Ein- und Ausgaben erfassen – Finanzen optimieren (2/3)

In meinem letzten Artikel habe ich berichtet, wie ich einmal im Jahr meine Ausgaben erfasse statt aktiv ein Haushaltsbuch zu führen. Die Meinungen darüber waren geteilter Meinung. Die Mehrheit der Kommentatoren setzt eher auf ein aktives Haushaltsbuch. Da jeder im Laufe der Zeit seine eigenen Gewohnheiten entwickelt, möchte ich in diesem Beitrag ein paar Anregungen geben, wie ich meine Finanzen relativ einfach halte und unnötige Ausgaben vermeide.

Finanzen einfach halten
Grundvoraussetzung für die nachträgliche Erfassung meiner Ausgaben ist, dass ich all meine Kontoauszüge beisammen habe und aus diesen meine Ausgaben ersichtlich sind.

Ich nehme mir vor, noch mehr mit Karte zu zahlen.

Seltsamerweise lese ich oft, dass man weniger ausgibt, wenn man mit Bargeld zahlt. Da man den physischen Verlust mehr spürt. Kann ich für mich nicht bestätigen. Ich finde es zum einen lästig, ständig zum Automaten zu rennen und zum anderen kann ich durch meine Online-Bewegungen viel besser überblicken, wo das Geld hinfließt. Ich zahle alle Beiträge ab 5€ nach Möglichkeit mit Karte. Weiterer Vorteil: Die meisten Ausgaben unter 5€ sind oft unnötige Verlockungen: Hier ein belegtes Brötchen, da ein Getränk aus dem Automaten, dort mal ein Kaffee unterwegs. Ausgaben unter 5€ sollten eigentlich also selten vorkommen. Das letzte mal mit Bargeld gezahlt habe ich letztes Wochenende, weil ich bei dem kleinen Asialaden in meinem Ort nicht mit Karte zahlen kann. Ansonsten zücke ich Scheine und Münzen, wenn mein Freund und ich mal Essen gehen oder ich eine Kleinigkeit im Supermarkt vergessen habe.

Ich setze bei meinen Aufgaben auf Kontinuität.

Ich mag es nicht, viele Kontobewegungen auf meinem Girokonto zu haben. 2015 hatte ich rund 150 Abbuchungen, wovon ca. 1/3 Daueraufträge sind.

Verschiedene Konten können für einen besseren Überblick hilfreich sein.

Da mein Freund und ich ein Gemeinschaftskonto haben, erfasse ich mit einer Abbuchung von meinem Girokonto auf unser Gemeinschaftskonto mehrere Posten: Warmmiete, Strom, Internet und Lebensmittelkosten. Durch die monatliche Überweisung kann ich das, was dahinter steckt, gedanklich abhaken. Hätte ich z.B. Mieteinnahmen würde ich das ebenfalls über ein separates Konto abwickeln. Auf getrennten Zweck-Konten, bei denen es um größere und regelmäßige Beiträge geht, kann man Unstimmigkeiten schneller überblicken. Meine Käufe über Kreditkarte werden leider auch zu einem Posten zusammengefasst und gemeinsam abgebucht. Manchmal wünsche ich mir da eine detaillierte Aufschlüsselung (Was habe ich mir da eigentlich noch mal gekauft?), andererseits wären auf meinem Konto in den Wintermonaten dadurch 40 nervige Einzelabbuchungen für meine Kurzstreckentickets zur Arbeit gelandet.

Kurze Wege und wenig Bürokratismus statt Kontowanderung.

Am liebsten hätte ich ein extra Konto, über dass ich meine Investitionen steuern kann. Aber viele Konten bedeuten auch mehr Verwaltungsaufwand und dass mein Geld erst über mehrere Ecken ans Ziel kommt und in der Zeit untätig ist. Deswegen lasse ich ich meine ETF-Sparpläne, meinen Bausparvertrag und meine Buchungen aufs Tagesgeldkonto ohne Umwege per Dauerauftrag von meinem Girokonto abbuchen.

Ausreichend Puffer auf dem Konto lassen und den Überschuss am Monatsende aufs Sparkonto überweisen.

Da im Laufe des Monats also ein paar Daueraufträge von meinem Girokonto abgehen, schenke ich meinem Kontostand in der Zeit kaum Beachtung. Ich habe immer mindestens 1000€ auf dem Konto für Notfälle. Lediglich kurz vor dem nächsten Gehaltseingang prüfe ich meinen Kontostand.  Ist dieser weit über 1000€, überweise ich das überschüssige Geld auf mein Sparkonto und der nächste Monat kann von vorne beginnen. Weniger habe ich selten, weil ich meine regelmäßigen Sparraten so wähle, dass mehrere 100€ für Kleidung, Zugfahrten oder Essengehen möglich sind. Größere Ausgaben, wie z.B. ein Urlaub plane ich im Voraus und verringere meine Sparquote bzw. überweise mir rechtzeitig Geld vom Spar- aufs Girokonto. Eigentlich könnte man diese 1000€ als meinen Notgroschen bezeichnen. Als Ledige ohne Auto und Wohneigentum habe ich quasi keine unerwarteten Ausgaben im 4 stelligen Bereich.

Unnötige Ausgaben vermeiden
Die erste Sparmaßnahme sollte immer an den Fixkosten ansetzen. Die werden nämlich auch abgebucht, wenn ihr für mehrere Monate arbeitslos seid und quasi euer Leben auf ein Minimum herunter fahrt oder spontan für 1 Jahr ins Weltall fliegt.

Mein Ziel: So wenig Verbindlichkeiten wie möglich. 

Manch einer erinnert sich vielleicht, dass ich nur ungern Verträge unterzeichne. Ihr sollt nun nicht eure Lebensversicherung kündigen oder aus eurem Lieblingsverein austreten. Aber ich bin z.B. aus dem Fitnessstudio ausgetreten, habe ein Zeitschriftenabo gekündigt und setze stattdessen auf mehr Bewegung im Alltag. Riester und betriebliche Altersvorsorge habe ich ebenfalls erst mal als „Lohnt sich aktuell nicht“ abgehakt. Hat man seine Verbindlichkeiten überprüft, geht es an die variablen Kosten.

Kauft Sachen nicht für die Mülltonne, den Keller oder euren Kleiderschrank.

Bei den variablen Ausgaben kann man am meisten von heute auf morgen sparen. Denn die habe ich selbst in der Hand. Keine Kündigungsfrist. Es ist meine Entscheidung, ob ich ins Restaurant gehe, in den Urlaub fahre oder mir ein neues T-Shirt kaufe. Ich möchte zwar nicht am Hungertuch nagen und auf Urlaub verzichten (ganz im Gegenteil). Aber ich will auch nicht am Ende des Monats schon wieder vergessen haben, wofür ich das Geld überhaupt ausgegeben habe. Ich will keine Kleidung kaufen, die ich eh nicht trage. Oder Dinge, die ich einmal nutze und dann wegwerfe oder in den Keller verbanne.

Gelegenheitskäufe nicht zum Hobby machen.

Ich habe für mein Geschlecht ein besonderes Talent: Ich kaufe nicht, ich schaue nur. Als Ingenieurin bin ich da vielleicht auch etwas praktischer veranlagt: Wenn ich etwas nicht wirklich brauche, kaufe ich es (meistens) nicht. Ausnahmen bestätigen/haben die Regel. Ich habe zugegeben mittlerweile viel zu viele Schuhe, dafür aber immerhin nur 3 Handtaschen, die zusammen rund 50€ gekostet haben.

Vorsicht vor Eroberungs- und Erinnerungskäufen.

Auf Ausflügen oder im Urlaub erwische ich mich immer wieder dabei, dass ich eine Erinnerung an diesen Tag haben möchte. Meine Umhängetasche aus Rom benutze ich immerhin regelmäßig, mein (hässlicher und viel zu großer) Pullover aus London fristet sein Kellerdasein. Deswegen arbeite ich daran, Einkäufe nicht als notwendiges Erfolgserlebnis zu sehen und mich einfach an Fotos und Erinnerungen zu erfreuen. Selbst häufige Supermarkteinkäufe und Co. vermeiden mein Freund und ich so gut es geht, weil man die gesparte Zeit sinnvoller nutzen kann.

Budgetierung hilft beim Sparen
Vor allem wenn man einen Schuldenberg vor sich herschiebt, sollte man sich für ein paar Kategorien ein Budget setzen. Man soll nun nicht von Brot und Wasser leben müssen. Ganz im Gegenteil. Ich will ein gutes Leben führen und durch das Haushalten an der ein oder anderen Stelle viel mehr Lebensqualität für das restliche Leben übrig haben. Wenn man sich erst mal einmal überwunden hat, sich mit seinen Ausgaben zu konfrontieren, wird man hoffentlich merken, dass es nichts Unangenehmes ist, sich damit zu beschäftigen.

Sparen ist nichts Negatives, sondern sorgt für mehr Lebensqualität.

 

Die meisten meiner Blogleser haben ihre Finanzen vermutlich bereits ziemlich Griff. Ich wünsche mir so oft, dass vor allem Leute mit Schulden oder häufigen Geldsorgen den Sprung über die schwarze Linie schaffen. Manchmal kann man durch ein paar Kniffs schon viel erreichen. Erst wenn man weniger ausgibt, als man einnimmt, macht die Berechnung der oft erwähnten „Sparquote“ einen Sinn. In meinem nächsten Beitrag geht es darum, wie ich meine persönliche Sparquote ermittel und welches Resümee ich aus dieser für meinen Lebensstil ziehe.

Habt ihr noch ein paar Tipps, die ihr in diesem Zusammenhang schon immer loswerden wolltet? ;)

 

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22 Gedanken zu “Ein- und Ausgaben erfassen – Finanzen optimieren (2/3)

  1. „Seltsamerweise lese ich oft, dass man weniger ausgibt, wenn man mit Bargeld zahlt. Da man den physischen Verlust mehr spürt. Kann ich für mich nicht bestätigen.“

    Empfinde ich auch nicht so. Vielleicht ist das speziell am Anfang für komplette Anfänger wichtig und wird später beibehalten. Denn ich kann mir schon vorstellen, dass jemand mit Schulden den physischen Verlust von Geld als schmerzlicher empfindet.

    Stimmt, die schönsten Erinnerungen sind Fotos. Leider verschwinden sie all zu oft irgendwo auf der Festplatte oder, wenn überhaupt, im Regal. Eine Idee: Große Landkarte kaufen oder selber machen und das schönste Bild auf die Länder kleben. Dann natürlich noch aufhängen. Sieht gut aus und mindestens ein Foto von den jeweiligen Reisen wird immer gesehen. Außerdem bleibt die Erinnerung besser im Gedächtnis und ein Besucher ist meistens auch sehr erstaunt – Gesprächsstoff inklusive.

    Hoffentlich erreichst du mit deinen Beiträgen auch einige Menschen, die noch nicht so Sattelfest in ihren persönlichen Finanzfragen sind.

    LG
    Johannes

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    • Huhu Johannes,
      das mit der Landkarte ist eine gute Idee! Meine Bilder fristen ihr einsames Dasein leider auf der Festplatte. Fotobücher sind auch eine Idee, aber da braucht man auch ein bisschen Zeit zu, um sowas zusammen zu stellen. Von meinem Trip nach Lugano habe ich ja hier berichtet und ich habe mir vorgenommen, dass auf Dauer noch mehr Beiträge in der Kategorie „Reisetagebuch“ auftauchen. Denn nach dem Urlaub geraten sonst viele der kleinen Erlebnisse schnell in Vergessenheit.

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    • @ Denkfabrik
      Warum ist Deiner Meinung nach jemand, der überwiegend bar bezahlt, zwangsläufig ein Anfänger mit Schulden?
      („Vielleicht ist das speziell am Anfang für komplette Anfänger wichtig und wird später beibehalten. Denn ich kann mir schon vorstellen, dass jemand mit Schulden den physischen Verlust von Geld als schmerzlicher empfindet.“)

      @ all
      Vielleicht bevorzugen einfach einige Leute (wie auch ich selbst) das Bezahlen mit Bargeld, so wie manch andere Leute das Prinzip von Kartenzahlungen bevorzugen (wobei bei Kartenzahlungen NIEMAND mir erzählen kann, er wüsste im Einzelnen wofür er sein Geld im Laufe des Monats ausgegeben hat. Was wiederum bedeutet; oftmals (nicht immer und zwangsläüfig) geben Leute mit Karte mehr Geld aus, als sie eigentlich ausgeben wollten. Oder schlimmer noch; als sie eigentlich zur Verfügung haben).

      Ich persönlich finde Bares sehr viel einfacher als Kreditkarten. Und ich unterliege nicht der Gefahr, zu viel Geld auszugeben. Zudem überlege ich mir zweimal, ob ich für manche Dinge Geld ausgebe. Bei Kartenzahlern wird oftmals (nicht immer) leichtfertig(er) eben die Karte gezückt (ist ja nur ein Stück Plastik, kein bares Geld). Übrigens trifft das Argument „so oft zum Geldautomaten gehen zu müssen“ auf mich auch nicht zu, weil ich lediglich einmal (!) im Monat Geld abhebe und mir dieses dann einteile.

      Das Argument von Kartenzahlern, sie hätten mehr „Transparenz“ oder gar mehr „Überblick“ über ihre Ausgaben (Stichwort „Kontoauszüge“), lässt mich nur schmunzeln. Denn wenn jemand alles und jeden mit Karte bezahlt, ergeben sich damit doch eine Unmenge an Kontobewegungen. Positionen, die am Ende des Monats mühselig zugeordnet werden müssen. Und falls jetzt jemand meint, dass es doch gar nicht mühselig ist, dann aber ist es in jedem Fall mit einem gewissen Zeitaufwand verbunden. Zeit, die ich lieber anderweitig nutze…

      MfG, ein Mitleser.

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      • Meine Vermutung ist eher, dass mit Karte zahlen eher für diejenigen ist, die sich keine all zu genauen Ziele stecken oder moderne Banking-Apps nutzen wollen. Wenn man sich ein Budget von z.B. 300€ für Lebensmittel im Monat steckt, ist es sicherlich einfach, das verfügbare Geld einmal im Monat abzuheben und wenn es leer ist, ist es eben leer. In meinem Fall erfasse ich die Dinge aber einfach aus Interesse. Überheblich gesagt: Mich stört es nicht, ob ich größere Schwankungen in einem Monat habe. Wenn ich etwas brauche oder haben möchte, überleg ich ausgiebig und hol es mir dann unabhängig von irgendeinem dafür festgelegten Budget.
        So viele Kontobewegungen müssen es nicht werden; bei mir waren es wie gesagt rund 150 im Jahr 2015. Verteilt auf 12 Kontoauszüge. Übersichtlicher geht es kaum.

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  2. Was soll man da noch hinzufügen. Denke es ist im Grundsatz alles gesagt. Viele Dinge unterscheiden sich ja sonst von anderen.

    Aktuell denke ich oft über dieses Rent Modell vielleicht nach. Bzw. Sharing Economy. Ich würde z.B. gerne mal wieder Motorrad fahren. Aber eins kaufen lohnt sich nicht. Das fahre ich vielleicht einmal im Monat, wenn es hochkommt. Da lohnt sich dann das Teilen oder Leihen wohl viel mehr.

    Beim Auto bin ich da noch sehr unschlüssig. Aber drüber nachgedacht habe ich dort schon. Jedoch noch nicht so weit. Mal gucken.

    Zum Thema Erinnerungen arbeite ich grade an einem Beitrag. Gegenstände findet man bei mir aus anderen Ländern gar nicht. Also die typischen Mitbringsel gibt’s bei mir nicht.

    Gruß,
    mafis

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    • Ich hole mir nun nur noch Mitbringsel, wenn es auch was Nützliches/Tolles ist und kein Kauf auf Biegen und Brechen. Aus Paris habe ich einen Eiffelturm-Schlüsselanhänger, der auf der Arbeit an meinem Bildschirm steht. Aus London habe ich einen Pfeffer- und einen Salzstreuer mitgebracht, die Aussehen wie alte Polizei-Notrufzellen (Doctor Who-Fans können mich da sicherlich verstehen). Wobei ich letztere nicht nutze. Also ganz unterdrücken kann ich diese Erinnerungskäufe nicht.

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  3. „Die meisten meiner Blogleser haben ihre Finanzen vermutlich bereits ziemlich Griff. Ich wünsche mir so oft, dass vor allem Leute mit Schulden oder häufigen Geldsorgen den Sprung über die schwarze Linie schaffen.“

    Genau das ist es :)
    Die Frage ist, wie schaffen wir es, diese guten Gedanken mehr Menschen, vor allem Jugendlichen und jungen Erwachsenen zugänglich zu machen.

    Ich versuche auch möglichst viel mit der Karte zu bezahlen, um am Ende zu sehen wo das Geld bleibt. Das ist bei 4 Personen allerdings schon schwieriger – vor allem jetzt in der Eis-Saison ;)
    Hier liegt aber auch ein schöner Widerspruch, da doch viele „Experten“ raten, weniger mit der Karte zu bezahlen, da man so ein besseres Gefühl hätte, wie viel Geld man ausgibt.
    Ich würde das auch nicht unterstreichen (Ausnahme: Kreditkarten/Debit cards mit Abbuchung im Folgemonat).

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    • Bargeld oder Karte muss irgendwo jeder selbst für sich entscheiden. Klappt das eine nicht, ist vielleicht das andere besser. Wir sind nun schon mal mindestens zu dritt, die die Bargeld-Empfehlung widerlegen. :)

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  4. Bezahlen mit Karte unterstützt den Staat bei seinen Bestrebungen das Bargeld abzuschaffen. Bargeld ist Freiheit. Ich mache nichts verbotenes mit meinem Geld und habe auch nichts zu verbergen, aber es geht niemanden was an, wie z.B. meine Einkaufsgewohnheiten sind. Man wird gläsern. Ist das Bargeld erst mal abgeschafft, wird es nicht mehr lange gehen, bis Einkäufe durchleuchtet werden und der Staat sich einmischt. Wie, sie kaufen 3 Schachteln Zigaretten in der Woche?! Sie sind somit Krebsrisikopatient und müssen einen höheren Krankenkassenbeitrag zahlen.
    Wie, Sie haben trotz Arbeitslosengeld unnötigerweise Spielsachen für ihr Patenkind gekauft?! Wir müssen Ihnen ihr Geld kürzen, da Arbeitslosengeld nur für die notwendigen Sachen des Lebens reichen sollte. Und so weiter.
    Der Staat ist ein gefräßiges Monster und es wird immer schlimmer. Das wird so kommen…
    Kann hierzu einige Bücher z.B. von Roland Baader empfehlen.

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    • Also ich fände es gut wenn jemand der 3 Schachteln in der Woche qualmt auch mehr Beiträge in die Krankenkasse zahlen würde.Schliesslich verursacht der auch die hohen Kosten.

      Arbeitslosengeld 1 steht jedem im vollen Umfang zu (wenn er mindestens 1 Jahr eingezahlt hat und dann arbeitslos wird)…Und auch wenn man Hartz IV bekommt, kann man sein Geld Ausgeben für was man will…ist eben nur schneller alle :P

      Ich finde ihre abstrusen Beispiele nichts aussagend und einfach nur QUATSCH.

      Wenn Sie keine Informationen preis geben möchten, dann dürften Sie nicht im Internet surfen oder zb. bei Amazon bestellen.

      Ansonsten kann ich nur sagen Super Blog und ich hoffe es finden wirklich mehr Leute mit Geldproblemen hierher umzulesen wie man mit relativ simplen Dingen viel ändern kann.

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    • Ich bin mal optimistisch, dass es auch ohne Bargeld anonyme Wege geben würde, um einzukaufen, wenn das einem so wichtig ist. Ansonsten: Ja, durch das Digitalisieren wird man transparenter. Ich möchte alles in allem auch keine Bargeld-Abschaffung. Aber ich muss gestehen, dass ich die online-Zahlungsmöglichkeiten doch sehr praktisch finde. Ohne würde der Online-Versandhandel nicht funktionieren, ich müsste die 800€ Miete jeden Monat meiner Vermieterin persönlich vorbeibringen und ich könnte meine Fahrkarten nicht bequem am Handy kaufen, wenn ich grade eh an einer roten Ampel warte. Ansonsten steht auf meinem Konto die Zusammenfassung meiner Einkäufe „-25€ Supermarkt“ und nicht, was davon gekauft wurde. Also noch male ich den Teufel nicht an die Wand.

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      • Ich sage zu dem Thema nur „Negativzinsen“. Ausserdem, warum sollte ich mich als Bürger durchleuchten lassen, wärend der Staat weiter ein undurchschaubares, geldverschlingendes Monster ist? Ach nein, die Politiker haben uns ja jetzt zum 1.000.000 mal versprochen, das sie endlich Reformen machen

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      • Das eine hat mit dem anderen nicht direkt etwas zu tun. Wobei es tatsächlich so ist, dass man als Bürger immer transparenter wird, während Politiker und Staat über unsere Köpfe hinweg Dinge hinter verschlossenen Türen machen können.

        Wie gesagt, ich bin selbst auch gegen die Abschaffung von Bargeld, obwohl ich die Digitalisierung an sich gut finde. Ich will aber nicht alles digital machen müssen. Alleine wie oft mein Online-Banking wegen Wartungsarbeiten nicht funktioniert.. Oder wenn die Karte mal wieder nicht am Terminal akzeptiert wird und ich doch noch irgendwie Bargeld zum Zahlen zusammenkratzen muss. Ohne Bargeld ginge definitiv was verloren. Man könnte seiner Nichte nicht mal monatlich ein Taschengeld über 10 Euro im Monat zukommen lassen, ohne dass es der alleinerziehenden Mutter vom Hartz 4 abgezogen wird.

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  5. Ich bin ja im ersten Teilbeitrag zu dem Thema auch auf dem Mit-Bargeld-Bezahlen „rumgeritten“. Ich zahle auch viel mit ec-Karte (und einzelne Fixkosten bewusst mit Kreditkarte zum Meilensammeln), vorallem weil dann das Ausrechnen und der Ausgleich der Einkäufe leichter ist.
    Aber ich habe meine Ausgaben auch im Blick bzw. Gefühl.
    Mehr Barzahlen deshalb, weil man „dank Gewöhnung“ ans mit Karte zahlen beim Bäcker ohne nötiges Kleingeld und ggf. nur mit „großen“ Scheinen da steht. Trinkgeld für Bedienung oder Handwerker werden mit größeren Scheinen (man zahlt ja alles mit Karte) auch schwierig.

    Auch der Aspekt der evtl. Bargeldabschaffung bzw. Geldflusskontrolle durch Staat und Co (Einkäufe lassen sich elektronisch leichter nachvollziehen und reglementieren) spielt bei mir mit rein. Im Falle eines Stromausfalles oder Telekommunikationsproblemen (Karten-Terminals) bin ich mit Bargeld einfach autarker. Im Falle der Reglementierung bin ich mit Bargeld „freier“ in meiner Entscheidung was ich kaufen möchte/darf und was nicht. Auch hilft es Kindern den Umgang mit Geld (+ dessen Wert) denke ich besser zu Erlernen wenn sie etwas in der Hand haben bzw. aus der Hand geben (oder auf dem Weg zum Einkauf ggf. auch mal verlieren).

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    • Als Jugendliche habe ich die EC-Karte auch gemieden, wie der Teufel das Weihwasser. Ich hatte mein erstes Konto relativ früh. Ich schätze mit 12 oder gar früher. Zu Schulzeiten wusste ich nicht mal, ob die Karte überhaupt funktioniert und hatte Angst, diese in Geschäften zu nutzen. Im Studium ging das so noch ein gutes Jahr weiter und ich hatte das Gefühl, dass mir mein Geld quasi aus den Händen glitt. Ich wusste nicht mal wirklich wofür. Ich habe auch heute noch den Tick, dass ich 50€-Scheine möglichst schnell loswerden will und gegen kleinere Scheine eintausche. Deswegen würde ich beim Bäcker hemmungslos mit 50€ zahlen, nur um kleinere Scheine zu erhalten. Mit kleinen Scheinen kann man, wie du sagst, im Alltag mehr anfangen. Dann ist es auch etwas Psychisches: Wenn mir jemand 50€ schenkt und ich den Schein in meinem Portemonnaie sehe, ist es viel wahrscheinlicher, dass ich dieses Geld auch zeitnah ausgebe. Sei es nur, dass ich mal meinen Freund zum Essen einlade. Überweist man mir das Geld hingegen aufs Konto, geht das Geld quasi „unter“ und ich beschäftige mich nicht weiter damit. Für Kinder ist es mit Bargeld vermutlich leichter, den Sinn davon zu verstehen. Mein Vater hat damals seine Kupfermünzen immer in meine Spardose gesteckt, was mich vielleicht nun zu so einer „Pfennigfuchserin“ gemacht hat.

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  6. Also min. 1000€ permanent auf dem Girokonto wären mir eindeutig zu viel, was nicht arbeitend herumliegt. Wenn man seine monatlichen Ausgaben kennt, kann man das noch sehr minimieren. Ich handhabe es so, dass nach Gehaltseingang direkt alles aufs Tagesgeldkonto geschoben wird, was 500€ plus die noch ausstehenden Abbuchungen übersteigt. Damit komme ich dann normalerweise locker aus bis zum nächsten Geldeingang. Falls man sich doch einmal verschätzen sollte und ein kurzfristiger Geldbedarf von mehreren hundert Euro entsteht, dann nutzt man im Extremfall halt einmal kurzfristig den Dispo für wenige Tage und gibt sofort eine Überweisung vom Tagesgeld zurück aufs Giro in Auftrag. Selbst wenn die Dispozinsen 15x so hoch sind wie die Tagesgeldzinsen lohnt sich das, wenn man nur wenige Male im Jahr in diese Situation kommt.

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    • Theoretisch klappt das wirklich besser (praktisch auch). Aber geht gerade gegen meine Prinzipien, nie das Konto zu überziehen. Meine Hausbank hat mir komischerweise ohnehin keinen Dispokredit eingeräumt, aber habe auch nie nach gefragt. Durch den nicht vorhandenen Dispo kann bei mir immerhin kein großer Kartenmissbrauch betrieben werden. Durch den Puffer erhoffe ich mir, dass ich so definitiv immer Geld für Notfälle zur Verfügung habe. Z.B. falls bei meiner Familie was wäre und ich mir ein Auto mieten müsste.

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    • Wow, Egidius, dann hast Du also im Mittel 500€ mehr auf dem Tagesgeld! Das macht im Jahr ca. 5€ Mehrzinsen. Da sollte Jenny tatsächlich nochmal ihren Wunsch nach so „extrem viel“ Puffer auf dem Girokonto überdenken ;-)

      Ich finde, man kann es mit dem „Geld arbeiten lassen“ auch übertreiben. Jenny hat mit ihrem Puffer das gute Gefühl, stets für Notfälle gerüstet zu sein – das kann durchaus den „Verlust“ von 5€ rechtfertigen.

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      • Das sehe ich genauso wie Dummerchen.
        Abgesehen davon ist es sicherlich auch mathematisch interessant ob „wenigen Male“ Dispozinsen im Jahr sich im Vergleich zu den Tagesgeldzinsen oder anderen Renditen lohnen. Die Zahl 15x höher als Tagesgeldzinsen beantwortet dies eigentlich schon und deutet auf das Minusgeschäft hin. Lieber 1% Tagesgeld-Zinsen/5-8%Aktien-Rendite…
        Ein Dispo kostet 10-15% an Zins den die Bank verdient. Was ist besser?
        a) 15% Zahlen und zeitgleich 8% verdienen?
        b) Nicht 15% zu zahlen und nichts zu verdienen?
        Hm.
        Mit a mache ich ein Minusgeschäft. Mit b zwar kein Geschäft aber auch kein Minusgeschäft bwz. Verlust.

        Dann lieber (b) für 1000 EUR oder auch etwas mehr (wie bei mir) keine Zinsen (für den Puffer) aber dafür auch keine Dispozinsen zahlen, die unterm Strich mehr Kosten als ich mit dem „am Puffer gesparten Geld“ erwirtschaften könnte.
        Von der Beeinflussung der Kreditwürdikeiten auf Grund von immer wieder in Anspruchnahme(! ; nicht Option, sondern wirkliche Nutzung) von kleinen Krediten/Dispos, mal ganz abgesehen.

        Was wenn man mal nicht innerhalb von 1-2 Tagen Geld nachschieben kann, weil man bspw. spontan (kurz oder lang) im Krankenhaus liegt, auf Reisen ist, das Internet streikt und man es deshalb nicht mitbekommt und deshalb kein Tagesgeld nachschießen kann. Oder auch ein Wasserschaden Kosten verursacht und man im Trubel nicht mehr an den Dispo denkt. Dann auch lieber einen Puffer der „etwas größer“ ausfällt. Das zeigt auch den Bankekn das man seine Finanzen im Griff hat und nicht auf Kante genäht lebt. Es zeigt auch das sie es ggf. gar nicht erst probieren einem Darlehen oer Dispos anzubieten oder mit seigendem Zinssätzen unterzujubeln, da die Argumentationsgrundlage (kein/wenig Guthaben) fehlt.

        Auch in Hinblick auf meine Partnerin oder Familie, weiß ich mit einem Puffer, das ich auch mal ein bis zwei Monate (ggf. drei) Ausfallen kann und(!) kein Gehalt kommen braucht (es wird natürlich erstmal trotzdem kommen) und mein Umfeld ist trotzdem abgesichert, da Miete, Strom und Versicherungen trotzdem (vom Puffer) gezahlt werden. Bis dahin kann dann meine Partnerin agieren, die Kontenführung und Geldflusssteuerung „übernehmen“ oder Zahlungsempfänger informieren, wenn es länger dauern sollte…..

        In meinem Beruf sehe ich es tagtäglich wie schnell man ungeplant für Tage und Wochen im Krankenhaus und ggf. sogar im Koma liegen kann, unfähig zu handeln. Und selbst wenn man „wach“ ist ggf. nicht in der Lage zu solchen Komplexen Dingen, da ist man mit „Leben“ und Alltag wie Atmen, Sprechen, Essen, Stehen(!) usw…. beschäftigt (also dies als Patient wieder gemeistert zu bekommen).

        Da schafft der Puffer sowie eine Vorbereitung der Finanzen und Unterlagen (welche Versicherung muss wann (Frist) informiert werden inkl. vorgefertigerter Schreiben) Sicherheit und nimmt etwas Stress von den Angehörigen, die in solchen Phasen eh genug um die Ohren haben plus emotionale Belastung. Ich kenne persönlich genug Fälle in denen das Umfeld zu dritt eine Woche (jeder hat sich frei und Urlaub genommen) um alles rund um den Patienten (wie geht es weiter) aber auch rund um Familie, Finanzen usw… zu organisieren gebraucht hat (Unterlagen, Konten, Zahlungen, Behördengänge, Infos, Schriftwechsel die nötig waren,….). Damit das meiste dann halbwegs lief und nicht größere finanzielle oder organisatorische Überraschungen auftauchen.

        Und unter diesen bspw. drei Personen waren Leute die sich gut einen Überblick verschaffen können, gut Organisieren und Prioriäten setzen können und sehr zügig und diszipliniert ihre Aufgaben (auch sonst) abarbeiten. Wem dies nicht liegt, dem fällt dies noch schwerer.

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  7. Ich bin sogar noch etwas radikaler was das Bezahlen mit Karte angeht…wenn es möglich ist dann zahle ich mit Karte (auch Centbeträge). Das macht mein Haushaltsbuch zum Selbstläufer da ca. 95% der Ausgaben automatisch kategorisiert werden können. Dazu nutze ich beispielsweise MoneyMoney (Danke an den Finanzrocker für den Tip) womit ich immer alle Konten, Depots sowie meine Kreditkarte (so lassen sich auch die Einzelausgaben der Kreditkarte kategorisieren) im Blick habe und meinen Gesamtkontostand kenne. Bei mir ist es daher ebenfalls genau konträr zur Expertenmeinung: Barzahlungen gehen leichter von der Hand da das Geld gedanklich ja schon nicht mehr zum Kontostand gehört.

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  8. Pingback: Ein- und Ausgaben erfassen – Sparquote ermitteln (3/3) | Lifestyle, Finanzen und Lebensfreude

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