Zusammenfassung meiner Blogparade: Was brauche ich wirklich? (2/2)

Es folgt Runde 2 der Zusammenfassung meiner Blogparade. 30 tolle Menschen haben mir geantwortet, was sie für ein glückliches Leben benötigen.

Dummerchen legt viel Wert auf den Kontakt zu seinen Mitmenschen. In Anbetracht der Zustände von Dritte Welt-Ländern möchte er mehr vom Leben als nur das Stillen der Grundbedürfnisse. Er genießt den Luxus einer großen Wohnung und mistet nur aus, wenn im Keller kein Platz mehr ist. Die Bücher seiner Frau (natürlich mit ihrem Einverständnis) und alte CDs wären dafür vielleicht irgendwann mal gute Kandidaten. Er wünscht sich mehr Hilfsbereitschaft auf der Welt. Eine Umarmung oder Trost in schweren Zeiten kann in den meisten Fällen schon zur Schaffung positiver Gefühle reichen. Seine Erinnerungen hat er nicht nur auf Fotos gespeichert, sondern trägt wichtige Ereignisse wie seine Hochzeit in seinem Herzen. Er betrachtet Dinge mit anderen Augen, seit er gemerkt hat, dass Krankheit und Tod jeden treffen können.

Oliver weist daraufhin, dass wir nicht nur zum Stillen der Grundbedürfnisse arbeiten gehen. Unsere individuellen Bedürfnisse eignen wir uns nach er Geburt an. Er warnt vor der Lifestyle-Inflation, also der Erhöhung unserer Bedürfnisse aufgrund des steigenden Einkommens, wodurch man vielleicht sogar einen Ferrari als lebensnotwendig ansehen könnte. Wer seine Gewohnheiten mehr infrage stellt, würde bei manchen Dingen schnell merken, dass er auch ohne glücklich sein kann. In Indien hat er so problemlos 4 Monate ohne Klopapier gelebt. Er erinnert sich am liebsten an schöne Momente mit den richtigen Leuten in der richtigen Situation. Neben einer „geilen Zeit“ benötigt er die Freiheit, das Leben nach seinen Wünschen zu gestalten und verlangt dabei nach Herausforderungen. Mit seinem frugalistischen Lebensstil will er in wenigen Jahren mehrere 100.000€ ansparen.

Madame Moneypenny ist ein introvertierter Mensch und braucht einen Rückzugsort – aktuell ihre 1,5-Zimmer Wohnung in Berlin-Kreuzberg. Ein Buch zur Weiterbildung zieht sie Partys vor. Der Wunsch nach Selbstbestimmtheit führte sie zur Selbstständigkeit, obwohl sie als Angestellte mehr Geld verdienen könnte. Sie hat sich dieses Jahr vorgenommen, keinerlei neue Kleidung zu kaufen. Trotzdem ist nicht Geld, sondern Zeit ihre wichtigste Ressource und die verbringt sie am liebsten nur mit ein paar auserwählten Personen.

Johannes von Denkfabrik stellte sich die Gegenfrage: Was brauche ich nicht? Er braucht keinen Elektrik-Schnick-Schnack oder teure Möbel. Nach seinem Umzug muss sein Auto dran glauben. Er will nichts kaufen, was nach kurzer Zeit schon in Vergessenheit gerät. Das Buch „Die Gesetze der Gewinner: Erfolg und ein erfülltes Leben“ lenkte sein Leben in eine bessere Richtung. Leider brachte ihn auch das Thema Tod zum nachdenken. Er interessiert sich für die Antworten der anderen auf meine Fragen. Er stellt fest, dass sich jeder ein gutes Leben wünscht, aber jeder „gut“ anders definiert.

Mit meinem eigenen Beitrag habe ich mir ein wenig Zeit gelassen. Wenn man die Maslow’sche Bedürfnispyramide betrachtet, kann ich mich über mein Leben nicht beschweren. Trotzdem macht mir die Entfernung zu meiner Heimat ein wenig zu schaffen. Da mir das Wegschmeißen nicht so leicht fällt, hätte ich ein paar Kandidaten zum Ausmisten im Keller. Bei einem Brand würde ich vor allem Dokumenten, digitalen Daten und Erinnerungsstücken nachtrauern. Aktuell brauche ich keinen großen Luxus, um später mal mehr von meinem Geld zu haben. Ich will in meinem Leben noch ein wenig reisen und hoffentlich mal ein paar tolle Kinder großziehen. Am liebsten hätte ich eine Welt, in der jeder jedem hilft und vertrauen kann.

Anton hat beruflich Kontakt zu gesundheitlich gebeutelten Menschen und ist sich bewusst, wie gut er es vergleichsweise hat. Zur Erinnerung halten er und eine Frau Glücksmomente in einem Büchlein fest. Dank seiner 4-Tage Woche kann er mehr Zeit mit seinen Kindern verbringen. Eigentlich haben westliche Länder seiner Meinung nach die besten Voraussetzungen für ein glückliches Leben, wenn nicht Neid und Missgunst daran rütteln würden. Er hat nach dem Berufseinstieg seinen Lebensstandard nicht erwähnenswert erhöht und wurde durch die bekannten Blogger Mr. Money Mustache und Early Retirement Extreme mit seinem Wunsch zur finanziellen Freiheit geprägt.

Jan hat zwar nicht jeden Tag alle seine Freunde um sich rum, es beruhigt ihn aber, dass er es theoretisch aber jederzeit könnte. Er erwähnt als einziger die Börse als seine Leidenschaft. Er ermahnt dazu, das Leben mehr wert zu schätzen. Er ist mit seinem Leben recht zufrieden und genießt es gerne. Er grenzt sich vom Begriff Minimalismus ab, weil er Geiz nicht an falscher Stelle ansetzen möchte. Er könnte zwar mit weniger im Leben auskommen als er jetzt hat, ist aber der Meinung, dass man sich einen gewissen Luxus durchaus leisten darf, wenn man die finanziellen Mittel dazu hat.

Alex ist keine Finanzbloggerin und hat sich glücklicherweise zu meiner Blogparade verirrt. Seit 4 Jahren leidet die 23-Jährige an der chronischen Darmkrankheit Morbus Crohn. Durch all die Schmerzen und Arztbesuche hat sie gelernt, mehr auf ihren Körper zu hören und mit weniger Stress durchs Leben zu gehen. Sie freut sich über die Sonnenstrahlen am Morgen und will beruflich mal einen kreativen Job ergattern, Gutes tun und die Welt bereisen.

Der Couponschneider packt mit dem Gedicht „die blaue Blume“ seine romantische Seite aus. Das Gedicht beschreibt Sehnsüchte (nach Liebe) und gleichzeitiger Unerreichbarkeit. Der Couponschneider stellt die These auf: Der Mensch braucht einen Lebenssinn, um glücklich zu sein. Er selbst behält sich die Neugier des Lebens und setzt diese mit einer ewigen Wanderschaft gleich. Dabei hat er auch die Liebe zur klassischen Musik entdeckt. Wenn er für etwas viel Geld ausgibt, geht es ihm nicht um den Besitz an sich, sondern um den Nutzen. Ein Klavier zu kaufen macht nur Sinn, wenn man es zu spielen weiß. Man muss nicht immer viel Geld ausgeben, um glücklich sein. Eine Wanderung in der Natur und ein paar eingepackte Brote tun es auch.

Finanzrocker Daniel ging mit 15 Jahren auf sein erstes Konzert und huldigte seinem Idol Bon Jovi. Ab da war er nicht mehr zu bremsen und bereiste sowohl ganz Deutschland als auch andere Länder. Wer ihn gerne mit langen Haaren in einem Musik-Video rocken sehen möchte, sollte sich den Original-Artikel durchlesen. Er benötigt Geld nicht direkt für materielle Dinge, sondern in erster Linie um noch mehr in der Welt rumzukommen. Von seiner 35-tägigen Neuseelandreise zehrt er noch heute. Wenn man die Erfahrung dann noch mit jemand anderem erleben kann, ist es umso schöner.

Lars erfreut sich an den kleinen Dingen im Leben und benötigt nur 4 Dinge: Seine Familie, Kennenlernen neuer Dinge, Fitness und eine möglichst freie Zeiteinteilung. Ein Motivationsbuch hat ihm den Anstoß gegeben, sein konsumreiches Leben umzuwerfen. Ebenso empfiehlt er das Buch „I love Mondays: Arbeit, die du liebst und Freiheit, die du lebst“. Um sich auf das Wesentliche zu konzentrieren, hilft es, einfach mal alleine raus in die Natur zu gehen und einen freien Kopf zu bekommen. Seine Rente möchte er im Ausland verbringen, weswegen er an seinem passiven Einkommen arbeitet.

Benedikt ist mit seinen 16 Jahren der Jüngste in der Runde. Er nennt die Klassiker Gesundheit und Familie als wichtigstes Gut. Zum Überleben alleine reichen zwar Dach über dem Kopf und geregelte Mahlzeiten, aber um wirklich glücklich zu sein, braucht er ein bisschen mehr: Sein Moped ist eine große Leidenschaft und er möchte viel von der Welt sehen. Er will nicht aus Bequemlichkeit etwas verpassen.

Thomas (Finanzgorilla) braucht gute Freunde und das Leuchten in den Augen. Bedürfnisse ändern sich, aber mit einem festen Willen erreicht er alles. Geld ist für ihn nur ein Mittel zum Zweck, mit dem er sich gewisse Wünsche erfüllen kann. Letztes Endes hat jeder andere Bedürfnisse, deren Erfüllung ihn glücklich machen.

Sebastian braucht sein Smartphone, um soziale Kontakte aufrecht zu halten. Generell sieht er ein gefestigtes soziales Umfeld als wichtigen Rückhalt an. Materielle Dinge wie Sportwägen sind zwar im ersten Moment recht cool, aber er hat gemerkt, dass die Glücksgefühle diesbezüglich nur von kurzer Dauer sind. Stattdessen setzt er auf die Bindung zur Natur, indem er z.B. sein eigenes Gemüse anpflanz. Er benötigt stets ein Ziel im Leben und hat davon zum Glück noch reichlich auf Lager. Sein Auto ist durch sein Fahrrad fast überflüssig geworden. Er braucht auf Dauer keinen großen Luxus, will aber auch nicht bei jeder Kleinigkeit aufs Geld schauen müssen.

Ultimative Zusammenfassung aller Beiträge
Obwohl sich die Beiträge doch in einigen Punkten unterschieden, hörte ich stark den Bedürfnis nach Gesundheit, Familie und Selbstbestimmung heraus. Einige von euch flüchteten für mehr Freiheit in die Selbstständigkeit. Es wird kein Leben in Saus und Braus benötigt, aber am Hungertuch möchte natürlich auch keiner nagen. Sofern genug Geld da ist, um sich ein paar Lebenswünsche zu erfüllen (gutes Essen, Reisen, Bildung), ist das eine gute Voraussetzung für ein glückliches Leben. Die Bindung zur Natur und zunehmender Verzicht aufs Auto wurde von einigen angesprochen. Dank zunehmender Digitalisierung stehen CDs und Bücher weit oben auf der Könnte-man-mal-ausmisten-Liste.

Vielen Dank, dass ihr so viele persönliche Einblicke in euer Leben gegeben habt. Ich hoffe, die Blogparade hat euch ein wenig geholfen, eure Bedürfnisse zu reflektieren. Mir hat es Spaß gemacht!

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2 Gedanken zu “Zusammenfassung meiner Blogparade: Was brauche ich wirklich? (2/2)

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