Kognitive Dissonanz: Wieso ich ein „kostenloses“ Buch für 6,95€ gekauft habe

Alex Fischer macht seit einigen Monaten kräftig Werbung: „Bestelle dir noch heute mein kostenloses Buch!“. Wie ich im letzten Artikel bereits schrieb, kann ich bei Werbung nicht immer widerstehen. Ein kostenloses Buch von einem erfolgreichen Immobilien-Guru wollte ich mir nicht entgehen lassen. Deswegen ließ ich mich mehrere Wochen mit Newslettern berieseln, um gespannt auf die Veröffentlichung zu warten. Heute soll es nicht um den Inhalt des Buchs allein gehen, sondern um den Effekt, den es auf mich hatte.

Im ersten Teil geht es um den soziologischen Effekt der kognitiven Dissonanz, im zweiten Teil folgt eine Buchrezension über das Buch „Reicher als die XXX“.

Das „kostenlose“ Buch, das nicht kostenlos ist

Ich treibe mich genug in Foren und Blogs rum. Wenn ich mal Zeit zum Lesen habe, bevorzuge ich Romane statt Sachbücher. Da das Thema Immobilien in meinem Kopf vor Kurzem noch eine große Rolle spielte, fühlte ich mich jedoch quasi dazu verpflichtet, das Buch von Alex Fischer zu lesen. Da es auch noch als kostenlos angepriesen wurde, hatte ich keine Ausrede. Als es endlich raum kam, gab es eine Überraschung:

Das Buch kostet 6,95€ inklusive Versand."Kostenloses" Buch

Ich hatte eigentlich ein E-Book erwartet. Stattdessen gab es das Buch nur in gedruckter Form. Alex Fischer betont, dass es sich bei den 6,95€ um dem Selbstkostenpreis handelt. Schließlich muss das Ganze verpackt und versendet werden.

Obwohl Alex Fischer sein Versprechen des kostenlosen Buches nicht gehalten hat, haben die Leute es trotzdem gekauft. Oft auch noch das Hörbuch dazu.

Alex Fischer nutzt den soziologischen Effekt der Kognitiven Dissonanz.

Kognitive Dissonanz: Verteidigung der eigenen Entscheidungen

Wir Menschen treffen nicht gerne falsche Entscheidungen. Das kratzt an unserem Selbstbild. Deswegen reden wir uns Situationen schön, die sich nachträglich aufgrund der Sachverhalte nicht unbedingt als die optimale Lösung herausstellen. Ich habe nun ewig auf dieses Buch gewartet, sodass ich eigentlich keine andere Wahl hatte, als es mir (koste es, was es wolle) zu bestellen. Denn all die Zeit und all die Vorfreude darauf: Soll das etwa umsonst gewesen sein?

Ich wollte mir nicht eingestehen, dass mich das „kostenlos“ vielleicht mehr gelockt hatte als der Inhalt des Buches.

Den Effekt der kognitiven Dissonanz findet man häufiger im Alltag:

  1. Ihr steht im Supermarkt, im Freizeitpark, bei IKEA oder am Bahnschalter an. Entweder ist euch die Schlange bereits zu Beginn zu lang und geht Aber sobald ihr euch einreiht, gilt: Wenn ihr nicht gerade einen wichtigen Termin habt, bleibt ihr in der Warteschlange. Obwohl ich euch zwischenzeitlich fragt, ob das so sinnvoll war. In den meisten Fällen redet man sich das Warten schön. Muss man ja – bei der Zeit, die man investiert hat. Wenn man erst mal ein paar Minuten gewartet hat,verlässt man die Schlange auch nicht mehr. Sondern freut sich stattdessen darüber, dass es Leute gibt, die hinter einem stehen.
  2. Ihr habt in eurer Beziehung viel durchgestanden. Es kriselt. Wieso sollte man all das zusammen Erlebte wegwerfen? Natürlich sollte man nicht bei jeder kleinen Streiterei an eine Trennung denken. Aber dennoch habe ich nach Trennungen schon den Satz gehört: „Es lief eigentlich schon seit 2 Jahren nicht mehr gut.“ Aber man trennt sich nicht eben einfach, wenn man schon lange zusammen ist oder schon lange nach einem Partner gesucht hat.
  3. Ihr seid mit eurem Job unzufrieden. Alle raten euch dazu, euch zumindest mal woanders zu bewerben. Wenn ihr genauer drüber nachdenkt, habt ihr eigentlich so nette Kollegen, einen kurzen Arbeitsweg, eine gewohnte Routine, der schöne Blick aus dem Fenster.. oder was auch immer euch als Ausrede einfällt.
  4. Ihr kauft euch ein Auto. Ihr seid bereit, einiges an Geld in die Hand zu nehmen. Wieso nicht gleich noch einiges an Sonderausstattung dazu?
  5. Ihr habt euch eine Immobilie gekauft, die nur Geld schluckt. Aber diese Steigerung des Lebensgefühls ist unbezahlbar! Zur Miete hätte man euch auch nur das Geld aus der Tasche gezogen. Die schicke Küche hättet ihr in keiner anderen Mietwohnung und die Tapetenfarbe durftet ihr bestimmten, wie ihr lustig seid.
  6. Ihr habt süße, nervige Kinder. Ihr liebt diese Kinder. Es ist biologisch in euch verankert und ihr könnt die Entscheidung nicht mehr rückgängig machen. Also müssen die Zwerge all die Bemühungen wert sein.
  7. Ihr habt Haustiere. Selbst, wenn nun eine teure Arztrechnung ins Haus flattert: Dieses Wesen ist besser als viele andere Menschen und somit jeden Cent wert.
  8. Ihr glaubt an Gott. Ihr könnt seine Existenz nicht beweisen, aber die Menschheit kann sich doch nicht über 2000 Jahre lang geirrt haben und ihr schon mal gar nicht.
  9. Ihr versucht abzunehmen, aber scheitert immer wieder. Eigentlich müsst ihr diesen Schönheitswahn der Gesellschaft nicht mitmachen. Ihr seid gut so, wie ihr seid und stolz drauf. Der übertriebene Schlankheitswahn ist das Problem.
  10. Ihr seid Blogger und schreibt Stunden oder Tage an einem Artikel. Wird dieser nicht gelesen oder kommentiert, ist grade vielleicht Sommerpause. Oder eure Leser haben ihn nicht richtig verstanden. An eurem Content wird’s nicht liegen.

Die Kognitive Dissonanz ist besonders stark, wenn man bereits einiges investiert hat. Sei es Geld, Nerven, Arbeitskraft oder Zeit. Ebenso ist diese stark, wenn man einige innere Konflikte mit sich austrägt, es also keine 100% eindeutige Entscheidung ist. Es muss eine gewisse Schwelle überschritten werden, um eine umkämpfte Entscheidung aufzugeben.

Z.B. schlägt der Partner plötzlich die Kinder oder man erwischt ihn mit einer anderen. Die Trennung ist eindeutig. Der Berufswechsel fällt plötzlich viel leichter, wenn man für die Liebe umziehen muss. Nachdem man ein paar Kilo abgenommen hat, fragt man sich, wie man sich vorher hat so gehen lassen können..

Die Welt lässt sich nicht nur anhand dieser einen Theorie erklären. Aber wenn man darüber nachdenkt, gibt es viele Verhaltensweisen, die man bis aufs Blut verteidigt, obwohl andere einen für verrückt erklären.

Kampf gegen die Kognitive Dissonanz

Es kann durchaus sinnvoll sein, gegen die Kognitive Resonanz anzukämpfen, wenn man dadurch einen Vorteil hat:

Man schafft es sich, sich aus einer unglücklichen Beziehung zu trennen.
Man lässt sich vom Arbeitgeber nicht mehr ausnutzen.
Man tritt aus der Kirche aus.
Man sagt dem extremen Konsum im Leben den Kampf an.
Man investiert in die „böse“ Börse!

Aber manchmal hat man keine Wahl:
Kinder kann man nicht rückgängig machen. Ich habe noch keine Kinder und kenne sie somit nicht: Aber ich werde sie sicherlich lieben. Selbst wenn ein Haustier Arbeit macht: Man gibt diese nicht einfach ins Tierheim, lässt sie an einer Raststätte zurück oder ertränkt diese gar in der Toilette, sondern übernimmt für diese Verantwortung. Da ich immer mal versuche abzunehmen und immer wieder scheitere, beginne ich zwangsläufig meine überflüssigen Kilos zu akzeptieren und so lange schön zu reden, bis ich den nächsten Abnehmversuch starte.

Was hat das nun mit dem Buch zu tun?

Ich habe das Buch von Alex Fischer komplett gelesen. Nicht, weil ich total überzeugt von dem Inhalt bin, sondern weil ich einfach bereits Geld und Zeit investiert habe. Weil ich es komplett gelesen habe, bin ich bei der Kritik voreingenommen:

Irgendwas werde ich daraus schon gelernt haben, wenn ich das Buch schon zu Ende gelesen habe. Im zweiten Teil geht es also mit einer absolut objektiven subjektiven Buchrezension weiter.

Habt ihr Beispiele der Kognitiven Dissonanz aus eurem Leben oder bei anderen beobachtet?

 

Versuchungen zu widerstehen ist manchmal nicht so einfach..

Egal, wo man hinschaut: Es wimmelt von Werbung. In Briefkasten lauern lauter Prospekte, welche Möbel, Elektrik und Lebensmittel anpreisen. Im Fernsehen werden Versicherungen, Kredit-Vergleiche, Designer-Möbel und viele Online-Shops beworben. Die neusten Video-News? Es folgt ein kurzer 30-Sekunden-Spot… Im Supermarkt gibt es überall nur Sonderangebote und Süßigkeiten locken passend zur Weihnachtszeit.

An dieser Stelle würde ich nun gerne behaupten, dass das alles eiskalt an mir vorbeizieht. Tut es aber nicht.

Wieso mich Werbung und Angebote beeinflussen

Wie auch der Frugalist Oliver bin ich schwer zu beschenken. Eigentlich habe ich schon alles. Dennoch blättere ich gerne durch Prospekte und schaue auch mal bewusst in ein Schaufenster oder begutachte die Angebots-Kisten in Supermärkten, wo mich allerlei Schnickschnack anlacht: „Hallo Jenny, ich bin eine platzsparende Mini-Friteuse. Nimm mich mit. Die kuscheligen Bettbezüge neben mir kannst du auch ruhig in den Einkaufswagen legen.“

Wenn ich bestimmten Dingen einen Mehrwert für mein Leben prophezeie, kommen sie auf meine innerliche Wunschliste.

An sich kann man ohne jegliche Haushaltshelfer durchs Leben kommen – unsere Vorfahren haben es auch geschafft. Allerdings kann man mit gewissen Dingen Zeit sparen oder die Lebensqualität erhöhen. Denn bescheiden zu Leben ist oftmals keine freiwillige Entscheidung, sondern eine notgedrungene Maßnahme.

Deswegen besitze ich nach einem Jahr Abstinenz wieder ein Rührgerät. Ging zwar tatsächlich auch sehr gut ohne, aber mein Familie wollte mir unbedingt was zum Geburtstag schenken. Das Kuchenbacken für meine Abteilung ging tatsächlich schneller als mit dem Schneebesen.

Wieso kaufe ich mir Wunschobjekte nicht immer sofort?

Da ich immer mal Rückenschmerzen habe und ein Kollege mir seine Massage-Sitzauflage demonstriert hat, wollte ich auch so ein Ding. Dennoch habe ich nun rund 1 Jahr mit dem Kauf gewartet. Zum einen bin ich wohl tatsächlich etwas geizig: 80€ für ein Massagegerät? Vielleicht brauche ich das doch nicht so dringend. Am Ende liegt das Ding nur verwahrlost im Keller rum. Eigentlich sollte ich einfach (kostenlosen) Sport machen oder mir stattdessen lieber eine richtige Massage gönnen..

Die meisten Sachen bleiben am Ende ungenutzt.

Als ich dann aber letztens zufällig eine Massage-Sitzauflage im Prospekt für 50€ sah, konnte ich nicht widerstehen und fuhr extra dafür zum Supermarkt. Hätte ich das Gerät auch für 100€ gekauft? Klares Nein. Aber wenn etwas in Reichweite ist, fängt die Versuchung erst richtig an. Ein Auto für 28.000€? Viel zu teuer! Ein Auto für 300€ Leasingrate im Monat? Verkraftbar.

Der Preis entscheidet, ob man der Versuchung nachgibt.

Mit Süßigkeiten geht es mir da ähnlich: Würde ich zur Schokolade greifen, wenn eine Tafel 100€ kosten würde? Nein. Würde ich mehr auf meine Gesundheit achten, wenn beim Kauf von Süßigkeiten der Teufel mir vorrechnen würde, wie sehr ich damit meine restliche Lebenszeit verkürzen würde? Tendentiell ja. Es stellt sich also bei jeder Ausgabe die Frage:

Was ist der wahre Preis? Was bekomme ich im Gegenzug?

Die 50€-Sitzauflage war ein Reinfall. Einmal benutzt und danach noch mehr Rückenschmerzen gehabt. Also habe ich das Ding wiedergegeben und mir bei der Auswahl eines anderen Gerätes mehr Zeit gelassen. Das danach gekaufte Nackenmassagegerät nutze ich nun fast täglich.

Wie dringend ist der Kauf, wenn mir erst in dem Moment, in dem ich davor stehe, einfällt, dass ich die Sache haben will?

An sich habe ich durchaus einen Drang zu Spontankäufen, auch wenn ich das gerne mal leugne. Vor allem nach langen „Konsum-Dürren“, bei denen ich lange nichts Außerordentliches gekauft habe, wächst in mir der „Wird mal wieder Zeit“-Gedanke. Letztens habe ich mir z.B. eine Glaskaraffe gekauft, weil es die günstig bei Lidl gab. Als mir jedoch bewusst wurde, dass mir die Flasche viel zu unhandlich für den täglichen Gebrauch ist, habe ich sie reumütig wieder zurückgebracht.

Wieso habe ich das Bedürfnis nach Konsum?

Um diese Frage zu beantworten, müsste ich Psychologie studieren und eine Weiterbildung zur Psychiaterin machen. Vieles ist sicherlich Kompensation, um irgendwie sein Lebensglück zu finden. Wenn ich mich neben meinen Freund kuschle, habe ich bisher noch nie gedacht „Jetzt eine neue Jacke wäre genial“. Wenn ich an Momente mit höchster Zufriedenheit denke, denke ich meistens an gemütliches Beieinandersitzen mit meiner Familie oder an Spieleabende mit Freunden. Oder auch, wenn ich einfach mal alleine im Park saß, weil mir im Studentenwohnheim während des Studiums manchmal die Decke auf den Kopf fiel.

Letztlich sind Konsumgüter ein Hilfsmittel, um entweder Stress aus dem Leben zu verbannen und Zeit zu sparen oder um schöne Momente zu generieren.

Manch einer hat Freude an Ästhetik und setzt viel Wert auf Dekorationsartikel. Ein anderer wiederum braucht den Benzingeruch und schraubt gerne an seinen Maschinen. Ein anderer veranstaltet Kochabende oder gönnt sich einfach mal ein kühles Bier.

Konsum ist nicht (immer) schlimm

Sobald man sich mit seinen Finanzen auseinander setzt und mehr von seinem Geld sparen möchte, stellt man den eigenen Konsum infrage. Frugalismus und Minimalismus sind Themen, die nicht nur mich gerade beschäftigen. In der heutigen Zeit wächst die Anzahl der Versuchungen:

Je besser man diesen widersteht, desto mehr Geld kann man sparen.
Je mehr man spart, desto mehr Geld hat man zur Verfügung.
Je mehr Geld man hat, desto mehr Verlockungen sind plötzlich in Reichweite..

Ein Teufelskreis.

Deswegen gibt es bei mir immer wieder Phasen, wo mir bewusst wird: Ich könnte jederzeit meinen Lebensstandard erhöhen. Heutzutage genügt schon ein Mausklick, um eine Menge Geld loszuwerden. Deswegen muss ich mich immer wieder „erziehen“ statt allen Verlockungen auf der Welt zu erliegen. Gleichzeitig sollte man sich aber nicht kasteien, sondern bewusster konsumieren. Es gibt aktuell einige Konsumartikel, die mir viel Freude im Leben bereiten:

  • Meine 14 Jahre alte Musikanlage
  • Unser großer IKEA-Esstisch (ausziehbar bei Besuch)
  • Eine Kuschel-Microfaser-Decke (Spontankauf)
  • Mein rosa Lieblings-Snoopy-Nachthemd (Spontankauf)
  • Mein Waffeleisen (aus meiner Kindheit)
  • Meine Armbanduhr mit Datumsanzeige (mein steter Begleiter)
  • Meine Laptoptasche mit Weltraummotiv
  • Mein Smartphone (was gut genug ist, um ins Internet zu gehen und schlecht genug und günstig genug, dass es auch mal runterfallen darf).

Am meisten erfreuen mich Dinge, die ihren Zweck erfüllen und die ich oft benutze. Jeder hat sicherlich z.B. seine Lieblingskleidungsstücke. Oder auch Dinge mit großem Erinnerungswert wie ein Konzert, ein Urlaub, ein Spaziergang, ein Eis mit Freunden essen.

Grade jetzt, wieder im Hinblick auf die Weihnachtszeit, sollte man sich wieder bewusst darüber werden, was einen glücklich macht. Ein paar Freundinnen und ich Wichteln einander (Grüße an die TZK-Mädels!). Meine Brüder und ich schenken unseren Eltern Konzertgarten, damit diese mal ein bisschen rauskommen. Wir Geschwister schenken uns hingegen nichts, weswegen ich nun einen meiner Brüder zitiere:

Wir schenken uns nichts, oder? In der heutigen Zeit, wo jeder alles hat, finde ich das doof. Ich spende lieber das Geld.

Deswegen meine Fragen an euch: Was macht euch glücklich? Was konsumiert ihr bewusst und wie fallen bei euch die Geschenke an Weihnachten aus?

 

Wie sich mein Bild von der Börse geändert hat

Seit gut einem Jahr bespare ich monatlich meine beiden ETF-Sparpläne und habe für 1000€ Arbeitgeberaktien in meinem Depot liegen. Wenn ich erzähle, dass ich über Finanzen  blogge, werde ich normalerweise kritisch angeschaut: „In was investiert man da so?“, „Ist das nicht ziemlich riskant?“, „Welche Gewinne hast du damit bisher gemacht?“ und muss dann erst mal weit ausholen. In diesem Artikel möchte ich erklären, wieso die Börse für mich früher ein rotes Tuch war und wieso sich das geändert hat.

Was macht man an der Börse überhaupt?

Bevor ich mich damit näher auseinandergesetzt habe, habe ich mir die Börse in etwa so vorgestellt:

Irgendwelche Männer im Anzug sitzen an der Wallstreet vor riesigen Bildschirmen, sehen Zahlen vor sich herflimmern und werfen wütend Blätter durch die Luft, wenn irgendeine Aktie fällt und schreien „Sofort verkaufen!!“ ins Telefon. Gleichzeitig merken irgendwelche – ohnehin schon reiche Menschen – das sich ihre Millionen so eben verdoppelt haben, indem sie Geld quasi aus dem nichts geschaffen haben. Während ein anderer sein ganzes Geld verloren hat und Suizidgedanken hegt.

Hinzukommen irgendwelche Storys aus der Verwandschaft und dem Bekanntenkreis, wie irgend ein Onkel oder eine Tante ihr Erspartes an der Börse verloren haben. Weiterlesen

Wie verfolge ich das Ziel der Finanziellen Freiheit?

Die „Freiheitsmaschine“ schoss vor wenigen Monaten in das Blogger-Universum. Der Blogger lebt in den USA und hat seine finanzielle Freiheit bereits erreicht. Als Familienvater fragt er sich nun: Wie kann ich meinen Kindern ein paar Weisheiten im Leben mitgeben? Deswegen hat er in seinem Forum zu einem kleinen Contest aufgerufen: Seine Leser sollen darüber schreiben, wie sie aktuell das Ziel der Finanziellen Freiheit verfolgen. Netter Nebeneffekt: Seine Leser beschäftigen sich ebenfalls noch mal intensiver mit dem Thema und können dabei auch noch 100$ gewinnen.

Wieso ich finanziell frei werden will

Ich selbst habe ebenfalls vor Kurzem festgestellt, dass ich finanziell frei werden muss, da meine Generation kaum noch Rente zu erwarten hat. Das Eintrittsalter für die gesetzliche Rente liegt mittlerweile bei 67. Die Chancen stehen gut, dass das diese Grenze mal auf über 70 erhöht wird. Die jetzige Durchschnittsrente beträgt rund 786€ bei einem Verhältnis von 3:1 (Erwerbsfähige zu Rentner). Dieses wird sich auf grob 3:2 verringern. Sprich: Mit Glück gibt es dann eine Durchschnittsrente von 450€ (heutige Kaufkraft) pro Rentner. Ich möchte hingegen mit rund 60 in Rente gehen können bzw. schon vorher weniger arbeiten. Weiterlesen

Exstudentin ist nun 1 Jahr alt

Aus „Dann starte ich mal eben einen Blog, vielleicht liest ja jemand mit“ ist ein Blog mit 38.000 Besuchern, 103.000 Aufrufen, 69 Artikeln und 1500 Kommentaren in einem Jahr geworden. Ich muss gestehen, dass ich damals nicht erwartet hätte, dass das Bloggen für mich ein so fester Bestandteil meines Lebens werden würde. Heute will ich euch ein wenig erzählen, was sich in dem letzten Jahr bei mir getan hat und welche weiteren Pläne ich mit dem Blog habe.

… Was bisher geschah …

Viele neue Menschen in meinem Leben

Ein paar Ereignisse habe ich nicht nur meinem eigenen Blog zuzuschreiben. Da ich auch schon vorher in anderen Blogs fleißig kommentiert habe, sind viele tolle Leute in mein Leben getreten. Dabei durfte ich nicht nur durch Kommentare viele Menschen kennen lernen, sondern stehe auch via Email mit Lesern und anderen Bloggern in Kontakt (vielen Dank dafür!). Mein Hauptziel habe ich erreicht:

Über das Schreiben, was mir gerade in den Sinn kommt und mich dabei mit anderen austauschen. Weiterlesen

Schadet die Gratis-Mentalität und der Sparwahn der Gesellschaft?

In unserer westlichen Gesellschaft lässt es sich auf hohem Standard günstig leben: Neuste Technik, gute medizinische Versorgung, keine Studiengebühren, günstige Urlaube, Sonderrabatte, kostenlose Beratung, kostenlose Reparaturen.. Bekommt man einmal etwas sehr günstig, möchte man beim nächsten Mal auch nicht mehr dafür zahlen. Heute möchte ich darüber schreiben, wieso ich den Sparwahn und die Gratis-Mentalität einerseits selbst habe, andererseits den Trend auch kritisch finde.

Sparwahn anhand meiner Ausgaben erklärt

In der Finanzszene trifft man sicherlich auf einige sparsame Kandidaten. Man optimiert seine Ausgaben so gut es geht (kein Auto, kündigen von Abos, Optimierung von Versicherungen, Stromwechsel) und nutzt Sonderangebote. Durch kleine Kniffs kann man sehr viel Geld sparen. Ich möchte ein paar Beispiele anhand meiner Ausgaben geben und an welchen Stellen ich mir denke: „Hier solltest du mehr/weniger Geld ausgeben..“ Weiterlesen