es anmuten lässt, dass man etwas schlauer macht als die Masse) erfinde ich nun meine eigene Definition für den gesuchten Begriff:

Man spart dann am eifrigsten, wenn man es am wenigsten muss.

Viele Leute beginnen erst ihr Konsumverhalten zu überdenken, wenn ihre Einkommensströme versiegen. Sobald Geld da ist, wird es mit vollen Händen auch wieder ausgegeben. Einschränkungen und Verzicht werden als negativ empfunden. Weil die privaten Umstände zusätzlich bedrückend wirken (geringes Einkommens durch Krankheit, Arbeitslosigkeit, Verlust des Partners), prägen sich die finanziellen Einschränkungen noch mehr ins Gedächtnis ein. Die Einschränkung des Konsums wird somit als negative Erfahrung abgestempelt, die man nicht wiederholen möchte. Diesen Teufelskreis muss man durchbrechen. Es gibt ein altes Sprichwort, an das ich oft denken muss:

Spare in der Zeit, dann hast du in der Not.

Wer zu einer Zeit Geld beiseite legt, in der es ihm gut geht, empfindet die Einschränkungen nicht als negativ. Ganz im Gegenteil: Es macht sogar Spaß, weil er es freiwillig tut. So geht es zumindest mir. Ich lege Geld für Zeiten zurück, in denen ich vielleicht finanziell auf mein Erspartes angewiesen bin. Oder zumindest froh, es stärkend im Rücken zu haben. Durch mein jetziges Sparverhalten will ich vermeiden, dass eine private und finanzielle Schieflage mir gleichzeitig das Leben schwer machen. Natürlich hoffe ich, dass solche schlimmen Zeiten nie kommen, aber die Zukunft kann ich leider nicht planen. Die Gegenwart hingegen kann ich nutzen, um davon später einmal zu profitieren.

Wie definiert ihr für euch den Begriff „Sparen“?

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15 Gedanken zu “Antizyklisches Sparen

  1. Es gibt sowas ähnliches wie antizyklisches Sparen in den Wirtschaftswissenschaften:
    Der oft und gern von Politikern falsch zitierte Keynes hat unter anderem es als Aufgabe des Staates verstanden, die wirtschaftliche Entwicklung so konstant wie möglich zu halten bzw. Schwankungen zu glätten.
    Das bedeutet, in wirtschaftlich schlechten Zeiten soll der Staat Kohle ins Feuer schaufeln um die Wirtschaft zu stützen. Darauf beziehen sich Politiker immer gerne, wenn mal wieder Steuergelder an die am besten lobbierenden Gruppen verteilt werden und dies als unvermeidbar bezeichnen (wenn man da leichte Kritik heraushören kann, das ist Absicht ;) ).

    Was Politiker aber grundsätzlich unterschlagen ist, dass dies nur eine Seite der Medaille ist. Auf der anderen Seite besagt Keynes eben auch, dass in wirtschaftlich überdurchschnittlichen Zeiten der Staat sparen soll, um so die wirtschaftlich miesen Zeiten zu glätten zu können ohne sich schuldentechnisch in den Hades zu begeben.
    Diesen Teil der Theorie habe ich einen Politiker allerdings noch nie zitieren gehört.
    ( https://de.wikipedia.org/wiki/Keynesianismus#Grundelemente_seiner_Theorie )

    Das gleiche machen Sparer und Anleger ja auch oder besser gesagt sollten. In wirtschaftlichen guten Zeiten (Erwerbsleben und in Lohn/Gehalt und Brot) legen wir für die mauen Zeiten (Arbeitslosigkeit, Rente und Kindheit unserer Kinder) zurück um so unser Leben zu glätten.

    Viele Grüße
    Alex

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    • Huhu Alex, danke für den kurzen Lehrunterricht! :) Ich erinnere mich tatsächlich noch daran, über sowas in der Schule gesprochen zu haben. Letzten Endes regelt sich unsere Wirtschaft stets selbst. Ich denke da ein wenig ans Autofahren: Da gibt man zur Unterstützung Gas, um schneller zu werden oder das Tempo zu halten. Im Leerlauf oder während man auf die Bremse tritt, treibt man nur unnötig die Spritkosten hoch.

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      • Diesen Keynesianischen Ansatz hört man zumindest ab und zu von Journalisten (Viva Presseclub). Auch in meiner (bald Ex-)Firma wurde kurz nach der Finanzkrise (die bei uns erst 2008/2009 ankam) investiert. Das wurde dann auch im Bekanntenkreis gelobt. Geld, das man in guten Zeiten zurückgelegt hat, zu investieren, wenn Anlagen günstig sind, das gibt es auch in der Wirtschaft.

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  2. Hey,
    interessante Gedanken.Die meisten verbinden wohl wirklich Sparen mit einem Zwang. Nicht mit einer positiven Eigenschaft. Mir macht das Sparen Spaß, weil ich einfach sehe, wie das Konto wächst.

    Grade beim Tagesgeldkonto ist die Hürde dabei schon hoch etwas zu nehmen außer den geplanten Ausgaben. Den Punkt mit der Sparbüchse kann ich voll unterschreiben. Ach und das Depot wird eh nicht angerührt.

    Sparen ist dabei für mich einfach das zurücklegen von Geld um es zu einem späteren Zeitpunkt nutzten zu können. Dies können Konsumausgaben sein oder Investitionen in bestimmten Gebieten. Also wohl wirklich nur eine Verlagerung des Ausgabezeitpunktes.

    Gruß,
    mafis

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    • Ich muss sagen, dass es gerade am Anfang am meisten Spaß macht. Jede Sparrate macht prozentual so viel von der Gesamtsumme aus. Mit jedem Monat sinkt leider der prozentuale Anteil. 100%, 50%, 33%, 25%, 20%, 16%, 14%, 12,5%.. Leider wird das dann immer weniger. Dafür muss man dann schauen, dass sich das Geld von alleine vermehrt.

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      • So ist es. Anfangs bewegt man mit seinen Sparraten prozentual richtig viel. So wie dieses Verhältnis abnimmt, wird irgendwann die Rendite der Anlage zur treibenden Kraft.
        Meine Sparvorgänge liegen mittlerweile unterhalb der monatlichen Depotbewegungen. Da werden dann irgendwann die absoluten Beträge interessant, um die es dann im Jahr nach oben oder unten geht. Der Hebel in Form des Anlagebetrags wird halt immer größer und die Rendite entscheidet mehr und mehr, ob am Ende des Jahres ein Plus oder Minus ggü. dem Vorjahr erzielt wurde.

        Schöner Artikel. „Spare in der Zeit, dann hast du in der Not.“ – ich bin mit dem Spruch noch aufgewachsen. Lehrt man das seinen Kindern heute nicht mehr? Wäre schade.

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      • Explizit kann ich mich an diesen Satz bei meinen Eltern nicht erinnern. Aber meine Generation kommt mir alles in allem doch recht bodenständig vor. Auch bei den nachfolgenden Generationen habe ich noch Hoffnung: Als Jugendliche können viele nicht wirklich mit Geld umgehen, weil Mama und Papa für alles aufkommen. Ein Iphone zu Weihnachten, Markenklamotten und ein Auto zum Geburtstag, Studium wird komplett von den Eltern finanziert: Es gibt keine Grenzen. Kinder lernen nicht, dass Geld Grenzen hat. Spätestens wenn Mama und Papa mal den Geldhahn zu drehen und man sein eigenes Geld verdienen muss, ist es nicht zu spät, den Umgang mit Geld zu lernen. Man muss nur aufpassen, dass man dieses neue Leben nicht mit Schulden startet.

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  3. Hallo, ein ganz toller ( mal wieder!) Artikel der uns wirklich aus dem Herzen spricht.Eigentlich haben wir schon immer gespart und es wurde schon fast ein Wettstreit, die Sparrate zu optimieren. Den Begriff „Sparen“ würde ich sogar noch erweitern. Wir investieren nämlich auch, um in Zukunft mehr zu sparen, wie z.B. bei unserer Renovierung. Wir haben Geld in die Hand genommen, in Solarthermie investiert und sparen jetzt Heizkosten, bzw. haben danach die Sparrate erhöhen können. Oder ein anderes Beispiel, wir haben in LED Beleuchtung investiert und unsere Lichtleistung im ganzen Haus von 1.900 Watt auf ca. 600 Watt reduziert. Ebenfalls investiert um hinterher Kosten zu reduzieren und den Sparbetrag danach hoch zu setzten.
    LG
    plutusandme

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    • In dem Fall muss ich meinen Artikel fast korrigieren: Man sollte manchmal Geld ausgeben, um langfristig Geld einzusparen. Wie ihr wisst, habe ich ja bei mir ja auch alles durch LED ersetzt. Oder mein Fahrrad gekauft, um Bahntickets zu sparen. Und immer wieder schön zu lesen, wenn beide Partner so an einem Strang ziehen. Mein Freund ist als Schwabe zwar von Grund auf sehr genügsam, aber für Finanzen interessiert er sich bisher leider nicht.

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  4. Hallo Jenny,

    wieder ein ganz toller Artikel. Vor allem den Teil, bei dem du das Sparen beim Einkaufen thematisiert hast. Für mich ist neben dem regelmäßigen Zurücklegen auf das Tagesgeldkonto das Nicht-Geld-Ausgeben im Laden die wichtigste Sparform. Gerade die Käufe, die aufgrund vermeintlichen Sparens oder „Irgendwann kann ich es gebrauchen“ getätigt werden, kosten oft das meiste Geld. Früher habe ich viel auf Halde gekauft und darauf gewartet es irgendwann einmal zu benutzen. Heute wird das gekauft, was benötigt wird. Ich muss mir zwar eingestehen, dass ich immer wieder Prospekte wälze und denke, dass da schon einige Sachen dabei wären, aber insgesamt komme ich dann ganz schnell wieder davon ab mein Geld für diese Gegenstände wegzuwerfen.

    Daher ist Sparen für mich Geld zurücklegen und Geld nicht verkonsumieren. Sparen durch Rabatte ist nur in den seltensten Fällen wirklich Sparen, da ich hier nur von Sparen rede, wenn ich den Gegenstand, den ich mit Rabatt kaufe, wirklich benötige.

    VG

    alelab

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    • Den Kommentar könnte ich geschrieben haben..Ich wälze auch gerne Prospekte und habe schnell ein Glitzern in den Augen, wenn ich etwas Tolles sehe. Hamstergedanken: „Das kaufe ich jetzt, denn so günstig und so originell bekomme ich das nie wieder.“ sind tatsächlich gefährlich. Mein Freund ist da viel resistenter als ich: „Jenny, wir brauchen das nicht.“ Trotzdem habe ich das ein oder andere Zeug, was sein einsames Schrankdasein fristet. Letztens habe ich den halben Inhalt von meinem Kleiderschrank aussortiert, weil ich vieles nicht bzw. nicht mehr trage.

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      • Wir haben letztes Jahr angefangen auszumisten. Was sich da ansammelt ist der Hammer. Inzwischen hat sich bei uns die örtliche Sozialstation gefreut. Ende des Monats geht es mit nicht mehr benötigten Gartenmöbeln etc. weiter.
        Ein interessantes Erlebnis dabei mit Bezug zu meinen Kindern hatte ich gestern. Meine Frau und ich haben beschlossen, dass wir die Spielsachen unserer Kinder rotieren, d.h. ein ´Teil kommt auf den Dachboden und ein Teil wird bespielt. Wöchentlich wird dann ein kleiner Teil durchgewechselt. Dies wurde nötig, da überall Spielzeug rum gefahren ist. Bisher haben wir nur das Kinderzimmer ausgeräumt und auf dem Dachboden sind jetzt 19 Kisten Spielzeug, was etwa der Hälfte aller Spielzeuge entspricht.
        Wenn du jetzt meinst, dass wir unsere Kinder zu gut mit Spielzeug versorgen irrst du. Den geringsten Teil haben sie von uns. Ständig bekommen sie von irgendjemandem was geschenkt. Wir haben schon zig Sachen selbst wieder verkauft und verschenkt. Die Kids wissen teilweise gar nicht, womit sie spielen sollen. Das war für mich dann schon wieder so ein Moment, wo ich gedacht habe, dass man eigentlich mit viel weniger auskommen kann.

        LG aus Stuttgart

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      • (Theoretisch kann man in der Stuttgarter Region mal ein gemütliches User-Treffen veranstalten, kommen doch ein paar aus der Gegend)
        Als Kinder hatten wir auch genügend Spielzeug; allerdings ging vieles davon kaputt. Darf man eigentlich nicht dran denken, wie viel Wert durch Kinderhände vernichtet wird.
        Zum Sperrmüll haben meine Eltern, als wir älter waren, das Zeug kistenweise weggeschmissen.

        Lobenswert, dass bei euch vieles in der Sozialstation landet. Ich habe aktuell noch keinen optimalen Weg gefunden, meine ausgemisteten Sachen richtig loszuwerden. Als ich noch in Bad Cannstatt gewohnt habe, konnte ich dort Sachen ans Sozialkaufhaus schenken, aber jetzt komme ich da kaum noch hin und lagere deswegen noch einiges in meinem kleinen Kellerraum.

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  5. Ich würde nicht behaupten antzyklisch zu sparen. „Unter seinen Verhältnissen zu leben“ und keinen inflationären Lifesyle zu betreiben zielt ja darauf ab, dass „Sparen“ eine Lebeneinstellung ist. In „guten Zeiten“ kann ich mehr sparen, in schlechten muss ich mich womöglich entsparen.

    Sparen wird fälschlicherweise oft mit Konsumverzicht gleichgestellt. Dem ist m.E. nicht so. Was brauche ich wirklich? Und wieviel brauche ich davon? Einen guten Indikator finde ich den Blick auf die Einkommenseite zu werfen- wie viele Stunden meiner Arbeitszeit und damit Lebensenergie muss ich aufwenden um mir dieses Produkt zu leisten. Ist es mir das immer noch wert?

    Ich führe eine Liste mit Anschaffungswünschen. Stellt sich nach 30 Tagen immer noch heraus, dass mir das Produkt das Bedürfnis gibt es mir anzuschaffen, kommt es in die nähere Überlegung der Anschaffung. Die Werbewirtschaft zielt ja auf Spontankäufe, die man mit der Vorgensweise zumindest abmildern kann. Manche Dinge leiste ich mir dann erst nach Jahren aber bereiten mir dann auch wirklich Freude.

    Mehr an materiellen Dingen macht nicht unbedingt glücklicher. Insofern versuche ich eher auf wenige, aber hochwertige und langlebige Produkte zu setzen.

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  6. Das mit der Liste ist eine gute Idee. Habe ich auch schon bei ein paar Bloggern gelesen, dass sie es auch so machen. Bei uns ist es so, dass wir nur rund 2x die Woche einkaufen gehen. Da wir kein Auto haben und alles schleppen müssen, ist der Platz in den Taschen begrenzt. Separate Shoppingtouren für Klamotten und Co. gibt es nur selten. Da ich unter der Woche lange arbeite und oft auch samstags, komme ich gar nicht zum Geldausgeben. Ab und zu setzte ich bei amazon etwas auf meine Wunschliste und vergesse den Kauf dann.

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