Meine Spartipps mit einem Hauch von Minimalismus – Teil 1

Standard-Spartipps geben wie „Preise vergleichen“, „Fahrrad statt Auto“ und „Sachen gebraucht kaufen“ kann ja jeder. Heute will ich euch einen kleinen Einblick in meinen Alltag geben, wie ich an der ein oder anderen Stelle Geld spare bzw. Müll vermeide. Es sind wirklich nur sehr kleine Tipps und man häuft dadurch keine Reichtümer an.

Ich bin von dem Minimalismus-Trend ziemlich begeistert: Weniger Konsum, weniger Müll, mehr natürliche Produkte, Verzicht auf Fleisch. Ich bin leider bei Weitem keine Minimalistin. Aber ich denke mir: Nur weil man nicht so erfolgreich ist wie Elvis, muss man das Singen ja nicht gleich aufgeben, sondern sollte weiter üben. Deswegen sehe ich jede Tendenz zu einem bewussterem Umgang mit unseren Ressourcen und anderen Lebewesen als etwas Positives an. Lieber eine langsame Entwicklung zum Besseren als gar keine.

Das positive am Minimalismus: Es schont nicht nur die Umwelt, sondern auch den Geldbeutel. Deswegen kommen hier  20 meiner kleinen Alltagstipps. Weil der Beitrag wieder länger geworden ist, habe ich das ganze auf 2 Beiträge aufgeteilt.

Meine Alltagstipps

1. Immer dabei: Rucksack + Tragetaschen 

Der Rucksack ist mein steter Begleiter. Er schont (im Vergleich zu Umhängetaschen) den Rücken und ich habe immer mein Survival-Kit aus Regenschirm, ggf. kleiner Jacke, Kopfschmerztabletten, USB-Stick und Tragetaschen dabei. Somit kann ich abends auch mal spontan nach der Arbeit einkaufen und muss mir keine Einweg-Tüten kaufen. Sollte ich doch mal eine kostenlose Tüte in Anspruch nehmen, wird diese wie bei den meisten Deutschen mehrmals benutzt und endet final als Müllbeutel.

2. Leitungswasser für unterwegs

Ich trinke 2-3 Liter Wasser am Tag. Mit meinem Fahrrad kann ich zwar einiges auf dem Gepäckträger transportieren, aber ich will nicht mehr als 1-2 mal die Woche einkaufen. Deswegen trinke ich Leitungswasser und habe bei Unternehmungen immer eine 0,5l-Flasche für unterwegs dabei (dank Survival-Rucksack kein Problem), die man sich auch mal auf der Toilette unterwegs wieder auffüllen kann. Früher habe ich dafür Plastikflaschen genutzt (was ungesund ist), mittlerweile bin ich auf Glas umgestiegen.

Nachtrag: Bei alten Häusern mit Leitungen aus Blei ist Leitungswasser gesundheitsschädlich!

3. Pfefferminztee selbst machen

Mein Freund und ich hatten einige frische Kräuter in unserer Wohnung. Die meisten gingen leider ein, nur die Pfefferminze strotze allem und wurde zum Busch. Deswegen ist sie nun in der Obhut von meiner Schwiegermutter in spe und wir zwacken uns immer mal ein paar Blätter zum Trocknen ab. Ein paar Blätter + kochendes Wasser drüber (zur Abtötung von Keimen im Tee): Fertig ist der Bio-Tee.

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getrocknete Pfefferminzblätter

4. Gemüsebox statt Bäcker

Das ist hier ist vielleicht doch ein Standard-Tipp, aber für mich wichtig: Statt wie viele Kollegen morgens zum Bäcker zu wandern, mache ich mir jeden morgen eine kleine Gemüsebox: Vollkornbrot mit Quark, Möhre & Kohlrabi & Gurke. Das Brot kann man auch mit Honig, Frischkäse oder Senf aufpimpen, wurde bei mir aber wegrationalisiert. Meine Box kostet mich jeden morgen rund 5 Minuten und gehört zu meiner Wachwerd-Routine. Eignet sich auch als Mittagessen und habe ich auch schon mit Weintrauben,  Erdbeeren, frischer Ananas, Käse, Radieschen, Cocktail-Tomaten oder einem Apfel/Birne/Mandarine ergänzt. Schützt zwar nicht vor jeder Erkältung, aber ich fühle mich dadurch immer recht fit.

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Unspektakulär, aber praktisch

5. Senf essen für Trinkgläser

Wenn ich mal Senf kaufe, greife ich gerne zum Glas: Mein Küchenschrank füllt sich dadurch automatisch mit Trinkgläsern und es ist nicht schlimm, wenn eins davon mal kaputt geht. Da mein Senf-Verbrauch relativ moderat ist, hält sich mein Glasvorrat in Grenzen.

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Senf essen für mehr Trinkgläser

6. Lieber ein scharfes Messer als 5 Küchengeräte

Thermomix, Knoblauchpresse, Zwiebelschneider, Eierschneider, Brotschneidemaschine.. Man löst damit Probleme, die es eigentlich nicht gibt. Brot kann man sich beim Bäcker bereits schneiden lassen oder zuhause selbst. Meine Mutter hat mir zum Glück bereits als Kind ein Messer in die Hand gedrückt und ich habe mit Spaß die Kartoffeln geschält. Wenn ich koche, brauche ich ein scharfes Messer, um jegliches Gemüse klein zu bekommen und muss danach auch nur das eine Messer reinigen. Um Knoblauch zu pressen, nutze ich den unteren Teil einer Reibe. Wenn man Kuchen backen will und kein Rührgerät zur Hand hat: Butter für 30 Sekunden in die Mikrowelle oder mit dem Topf erwärmen und der Teig lässt sich ohne Klumpen mit dem Schneebesen verrühren. Selbst Sahne lässt sich mit dem Schneebesen schlagen. (Fragt mal eure Oma!) Für 1x im Jahr Sahnehäubchen auf einer Torte braucht man keinen Spritzbeutel, sondern es reicht eine normale Plastiktüte, von der man eine Ecke abschneidet. Statt Nudelholz einfach ein Glas oder eine Glasflasche nehmen. Eier kann man im Topf oder auch im Wasserkocher machen (nach diversen Tests hat die damalige WG von meinem Freund das nahezu perfektioniert). Haushaltsgeräte können sicherlich eine Entlastung sein. Gleichzeitig macht man sich aber auch von teuren, klumpigen Geräten abhängig. Mit entsprechender Übung bekommt ist man auch händisch sehr flink hin und muss weniger Geräte säubern. Zugegeben: Nach dem Studium kamen bei uns auch so einige Küchengeräte in die Schränke.

7. Eisboxen statt Brotdosen

Zugegeben, man muss dafür auch Eis kaufen.. Aber hat eure Oma auch so eine Schublade, wo sich 50 alte Eisboxen stapeln? Will meine Oma uns Essen mitgeben, zückt sie einfach eine der Boxen und die Reste sind sicher verpackt. Ich habe an sich auch normale Brotdosen (für Flüssigkeit oder kleinere Dosen für Brote), aber für das Einfrieren von Essen, der Aufbewahrung im Kühlschrank und das Mittagessen für die Arbeit sind Eisboxen ideal. Im leeren Zustand auch noch super platzsparend, da diese sich stapeln lassen.

8. Einweg-Behältnisse zweckentfremden

Am günstigsten ist es natürlich, gar keine Süßigkeiten zu kaufen. Aber mein Freund bekommt ab und zu Mon Cheri geschenkt: Die Boxen eignen sich super zur Aufbewahrung von Kleinteilen, z.B. Schrauben, Knöpfe etc. Auch leere Gewürzgläser eignen sich zur Aufbewahrung von anderen Lebensmitteln/Kräutern/Samen. Selbst dem Schuhekaufen kann man etwas abgewinnen: Schuhkartons behalten und zur Aufbewahrung nutzen.

glas

Hier ist nicht drin, was drauf steht.

9. Einzelne Nägel/Schrauben aufbewahren

Ich habe mir noch nie Schrauben und Nägel gekauft und doch habe ich genug davon: Sollte bei Schränken mal was übrig bleiben (z.B. weil man für die Rückwand von Schränken meistens weniger Nägel braucht als mitgeliefert), bewahre ich die Sachen auf. Wenn mir irgendwas kaputt geht, klaue ich mir davon ggf. auch ein paar Schrauben. Bisher komme ich damit gut durchs Leben.

schrauben

Meine Schraubensammlung

10. Schraubverbindungen meiden

Zugegeben: Ich brauche eigentlich keine Schrauben. Unsere Jalousien, die Duschablage und unsere Jackenaufhänger sind lediglich eingehängt. Unsere Vermieterin wird uns hoffentlich danken, dass wir jegliche Bohrungen in ihrer Wohnung vermeiden. Deswegen brauche ich auch kaum Werkzeug und es spart Zeit beim Montieren.

Habt ihr weitere, simple Alltagstipps?
Welche Küchenhelfer wollt ihr nicht mehr missen? 

 

 

Buchrezension: Der Finanzwesir

Das Buch der Bücher, auf das alle gewartet haben, ist dieses Jahr endlich erschienen. Der Finanzwesir hat mich gebeten, eine Buchrezension über sein Werk zu verfassen. Ich wiederhole noch mal: ER hat MICH gebeten. Welche Ehre, die in der Finanzwelt einem Ritterschlag gleich kommt. Obwohl ich abends mit dem Handy in der Hand einem anderen Mann schrieb und dabei ein breites Grinsen auf dem Gesicht hatte, war mein Freund zum Glück nicht eifersüchtig.

Nico von Finanzglück hat seine Begeisterung über das Buch bereits kundgetan und viele Beispiele von Alberts humorvollen Beispiel gebracht. Leider habe ich kein so tolles A-Team zusammen stellen können, weswegen ihr mit mir und meinem steten Begleiter Palmon vorlieb nehmen müsst. Weiterlesen

Freistellungsaufträge für Kapitalerträge richtig erteilen

Gerade ordne ich ein wenig meine Dokumente und lade mir die Jahresbescheinigungen bei den jeweiligen Bankinstituten herunter. Dabei stachen mir nun ein paar Zahlen ins Auge: Ich habe doch tatsächlich 18,68€ Kapitalertragssteuer+Solidaritätszuschlag bei meinem Tagesgeldkonto gezahlt. Sapperlot, wie konnte mir das passieren? Leider nicht, weil ich über 801€ passive Einnahmen habe, sondern weil ich meinen Freibetrag nicht richtig aufgeteilt habe. Meine Festgelder haben mir über 1 % Zinsen beschert, sodass ich mit so vielen Zinserträgen einfach nicht gerechnet hatte.

Deswegen geht es heute um das Thema Steuern auf Kapitalerträge und wie man seinen Freibetrag richtig einsetzt.

Welche Abgaben sind bei meinen Zinsen und Ausschüttungen fällig?

Obwohl ich bereits als Kind ein Sparbuch hatte und mit 8 mein erstes Konto, musste ich mir nie über irgendwelche Steuern Gedanken machen. Das haben damals alles meine Eltern und die Bank geregelt. Das Wort „Kapitalertragssteuer“ hatte ich bis zu meinem 20. Lebensjahr noch nie gehört. Erst im Jahre 2012 als ich ein Tagesgeldkonto abschloss, musste ich mich damit auseinander setzen:

Jeder Deutsche darf aktuell 801€ Kapitalerträge im Jahr erhalten (sei es durch Zinsen, Dividenden oder Verkäufe von Wertpapieren), ohne Steuern dafür zu zahlen.  Weiterlesen

Das Jahr 2016 in Zahlen + Usertreffen in Stuttgart 2017

Wo nun alle ihre Jahresbilanzen ziehen, will ich nicht fehlen. Da es meinen Blog erst seit Ende 2015 gibt, habe ich 2016 das erste Mal ein volles Bloggerjahr erlebt. Mittlerweile identifiziere ich mich sehr mit meiner Seite und erzähle auch immer mehr im Bekanntenkreis darüber. Aus anfänglicher Scham (Was werden andere über meinen Blog wohl denken?) hat sich nun Stolz entwickelt.

Kommen wir zu den Fakten

Viele Leute waren letztes Jahr auf meiner Seite und haben auch fleißig kommentiert:

Aufrufe: 119.313
Besucher: 48.170 (Hatte der Finanzwesir 2015 in einem Monat..)
Kommentare: 1.558 (40% gehen davon auf mich & 10% Verweise „Pingbacks“ auf meine Artikel)

Leider kann mir WordPress meine Top-Kommentatoren nur anhand der letzten 1000 Kommentare nennen (zählt das schon als Luxusproblem?) : Weiterlesen

Buchrezension: S.O.S.: Wie rette ich mein Geld?

Ich fühle mich ein wenig wie eine Beauty-Bloggerin: Mittlerweile bekomme ich freundliche Angebote per Mail, ob ich vielleicht an Kooperationen interessiert wäre. „Nebenbei“ arbeite ich auch noch Vollzeit als Ingenieurin und habe leider nicht all zu viel Freizeit. Da ich meinen Blog unentgeltlich betreibe, kann ich deswegen auch einfach mal „Nein“ sagen (so sehr es mich auch ehrt, dass ich überhaupt angeschrieben werde). Ab und zu sage ich dann doch mal „Ja, gerne!“.

Seit dem Buch „Reicher als die Geissens“ habe ich gemerkt, dass ein Buch zwischendrin eine gute Abwechslung zu reinem Internet-Content sind, weswegen ich rund 4-6 Sachbücher jedes Jahr lesen möchte. Ich habe keine Ahnung, wie Natascha von MadameMoneyPenny jede Woche ein Buch schafft. Hier kommt heute meine erste Buchrezension für dieses Jahr.

Wie ich auf das Buch aufmerksam wurde

Letztes Jahr bat mich ein Verlag um eine Rezension für ein neu erscheinendes Buch, was ich im Gegenzug kostenlos erhalten würde. Meine ToDo-Leseliste ist lang, weswegen das Buch „S.O.S. Wie rette ich mein Geld?“ von Robert Jakob ehrlich gesagt auch deswegen interessant klang, weil es laut dem Finanzrocker nur 2-3h zum Lesen benötigt. Eine ideale Lektüre, wenn ich mal wieder ein paar Stunden im Zug verbringe. Dazu noch ein reißerisch klingender Titel, modernes Cover, gute Bewertung vom Finanzrocker Daniel.. Da konnte ich nicht nein sagen. Weiterlesen

Neu: Erweiteter Blogroll in Menü

Ich werde immer mal gefragt, ob ich nicht einen weiteren Blog in meinen überschaubaren Blogroll aufnehmen möchte. Bisher nehme ich dort nur Blogs auf, bei denen ich selbst aktiv kommentiere. Bei vielen Blogs kann ich leider nicht so aktiv mitkommentieren, wie es mir lieb wäre und bin eher eine stille Mitleserin – schaue ab und zu einfach mal vorbei. Immer wieder stoße ich dabei auf neue Blogs. Um da noch den Überblick zu behalten, habe ich irgendwann angefangen, mir eine Liste zusammen zu stellen, damit ich diese wiederfinde (alle zu abonnieren wäre bei über 100 Blogs kontraproduktiv).

Nun möchte ich auch euch meine Liste zur Verfügung stellen. Nach Alphabet sortiert, ohne jegliche Wertung. Jedem gefällt was anderes, jeder Schreiber bringt seine persönliche Note mit ein. Da ich auch junge Blogger fördern möchte, haben manche Seiten nur wenige Beiträge. Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Sollte ein Blog inaktiv sein, wäre ich über einen kurzen Kommentar froh. Lesenswert können die Inhalte aber trotzdem sein, weswegen ich diese in der Liste lassen und entsprechend als inaktiv kennzeichnen werde.

Nun wird meine Liste auch eure Liste!

Wenn ich dort einen Blog zum Thema Finanzen/Frugalismus/Minimalismus aufnehmen soll, einfach unter dem Blogroll kommentieren.

blogroll

So findet ihr den neuen, ultimativen Blogroll.

> Oder hier klicken <